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  1. Inaktiver User

    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    [QUOTE=zora68]In deinem ersten Beitrag hast du geschrieben, Eure Krisen hätten dich und deinen Mann in eurer Beziehung gestärkt und zu einer glücklichen Familie gemacht.
    Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Verstehe mich nicht falsch, ich kann verstehen, dass die Sehnsucht nach dem anderen noch da ist. Ihr habt reizvolles erlebt, andere Reize als die in einer jahrelang währenden Ehe... Aber du hast dich doch für deinen Mann entschieden, oder? Anscheinend aber doch nicht, sonst würdest du den Kontakt abbrechen zur Affäre.
    Ist jedenfalls meine Meinung!

    Habe selbst miterlebt, dass solange mein Mann noch Kontakt zur "anderen" hatte(auch nur sms), wir beide nicht weiter kamen mit uns!
    Es schaukelte sich irgendwie immer wieder hoch zwischen den beiden. Die nächste Katastrophe war vorprogrammiert und ich bekam es natürlich wieder raus.
    Wir haben es am Anfang auch versucht, dass er mir Bescheid sagte, wenn er ihr simste oder umgekehrt, da mir klar war, dass "ich" ihn nicht dazu zwingen konnte damit aufzuhören. Wenn er dann sagte, sie habe geschrieben, wollte ich natürlich auch wissen, was! Und dann habe ich jedesmal total viel in den Wortlaut rein interpretiert...

    Es war die Hölle davon zu wissen. Wenn er im Bad etwas länger war, dachte ich sofort, dass liegt am sms-schreiben...u.ä.
    Schon bald musste ich ihm sagen: Stopp, das halte ich nicht aus, so kann ich kein Vertrauen neu aufbauen, wenn du so weiter machst.

    Ich war damals nah am Nervenzusammenbruch und er verstand, was er mir damit antat und am nächsten Tag kam er entschlossen zu mir und sagte, er würde jetzt den Kontakt abrechen, er wolle es so, weil er den Abstand zu ihr brauchte um zu klaren Gedanken zu kommen.
    Das Problem war allerdings, dass "sie" es noch lange nicht begriff und immer wieder unter irgendwelchen Vorwänden sms´s schrieb.
    Er hatte dann wieder Mitleid und schlechtes Gewissen ihr gegenüber und antwortete knapp.

    Durch unseren Therapeuten kamen wir dann zu dem Entschluss, dass er ein endgültiges Abschlussgespräch, und zwar persönlich, mit ihr machen sollte. So eine Art "Abschied nehmen".

    Wir fanden, dies sei eine gute Idee. Er telefonierte mit ihr und verabredete sich dann auswärts mit ihr und natürlich mit meinem Einverständnis.
    Ich muss sagen, es ist wie das Warten auf die Hinrichtung! Einerseits wollte ich auch, dass er jetzt ganz eindeutig einen Schlussstrich zieht und vor allem ihr es genau erklärt, was das bedeutet und dass es sein eigener Wille ist.
    (Und das ist die Voraussetzung dafür, dass es klappt).
    Ich musste mich die ganze Zeit ablenken, die ersten 1 1/2 Stunden habe ich ganz gut hinbekommen, aber danach schaute ich ständig auf die Uhr und wollte ständig zum Handy greifen.

    Nach 3 Stunden schrieb ich ihm, dass meine Schmerzgrenze so langsam erreicht wäre.
    Er schrieb zurück: es sei alles okay, ich solle mir keine Sorgen machen, sie würden nur reden! Aber wenn ich wolle, würde er jetzt losfahren.
    Dann dachte ich kurz drüber nach und erkannte, dann hätte ich das Ganze wieder unterbrochen! Nein, die sollen es richtig zu Ende bringen, auch wenn sie dafür länger brauchen.

    Als er endlich wiederkam, waren es incl. Fahrzeit ca. 5 Stunden und ich war fast wahnsinnig geworden.
    Malte mir Abschiedsszenarien der beiden mit heißen Küssen usw. aus. Aber er versuchte mich zu beruhigen und erklärte, er hätte sie einfach reden lassen. Nicht nur über sie beide und wie alles passieren konnte, sondern auch über ihre anderen Probleme, die sie sonst noch so hatte im Leben.

    Und was soll ich sagen, dass ganze ist jetzt fast genau 6 Monate her und es gibt keinen Kontakt, gar keinen mehr und es geht beiden angeblich gut damit.
    Mein Mann fühlt sich seitdem befreiter und hat wieder den Boden unter den Füssen gefunden.
    Die Frau(die mal meine Freundin war) sagt, es wäre für sie absolut klar, dass es keinen Kontakt mehr geben wird, denn das wäre die einzige Möglichkeit ihrerseits mir zu beweisen, wie sehr sie dies alles bereuen würde. Die einzige Möglichkeit wiedergut zu machen, was sie mir angetan hätte.


    Dieses fürchterliche Kopfkino kann ich mir gut vorstellen, ich finde es toll, dass du es hinbekommen hast. Aber es lohnt sich eben doch, an seiner BEziehung zu arbeiten, wenn diese einem viel wert ist. Und ich denke, wenn man mit jemandem eine so lange Zeit verbracht hat, dann hat er es auch verdient, dass ihm nach einem "Ausrutscher" nicht alles vor die Füße geworfen wird.

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    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    Florestine, wie geht es Dir?
    Gibt es etwas Neues zu berichten?

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    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    hallo wiebi!
    seit langem schaue ich mal wieder auf diese seite und sehe, dass du so lieb nach mir fragst... es geht mir nicht gut. bin keinen schritt weiter. im gegensatz zu ihm. ganz neu: er meldet sich gar nicht mehr und reagiert vor allem überhaupt nicht. seit drei wochen. alle vier, fünf tage halte ich es nicht mehr aus und dann geht ein zeichen auf die reise. ohne reaktion... und ich werde immer kleiner. mal sehen, wie lange noch... danke für deine nachfrage!

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    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    Guten Morgen florestine,

    oh je...das klingt aber alles andere, als positiv.
    Liebe kann oftmals richtig, richtig weh tun!
    Warum ist das bloß oftmals so?
    Ich weiß es nicht...leider.

    Du suchst Antworten auf sein Verhalten und kannst es Dir mit Deinen Gedanken nicht erklären - das schmerzt und hämmert in Deinem Kopf. Ganz bestimmt.

    Hast Du in dieser Zeit nicht den Hauch eines "Entfernungsgefühls" zu ihm?
    Das mit dem Zeichen-setzen kenne ich. Man will die Person immer daran erinnern, dass es einen noch gibt und dass er an Dich denkt und vielleicht doch reagiert.
    Schreibe doch mal Deine derzeitigen Gedanken/Gefühle detailliert auf. Danach kannst Du noch überlegen, ob Du ihm diese zukommen lassen möchtest. So hatte ich es damals getan. Problem: mein damaliger Freund war anscheind geistig nicht auf der Höhe, diese korrekt und sensibel genug einzuordnen.
    Aber der Versuch war mir wichtig und es ging mir danach besser.

    Oh je...ich hoffe, er rafft sich wieder auf, doch was erwartest Du von ihm? Ich finde, es gibt nur: ganz, oder gar nicht - auf Dauer, damit meine ich, dem Partner ganz "gehören", oder der schlimme Verzicht auf die andere Person. Setze Signale!

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    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    Hallo florestine,

    ich denke ebenfalls, dass es eine Sucht ist, die Dich rastlos umhertreiben lässt. Ich kenne dieses Gefühl sehr gut.

    Und weil es eine Sucht ist, will sie auch so behandelt werden...ein absolut kalter Entzug, der die ersten Tage, Wochen oder gar einige Monate verdammt weh tut, man an nichts anderes mehr denken kann, als an das Objekt der Begierde...man das Gefühl hat, man müsse sterben, wenn man es nicht bekommt.
    Ich denke aber, wenn man wirklich wirklich will, schafft man diesen "kalten Entzug". Und wenn man durch diese Phase drüber ist, lässt der Schmerz nach und es lässt sich leichter leben.

    Wenn Du es wirklich willst, von Deiner Sucht los kommen, solltest Du Dich vielleicht von ihm verabschieden. Ihn bitten, Dich nicht mehr zu kontaktieren, weil Dir dieser Kontakt einfach zu weh tut.

    Ich habe leicht reden, denn ich schaffe es ja selber nicht, diesen, von mir genannten Weg zu gehen. Aber vielleicht schaffe ich ihn nicht, weil ich nicht richtig überzeugt davon bin.
    Bist DU denn überzeugt ? Willst Du es überhaupt ?
    Wie wenig ist am Ende der Lebensbahn daran gelegen, was wir erlebten, und wie unendlich viel, was wir daraus machten.

    @Wilhelm von Humboldt

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    AW: raus aus der sehnsuchtsfalle

    hallo ihr beiden!
    ich schaue hier nur sehr sporadisch rein aber finde es so wärmend, hier ohren und liebe worte zu finden! danke! er schweigt weiter... wir sind inzwischen sogar einander begegnet. er mit freundin. es war wie sterben. aber ich bin noch nicht so weit für den entzug. gute nacht! und habt dank!

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