Hallo,
ich sage gleich vorab nochmals Danke. Es ist toll, mit welchen unterschiedlichen Standpunkten Ihr antwortet.
@ypnowoman:
Ich würde Dir so gerne glauben, aber ich fühle so viel Widerwillen in mir. Ich habe Lust darauf, allein zu leben, ich habe keine Lust, ihn um mich rum zu haben. Er widersteht mir körperlich und ich erstarre, wenn er mich berührt. Und das hat nichts mit dem anderen zu tun, das müsst Ihr einfach glauben...das wird jetzt nur einfach deutlicher.
Besonders schlimm sind die Sonntag, ich freue mich wie verrückt auf die Wochentage. Am Sonntag werde ich müde, müde, müde und antriebslos. Mein Mann gähnt ebenfalls den ganzen Tag und liegt auf der Couch. Und ich bin "sprachlos". Ich weiss nicht, wo ich die Kraft aufbringen soll, um diese Ehe zu kämpfen....ich will nur noch weg.
@fi4711
Ich kann mir nicht vorstellen unter anderen Umständen mit ihm zusammenzuleben, ich ertrage ihn nicht um mich rum. Vielleicht ändert sich dieser Zusatnd, wenn man mal getrennt gelebt hat. Habe irgendwie das Gefühl, dass ich dies erst aus der Distanz erkennen kann.
Also ich weiss, die Lösung liegt wohl bei mir, wie immer...
Liebe Grüße
midway
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Thema: Ich fühle nichts mehr....
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14.07.2008, 13:53
AW: Ich fühle nichts mehr....
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14.07.2008, 14:16
AW: Ich fühle nichts mehr....
Ehy,
reine Neugierde: was hättest du gestern gemacht, wärst du alleine gewesen? Und warum hast du es nicht getan?Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!
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14.07.2008, 14:22
AW: Ich fühle nichts mehr....
>was hättest du gestern gemacht, wärst du alleine gewesen?
>Und warum hast du es nicht getan?
das habe ich mich auch gerade gefragt . . .
lass deinen mann doch auf dem sofa liegen wenn es ihm spass macht und mach du, was dir spass macht.
ich bin am wocheennde oefters mit einer freundin unterwegs, derne mann gerne auf dem sofa rumgammelt. sie ist eher der dynamiker. spricht doch nix dagegen dass jeder was fuer sich macht, oder?
mensch, ihr seid doch keine siamesischen zwillinge.
oder kriegst du die kurve fuer mehr dynamik nicht und suchst bloss einen suendenbock, der dich durch sein auf-dem-sofaliegen laehmt?ann-christine
lebe lieber ungewoehnlich
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14.07.2008, 14:33
AW: Ich fühle nichts mehr....
Hallo Ihr Beiden (ich fass' Euch jetzt einfach mal zusammen),
mit der Frage habt Ihr wirklich Recht. Also hier unseren Ablauf:
Morgens haben wir uns mit einem befreundeten Ehepaar getroffen und sind wandern gegangen. Danach war ich so unglaublich müde, dass auch ich zunächst mal geschlafen habe. Das war wieder diese komatöse Müdigkeit.
Dann konnte ich mich überhaupt nicht aufraffen, noch irgendetwas zu unternehmen. Ist ja auch das Problem: Ich habe ja schon gar keine eigenen Wünsche mehr und Ideen. Und dann denke ich immer wieder: Du kannst doch Sonntags nichts allein unternehmen, das ist doch der Familientag....
und dann werde ich richtig depressiv.
Ich weiss, ich stehe mir da selbst im Weg und weiss nicht, wie ich mich weiter verhalten soll. Soll ich tun, was ich will, dann aber lieber bitte ohne ihn....allein habe ich mehr Spaß.
Was soll das dann für unsere Ehe bringen?
Jetz bin ich schon soweit, dass er dieses Jahr mit den Kindern allein zu den Eltern fährt. Die Urlaube haben wir oft bei den Schwiegereltern verbracht, die zwar ein großes Grundstück im Süden Frankreichs haben, es sind aber die Schwiegereltern....und ich fühle mich dort nicht so richtig frei.
Dieses Jahr fährt er allein hin, nach langem Überreden und ich habe gesagt, ich komme mit dem Zug nach. Aber selbst dazu habe ich keine Lust.
Wie Ihr Euch denken könnt, bin ich froh darüber, dass ich hier alleine bin aber eben auch um den anderen zu treffen. Soll das eine Lösung für unsere Ehe sein?
Sorry, aber ich bin komplett verwirrt.....und es scheint ein riesiger Berg vor mir
Danke und Gruß
midway
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14.07.2008, 15:01Inaktiver User
AW: Ich fühle nichts mehr....
Hallo midway, das einzige Klare was ich bei Dir herauslese, ist der starke Wunsch nach Distanz zu Deinem Mann. Dem würde ich erstmal nachgehen, vielleicht brauchst Du die Distanz um zu erkennen was genau los ist - um dann zurückzukommen bzw. mit Deinem Mann etwas Neues zu probieren - falls er dann mit zieht - oder um ganz zu gehen - wie auch immer.
Der Liebhaber scheint Mittel zum Zweck zu sein: Um Distanz zu Deinem Mann zu bekommen. Klappt aber nicht. Mein Bild dazu ist: Du umklammerst Deinen Mann mit den Armen am Oberkörper und mit den Beinen hältst Du Dich am Liebhaber fest - so hängst Du zwischen beiden, völlig in der Luft.
Ich würde mich konkreter mit dem Distanzwunsch beschäftigen und für mich herausfinden, wie es sein müsste, dass ich so viel Distanz habe, wie ich sie brauche ... was es weniger an Verpflichtung bedeuten würde, was es an räumlicher Distanz sein müsste und dann würde ich es umsetzen - allerdings sehr in Absprache mit meinem Mann. Sich von (gefühlten) Verpflichtungen freizumachen ist vor allem Arbeit an sich selbst und um Verständnis für die räumliche Distanz kann ich bitten. Du musst dazu heute noch nicht wissen, wo es hinläuft, aber Du kannst in Gang setzen, dass sich etwas bewegt - in Dir.
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14.07.2008, 15:58
AW: Ich fühle nichts mehr....
Ich habe jetzt nicht nochmal alles nachgelesen...aber habe ich es richtig verstanden, dass du unter Depressionen leidest? Oder meinst, "nur" depressiv zu sein?
Bist du in ärztlicher Behandlung? Vielleicht sogar in Therapie?
Wie Leda sehe ich bei dir diesen großen Wunsch nach Distanz und ehrlich: Ich kann ihn nachvollziehen. Mir ging es mal ähnlich.
Ist so wie "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht" - ein paar Schritte zurück treten und sich die Situation mit Abstand anschauen kann da sehr, sehr hilfreich sein.
Nutze die Chance und fahr nicht hinterher nach Südfrankreich - aber sage deinem Mann ganz klar warum...
Und dann - geht jetzt echt schon eine Spur weiter, das weiß ich - würde ich an deiner Stelle mal schauen, ob du die Chance hast, eine psychosomatische Rehabilitationsmaßnahme o. ä. zu machen. Ich habe das selbst gemacht und es war sooo hilfreich für mich, den Abstand zu allem zu haben (bin auf eigenen Wunsch quer durch die Republik von zuhause weg gewesen) und gleichzeitig therapeutische Hilfe dabei zu haben. Eine sehr lehrreiche Zeit.
Und ich bin durchaus mit der Option dorthin gefahren, mich danach von meinem Partner zu trennen.
Was dabei für die Beziehung raus kommt, ist sicher von Fall zu Fall unterschiedlich, aber auf jeden Fall findest du wieder mehr zu dir... und das ist wohl im Moment das Wichtigste!Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt
(...geklaut...)
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14.07.2008, 16:14
AW: Ich fühle nichts mehr....
Hallo Signora,
vielen dank für Deine Worte.
Zu meiner "Psychokarriere". 2003 habe ich plötzlich Angstzustände bekommen, die sich hauptsächlich auf meine Gesundheit bezogen. Ich dachte immer, ich bin totkrank und habe mich körperlich auch so gefühlt. Ich habe bereits eine Psychotherapie hinter mir und war auch schon 8 Wochen in der psychosomatischen Klinik. Hat mir alles sehr viel gebracht insofern, dass ich wieder mehr Kraft bekommen habe und arbeiten gehe, usw......
Es geht mir viel besser und ich dachte, ich wäre über den Berg. Meine Ehe war in diesen Therapien -warum auch immer- nie ein großes Thema, die Therapeuten -bis auf eine- fanden dies keinen Grund für meine Beschwerden.
In den 8 Wochen, in denen ich in der Klinik war, hatten wir eine Haushaltshlfe. Mein Mann sagte zwar nach meiner entlassung: Schön, dass Du wieder da bist (es ging mir damals aber gar nicth gut). Gleichzeitig hörte ich auch, dass dies mit der Haushaltshilfe toll geklappt hätte und sie hätte auch Kuchen gebacken und viel mehr System bei uns in die Familie gebracht.
Nicht falsch verstehen, ich war heilfroh, dass alles so gut geklappt hat nur kam ich mir vor, als ob ich eben nicht richtig "funktioniere" in den Augen meines Mannes.
Immer mehr habe ich aber gespürt, dass ih mich in der Ehe nciht mehr wohlgefühlt habe. Konkretes konnte ich dazu jedoch nicht benennen, weil ja mein Mann eigentlich so ein "Netter" ist. Humorvoll etc...Und ich darf mich eigentlich nicht beschweren, hat er doch ein altes Haus komplett renoviert, geht arbeiten, damit es uns gutgeht, usw....
Mit diesem Konflikt komme ich offensichtlich nicht mehr zurecht, sonst hätte der andere Mann wohl kaum eine Chance gehabt.
Es geht hier nicht um die neue große Liebe, es geht darum, dass er mich sieht und hält z.Zt. Ist keine Lösung tut aber sehr gut, das weiss ich.....
Liebe Grüße Midway, die heute den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.......
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14.07.2008, 17:05
AW: Ich fühle nichts mehr....
Midway,
schütte nicht das Kind mit dem Bade aus, bevor du nicht weiß was dich umtreibt.
Vielleicht ist dein Mann nur die Zielscheibe deines Unmutes, weil er in der Nähe ist.
Ich würde dem inneren Drang nach Freiheit nicht nachgeben, jedenfalls nicht in Form einer endgültigen Trennung. Du könntest es irgendwann bereuen.
Wenn dein Mann einverstanden ist, dann ziehe dich doch ein wenig zurück von allem. Versuche Abstand zu bekommen, damit du dich selber finden kannst, erkennen kannst, was dich treibt.
Liebe Grüsse
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14.07.2008, 18:42
AW: Ich fühle nichts mehr....
Hallo fimmel?????,
mit Deinen Worten hast Du wahrscheinlich ebenfals sehr Recht. Heute war einfach auch ein Scheiss Tag und ich vermissen meinen M2 (Urlaub). Toll, oder?
Habe gerade keine Zeit....muss weg
Gruß midway
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15.07.2008, 09:53
AW: Ich fühle nichts mehr....
Midway
so mehr ich deine Zeilen lese umso mehr könnte ich dich fragen: was passiert, wenn du nicht "brav" bist? Wenn du schlampig im Haushalt wirst, wenn du nicht immer mitmachst..... aber ich ziehe vor, dir ans Herzen zu legen, wieder zu einer psychologischen Beratung zu gehen, weil du m.M. nach nicht über den Berg bist. Ich bin auch der Meinung wie Fimmel, dein Mann ist nur die Zielscheibe, aber nicht das Problem, und den löst du nicht wenn du weggehst. Vielleicht wäre auch eine Paarberatung gut, vielleicht würdest du erfahren dass dein Mann ganz anders ist und denkt als du annimmst. Aber eigentlich liegt (für mich) das Problem bei dir, ich bin aber kein Psychologe und ich habe schon lange aufgehört mich zu fragen, was mögen die andere von mir denken.Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!


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