Dennoch ist das Teufelchen im Ohr verdammt stark.Zitat von Inaktiver User
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03.07.2008, 10:34Inaktiver User
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Geändert von Inaktiver User (06.07.2008 um 11:49 Uhr)
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03.07.2008, 10:57Inaktiver User
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Ich habe tatsächlich in einem Moment der grossen Unsicherheit das Handy meines Freundes genommen und die letzten SMS angeschaut. Anschliessend habe ich es ihm gebeichtet, da mich das schlechte Gewissen nicht in Ruhe gelassen hat. Worauf er entgegnet hat, dass er nichts zu verstecken hätte und ich sein Handy immer anschauen kann. Tatsächlich fand ich auch nichts verdächtiges und es lässt es auch jetzt immer herumliegen.
Er hat mir dann aber gebeichtet, dass er einmal kurz davor war, ein Tagebuch zu lesen, es aber ohne zu öffnen wieder weggelegt hat.
Auch ich habe ihm gesagt, dass in meinem Tagebuch nichts steht, was er nicht weiss oder nicht wissen dürfte und auch mein Tagebuch ist immer noch an der gleichen Stelle wie eh und er kann sich jederzeit Zugang zu ihm verschaffen.
Trotzdem war mir das Erlebnis mit dem Handy eine Lehre und ich habe mir geschworen, nie mehr wieder in eine solche Situation zu kommen.
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03.07.2008, 11:09
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Wenn ich schon "schnüffeln", würde ich es unter keinen Umständen beichten.
Geändert von Alizee (06.07.2008 um 11:57 Uhr)
„Glück? Darüber spricht man nicht.
Ein Wort zuviel, und es ist lächerlich.
Zwei Worte, und es ist verschwunden."
aus: "Über das Wasser" von H. M. van den Brink
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03.07.2008, 11:26
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Hallo Kukkuk,
es kommt darauf an, aus welcher Perspektive Du diese Frage siehst. Ich war selber zwei Jahre mit einem notorischen Fremdgänger zusammen, habe mir viel schön geredet und das schlechte Bauchgefühl missachtet. In dieser Zeit habe ich mehr als einmal dem Bedürfnis widerstehen müssen, seine SMS zu lesen - die sicher interessant gewesen wären. Im Nachhinein halte ich das für einen Nebenkriegsschauplatz. Die richtige Frage ist nicht, ob er Dich nun betrügt oder nicht. Die richtige Frage ist, warum Du ein ungutes Bauchgefühl hast, warum Du denkst, dass Du diesem nicht trauen kannst (daher die Suche nach dem "letzten Beweis") und warum es in Deiner "glücklichen Beziehung" keinen Weg gab, über dieses Gefühl zu kommunizieren. Möglicherweise liegt genau da die Ursache dafür, dass Du überhaupt mit so einem Mann zusammen warst.
Insofern sage ich aus dieser Erfahrung: Wer schnüffelt, hat ziemlich sicher den letzten Beweis dafür, dass er unreflektiert ist. Aber Reflexion ist eben nichts, was vom Himmel fällt. Das muss man lernen. Manchmal über die Umwege der Schnüffelei. Menschlich ist das allemal.
Beste Grüße
Babette
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03.07.2008, 14:11
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Tja, so was stellt sich ja erst mit der Zeit heraus. Aber es ist gut, es von dir so aufgezählt zu sehen um nicht umzukippen.
Zitat von Islabonita
Zum Verlauf: er kennt Sie seit dem sie 4 ist und fand sie als Frau wohl immer schon toll. Kennt auch die Familie sehr gut. Nun ist sie mal sozusagen 'fast frei', hat nur noch nen Angetrauten (Ehezeit 9 Mon.) und inzwischen einen Lover in D'df, bei dem sie gerade eine Woche Urlaub gemacht hat. In der letzten 2 Monaten hat sie 'den meinen' über ca. 5 WE's getroffen. So ist's, auch ganz schön kraus.
Ich habe ihm den Bettel natürlich vor die Füße geworfen.
Es klang aber durch die Zeilen wie: warte doch bitte mal ab, was wird. Wir verstehen uns doch so gut, nur ist da noch eine ganz neue Perspektive. Ich würde gerne (damit verbunden vielleicht doch noch ein Kind, was sie wohl auch gerne will) versuchen, ob sie mich will.
Das ist noch nicht klar. Und wenn diese junge Frau seine Lebensumstände (eigentlich pleite, Haus gekündigt und nix Neues) kennt, frag ich mich, ob sie sich das antut. Ich hab zudem ein Gefühl, die Familie ist finanziell ganz gut aufgestellt und protegiert die Beziehung (aus alter Verbundenheit und damit die Kleine endlich einen vernünftigen Deckel hat). Wäre für ihn ja auch noch ne Perspektive, so mit hohen Schulden und ohne Rente ! Manchmal denke ich, er hätte als 'charming boy' das Zeug zum Heiratsschwindler.
So sieht's aus, wenn man alles negativ beschreibt. Zum anderen ist er ein sehr liebenswerter Mann mit vielen guten Eigenschaften. Für ihn wäre es noch mal ein Neustart mit ganz anderer Perspektive. Und mir tat's für ihn immer leid, dass er keine eigenen Kinder hatte (2 mit großgezogen in 15-jähriger Beziehung, lange her), er ist ein Kindernarr. Auch einer, der scheinbar immer wieder auf die Füße fällt. Allerdings turnt er sehr nah am Abgrund. Er kann das zeitweilig sehr gut ausblenden und ein Zusammenleben mit ihm hat viel Spaß gemacht.
Ich bin froh, aus den Problemen heraus zu sein, andererseits waren wir ein gutes Gespann, berufliche Nähe und alles was man sich sonst so wünscht.
Ich bin alt genug, um mit einiger Ruhe auf die Sache zu schauen. Es besteht ein latenter Kontakt per Mail, es wird einiges bearbeitet. Sms, Tel. habe ich ausgeschlossen. Er soll mal machen und ich gewöhne mich langsam an den neuen Zustand. Freundschaft mit Distanz zu seinen Lebensdetails schließe ich inzwischen nicht mehr aus. Wie weit die geht, darüber bin ich mir noch nicht klar, dass wird sich zeigen. Vielleicht drehe ich den Spieß um ? Kann 'ihr' eigentlich ja nichts ausmachen, da sie auch von mir wusste und selbst noch immer nen anderen hat. Wir werden sehen.
Mein Wahlspruch, der mir schon so oft geholfen hat :
ZEIT IST EIN GUTER BERATER !
LG B.
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03.07.2008, 14:33
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Die richtige Frage ist, warum Du ein ungutes Bauchgefühl hast, warum Du denkst, dass Du diesem nicht trauen kannst und warum es in Deiner "glücklichen Beziehung" keinen Weg gab, über dieses Gefühl zu kommunizieren.
Liebe Babette,
ich weiß nicht, ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Es gab durchaus Gespräche und klare Fragen meinerseits. Er hatte mir auch irgendwann von der Frau erzählt, hat überhaupt viel mehr gesagt, dass Anlass zur Unruhe gab. Das versteht man allerdings oft erst im Nachhinein und im Gesamtzusammenhang.
Ich habe keine Lust, mit einem Mann zusammen zu sein, bei dem ich immer mit 2. Damen rechnen muss. Ich möchte jemanden, der mit mir glücklich und zufrieden ist und mich so akzeptiert, wie ich bin. Das schien zu Anfang auch so, trotz seiner bewegten Vergangenheit. Ich bin also das Risiko eingegangen ... und reingefallen. Pech ! Ich bekomme keine Kinder mehr .... denn sonst wäre sie wohl nicht auf dem Plan.
Ich will mir selbst nichts vormachen und meine Zeit vergeuden. Es gibt noch andere nette Männer !
LG B.
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05.07.2008, 12:49
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Zitat von kukkuck
Gute Einstellung. Finde es Klasse, dass du nicht schwarz-weiß malst, sondern ihn mit Stärken und Schwächen siehst. Es gibt eben nicht nur Gut und Böse. Jeder handelt aus irgendeinem Antrieb, manchmal geht's in dieselbe Richtung, manchmal nicht. Ist jetzt voll OT, aber wollte ich nur mal sagen. Moralische Keulenschläge gibts ja auch oft genug.
...want to make a memory
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06.07.2008, 11:27
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
..... nicht schwarz-weiß
..... mit Stärken und Schwächen
..... nicht nur Gut und Böse
danke, richtig diary ! (passender Name für's Thema!)
ich hab vielleicht schon manches Jahr mehr auf dem Buckel als viele Schreiber/-innen hier. Habe vielleicht auch immer den etwas anderen Mann, besonderen Typ gesucht. Nie main-stream (ähm, aber woran macht man das eigentlich fest ?)
Ich habe mich getrennt / es liefen die Beziehungen auch ab nem (un-)bestimmten Zeitpunkt ins nichts / ich wurde verlassen, weil ne andere auftauchte. Dabei gab es durchaus Reflektion, manchmal, selten, Kampf. Habe mich jeweils in mein Schicksal gefügt oder aktiv betrieben. Wollte keinen Mann (zurück) der von unserer Sache nicht wirklich überzeugt war. Ich frage mich insgeheim, habe ich zu oft klein bei / auf -gegeben. Hinterher, mit etwas Abstände wurden daraus nähere oder fernere Freundschaften, man blieb sich auf gewisse Weise treu.
Kann man sich in das Glück wirklich zurück erkämpfen ? Im aktuellen Fall sicher nicht. Er sagt inzwischen, er wird um diese Beziehung / Perspektive kämpfen. Und wenn die dann doch nichts wird, wird er das Selbe voraussichtlich woanders versuchen. Es soll ja wohl ne Neustart-Frau sein, so mit allem Drum und Dran. Bin traurig und auch wütend, dass er sich das nicht früher überlegt bzw. klarer formuliert hat. Angeblich war dieser Wunsch zu unserem Start bereits aufgegeben.
Aber zu dem was du schreibst: ich finde hier viele Ansagen sehr mit Tendenz zu schwarz / weiß. Als nicht Betroffene/r ist natürlich eher leicht reden. Z. B. nie zu spionieren.
Ich bin schon ein wenig rund geschliffen aus vielen unterschiedlichen Erfahrungen. Aber ich weiß für mich, Klarheit muss unterm Strich stehen. Sonst geht's zu sehr und auf Dauer an die moralische Substanz !
LG B.
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06.07.2008, 11:39Inaktiver User
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Wäre es das Glück, das du zurück erkämpfen könntest? War eure Beziehung jemals wirklich glücklich. Für dich? Für ihn, der sich von einer anderen Frau anscheinend mehr angezogen fühlt.
Zitat von kukkuck
Wäre es nicht besser, für dich zu definieren, was Glück wirklich für dich bedeutet und dafür dann nach vorne - anstatt zurück - zu kämpfen?
Wie unterschieden sich deine Partner von 'Mainstream'-Männern?
Lieber Gruß Julifrau
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06.07.2008, 11:46Inaktiver User
AW: sein Tagebuch ...... traurig !
Bei mir ist es genau andersherum. Das Leben hat mich so geschliffen, dass ich ohne zu schnüffeln und zu bestätigen auf mein Bauchgefühl höre und diesem folge.Aber zu dem was du schreibst: ich finde hier viele Ansagen sehr mit Tendenz zu schwarz / weiß. Als nicht Betroffene/r ist natürlich eher leicht reden. Z. B. nie zu spionieren.
Ich bin schon ein wenig rund geschliffen aus vielen unterschiedlichen Erfahrungen. Aber ich weiß für mich, Klarheit muss unterm Strich stehen. Sonst geht's zu sehr und auf Dauer an die moralische Substanz !
Das hat auch etwas mit gesundem Selbstwertgefühl zu tun. Für bestimmte Dinge wäre ich mir zu schade.
Wenn etwas nicht stimmt, kläre ich das mit dem Partner.
...und wenn man dann schon anderer Menschen Tagebuch liest sollte man meiner Ansicht nach wenigstens dann offen damit umgehen und die Karten auf den Tisch bringen.
In einem Form dann auch noch über diese Informationen zu jammern und diese zu interpretieren finde ich ziemlich unwürdig.


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