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  1. Inaktiver User

    AW: Philosophische Frage

    Guten Morgen!

    Ich schreib einfach mal, in der Hoffnung, ein wenig klarer zu werden.

    Ich habe, um etwas mehr (wohltuende) Distanz zu schaffen, das kommende Wochenende komplett für mich verplant. Das darauffolgende ebenfalls. (Ergänzung: Mir tut die Distanz nicht wohl, allerdings glaube ich, ihm, außerdem glaube ich, dass die von mir gewünschte Nähe nicht ganz erwachsen ist)

    Im Kopf ist auch alles klar. Nur der Bauch

    Im Kopf denke ich, dass ich dabei bin, mich "abzunabeln". Es ist ein wenig peinlich (mir), aber hier kann ich es ja schreiben... Ich denke, bislang habe ich meinen Partner zu sehr als eine Art Stütze "benutzt". Die dazu diente, mein nicht sehr gut ausgeprägtes Selbstbewusstsein zu stützen.

    Mein Bauch schreit: Alarm! Er versucht mir, schreckliche Szenarien zu suggerieren, von denen ich rational weiß, sie sind unwahrscheinlich.

    Und ich glaube, dass dies nicht aus berechtigtem "Bauchgefühl" geschieht, sondern aus kleinkindlicher "Ichwilldassallessobleibtwieesist!!!" Sozusagen: Er soll ungut viel Verantwortung für mich übernehmen.

    Es fällt mir ziemlich schwer, den Kopf oben zu behalten in diesem Auf und Ab. Mein Partner ist auch ziemlich irritiert. Ich bin unsicher, wo und wie ich ihn mit einbeziehen "darf", sozusagen "in die Pflicht nehmen". Wo erlaube ich mir zu sagen: Hier bin ich unzulänglich, Du musst aber trotzdem da mit durch? Oder versuche ich (das erste Mal) alleine da durch?

    Suchende Grüße von Katharina

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    AW: Philosophische Frage

    Hallo Katharina,

    der Strang ist ja schon was älter und ich habe ihn jetzt nicht durchgelesen, nur deine Ausgangsfrage und die Postings von heute.

    Was mir aufgefallen ist: Du willst alles sehr stark mit dem Kopf festmachen. Und dabei scheinst Du Dich ein wenig zu zerreissen.
    Du hast Recht wenn Du schreibst "Liebe ist ein Kind der Freiheit" - aber diese Freiheit sollte sich leicht anfühlen. Wenn Du Bauchschmerzen hast, wenn es Dir nicht gutgeht dabei, dann ist da irgendwas nicht ok. Du schreibst, Dein Partner ist es nicht, aber Du hast Abnabelungstendenzen, willst etwas alleine ausprobieren...

    Kann es sein, dass da ein Stück Freiheit ist, was Du Dir nicht zugestehen willst? Und dass Dein Partner und die Party nur der Aufhänger sind dafür? Du liest Dich so, als wolltest Du gerne, dass Dein Partner Dir die Aufgabe des Gehens (also des Weggehens aus der Beziehung) abnehmen sollte.

    Aber das ist die Kehrseite der Freiheit Dein Partner ist frei, zu gehen, oder zu bleiben, aber du auch!

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  3. Inaktiver User

    AW: Philosophische Frage

    Hallo, Kappuziner(in?),

    danke für Deine Antwort.

    Zitat Zitat von Kappuziner Beitrag anzeigen
    Du liest Dich so, als wolltest Du gerne, dass Dein Partner Dir die Aufgabe des Gehens (also des Weggehens aus der Beziehung) abnehmen sollte.
    Hier hab ich mich erschrocken, weil ich mich erkannt habe.

    Ich glaube aber ehrlich, dass ich eigentlich nicht gehen will, sondern nur etwas ent-gehen will. Vielleicht der realistischen Sicht auf die Dinge? Möchte ich die kindlich empfundene Sicherheit weiter empfinden und merke, mit dem Partner geht es nicht?

    Da wäre eine Trennung ja fatal (egal von wessen Seite aus), denn vom Kopf her weiß ich, Sicherheit gibt es gar nicht.

    Ja, der Kopf ist ebenfalls eine Sicherheit von mir, wenn ich etwas verstanden habe, bedroht es mich nicht mehr so sehr. Und auch Kontrolle ist ein Thema von mir. Ich habe gern alles unter Kontrolle, und leite hieraus eine vermeintliche Sicherheit ab.

    Und wenn ich erlebe, dass es Sicherheit nicht gibt, reagiere ich gern trotzig, so a la: Dann geh ich eben (bevor mich jemand verletzen könnte).

    Ich würde gern etwas erwachsener mit diesen Themen umgehen. Und fühle mich wie bei einem unmöglichen Spagat.

    So konfus ich das nun Geschriebene empfinde, so konfus gehts mir grade...

    Grüße

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    AW: Philosophische Frage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, der Kopf ist ebenfalls eine Sicherheit von mir, wenn ich etwas verstanden habe, bedroht es mich nicht mehr so sehr. Und auch Kontrolle ist ein Thema von mir. Ich habe gern alles unter Kontrolle, und leite hieraus eine vermeintliche Sicherheit ab.
    Passiert im Leben des öfteren, dass man vor einer neuen Herausforderung steht. Man hat auch erstmal Angst, mehr oder weniger.

    Manchmal muss man es einfach machen bzw. auf sich durchkommenlassen und dann ab durch die Mitte. Im Nachhinein sind viele Dinge gar nicht so schlimm. So wie dein Wochenende jetzt. Die Tage werden herumgehen, du wirst es überleben und es wird gar nicht so schlimm werden. Hoffe ich jedenfalls.

    Wenn du ängstlich wirst dann lege eine Hand auf den Bauch und sage "alles wird gut".

    Sicherheit gibst du dir selbst. Unabhängig vom tun und lassen anderer Menschen.

    LG
    Sittsam
    Wer bei mir Streit sät, kann die Ernte gleich mitnehmen.

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    AW: Philosophische Frage

    Besser als Sittsam kann ich es auch nicht ausdrücken (und ich wünschte, ich hätte es selber, diese Gelassenheit!)

    Kottan
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