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  1. Inaktiver User

    AW: Er war im Bordell...

    ich kenne mein umfeld welches ich über jahrzehnte kenne schon ein wenig genau.
    einen mann in meinem umfeld geht in ein bordell, der steht dazu nur seine frau weiss es nicht.
    einige haben affären und andere eine feste geliebte aber die meisten sind treu.
    vielleicht ist dies in einer kleinstadt noch anders.
    Ich komme selbst aus einer Kleinstadt - da ist in dem Punkt schon lange NICHTS mehr anders als in der grossen bösen Stadt.

    Die "meisten" sind treu kannst Du nicht behaupten - viele sind vermutlich nicht erwischt worden. Oder "überwachst" Du sie?

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    AW: Er war im Bordell...

    Guten Morgen,

    hui, da war ja gestern noch ganz schön was los hier im Strang.

    Mir geht es ganz schön beschissen heute. Diese Zerrissenheit macht mich einfach fertig, mein Kopf sagt "Schmeiss den Typen sofort raus, das hast du nicht verdient", aber das ist leider noch nicht in meinem Herz angekommen, versteht ihr?
    Und was mich so stinkewütend macht, ist einfach, das ich jetzt gezwungen bin, die Sache zu beenden, weil er so eine Scheisse gebaut hat. Ja, wir sind sehr unterschiedlich und hatten auch so unsere Baustellen, aber wir haben uns geliebt. Und seit der Krise im April, wo ich Schluss gemacht hatte, lief es eigentlich sehr gut.
    Das macht es halt noch unverständlicher für mich....

    Gestern abend haben wir viele sms geschrieben, er bereut und das glaube ich ihm auch. Ändert aber leider nichts an der Tatsache, das er da war...

    Naja, donnerstag fahre ich erstmal zu meiner Mama (die wohnt weiter weg), um mal hier wegzukommen und mich vllt etwas zu erholen von dem ganzen Mist.

    Danke für euren Zuspruch

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    AW: Er war im Bordell...

    Zitat Zitat von Angiestone
    Klar, gleiches Recht für alle. Der Unterschied besteht darin, dass es keine (kaum) Bordelle für Frauen gibt.

    Frauen sind dann eben auf Männer die sie auf der Piste oder auf der Arbeit aufgabeln angewiesen wenn es nur um dieses eine Bedürfnis geht.
    Nein, Angie, ganz so schwierig siehts nicht aus. Da gibt es schon noch andere Moeglichkeiten, in der Zwischenzeit.

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    AW: Er war im Bordell...

    Und was mich so stinkewütend macht, ist einfach, das ich jetzt gezwungen bin, die Sache zu beenden, weil er so eine Scheisse gebaut hat
    Du bist gezwungen?

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    AW: Er war im Bordell...

    Eigentlich ist es doch völlig wurscht wie viele Männer wann, wo, warum und wie oft ins Bordell gehen und ob das jetzt "normal" ist oder nicht. Jennet muss damit klar kommen, und keiner sonst. Ich finde diese "hab dich nicht so, das machen doch 'alle' Männer"-Botschaft echt daneben. Selbst in einer noch so tollen Beziehung muss man nix ertragen, was einem völlig gegen den Strich geht!

    Ist ja nett, dass ihr Freund "ehrlich" war. Deshalb "darf" sie sich doch trotzdem trennen! Wo steht denn geschrieben, dass Ehrlichkeit immer "belohnt" werden muss? Der Typ hat Mist gebaut, jetzt muss er halt die Konsequenzen tragen.

    Jennet, bist du eigentlich glücklich in deiner "zusammengerauften" Beziehung oder ist das einfach nur das kleinere Übel (im Vergleich zum Alleinsein)?

    Liebe Grüße,
    Grummelchen

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    AW: Er war im Bordell...

    Zitat Zitat von Grummelchen
    Eigentlich ist es doch völlig wurscht wie viele Männer wann, wo, warum und wie oft ins Bordell gehen und ob das jetzt "normal" ist oder nicht. Jennet muss damit klar kommen, und keiner sonst.
    Na, das denke ich doch auch. Sie ist doch nicht mit der Statistik liiert.

    nette Grüsse
    Kraaf

  7. Inaktiver User

    AW: Er war im Bordell...

    Zitat Zitat von Kohlrabikatze
    ich finde das absurd. zu Ehrlichkeit gehört auch Loyalität, und die hatte er in dem Moment definitiv nicht, sonst wär er da nicht reingegegangen.
    Alkohol ist keine Entschuldigung. Dann könnten wir ja auch gleich alle mal eben saufmorden.
    Er ist erwachsen und sollte alle Konsequenzen kennen. Es ist für keinen notwendig zu saufen.
    Wie definierst Du denn Loyalität?

    Dass ein Mann sich an die Regeln hält, die frau aufstellt?

    Das ist es nämlich, was ich immer wieder beobachte, insbesondere bei Beziehungen, die gerade in der Phase "heiraten und Familienplanung" sind.

    Die Frauen sind teilweise ungemein restriktiv. Die Männer bekommen klare Verhaltensregeln mit auf den Weg - dann musst Du nach Hause kommen, dies kannst Du tun, da darfst Du keinesfalls hingehen, und warum willst Du eigentlich schon wieder mit Deinen Jungs losziehen?

    Das führt zu eine Klima der Heimlichkeit. Das, was abläuft, wird, selbst wenn es harmlos war, gar nicht mehr thematisiert, und die Männerclique auf Stillschweigen eingeschworen.

    Bestes Beispiel: Jungesellenabschied. Ich weiss nicht bei wievielen dieser "events" die prospektiven Ehemänner von ihren Mädels mit auf den Weg bekamen: Tabledancebar ist tabu, und um eins ist Schluss, und trink bloss nicht so viel.

    Ja tolle Wurst. Da kann man sich den Abend eigentlich auch gleich schenken. Nicht nur hat man einen verdorbenen Abend, nein, den leise bedauernden Spott seiner Kumpels, und die imaginäre Mutation vom tollen Hecht zum Pantoffelhelden gibts als add on noch dazu.

    Das ist eine konsequente Erziehung zur Heimlichtuerei. Die Jungs haben einfach keine Lust auf das Mordstheater am nächsten Tag, ach, was schreib ich: die nächste Woche, das unausweichlich folgen würde, wären sie ehrlich. Und so entwickelt sich schnell eine ausweichende Kommunikation, und eine Art Doppelleben: DAS erzähle ich meiner Frau, JENES denke und tue ich tatsächlich.

    Kürzlich sprach ich am Telefon mit einem zukünftigen scheidenden Junggesellen, der mit meinem Schatz über die Gestaltung des events sprechen wollte. Das erste, was er tat, als er mich an der Strippe hatte, war, mir Zückerli ins Ohr zu träufeln: Dass ja alle gaaaanz brav aufeinander aufpassen und die meisten sowieso grundsolide Ehemänner sind, die vermutlich um eins spätestens im Hotelbett liegen. Ja nee, iss klar. Das nenne ich mal einen gut einstudierten Prophylaxetext.

    Das meiste ist ja tatsächlich völlig harmlos, aber nicht einmal das glaubt Mann erzählen zu können, ohne befürchten zu müssen, dass das wortreiche Pendant zum Nudelholz folgt. Und das ist exakt das, was tristania umreisst, wenn sie schreibt, dass Ehrlichkeit abgestraft wird.

    Natürlich ist das keine Einbahnstrasse. Die Männer könnten sich auch anders verhalten, und trotzdem ehrlich und offen kommunizieren. Ich will solches Verhalten nicht relativieren, aber deutlich machen, dass das oft genug "hausgemacht" ist.

    Grüssle
    Seawasp
    Geändert von Inaktiver User (08.07.2008 um 09:39 Uhr)

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    AW: Er war im Bordell...

    Es lief gerade eigentlich sehr gut bei uns, wie gesagt nach der Krise im April hatten wir uns zusammengerauft und waren glücklich.
    Kleine Baustellen gibt es wohl in jeder Beziehung, denke ich, aber damit kann man leben.

    Und es ist nicht so, das ich ihm keine Freiheiten lasse, ihn nicht mit den Jungs weglasse oder sonstwas. Wir haben uns gegenseitig immer die Freiheit gelassen, alleine was zu machen, den anderen so akzeptiert, wie er ist, auch was Party machen oder so angeht...


    Ich weiss einfach noch nicht, ob ich damit leben kann... muss noch ein bißchen drüber nachdenken und es auch ein Stückchen bewältigen, hat mich einfach so aus dem nichts getroffen und doch ziemlich verletzt.


    LG

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    AW: Er war im Bordell...

    Zitat Zitat von Mikka
    Wobei aber zum Beispiel wenn mein Freund sagen würde, er will heute abend noch mit seinen Kumpels in den Puff,könnte ich mir sicher sein, der kommt wieder und hat noch drei Tage gute Laune.
    Bestimmt würde ich ihnen eine Moralpredigt von wegen Gummis benutzen und darauf achten, dass die Frauen das freiwillig machen etc halten, aber für mich und unsere gemeinsame Zukunft hätte es keine Auswirkungen.

    Wenn ich aber zu meinem Freund sagen würde, Schatzi, ich geh heute Abend zum Nachbarn in den dritten Stock zum Poppen, dann wäre die Hölle los.
    Zurecht, weil es mir eben nicht primär um den Sex geht, sondern ich etwas vertiefen möchte, was für mich nur mit diesem einen Mann zu tun hat.
    Das weiß mein Freund auch.
    Und dann könnte er sich berechtigt Sorgen machen.
    Weil er mich eben kennt.
    Es muss vielleicht nicht der Nachbar aus dem 3. Stock sein ;)

    Nee, nee, das glaub ich keiner - dass es fuer sie nicht nur primaer um Sex gehen kann. Das traust du dir nur nicht zu, und da hast du vielleicht Angst davor. Zu lange zu brav gewesen, und nicht mehr wissen wies geht.

    Klar, der Typ sollte schon sympathisch sein, oder zumindest kein ekliger Unhold. Aber "da etwas vertiefen" - forget it - das geht auch anders, und macht trotzdem Spass (glaub mir - ich hab auch mal so wie du gedacht, und dann entdeckt, was da fuer Sprengstoff in mir steckt! Das hat mich selbst erschreckt, aber es ist auch staerkend und befreiend - und als erstes habe ich mich aus den Haekelrunden "liebt er mich, warum tut er das etc." befreit. Das hat schon was, glaub mir!)

    Es muss jetzt nicht jeder gleich sein. Und es muessen die Frauen auch nicht per se mit den Maennern gleichziehen - es ist schon gut, dass hier so viel darueber diskutiert wird. Aber mir geht es schon um etwas offensivere Sexualitaet - das macht Spass und befreit

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    AW: Er war im Bordell...

    Zitat Zitat von jennet
    Es lief gerade eigentlich sehr gut bei uns, wie gesagt nach der Krise im April hatten wir uns zusammengerauft und waren glücklich.
    Kleine Baustellen gibt es wohl in jeder Beziehung, denke ich, aber damit kann man leben.

    Und es ist nicht so, das ich ihm keine Freiheiten lasse, ihn nicht mit den Jungs weglasse oder sonstwas. Wir haben uns gegenseitig immer die Freiheit gelassen, alleine was zu machen, den anderen so akzeptiert, wie er ist, auch was Party machen oder so angeht...


    Ich weiss einfach noch nicht, ob ich damit leben kann... muss noch ein bißchen drüber nachdenken und es auch ein Stückchen bewältigen, hat mich einfach so aus dem nichts getroffen und doch ziemlich verletzt.


    LG
    Jennet

    Genau - nimm dir die Zeit und Ruhe, und schau auf dich. Und habe keine Angst, lass als erstes die Angst los, du koenntest ihn verlieren, wenn du nicht gleich wieder nett bist (aber eigentlich glaube ich, hast du die auch gar nicht). Steh zu dir selber. Die Zeit heilt nicht nur Wunden, sondern veraendert auch Sichtweisen, Empfindungen, Gefuehle. Bleibe mit ihm in Kontakt und rede darueber, wies dir damit gegangen ist, ohne ihm jetzt Riesenvorwuerfe zu machen.

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