Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 42
  1. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    wie alt seid Ihr denn - und wie lange zusammen?

    hast Du im Finale-Thread auch meinen Text für den Mann gelesen?
    da habe ich ja auch über "was tun?" philosophiert.

    habt Ihr mal über das Thema gesprochen, Euch ausgetauscht, weiß er, was Dich daran stört? (was verletzt Dich denn daran?)

    Die Finale-Texte sind ja u.a. dafür gedacht, sie auszudrucken und sie als Paar als Gesprächsgrundlage zu nehmen.

    Lügen finde ich grundsätzlich nicht gut - und er sollte das lieber mit Dir "durchfechten" als nicht dazu zu stehen. Aber Dein Ausflippen ist ja auch unangemessen - insofern solltet Ihr einfach versuchen, einen Strich zu machen und diesbezüglich neu anzufangen.

    Ich habe ja auch einen Pornothread, in dem ich ausführlich dargelegt habe, dass und warum ich mit Porno-Konsum meines Mannes nicht/schwer zurechtkäme - insofern verstehe ich Dich schon. Aber man kann seinem Partner nichts verbieten - und Deine Ausdrücke wie "Rückfall" helfen nicht weiter.

    Ich habe anlässlich meines Threads lange überlegt, wie das bei uns hätte ausgehen können, wenn ich irgendwann erfahren hätte, dass mein Mann doch Pornos konsumiert. Das hätte sicher eine ziemliche Krise gegeben - ganz bestimmt aber kein Verbot und auch kein Versprechen.
    Wichtig ist vor allem, sich gegenseitig seine Gefühle zu vermitteln.
    Und ich könnte mir vorstellen, dass es auf ein "diskret aber nicht heimlich" hinausgelaufen wäre. Ich hätte nicht damit konfrontiert werden wollen - hätte es aber akzeptiert und nicht gefragt - und wenn ich ihn doch mal "erwischt" hätte, wäre das dann kein Drama gewesen - weil es eben kein "Erwischen" gewesen wäre.

    Und anstatt zu sagen, keine Pornos mehr zu schauen, könnte Dein Freund doch auch "positiv" an die Sache herangehen und bewusst SB mit Kopfkino "üben" und genießen.

    Gruß, Leonie

  2. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    liebe RG,
    naja, jeder mann machts vermutlich nicht, aber viele.

    in welchem fall war das lügen denn so schlimm für dich? warst du in der nähe bzw hätte er es mit dir haben können?

    ich denke trotzdem, dass das lügen nur zeigt, wie dich die sache dahinter stört. denn: wenn er lügen würde, welche sockenfarbe er anhat, würde es dir zumindest nicht so schecht damit gehen. durchs lügen wirst du noch mehr "ausgeschlossen" von der sache, ich denke, das ich das angstmachende.

    trotzdem sind verbote und kontrollen wohl der falsch weg, will sagen, du wirst noch mehr verletzt werden.

    ehrlich gesagt glaube ich nicht an die suchtthese, bzw: das mag etwas für sich haben, ich weiß aber nicht, ob es dir was bringt, darüber nachzudenken.

    ich denke eher, es ist eine art gewohnheit und ein reaktionsmuster. viele männer gehen mit ihren eigenen gefühlen verdrängend um, porno und sb sind anscheinend ein guter, typisch männlicher (und eher anerzogener als immanenter) weg, abzuschalten und abzudriften (auch den kopf stillzulegen, den männer ja oft nicht abknipsen können).

    ich denke, er will irgendwie auch nicht aufhören, weil ein teil von him instinktiv sage könte: da ist doch nichts schlimmes dran. womit er irgendwie recht hat.

    du musst das, wen du nicht willst, ja nicht im forum breitreten, aber: ich rate dir nochmal, dich mit sexualität bzw sexsubekt/-objekt, deiner sex. idendität auseinanderzusetzen ....


  3. User Info Menu

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich denke eher, es ist eine art gewohnheit und ein reaktionsmuster. viele männer gehen mit ihren eigenen gefühlen verdrängend um, porno und sb sind anscheinend ein guter, typisch männlicher (und eher anerzogener als immanenter) weg, abzuschalten und abzudriften (auch den kopf stillzulegen, den männer ja oft nicht abknipsen können).
    also, ich glaube ja nicht wirklich, dass das ganze was mit verdrängten gefühlen zu tun hat - es macht einfach spaß. und davon abgesehen würde ich es nichtmal als nur typisch männlich bezeichnen. bin eine frau, schaue mir ab und an auch nen porno an und stehe dazu.
    -a prayer for the wild at heart, kept in cages-

  4. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    es kommt auf das ausmaß an.

  5. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    müssen wir das hier diskutieren - dafür haben wir doch den im Sex-Forum oben angepinnten Porno-Thread - und die Argumente sind tausendfach ausgetauscht.
    Das hilft diesem Paar aber nicht, dass es andere Frauen gibt, die kein Problem darin sehen.

    Gruß, Leonie

  6. User Info Menu

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    stimmt, leonie, sorry
    -a prayer for the wild at heart, kept in cages-

  7. User Info Menu

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    Danke für eure hilfreichen Antworten. Ich gehe mal auf die wichtigsten Punkte ein...

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    wie alt seid Ihr denn - und wie lange zusammen?
    Ich 28, er 25. Zusammen ca. 10 Monate.

    hast Du im Finale-Thread auch meinen Text für den Mann gelesen?
    da habe ich ja auch über "was tun?" philosophiert.
    Ja sicher habe ich das. Ich habe auch sämtliche Threads in anderen Foren im Internet gelesen, um mir ausgewogene Sichtweisen zu holen und um für mich besser zu verstehen.

    habt Ihr mal über das Thema gesprochen, Euch ausgetauscht, weiß er, was Dich daran stört? (was verletzt Dich denn daran?)
    Ja, hatte doch im Eingangsposting geschrieben dass ich es ihm erklärt hatte. Wir hatten mehrfach sehr intensive Gespräche darüber. Er versteht meinen Punkt - und ich bat ihn, sich in meine Situation hineinversetzen: wie würde er sich fühlen, wenn ich mich zu Videos von großen, muskulösen, gutbestückten Männern selbstbefriedigen würde? Ja, das würde ihn auch stören. Also er versteht meinen Standpunkt. Möchte es auch gerne für mich, für ihn, für uns aufgeben.

    Er sagt, dass es durch den jahrelangen Zusammenhang (also Masturbation größtenteils immer nur mit Porno) so eine Gewohnheit für ihn geworden ist, dass das ein Automatismus ist - wenn er "spitz" ist, klickt er automatisch zur Porno-Seite - sagt er. Er ist sich dann zwar nach ein paar Minuten bewusst geworden welche Seite er da aufgerufen hatte und machte die Videos wieder aus - aber unbewußt steckt das noch in ihm drin, dass er zu den Seiten surft. Na ja, ich weiss ja nicht. Ausrede oder was? Es ist einem doch wohl bewusst, wo man da gerade hinklickt. Oder sollte einem da im wahrsten Sinne des Wortes das "Gehirn ausgeschaltet" sein? Toll, dann kann man das ja auch als Ausrede für's Fremdgehen benutzen....ich schweife ab.

    Jedenfalls wäre das der Grund, warum er nicht sofort von 100 auf 0 zurückfahren konnte. Aber wie gesagt, er möchte es. Er sagt, ihm ging es bei den Pornos nie um die Darstellerin (eins meiner Probleme damit), sondern um den Akt. Und er stellte sich vor bzw. half es ihm sich vorzustellen, dass er und ich das sind. Trotzdem stört es mich. Wenn es nur um den Akt ginge, dürfte es ja theoretisch kein Problem sein, sich Leute mit Gesichtern wie eine Mülltonne beim Akt anzuschauen - geht ja nur um den Akt oder?

    Mein Problem mit Pornos? Wie ich schon sagte - der Gedanke, dass er sich beim Schauen vorstellt, dass er derjenige sei, der das Porno-Mädel durchnimmt. Ich denke an niemanden anderes und fantasiere über niemanden anderes. Für mich ist mein Partner die Nr. 1, und umgekehrt möchte ich das Gleiche von meinem Partner. Ich nehme zwar attraktive und objektiv schöne Menschen wahr, aber ich denke mir nicht, "wie ist der wohl im Bett" oder "wie sieht's bei dem wohl in der Hose aus". Wie gesagt, mir reicht mein Partner und ich brauche mir keine anderen Leute beim F***** ansehen um mich anzutörnen.

    Jetzt im Moment zum Beispiel ist mein Freund gerade zwei Wochen bei seinen Eltern und da ist nix mit Porno gucken. Da muss es ja wohl auch gehen, sich mal mit der eigenen Fantasie zu behelfen. Also geht es doch grundsätzlich und man "braucht" die Pornos eben nicht. Ich weiß nicht, ist es etwa unrealistisch zu erwarten dass mein Partner nur mich liebt und nur mich begehrt? Ich brauche mir auch keine Bilder von anderen Männern anzuschauen, sondern mir reicht die Vorstellung von meinem Partner, also warum sollte es umgekehrt nicht genauso funktionieren? Porno ist KEIN natürlicher Trieb, sondern eine WAHL. Eine BEWUSSTE Wahl. Also soll mir niemand erzählen, dass man das "braucht", um sexuell erregt zu sein oder um, nun ja, zu "kommen".

    Der zweite Punkt warum es mich stört ist die Niveausache. Wie du, Leonie, in deinem eigenen Thread damals schriebst - ich will ja auch keinen Partner, der sich die Bildzeitung durchliest. Ich hab da so ein bestimmtes Bild vor Augen: ein pathetischer Loser, der mit offener Hose vorm PC sitzt, gierig auf den Bildschirm schaut, sich dann einen runterholt und es nötig hat, anderen beim F**** zuschauen zu müssen. Das törnt mich einfach total ab.

    Außerdem ist mir der Gedanke zuwider, dass mein Partner sich einen Porno reinzieht und er dann sabbernd bei mir ankommt und am besten noch das tun will, was die da grad im Porno gemacht haben. Ich will keinen, der sich den "Appetit" bei anderen holt und dann an mir "auslassen" will, sondern ich will Quelle des Appetits sein. Immerhin reicht mir doch mein Partner auch völlig als einzige "Fantasievorlage". Und ob "Männer nun mal so sind" (ist ja die gerne die typische Erklärung) oder nicht interessiert mich nicht. Dieses ewige "Jäger"-Syndrom wird wohl eh ein Mann erfunden haben. Ich nutze ja auch nicht meine "weiblichen Hormone" als Ausrede dafür, endlich mal so richtig ungehemmt meine PMS-Launen an meinem Partner auszulassen. Oder fremdzugehen um den Eisprung herum, nur weil Frauen da laut den Hormonen besonders rallig sind. Wir sind nunmal keine Tiere mehr, die in den Höhlen leben. Ein Mindestmaß an Selbstbeherrschung kann man ja wohl erwarten. Nicht nur ein gewisses Maß an Selbstkontrolle, sondern auch an Respekt und Achtung vor den Gefühlen der Partnerin oder des Partners. Also wenn er das braucht - bitte schön, aber nicht mit mir.

    Ich tue mich einfach sehr schwer damit, den Männern Dinge durchgehen zu lassen, weil "sie eben so sind" oder wenn jemand Charakterschwäche mit Biologie entschuldigen will. Menschen unterscheiden sich von anderen Tieren eben genau dadurch, dass sie sich ihrer Biologie und Triebe BEWUSST sind - und ihr Verhalten willentlich steuern koennen, anstatt "Opfer" ihrer "unbewussten Triebhaftigkeit" zu werden.

    Ich habe z.B. meinem Freund schon mehrmals erklärt, dass ich nunmal sehr gereizt bin, wenn ich im Stress bin, und öfters härtere Worte benutze, als ich sie eigentlich meine. Er nimmt das auch nicht einfach so hin, sondern diskutiert mit mir darüber. Und genauso ist es andersherum auch. Nur weil jemand nun mal so ist wie er ist, muss man sich nicht Dinge gefallen lassen, die man nicht mag. Für mich hat das was mit Respekt zu tun. Er weiss dass ich es nicht mag, wenn er sich an fremden Körperteilen aufgeilen muss. Genauso mag er es nicht wenn ich zickig bin, also reiße ich mich eben einfach zusammen. So einfach ist das.

    Lügen finde ich grundsätzlich nicht gut - und er sollte das lieber mit Dir "durchfechten" als nicht dazu zu stehen. Aber Dein Ausflippen ist ja auch unangemessen - insofern solltet Ihr einfach versuchen, einen Strich zu machen und diesbezüglich neu anzufangen.
    Ich bin weder "ausgeflippt" noch habe ich es ihm verboten. Ich habe ihm meine Gefühle diesbezüglich nahegebracht und er hat es verstanden und sieht es ja umgekehrt genauso. Mir ging es um das Verschweigen weil er nicht sofort, laut seinen Worten, damit aufhören konnte.

    Und anstatt zu sagen, keine Pornos mehr zu schauen, könnte Dein Freund doch auch "positiv" an die Sache herangehen und bewusst SB mit Kopfkino "üben" und genießen.
    Macht er ja. Hat nur noch nicht durchgängig geklappt. Und deswegen hat er mich angelogen. Dass Porno so wichtig ist und so verteidigungswürdig ist, dass er mich deswegen sogar anlügt und hintergeht. Wenn es mich verletzt, sollten meine Gefühle doch wohl wichtiger sein. Umgekehrt würde ich auch ein Verhalten unterlassen, das ihn stört.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich denke trotzdem, dass das lügen nur zeigt, wie dich die sache dahinter stört. denn: wenn er lügen würde, welche sockenfarbe er anhat, würde es dir zumindest nicht so schecht damit gehen. durchs lügen wirst du noch mehr "ausgeschlossen" von der sache, ich denke, das ich das angstmachende.
    Na ja, nein. Wenn er mir zum Beispiel gesagt hätte, er war gestern dort, war aber eigentlich ganz woanders, hätte es mich genauso gestört. Kleine Notlügen sind okay, aber so eine Sache, die an's fundamentale Vertrauen geht....nee.

    trotzdem sind verbote und kontrollen wohl der falsch weg, will sagen, du wirst noch mehr verletzt werden.
    Ich weiß - ich wüßte aber auch nicht, wie ich die Sache konstruktiv lösen kann? Ich will ja auch nicht, dass er sich verbiegen muss.

    ich denke, er will irgendwie auch nicht aufhören, weil ein teil von him instinktiv sage könte: da ist doch nichts schlimmes dran. womit er irgendwie recht hat.
    Für ihn vielleicht nicht....für mich schon. Und wenn's sowieso "nichts so schlimmes" ist, kann er es doch auch lassen, oder?
    Geändert von regurgitator (21.06.2008 um 20:00 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    liebe RG,
    wenn ich mich zu Videos von großen, muskulösen, gutbestückten Männern selbstbefriedigen würde?
    mir stellt sich die frage: "verstehst" du seine perspektive akkurat? soll heißen: ich habe mir bei der SB auch schon pormos ageguckt. da waren schreckliche männliche darsteller dabei. ich habe auf die, äh, genitalien geguckt, nicht auf den rest.

    dein freund "begeilt" sich also vielleicht auch nicht an den frauen, sondern am akt. es hat also mit deinen ängsten vielleicht nix zu tun?

    warum ich früher öfters pornos zur SB genommen habe: es ist einfach!
    ich tue mir schwer, eine fantasie nur mit meinem partner zu haben. SB ist getrennt vom beziehungssex. es geht nicht um ausagierte liebe, es geht um den orgasmus, um die erregtheit.

    das hat in dem moment nix mit der partnerschaft zu tun, das zu vermischen, ist manchmal anstrengend!

    es geht bei der SB nicht um personen, sondern um sex. und sex wird im pornos nun mal explizit dargestellt.
    Wie gesagt, mir reicht mein Partner und ich brauche mir keine anderen Leute beim F***** ansehen um mich anzutörnen.
    durch pornos angeturnt zu werden heißt nicht, du andere personen angeturnt zu werden - glaube ich. sondern entweder man wird durchs thema sex an sich angeturnt oder durch eine person.

    das sind 2 verschiedene paar schuhe!

    ich hatte auch mal einen freund, in dessen leben pornografie in einem ausmaß vorhanden war, das ich nicht aushalten konnte. der punkt war: mir hat genau die tatsache angst gemacht, dass sex an sich so präsent war. die männliche sexualität, die ich gefürchtet habe, weil ich missbraucht wurde, war so überbordend-riesig-bedrohlich und omnipräsent.
    aber die frauen in den filmen waren nie die bedrohung.

    was ich mich frage: geht es dir ähnlich wie mir?

    oder kannst du nur das konzept nicht wahr- und annehmen, dass sex in pornos einfach sex ist, und die frau (der mann) das türchen dazu - keine wahrnehmbare person, sondern eher ein mittel zum zweck.
    Geändert von Inaktiver User (21.06.2008 um 21:03 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    Ich finde den Anspruch, "mein Partner soll selbst in der Fantasie mein einziges Objekt der Begierde sein" sehr schwierig. Wenn das das Problem ist, dann wird das mit der Abschaffung von Pornos auch nicht unbedingt aus der Welt geschafft, denn über das, was im Kopfkino passiert, hat man ja nun keine Kontrolle. Ich schaue auch Pornos, aber ich kann schon nachvollziehen, dass das ein Problem sein kann. Aber mit Pornos könnte ich aufhören, aber eigentlich möchtest du ja, dass es in seinem Kopf bei der SB nur dich gibt. Das könnte ich beispielsweise gar nicht liefern. Du verquickst hier nämlich zwei Sachen.

    Jetzt im Moment zum Beispiel ist mein Freund gerade zwei Wochen bei seinen Eltern und da ist nix mit Porno gucken. Da muss es ja wohl auch gehen, sich mal mit der eigenen Fantasie zu behelfen.Also geht es doch grundsätzlich und man "braucht" die Pornos eben nicht. Ich weiß nicht, ist es etwa unrealistisch zu erwarten dass mein Partner nur mich liebt und nur mich begehrt?
    Die Tatsache, dass er auf Kopfkino umstellen kann, heisst nicht, dass in seinen Gedanken für die SB nicht auch mal andere Frauen vorkommen. Das wiederum hat aber nichts mit der Liebe für dich zu tun - die Erwartung, dass er nur dich lieben soll, ist natürlich nicht zu hoch - oder damit, dass er im wirklichen Leben nur dich begehrt. Wobei ich das als Anspruch auch schwierig finde: ich finde manche Männer durchaus attraktiv und erotisch anziehend. Ich bin ja jetzt nicht blind geworden. Daraus folgt aber nichts und das ändert nichts an der Liebe für meinen Mann.

    Ist es denn schon mal so gewesen, dass er dir das Gefühl gegeben hat, er möchte wirklich was mit dir durchexerzieren, was er in einem Porno gesehen hat? Das ist z.B. etwas, was mich auch stören würde.

  10. Inaktiver User

    AW: Lüge verzeihen oder nicht?

    Zitat Zitat von regurgitator
    Jetzt im Moment zum Beispiel ist mein Freund gerade zwei Wochen bei seinen Eltern und da ist nix mit Porno gucken. Da muss es ja wohl auch gehen, sich mal mit der eigenen Fantasie zu behelfen. Also geht es doch grundsätzlich und man "braucht" die Pornos eben nicht. Ich weiß nicht, ist es etwa unrealistisch zu erwarten dass mein Partner nur mich liebt und nur mich begehrt? Ich brauche mir auch keine Bilder von anderen Männern anzuschauen, sondern mir reicht die Vorstellung von meinem Partner, also warum sollte es umgekehrt nicht genauso funktionieren? Porno ist KEIN natürlicher Trieb, sondern eine WAHL. Eine BEWUSSTE Wahl. Also soll mir niemand erzählen, dass man das "braucht", um sexuell erregt zu sein oder um, nun ja, zu "kommen".
    Regurgitator,

    ich finde Deine Haltung unglaublich restriktiv. Du kannst es nicht nachvollziehen, also hat es nicht zu sein. Dein Partner hat sein Verhalten zu ändern, basta.

    Ich halte es für extrem unrealistisch, Anspruch auf die Privatsphäre der Phantasie eines anderen Menschen zu erheben, und wäre ich Dein Partner, würde ich mich energisch abgrenzen.

    Wenn ich mir einen Porno anschaue, erotische Fotos oder Zeichnungen, oder einen erotischen Roman lese, dann bereitet MIR das in diesem Moment Vergnügen, und dieses Vergnügen hat mit meinem Partner nichts zu tun, es sei denn - auch das kommt vor, ich TEILE es mit ihm.

    MEIN Vergnügen geht nur mich etwas an, solange ich damit niemand anderem schade, ich gebe dafür niemandem Rechenschaft, und wer glaubt, sich diesbezüglich einmischen zu wollen, wird schnell feststellen, dass er auf Granit beisst. Nicht weil mir Pornos an sich wichtig wären - ich schau tatsächlich so gut wie nie welche, sondern weil es um die Haltung dahinter, um den Anspruch, und nicht zuletzt um meine ureigene Privatsphäre geht, die ich mit Eingehen einer Partnerschaft ganz gewiss nicht zur Disposition stelle.

    Es steht überhaupt nicht zur Debatte, ob "man" das braucht, oder brauchen müsste - es ist eine persönliche Präferenz, eine Wahl, die man treffen möchte, und treffen darf.

    Der zweite Punkt warum es mich stört ist die Niveausache. Wie du, Leonie, in deinem eigenen Thread damals schriebst - ich will ja auch keinen Partner, der sich die Bildzeitung durchliest. Ich hab da so ein bestimmtes Bild vor Augen: ein pathetischer Loser, der mit offener Hose vorm PC sitzt, gierig auf den Bildschirm schaut, sich dann einen runterholt und es nötig hat, anderen beim F**** zuschauen zu müssen. Das törnt mich einfach total ab.
    Das sind DEINE Bilder, und es sind verdammt abwertende Bilder. Du denkst in Schablonen, und wer nicht in Dein Weltbild passt, weil er Dinge tut, die Du für Dich als "widerlich" oder "pathetisch" einstufst, ist ein Loser.

    DICH törnt es ab, anderen beim Sex zuzuschauen, Millionen Menschen finden es geil - wäre das nicht so, gäbe es nicht ein so riesiges Angebot.

    Ist es notwendig, Deine Massstäbe zu denen anderer Menschen zu machen?

    Mich erschreckt, was für ein engstirniges Weltbild Du hast. Ein möglicher Partner von Dir kann offenbar sehr, sehr viel falsch machen: Er muss nur wagen, aus Spass an der Freud mal die falsche Tageszeitung am Kiosk zu kaufen, schon ist er ein widerlicher, niveauloser Mensch.

    Außerdem ist mir der Gedanke zuwider, dass mein Partner sich einen Porno reinzieht und er dann sabbernd bei mir ankommt und am besten noch das tun will, was die da grad im Porno gemacht haben. Ich will keinen, der sich den "Appetit" bei anderen holt und dann an mir "auslassen" will, sondern ich will Quelle des Appetits sein. Immerhin reicht mir doch mein Partner auch völlig als einzige "Fantasievorlage". Und ob "Männer nun mal so sind" (ist ja die gerne die typische Erklärung) oder nicht interessiert mich nicht. Dieses ewige "Jäger"-Syndrom wird wohl eh ein Mann erfunden haben. Ich nutze ja auch nicht meine "weiblichen Hormone" als Ausrede dafür, endlich mal so richtig ungehemmt meine PMS-Launen an meinem Partner auszulassen. Oder fremdzugehen um den Eisprung herum, nur weil Frauen da laut den Hormonen besonders rallig sind. Wir sind nunmal keine Tiere mehr, die in den Höhlen leben. Ein Mindestmaß an Selbstbeherrschung kann man ja wohl erwarten. Nicht nur ein gewisses Maß an Selbstkontrolle, sondern auch an Respekt und Achtung vor den Gefühlen der Partnerin oder des Partners. Also wenn er das braucht - bitte schön, aber nicht mit mir.
    Was hält Dich, die Konsequenz, die Du hier vollmundig ankündigst, zu ziehen? Nicht mir Dir - also, wo ist Dein gepackter Koffer?

    Oder geht es eher darum, ein Drohszenario aufzubauen, um dem anderen Dein Weltbild aufzuzwingen?

    Ich lese immer nur: ICH, ICH, ICH! ICH kann nicht begreifen, warum (...). Tough bananas. Du MUSST auch gar nicht alles begreifen, verstehen, teilen, nachvollziehen. Aber Du solltest respektieren können, dass andere Menschen Dinge anders wahrnehmen, und anders handhaben, oder vielleicht besser allein leben.

    Einen Porno zu schauen ist nicht gleichbedeutend damit fremdzugehen. Spass an Erotik, an pornographischen Darstellungen zu haben, disqualifiziert einen Menschen nicht, und es macht ihn auch nicht zu einem Verräter oder Betrüger.

    Ich tue mich einfach sehr schwer damit, den Männern Dinge durchgehen zu lassen
    Da liegt wohl die Quelle des Übels: Du glaubst, Du müsstest anderen Menschen etwas "durchgehen lassen". Du bist aber gar keine Instanz, die die Befugnis hat, über andere zu entscheiden. Du kannst nur entscheiden, dass Du Dich distanzierst, wenn andere nicht nach Deinem Gusto agieren.

    , weil "sie eben so sind" oder wenn jemand Charakterschwäche mit Biologie entschuldigen will. Menschen unterscheiden sich von anderen Tieren eben genau dadurch, dass sie sich ihrer Biologie und Triebe BEWUSST sind - und ihr Verhalten willentlich steuern koennen, anstatt "Opfer" ihrer "unbewussten Triebhaftigkeit" zu werden.
    Da solltest Du vielleicht ein bisschen Nachhilfe in Psychologie nehmen. Der willens- und verstandgesteuerte Mensch ist ein längst überholtes Relikt aus einer Zeit, in der man es nicht besser wusste, und Freud für revolutionär hielt. Biologie ist eine der stärksten Triebfedern für menschliches Verhalten, das im übrigen in hohem Masse vom Unbewussten beeinflusst wird.

    ch habe z.B. meinem Freund schon mehrmals erklärt, dass ich nunmal sehr gereizt bin, wenn ich im Stress bin, und öfters härtere Worte benutze, als ich sie eigentlich meine. Er nimmt das auch nicht einfach so hin, sondern diskutiert mit mir darüber. Und genauso ist es andersherum auch. Nur weil jemand nun mal so ist wie er ist, muss man sich nicht Dinge gefallen lassen, die man nicht mag. Für mich hat das was mit Respekt zu tun. Er weiss dass ich es nicht mag, wenn er sich an fremden Körperteilen aufgeilen muss. Genauso mag er es nicht wenn ich zickig bin, also reiße ich mich eben einfach zusammen. So einfach ist das.
    Du vergleichst Äpfel mit Birnen. Du bist gereizt, und entsprechend in der Kommunikation ungemütlich, respektlos, übergriffig. Dein Freund setzt Dir aufgrund Eurer INTERAKTION Grenzen.

    Er schaut Pornos, und Du weisst es in der Mehrzahl der Fälle nicht einmal. Er stört Dich damit nicht, denn es gibt in diesem Moment keine Interaktion. Er kann Dich also gar nicht respektlos oder übergriffig behandeln.

    Ich sehe die Vergleichbarkeit der Situationen nicht.

    Ich bin weder "ausgeflippt" noch habe ich es ihm verboten. Ich habe ihm meine Gefühle diesbezüglich nahegebracht und er hat es verstanden und sieht es ja umgekehrt genauso. Mir ging es um das Verschweigen weil er nicht sofort, laut seinen Worten, damit aufhören konnte.
    Lies Dir mal die Worte durch, die Du hier im Beitrag verwendest, die unterschwelligen und offenen Drohungen dahinter, die Wertungen und Interpretationen.

    Das ist "ausflippen" genug.

    Macht er ja. Hat nur noch nicht durchgängig geklappt. Und deswegen hat er mich angelogen. Dass Porno so wichtig ist und so verteidigungswürdig ist, dass er mich deswegen sogar anlügt und hintergeht. Wenn es mich verletzt, sollten meine Gefühle doch wohl wichtiger sein. Umgekehrt würde ich auch ein Verhalten unterlassen, das ihn stört.
    Dein Verhalten stört Deinen Partner. Du greifst in seine Privatsphäre ein und störst ihn bei etwas, der er gern tut. Wenn er Dich nun darum bäte, das zu unterlassen, würdest Du dem also Folge leisten?

    ch weiß - ich wüßte aber auch nicht, wie ich die Sache konstruktiv lösen kann? Ich will ja auch nicht, dass er sich verbiegen muss.
    I

    Natürlich willst Du das nicht - solange Dein Freund nur in DEIN Weltbild passt, darf er alles tun, was ihm entspricht.



    Grüssle
    Seawasp
    Geändert von Inaktiver User (22.06.2008 um 09:59 Uhr)

Antworten
Seite 3 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •