Hallo zusammen.
Ob das hier überhaupt noch jemand liest? Meine Frage ist schon so lange her...
Hier ist jedenfalls, was aus der Sache geworden ist:
Damals haben mich viele von Euch gewarnt, unter den Vorzeichen zu heiraten. Aber ich hätte es nicht fertig gebracht, die Sache abzusagen. Die Planung war zu weit gediehen, außerdem wusste ich ja selbst nicht, ob es nur Panik ist. Ich hatte davor nie geheiratet und wusste nicht, wie "man" sich zu fühlen hat. Also habe ich "ja" gesagt - und mich ganz scheel und komisch dabei gefühlt. Aber ich WOLLTE es versuchen. Ich WOLLTE, dass es wahr ist und funktioniert.
Leider hatten die Warnerinnen trotzdem recht. Denn von einer Unterschrift beim Standesbeamten wurde noch kein Zweifel der Welt getilgt, glaube ich. Ich habe also auch nach der Hochzeit immer wieder versucht, mit meinem Partner zu reden, auf die Defizite der Beziehung hinzuweisen, aber er stellte sich als sehr unbeweglich heraus. Er findet, wenn ich das Problem habe, muss ich es auch lösen. Da ich aber frustriert war und bin, ist die Motivation, ganz allein an einer Beziehung zu arbeiten, gering. (Zumal ich auch nicht weiß, wie das gehen soll.)
Obendrein haben sich in der Zwischenzeit die Gefühle für den Kollegen deutlich weiter entwickelt.
Hätte ich damals den Mut haben sollen, so kurz vor der Hochzeit "den Mann zu wechseln"? Vielleicht. Denn jetzt stehe ich vor der Perspektive, es kurz NACH der Hochzeit tun zu müssen. Ich habe meinem Mann von der Verliebtheit berichtet - was ihn noch passiver gemacht hat. Er findet, ich müsste diese Gefühle abschalten und dann Beziehungsarbeit für die Ehe leisten. Er sitzt so lange herum und wartet, dass ich alles wieder heile mache. (Das hat natürlich nicht er gesagt, das sage ich.)
Das Ende vom Lied: Wir lösen die gemeinsame Wohnung auf und werden erst einmal jeder alleine wohnen. Wir sehen, was von der langjährigen Partnerschaft als Basis übrig geblieben ist. (Dass er das gemeinsame Konto dichtmacht, sowieso es die gemeinsame Wohnung nicht mehr gibt, hat mein Mann bereits angekündigt. Dass ich deutlich weniger verdiene als er, ist dann mein Pech. Und ich bin nicht "arschig" genug, um ihn darauf hinzuweisen, dass wir eine Zugewinngemeinschaft sind.)
Aber ich gehe davon aus, dass die Gefühle für den neuen Mann die Oberhand gewinnen werden. Was ich für ihn fühle, habe ich für meinen Mann nie gefühlt. Und das sind schlechte Aussichten für eine Ehe, die es besser nie gegeben hätte.
Falls dies hier jemand in einer ähnlichen Lage liest, würde es mich trotz allem nicht wundern, wenn die Betreffende - genau wie ich - trotzdem heiraten würde. Man muss die Erfahrungen selber machen. Und die Entscheidung, eine Hochzeit abzublasen, ist oftmals wohl einfach zu groß, um sie allein und gegen alle Widerstände zu treffen.
Antworten
Ergebnis 41 bis 50 von 72
-
16.02.2009, 19:03
Die Fortsetzung... was nach der Hochzeit geschah...
-
16.02.2009, 19:21
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
hallo!
das tut mir wirklich sehr leid fuer dich. keine schoene situation
aber weisst du, du haettest den "neuen mann" auch erst nach der hochzeit kennenlernen koennen, oder ganz weit davor. dass es kurz vorher war und schon alles geplant und angezahlt - das war einfach schlechtes timing.
hast du denn bereits etwas mit dem neuen mann angefangen? erwidert er deine gefuehle / seit ihr zusammen?
es liest sich auch so, als ob dein mann sehr schnell aufgibt. fuer eine beziehung sind beide verantwortlich!
mach dir wegen dem geld keine sorgen. du hast einen job, also wirst du schon ueber die runden kommen. dein gefuehlsleben ist erstmal wichtiger. und wenn dein mann als erstes daran denkt, dass du jetzt weniger geld hast und dir vorrechnet und vielleicht noch sorgen machen will, dann:
-
16.02.2009, 19:36
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
Wärst Du gerne arschig genug dafür?Und ich bin nicht "arschig" genug, um ihn darauf hinzuweisen, dass wir eine Zugewinngemeinschaft sind.
Blödsinn. Für jemanden, der JA sagt, ohne es so zu meinen, ist kein anderer verantwortlich.fuer eine beziehung sind beide verantwortlich!
Prijon
-
16.02.2009, 19:45
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
hast du das eingangsposting gelesen? er hatte angst, dass sie sich "rausschleicht"? jetzt gesteht sie gefuehle fuer einen anderen mann, und als erstes sperrt er das gemeinsame konto?
natuerlich sind fuer eine beziehung beide verantwortlich! wenn mein freund sich auch einmal unwohl fuehlt oder fremdverlieben wuerde - ich wuerde schon versuchen, zu kaempfen.
bzw versuche ich auch, es nicht so weit kommen zu lassen (wenn du verstehst, was ich meine
)
-
16.02.2009, 19:55
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
Aber sicher. Es steht auf Seite 1 und datiert von August letzten Jahres. Sie hat keinen Bock, ihn zu heiraten, steht da.hast du das eingangsposting gelesen?
Und dann hat sie es trotzdem getan. IHR Problem. Ihr Freund trägt dafür nicht ein Fitzelchen Verantwortung. Und es ist völlig logisch, dass er jetzt die Konsequenzen zieht.
PrijonGeändert von Prijon (16.02.2009 um 20:00 Uhr)
-
16.02.2009, 20:07Inaktiver User
AW: Die Fortsetzung... was nach der Hochzeit geschah...
Na, du hast ja echt Humor ! Was erwartest du denn nach ca. einem halben Jahr Ehe ?
De Zugewinn hat nichts mit eurem monatlichen Verdienst oder einem gemeinsamen Konto zu tun. Nebenbei: in der kurzen Ehezeit ist mit Sicherheit kein allzu hoher Zugewinn entstanden.
Du willst dich trennen, was spricht also gegen eine Sperrung des gemeinsamen Kontos ? Den Vorteil davon würdest du wohl noch gerne mitnehmen, was ? Du hast einen Beruf, Unterhalt steht dir nach der kurzen Ehezeit nicht zu. Was ist daran Pech ? Nach einer Trennung ist jeder für sein Auskommen selbst verantwortlich.
Hauptsache, DU fühlst dich nicht "arschig" !!!!! Dass du eine Ehe eingegangen bist, obwohl du Gefühle für einen anderen und bereits starke Zweifel hattest, das ist wohl auch nicht "arschig", oder ?
Gruss, Elli
-
16.02.2009, 20:24
-
17.02.2009, 12:24Inaktiver User
AW: Die Fortsetzung... was nach der Hochzeit geschah...
Dumm gelaufen...aber letztendlich kannst du noch froh sein, dass keine Kinder im Spiel sind.
-
17.02.2009, 12:33Inaktiver User
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
Würdest du dir nicht total verarscht vorkommen? Du heiratest...und erfährst danach, dass dein Mann schon VOR der Hochzeit Gefühle für eine andere hatte, aber nicht den Arsch in der Hose, die Hochzeit abzusagen bzw zumindest mit dir darüber zu reden, dass ihm jemand anders im Kopf rumgeistert. Heiraten ist nicht wie mal eben ne Hose kaufen...das sollte reiflich überlegt sein...und im Zweifelsfall entscheidet man sich besser dagegen als dafür.
-
17.02.2009, 13:28
AW: Kurz vor dem Ja-Wort... ein anderer Mann?
ich stimme dir prinzipiell zu... allerdings hat die te doch versucht, die hochzeit zu verschieben. ihr mann war dagegen, weil er angst hatte, dass sie sich "rausschleichen" will.
mein gedanke ist der, dass ich an seiner stelle nicht unbedingt heiraten wuerde, wenn ich dass gefuehl habe mein partner wolle es gar nicht mehr. zumindest wuerde ich es ausdiskutieren wollen und nicht einfach ablehnen, dass die hochzeit verschoben wird.
ja, sie hatte nicht den arsch in der hose abzusagen. aber zumindest hat sie angedeutet - und wenn eben alles schon angezahlt und eingeladen ist und sie noch unsicher war (sie wusste ja nicht, was sie wollte) kann ich schon verstehen, dass sie sich hat reindraengen lassen (auch wenn es nicht richtig war, ist es doch menschlich).
ich frage mich, warum er so passiv ist... als ob ihm alles egal waere.


Zitieren

