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  1. gesperrt

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    AW: zu seinem Tagebuch

    Hallo ihr 3 (oder noch mehr?!),

    ich habe eben diesen Strang entdeckt und aufgrund der späten Stunde nur überflogen. Aber was ihr schreibt und vor allem auch das Eingangsposting berühren mich sehr.
    Ich habe mich oft wiedererkannt.
    Meine Ex-Beziehung ging über 3 Jahre und bestand primär aus Streit, On-Off, Lügen von seiner Seite (auch wenn ich das immer noch nicht realisieren will) und totaler Ambivalenz. Ich habe lange gebraucht, um zu erkennen, dass das keine Anlaufschwierigkeiten sind, Ängste sich zu öffnen etc.

    Vor allem das Thema Lügen beschäftigt mich nach wie vor, weil ich selbst ein total gradliniger Mensch bin. Nicht mal Notlügen, die niemandem schaden würde, bekomme ich souverän über die Lippen. Und dann kommt er ...

    Ihr habt ein paar Tage nicht geschrieben.
    Ich hoffe, der Strang lebt weiter, denn ich würde mich bei etwas mehr Zeit gerne am Gespräch beteiligen.

    Gute Nacht :)
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    AW: Des Denkens müde

    Hallo KühlesBlondes,

    ich hadere weiter mit meiner Geschichte, es ist mal besser, mal schlechter - ich denke, das ist die Erfahrung, die jede von uns macht. Vielleicht erzählst Du erst einmal mehr über Deine Geschichte, damit wir etwas dazu sagen können?

    Sei zunächst mal lieb gedrückt ,

    Patrizia

  3. gesperrt

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    AW: Des Denkens müde

    Liebe Patrizia,

    ich habe mal ein langes Posting aus einem alten Strang herauskopiert. Das beschreibt es ungefähr:

    Posting vom August 2006:
    Ich bin hier seit einigen Woche unterwegs und habe schon sehr interessante Beiträge gelesen, Denkanstöße erhalten ... auch mit eigenen Threads, die aber irgendwie nicht mein Kernproblem berührt haben ...
    Das Symptom ist: Ich schlage mich seit eineinhalb Jahren mit einem Mann herum, der immer wieder "vor mir", der Verantwortung für eine Beziehung ... davon läuft - und bin bisher davon nicht wirklich losgekommen.
    Das ganze kommt mir bekannt vor, denn ich hatte dieses Gefühl, die große Liebe gefunden zu haben ... den Mann, um den es sich zu kämpfen lohnt, der für mich bestimmt ist (blablabla - die Worte stimmen mich selbst bitter), schon einmal vor circa 10 Jahren. Jahrelang hing ich an diesem Gedanken wie eine Ertrinkende, habe mir immer wieder Hoffnungen gemacht, bin immer wieder mit ihm im Bett gelandet, um dann wieder und wieder verlassen zu werden. Loslassen konnte ich erst, als er ans andere Ende Deutschlands gezogen ist und zufällige Begegnungen ausgeschlossen waren, der Kontakt abbrach.
    Ähnlich ist es jetzt wieder, nur dass dieser Mann bereits 400 KM von mir entfernt wohnt, aber mich immer wieder durch SMS oder Anrufe aus meiner Lösungsphase reist und ich dadurch sofort wieder die Hoffnung hege, dass er doch endlich kapiert hat, dass ich "die Eine" bin, sich jetzt alles ändert ... dadurch durchlebe ich den Trennungsschmerz wieder und wieder und wieder .. was ich schon heulend im Büro am Schreibtisch sass ...
    Naja jedenfalls ist mir klar: das tut mir nicht gut, ich habe etwas besseres verdient ... aber ich tue es mir immer und immer wieder an. Die ganzen Verletzungen, von denen ich mir vorstelle, ich komm nie drüber weg, sind nach einigen Tagen, einer süssen SMS ... wie weggeblasen, als unterzöge ich mich selbst einer Gehhirnwäsche.
    So viel zu den Symptomen: die beiden Männer, der eine bestimmte meine Zwanziger, der andere blockiert mich jetzt mit Anfang 30. Dazwischen habe ich immer wieder auch den einen oder anderen netten Mann kennengelernt, aber ich träumte ja immer noch von den "Unereichbaren".
    Mit Rückblick auf diese Jahre fühle ich mich wie die Grille, die den ganzen Sommer gesungen und nichts fürs Überleben im Winter getan habe. Ich habe alle meine Sehnsüchte und Kraft auf Menschen projeziert, von denen so gut wie nichts zurückkam und die nicht mal das Verantwortungsgefühl besassen, diese Situation nicht auch noch auszunutzen (nicht falsch verstehen, ich trage selbst die Verantwortung für mein Leben - aber ich würde nie wissentlich die Gefühle eines anderen Menschen derart ausnutzen, missachten ... immer wieder Hoffnung schüren, das Nehmen, was er mir zu geben bereit ist, um mich dann wieder aus der Verantwortung zu stehlen.)
    Ja und jetzt überlege ich, ob ich nicht einfach beziehungsunfähig bin und mir DESHALB immer und immer wieder diese Männer aussuchen, so endlos lange an etwas festhalte, was mir so viel mehr Schmerz als Gutes zufügt. Als wäre mir der Schmerz wichtiger als gar nichts ...
    Ich bin wie gesagt Anfang 30, ich träume von einer eigenen Familie, von einem Menschen, der zu mir steht ... mit dem ich mit viel Glück und Arbeit vielleicht sogar alt werden kann.
    Aber ich weiss immer weniger, wie ich diesen Menschen finden soll und ob ich überhaupt in der Lage bin, ihn zu finden. Mir kommt es vor, als stünde ich mir selbst im Weg und gleichzeitig nehmen diese Träume und Wünsche einen immer größeren Raum in meinen Gedanken ein.
    Wo ist der Mann, mit dem das alles möglich sein könnte, wie gehe ich auf jemanden zu ... haben mich diese Erfahrungen nicht immer "spackiger" gemacht, so dass ich das gar nicht mehr entspannt und selbstbewusst angehen kann?

    Ja und danach ging das immer noch weiter.
    Wir haben uns nur ein paar Male gesehen. Aber täglich Kontakt gehabt. Ich habe immer gehört, alles würde besser. Er liebe mich ...
    Das Krasseste, das mir eigentlich mittlerweile peinlich ist, dass ich akzeptiert habe, ihn NICHT besuchen zu dürfen. Er war immer nur bei mir. Ich bin mir aber eigentlich sicher, dass es nicht wegen einer anderen Frau war. Bzw. ist das eine Nebensachendiskussion.
    Er hat mir immer wieder Versprechungen gemacht und Rückzieher ... in Endlosschleife. Und er meldet sich immer noch. Aber ich denke, ich kann langsam damit umgehen.

    Kannst du damit irgendwas anfangen?!

    Schönen Abend, ihr starken Frauen :)
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    AW: Des Denkens müde

    ach kuehlesblondes,
    Kannst du damit irgendwas anfangen?!
    du hängst an der nadel.

    bifi
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

  5. gesperrt

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    AW: Des Denkens müde

    Zitat Zitat von bifi
    ach kuehlesblondes,
    du hängst an der nadel.

    bifi
    Ja du hast Recht.
    Ich hing ... aber dieses ganze Tränenmeer hat mich unglaublich stark und am Ende frei gemacht!

    Wo hängst du zur Zeit?

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    AW: Des Denkens müde

    Wo hängst du zur Zeit?
    ich bin seit 28 jahren clean.

    bifi
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


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    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

  7. gesperrt

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    AW: Des Denkens müde

    Zitat Zitat von bifi
    ich bin seit 28 jahren clean.
    bifi
    Und du bist 56 oder du kannst nicht mitreden?! ;-)

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    AW: Des Denkens müde

    Hallo KuehlesBlondes, hallo bifi...

    Hhm, an der Nadel hängen? Ich weiß nicht. Vielleicht kommt ein solches Verhalten ab einem gewissen Punkt einer Drogensucht gleich - weil eben auch die Trennung die klassischen Entzugserscheinungen auslöst, die man sich nicht antun möchte. Aber ein Süchtiger, der an der Nadel hängt, kann aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Das ist glaube ich bei Frauen, die auf so "perverse" Art lieben, wie wir es getan haben, anders. Wir können aus eigener Kraft raus - wenn auch erst nach langer Zeit...

    Auch bei mir war es so, Blondes, dass ich immer wieder dachte, dass jetzt endlich alles gut würde. Allerdings war es in unserer Beziehung auch keine andauernde Stagnation, sondern es tat sich was - wenn auch vieles davon auf Lügen aufgebaut war, wie ich heute weiß. Ich bin immer wieder am Ball geblieben, weil von ihm gewisse Dinge kamen. Wie zum Beispiel, dass er sich eine eigene Wohnung gesucht hat und wir daraufhin fast so etwas wie eine "normale" Beziehung führen konnten etc. Ich habe damals immer gedacht, es müsse sich erst alles einspielen. Mir war klar, dass für ihn die Trennung von seiner Familie nicht leicht war und mit dieser Begründung habe ich alles immer und immer wieder entschuldigt, gerechtfertigt... Ich habe, um ehrlich zu sein, viel zu wenig von ihm erwartet. Mir war es schon genug, wenn er ein bisschen geredet hat, ein bisschen geträumt hat - schon war ich wieder voll und ganz an Bord. Ich dachte zwischenzeitlich sogar, ich sei es nicht wert, dass er für mich sein Leben aufgibt.

    Heute bin ich der Meinung, dass genau das Teil des Problems war. Ich kannte meine eigenen Grenzen nicht, hatte keinen Plan, was ich wert bin. Wie soll dann ein anderer Mensch diese Grenzen waren und mich mit dem Respekt und der Wertschätzung behandeln, die ich ohne Zweifel verdiene? Wer sich immer nur mit dem Rest zufrieden gibt und niemals die größte Portion verlangt, wird auch niemals mehr bekommen. Viel Leid hätte ich mir ersparen können, wenn ich damals mehr verlangt hätte. Kompromisslos und ehrlich. Dann wäre er vielleicht gegangen - auch kompromisslos. Aber ich hätte mir viele Monate schlimmster Schmerzen ersparen können...

    Was mich wundert, Blondes, ist, dass Du offenbar zweimal an denselben Typ Mann geraten bist. Und wieder ist es einer, der Dich schlecht behandelt. Was hält Dich? Die Angst vor dem Trennungsschmerz? Die Angst vor´m allein sein? Du schreibst, Du seist nun frei und könnest damit umgehen. Seht ihr euch nicht mehr? Habt ihr nichts mehr miteinander?

    Alles Liebe,

    Patrizia

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    AW: Des Denkens müde

    Zitat Zitat von Kuehlesblondes
    Und du bist 56 oder du kannst nicht mitreden?! ;-)
    ich werde dieses jahr 53. natürlich kann ich mitreden.
    obwohl du mir recht gabst, scheinst du von meinem post mit der nadel angekekst zu sein?
    bifi
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    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


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    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

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    AW: Des Denkens müde

    Das Wort angekekst ist super!

    Fast so super wie der Tassenkasper:

    Jetzt mal im Ernst: Ich bin 26, vielleicht besteht für mich ja noch ein bisschen Hoffnung aus dieser Geschichte zu lernen und nicht nochmal in einem solchen Schlamassel zu landen... *hoff*

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