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    Wie den Weg finden?

    Guten Abend.
    Ich habe lange überlegt, ob ich hier Geschichte aufschreiben soll. Heute beschließe ich, es einfach zu tun. Das Thema ist kein besonderes. Es gibt einen Ehemann, mich und einen anderen Mann, aber ich weiß nicht, welchen Weg ich gehen soll ohne meinem Mann großes Unrecht zuzufügen.
    Um meine Situation nachempfinden zu können, muss man etwas über meine Ehe wissen. Mein Mann ist knapp 20 Jahre älter als ich. Als wir uns kennen lernten, ging alles sehr schnell. Heute weiß ich nicht mehr, was ich mir damals dabei gedacht habe.
    Ich stand damals am Anfang meines Studiums und lernte ihn während eines Praktikums kennen. Wir verliebten uns schnell, ich war von meinen Gefühlen durcheinander. Er war verheiratet, hatte Kinder. Er verließ sie und wir zogen zusammen. Die Trennung von den Kindern machte ihm lange zu schaffen und ich fühlte mich immer schuldig.
    Er hatte damals einen Job, der ihn häufig mehrere Monate, einmal sogar mehr als 2 Jahre in ein anderes Land forderte. Ich musste mich entscheiden, ob ich mit ihm mitgehe oder ob ich mein Studium beende. Ich bin mitgegangen und habe mein Studium nie beendet. Aufgrund seines Alters wünschten wir uns schnell Kinder. Dieser Wunsch wurde uns erfüllt. Ich habe mich immer sehr wohl bei ihm gefühlt und ihn geliebt. Wir hatten zeitweise sexuelle Probleme, er hatte einen Herzinfarkt, sonst ging es uns gut. Seit unser ältestes Kind auf dem Gymnasium ist, begleite ich ihn nicht mehr auf seinen Reisen. Er fährt weniger, aber bis zu drei Monaten kann er unterwegs sein. Ich dachte, ich wäre glücklich, bis ich einen anderen Mann kennen lernte. Ich bildete mir lange ein, dass ich nur seine Freundschaft suchte, um während der Reisen meines Mannes nicht einsam zu sein. Doch ich spürte schnell, wie sich Liebe entwickelte und wir begannen uns zu lieben. Wenn wir uns sehen, bin ich mir sicher, dass die Liebe zu ihm das ist, was ich mir für mein Leben wünsche, aber wenn mein Mann wieder daheim ist, könnte ich mir nicht vorstellen ihn zu verlassen. Er ist nicht mehr ganz gesund und er hat viel für mich getan. Ich bin ihm viel schuldig. Ich fühle mich auch noch sehr wohl in seiner Nähe, aber ich kann es kaum mehr ertragen von ihm sexuell berührt zu werden. Ich vermute, dass es nicht daran liegt, dass er mich anekelt, sondern an meinem schlechten Gewissen ihm gegenüber. Ich habe mit dem anderen Mann sexuell Dinge erlebt, von denen ich nicht dachte, dass sie möglich wären und wenn mein Mann mich berührt kommen sofort die Gedanken daran hoch.
    Der andere Mann will klare Verhältnisse. Ich soll mich entscheiden. Ich habe auch Angst vor einer Trennung, weil ich finanziell vor dem Nichts stände. Ich würde mir auch nicht zutrauen neben den Kindern arbeiten zu gehen. Ich war damals im Studium schon sehr belastet durch den Druck, kompensierte ihn mit Magersucht und Tabletten. Ich würde das nicht schaffen. Der andere Mann verdient nicht genug, um mich und die Kinder annährend so zu versorgen, wie es die Kinder gewohnt sind. Er will, dass wir uns durch den Vermögensausgleich eine gemeinsame Zukunft aufbauen, aber das kommt für mich nicht in Frage. Wenn ich mich dazu entscheiden sollte meinen Mann zu verlassen, würde ich nichts von seinem Vermögen wollen, denn das hat er sich allein erarbeitet. Ich habe nie gearbeitet und will ihn nicht ausnehmen. Es wäre auch nicht so eine Art von Scheidung, denn er hat mir nichts getan. Faktisch gesehen kann ich meinen Mann kaum verlassen ohne mich damit zu ruinieren und ihm Unrecht zu tun. Ich habe mir lange überlegt, was ich mir wünsche. Ich würde es so wollen, wie es jetzt ist. Ich würde meinen Mann nicht verlassen wollen, mit ihm die Familie erleben und daneben den andere Mann treffen und mit ihm große Gefühle erleben und mich als Frau durch ihn ganz anders erleben. Ich weiß, dass das nur einen Moment funktioniert und ich mich auf Dauen entscheiden muss, aber woran mache ich diese Entscheidung fest? Gefühle, Vernunft, Kinder?

  2. Inaktiver User

    AW: Wie den Weg finden?

    wie alt sind deine kinder?

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    AW: Wie den Weg finden?

    Zwischen 3 und 12

  4. Inaktiver User

    AW: Wie den Weg finden?

    verdammt jung.

    mir ist ein satz aufgefallen:

    er möchte, dass wir uns aus dem vermögensausgleich eine zukunft aufbauen.

    das kommt bei mir sehr berechnend rüber.

  5. User Info Menu

    AW: Wie den Weg finden?

    Ich stelle es mir vor, dass es für eine Mann mit gewöhnlichem Job nich leicht ist, eine Zukunft mit einer Frau mit Kindern zu planen, wenn er weiß, dass sein Gehalt nicht für alle reichen wird. Ich bin gleichermaßen auf seine Bereitschaft für uns arbeiten zu gehen angewiesen. Das gleicht sich also aus. Er hat akzeptiert, dass diese Lösung für mich indiskutabel ist.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie den Weg finden?

    welche lösung ist für ihn indiskutabel?

  7. Inaktiver User

    AW: Wie den Weg finden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    verdammt jung.

    mir ist ein satz aufgefallen:

    er möchte, dass wir uns aus dem vermögensausgleich eine zukunft aufbauen.

    das kommt bei mir sehr berechnend rüber.
    sehe ich auch so. Wäre mit dem neuen Freund vorsichtig. Vielleicht ist es nur ein Strohfeuer, er wird dir nie soviel geben wie dein Mann. Er hat die Idee skrupellos vom Vermögen eines anderen Mannes leben zu können. Sehr unsympathisch.

  8. Inaktiver User

    AW: Wie den Weg finden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    sehe ich auch so. Wäre mit dem neuen Freund vorsichtig. Vielleicht ist es nur ein Strohfeuer, er wird dir nie soviel geben wie dein Mann. Er hat die Idee skrupellos vom Vermögen eines anderen Mannes leben zu können. Sehr unsympathisch.

    genau.

  9. User Info Menu

    AW: Wie den Weg finden?

    Er will, dass wir uns durch den Vermögensausgleich eine gemeinsame Zukunft aufbauen,

    Doofe Frage vielleicht: Geht das denn überhaupt? Ich denke, der tritt beim Eintritt ins Rentenalter in Kraft??

    Dass der andere ein Schmarotzer ist. lasse ich mal außen vor.

    Prijon

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    AW: Wie den Weg finden?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    welche lösung ist für ihn indiskutabel?
    Für mich ist die Lösung indiskutabel und das hat er akzeptiert.
    Er weiß, was er sich mit uns aufbürden würde. Ich halte ihn daher nicht für berechnend. Ich denke mir, viele Männer würden sich nicht für Frauen mit kleinen Kindern entscheiden, weil es ihnen zu anstrengend wäre.

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