Deinen Mann beschreibst du auch als aufmerksam und an dir interessiert. Warum muss es denn unbedingt der andere Mann sein?Zitat von Samui
Das Sexproblem in eurer Ehe ist nicht nur dein Problem. Es ist auch das Problem deines Mannes. Du willst keinen Sex mit ihm, aber mit einem anderen Mann und hältst das für eine optimale Lösung? Und was ist mit deinem Mann? Soll der sich auch wieder eine Geliebte suchen um seinen Bedürfnissen nachgehen zu können? Ein bisschen riskantes Spiel für eine Frau, die auf Kosten ihres Mannes lebt, findest du nicht? Vielleicht verliebt sich dein Mann in seine Affäre oder er erwischt dich und dreht dir den Geldhahn zu. Und dann? Vielleicht geht er dann in Frührente und beansprucht die Kinder. Könnte ziemlich viel dran hängen für dich.
Antworten
Ergebnis 311 bis 315 von 315
Thema: Wie den Weg finden?
-
04.07.2008, 09:13
AW: Wie den Weg finden?
-
04.07.2008, 10:50
AW: Wie den Weg finden?
Ja, in der Tat - frau sollte sich nie abhaengig machen - auch um ihre Affairen leben zu koennen.
-
04.07.2008, 10:54
AW: Wie den Weg finden?
Hallo Samui,
uff, ich habe immer noch sooo viele Fragen:
Was, denkst Du, würde passieren, wenn Dein Mann von Deiner Affäre, erfahren würde?
Bist Du Dir ganz sicher, daß Dein Mann bisher noch keinen klitzekleinen Verdacht geschöpft hat? Daß Euere Kinder ihm bisher nicht erzählt haben, daß sie vielleicht bei den gemeinsamen Ausflügen mit Deinem lover ein seltsames Gefühl beschlichen hat?
Wie lange bist Du nun eigentlich mit dem Affärenmann zusammen? Ist es das erste Mal während Deiner Ehe, daß Du Deinen Mann betrügst? Und: Denkst Du, daß Dir Dein Mann bisher immer treu war?
Ich persönlich bin der Meinung, daß selbst in den allerbesten Ehen Mann und Frau nicht davor gefeit sind, sich fremd zu verlieben. Wichtig ist nur, wie man damit umgeht. Ob man sich wegtragen läßt von der Begeisterung für den/die Neue(n), oder ob man so klug ist, trotz Hormonrausch innezuhalten und abzuwägen, wo die eigenen Prioritäten und die der anderen Familienmitglieder liegen.
Du, Samui, hast das hier mit diesem thread für Dich gemacht: Hast "stop" gerufen und hast angefangen, zu sortieren. Bist nun rational zu dem Schluß gekommen, daß Du Deinen Mann nicht für Deinen lover verlassen willst.
Das ist schon mal ein klarer Entschluß, den ich persönlich sehr gut finde. Verantwortungsbewußt und klug.
Nun stellt sich natürlich prompt die Anschlußfrage: Was tun mit dem lover? Da gibt es genau zwei Möglichkeiten:
1. Die Affäre beenden
2. Die Affäre heimlich weiterführen
Möglichkeit zwei scheint mir zwar verlockender, aber auch wesentlich gefährlicher als Möglichkeit eins zu sein.
Ich persönlich würde daher eindeutig für Möglichkeit eins plädieren.
In Deiner Situation würde ich mir immer wieder bewußt machen, weshalb die Option, bei meinem eigenen Mann zu bleiben, die bessere Wahl für mich ist.
Und was dafür ausschlaggebend war, mich auf diese Affäre einzulassen.
Ich wette, daß die Gefühle für den lover dann schneller schrumpfen, als Du es Dir jetzt vorstellen kannst! Daß vermutlich auch seine sexuelle Attraktivität für Dich eindeutig nachläßt.
So daß Du dann hoffentlich bald, in Anstand und Würde, klar und eindeutig und mit ganzem Herzen die Beziehung zu ihm beenden kannst.
Ganz liebe Grüße
Kyria
-
04.07.2008, 11:09Inaktiver User
AW: Wie den Weg finden?
ich möchte deinen beitrag , kyria, voll unterschreiben. du schreibst mir aus dem herzen.
aber: samui hat irgendwo in ihrer ehe und ihrem leben allgemein ein defizit, das sie ausfüllen muss/möchte.
sie hat zunächst den (einfachen) weg über den lover genommen, der aber - meinem verständnis nach - ein irrweg war.
ich denke, nur sie selbst kann aus sich selbst heraus (und nicht von aussen) für ihr wohlbefinden sorgen. daran muss sie arbeiten. an ihrer äusseren und inneren unabhängigkeit, stärke und belastbarkeit. und erkennen, dass das glück nicht vornehmlich im aussen liegt, sondern in ihr selbst.
DANN ist es sicher auch möglich, sich den kleinen problemchen in ihrer ehe zuzuwenden.
liebe grüsse
noushin
-
09.07.2008, 12:10
AW: Wie den Weg finden?
Hallo Kyria, hallo ...,
Ich habe mich gesammelt, eure Hinweise durchdacht und meinem Handwerker einen Abschiedsbrief geschrieben. Er hat versucht mich zu erreichen und ich hatte Angst, dass er mit meinem Mann reden würde, aber das blieb aus. Wir haben uns dann getroffen und ausgesprochen. Nachdem alles geklärt war schrieb er mir trotzdem noch liebe SMS in denen er mir sagte, wie sehr ich ihm fehlen würde. Ich habe ihm dann irgendwann geantwortet, dass er mir auch sehr fehlt, ich aber meinen Mann nie verlassen würde. Später rief er an und sagte, dass er zunächst damit leben könnte, wenn wir uns dafür wieder sehen könnten.
Seitdem fühle ich mich viel stärker, nicht mehr so in der Zwickmühle. Er hat mir bewiesen, dass er nicht so konsequent ist, wie er sich verkauft hat und dass er auch unbedingt mit mir zusammen sein will. Und ich stelle die neuen Regeln auf. Wir treffen uns seltener, ohne die Kinder, nicht zu Unternehmungen, denn dafür brauche ich ihn nicht, dafür habe ich meinen richtigen Mann. Ich muss ihn nicht auf Alltagstauglichkeit prüfen. Ich kann den Sex, seine Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit einfach so genießen und das ist großartig. Ich habe die Grenzen abgesteckt, auf einmal habe ich viel mehr in der Hand was passiert.
Ich möchte meine unterschiedliche Liebe zu beiden Männern erleben. Mein Mann bedeutet mir sehr viel und er gibt mir ein Gefühl von Geborgenheit und Nähe, was mir kein anderer Mann bieten kann. Auf dieser Ebene kann ich mir keine bessere Ehe vorstellen. Er hat bislang meine häufige Unlust akzeptiert. Wahrscheinlich kann er in seinem Alter damit leben. Wenn es ihn belastet und er das mit mir klären möchte, werde ich natürlich versuchen Wege mit ihm zu finden, aber solange er sich nicht ernsthaft beschwert, wird es für ihn auch nicht zu belastend sein. Ich genieße den Sex mit dem anderen Mann so sehr. Ich habe ihm klar gemacht, dass mein Mann nichts von ihm erfahren darf und das hat er akzeptiert.
Ich habe keine Vorstellung, wie mein Mann auf meine Affäre reagieren würde. Wütend natürlich, aber ob er uns verlassen würde? Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen.
Ich weiß, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist, weil es nicht ewig so weiter gehen kann, aber vielleicht will ich das auch irgendwann nicht mehr und dann erledigt sich die Sache von allein.


Zitieren
