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  1. User Info Menu

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Also kommen manche Menschen einfach mit einem genetischen Defekt auf die Welt, der sie irgendwann zu Fremdgängern macht?

    Ich meinte zum Beispiel Threads wie jenen, wo es keinerlei Anzeichen dafür gab, dass der Mann tatsächlich fremdgegangen ist - wohl aber eine Menge dafür, dass die Partner sich entfremden und gemeinsame Grenzen undefiniert sind. Die andere Frau, wahrgenommen als Gefahr, war aber alles, worauf sich die TE fokussierte - auch dann noch, als klar war, dass es um Grundsätzliches geht. Das wäre für mich das Wesentliche: Zu fragen, was aus der Beziehung werden soll. Was tut man aber als Partner, dem klar wurde, dass etwas nicht stimmt, wenn die Kritikpunkte klar auf dem Tisch liegen - der andere aber den Blick darauf verweigert?

    Zu den Themen "Schuld" und "notorischer Fremdgänger" habe ich mich einleitend geäußert. Der einzige faire Weg aus einer unerfüllten Beziehung ist zweifellos eine saubere Trennung, nicht der Seitensprung. Aber wie oft muss einer der Partner denn signalisiert haben, dass etwas grundsätzlich nicht stimmt, bevor von einer sauberen Trennung die Rede sein kann? Für mich gehen diese Fragen fließend ineinander über.
    Geändert von Dieclou (23.06.2008 um 23:24 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    .
    Geändert von Inaktiver User (28.06.2008 um 12:42 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Aber schade für die Beziehung ist es doch in beiden Fällen, weil dadurch eine eventuelle Chance vertan wird...?

    Natürlich. Aber dazu müssen beide die Kraft haben. Für den Betrügenden ist es ja oft auch nicht so ganz einfach, die Sehnsucht nach dem vermeindlich leichteren Weg irgendwie zu begraben.

    Prijon

  4. Inaktiver User

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Zitat Zitat von Dieclou
    Aber wie oft muss einer der Partner denn signalisiert haben, dass etwas grundsätzlich nicht stimmt, bevor von einer sauberen Trennung die Rede sein kann?
    "wie oft" ist für mich nicht die relevante Frage - man kann etwas 1000mal gesagt haben - wenn es beim Partner nicht ankommt, muss man es anders sagen, nicht noch 100mal.

    und da liegt doch oft der Knackpunkt.
    die Dinge werden gesagt - aber ganz vorsichtig. Es soll sich etwas ändern - aber die Auseinandersetzung wird doch gescheut - das könnte ja anstrengend werden.

    wenn ich zum Partner nicht durchdringe, dann muss ich deutlich werden, auf den Tisch hauen, Taten (damit meine ich jetzt nicht Trennung oder Fremdgehen) folgen lassen.

    Gruß, Leonie

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    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Ja, man muss es anders sagen und sich überhaupt auch die Mühe machen, sich mit dem Partner auseinander zu setzen.
    Ich habe so im Groben 2 Gruppen/ Fälle beobachtet.

    - den wo, der "Unzufriedene" etwas anspricht und auf total taube Ohren stößt und kaum eine Chance hat das zu ändern

    - den Fall, in dem der "Unzufriedene" eine reine Konsumhaltung an den Tag legt und ohne sich groß anzustrengen nach dem Motto verfährt "Was ich nicht bekomme/konsumieren kann, das hole ich mir eben woanders." (Hier ist meist deutlich mehr Egoismus beim Unzufriedenen im Spiel).
    - Lerne nur das Glück ergreifen
    denn das Glück ist immer da -

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    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Och, da meine ich aber, noch eine Fallgrupppe zu kennen.

    All diejenigen nämlich, die nie mit Vorschlägen oder kleinen verrückten Ideen herausrücken, weil sie meinen und glauben, ausgerechnet in Sachen Sexualität und Erotik sei der Partner statisch und auf dem Stand des Kennenlernens und würde beim kleinsten, "Weisst du was ich mal gerne machen würde...?" entsetzt nie mehr mit einem selbst, dem Wüstling, sprechen.

    Eine der Mythen der Sexualität. Sex hat man. Sex ergibt sich spontan. Ausser gelegentlichen Liebesschwüren braucht es keine weitere erotische Kommunikationskultur.

    nette Grüsse
    Kraaf

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    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Zitat Zitat von Kraaf
    Och, da meine ich aber, noch eine Fallgrupppe zu kennen.

    All diejenigen nämlich, die nie mit Vorschlägen oder kleinen verrückten Ideen herausrücken, weil sie meinen und glauben, ausgerechnet in Sachen Sexualität und Erotik sei der Partner statisch und auf dem Stand des Kennenlernens und würde beim kleinsten, "Weisst du was ich mal gerne machen würde...?" entsetzt nie mehr mit einem selbst, dem Wüstling, sprechen.

    Eine der Mythen der Sexualität. Sex hat man. Sex ergibt sich spontan. Ausser gelegentlichen Liebesschwüren braucht es keine weitere erotische Kommunikationskultur.

    nette Grüsse
    Kraaf
    Wie wahr!

    Und dann noch eine vierte,vielleicht eher eine Sub-Gruppe: Diejenigen, die sich aufgrund absoluter Unaustehlichkeit des Partners eine Affäre suchen, weil sie Angst haben sich zu trennen (Kinder etc.) - und sich dann verlieben, möglicherweise - und dann sich dann irgendwie durch den Salat durchmanövrieren, weil Partner im Schockzustand plötzlich wieder nett geworden ist, und ja doch Papa der Kinder ist - wie gesagt, eine ganz spezielle Subgruppe.

  8. Inaktiver User

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Was tut man aber als Partner, dem klar wurde, dass etwas nicht stimmt, wenn die Kritikpunkte klar auf dem Tisch liegen
    Erstens liegen sie selten klar auf dem Tisch. Es ist moeglich das rumgedruckst wurde, nicht klar gesagt wie sehr es einen belastet.
    Zweitens ist der Zeitpunkt oft schlecht. Wenn sowas im Streit gesagt wird: "Du hast immer...." kannst du es auch vergessen.
    Drittens erinnert mich "Kritik" an Vorwuerfe und da laeuft es meistens hinaus. Zuerst wird der Fehler im Anderen gesucht anstatt klar zu definieren inwiefern sich die Partnerschaft von der erhofften unterscheidet. Und dann kann jeder was dazu beitragen und jeder kann selber ueberlegen ob und wieweit man was aendern muss.Und dann kann Kommunikation aufgenommen werden.
    Viertens ist Kritik mit dem Drohen der " Neuen" eine Respektlosigkeit dem Partner gegenueber.. "Hopp Hopp, wenn du nicht spurst bin ich weg"

    Ich kenne viele Frauen deren Maenner sich ne Aussenbeziehung gesucht haben. Nach einem Jahr ( wenn der erste Schock vorbei ist) weiss eigendlich jede was in der Ehe nicht gut lief ( auch wenn die Partner getrennt sind und nicht mehr reden). Was bleibt ist: "Warum hat er nie was gesagt, getan etc. Da haette man drueber doch reden koennen"
    Nein, ein Fremdgehgen gibt es sicher nicht. Was es allerdings leider immer mehr gibt ist: "Ich bin meinem Glueck verpflichtet, ich habe das Recht immer verliebt zu sein, Diskutieren ist mir zu anstrengend, was ist schon dabei, Scheidung ist doch heute normal,ich habe das Recht mich zu verwirklichen"
    Es ist " Machs gut und Danke fuer den Fisch" in einer Beziehung.
    Eine Gesellschaft die den Begriff Lebensabschnittsgefaehrten zwar nicht mag aber sich genau dahin entwickelt.
    Wer Beziehungsprobleme dadurch loest dass er Fremdgeht und so die Partnerschaft loest kann mir nicht erzaehlen dass man alles versucht hat. Durch ne Aussenbeziehung sich verabschieden tun Feiglinge, Feiglinge scheuen aber schon im Vorfeld die Konfrontation.
    Wenn ich also nen Partner habe der Dinge so zwischen Tuer und Angel mir an den Kopf schmeisst, gleichzeitig sich derart respektlos und feige verhaelt das bereits ne Andere am Arm haengt wuerde ich mich gerade auf das " Wesentliche" konzentrieren ......und ihn rausschmeissen.
    Und natuerlich konzentriert man dann seinen Hass auf die
    "Schlampe"..warum soll man sich wenn man gerade tief verletzt wurde mit den Fehlern ( im Selbstgespraech!) einer gewesenen Beziehung beschaeftigen. Das kommt viel spaeter und ist meistens selbstkritischer als noetig. Aber zuerst muss das Gefuehl weg wie ein alter Schlappen auf den Muell geschmissen worden zu sein. Man muss sich erst wieder selber als Mensch fuehlen wenn man mit sich selber kritisch umgehen kann..ansonsten landest du bei den AA

  9. Inaktiver User

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    Zitat Zitat von Sabbi
    Ja, man muss es anders sagen und sich überhaupt auch die Mühe machen, sich mit dem Partner auseinander zu setzen.
    Ich habe so im Groben 2 Gruppen/ Fälle beobachtet.

    - den wo, der "Unzufriedene" etwas anspricht und auf total taube Ohren stößt und kaum eine Chance hat das zu ändern

    .
    Ich habe in solch einer Konstellation gelebt - ich habe nie bewusst beschlossen fremd zu gehen - aber die Hemmschwelle war dann irgendwann sehr gering, weil ich mich innerlich schon weit aus der Beziehung entfernt hatte...

    Ich finde es nicht sehr hilfreich hier einem von beiden Partnern die Schuld zuzuweisen...Aber es gibt schon auch Verhalten, dass Fremdgehen begünstigt...

  10. Inaktiver User

    AW: Warum schauen die (Fast-)Betrogenen so oft nicht auf das Wesentliche?

    off topic..

    ich habe nie bewusst beschlossen fremd zu gehen - aber die Hemmschwelle war dann irgendwann sehr gering,
    du bist dann also unbewusst fremdgegangen.. du wusstest nicht dass es nicht dein Partner ist?

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