ICH auch, aber wovor haben sie denn Angst ??? DAS ist doch genau die Frage, die sie sich stellen müssen ! Mein Partner hatte auch sehr grosse Ängste, sich zu trennen, obwohl seine Ehe seit Jahrzehnten unbefriedigend war. Dann alleine von Feigheit zu sprechen (was ja auch hier gerne gemacht wird), finde ich bisweilen sehr verkürzt....Zitat von Inaktiver User
Haben diese Menschen Angst, dass sie dann Herr/Frau nobody sind und nicht mehr die "Frau Professor"??? Oder dass sie nen Corsa fahren müssen statt dem Porsche oder gar mit U-Bahn ???? Oder weil denn die Freunde sagen "wie-kannst-du-nur-deine-familie-im-stich-lassen ???????" ohne nach den Gründen oder der Not des/der Betreffenden zu fragen ? (die vielleicht auch eine Paartherapie nicht ändern konnte...).....
In einer emotional unbefriedigenden Beziehung muss ICH nicht ausharren, weil die eben genannten Aspekte (sind exemplarisch für beziehungsfremde Aspekte sozusagen, es gibt da noch viel mehr) für mich nicht relevant sind..... Und nur DAS macht starkt (und auch gelassen) finde ich: die Grundlage für eine gute Beziehung, in der beide auf gleicher Augenhöhe stehen....
Gruss, Elli
Antworten
Ergebnis 51 bis 60 von 65
Thema: Philosophische Frage
-
07.06.2008, 11:38Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
Geändert von Inaktiver User (07.06.2008 um 11:47 Uhr)
-
07.06.2008, 11:53Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
genau das meinte ich doch
Zitat von Inaktiver User
! ICH muss auch nicht ausharren und mein partner auch nicht.
ein ausharren nur weil ängste vorhanden sind, finde ich dem anderen partner gegenüber unfair, weil es dann nicht mehr um ihn geht sondern eben um den porsche oder das haus. da würde ich mir benutzt vorkommen. (kam ich mir auch
)
so einen partner möchte ich nicht, ich habe lieber einen der geht wenn er unglücklich ist (sofern alles für das glück getan wurde und nichts genützt hat).
so einen partner ist mit mir auf augenhöhe!
lara
-
07.06.2008, 12:01Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
Dann simmer uns ja einisch !
Zitat von Inaktiver User
Gruss, Elli
-
07.06.2008, 12:07Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
wenn ich die letzten beiträge lese, dann denke ich :
na, ist doch alles klar, keiner will einen partner der betrügt, keiner will einen partner der wegen haus, hof und auto bleibt, keiner will ausharren .
und warum gibt es dann doch immer wieder die paare die genau nach diesem oben geschrieben zusammen bleiben ?
ihr leben als befriedigend sehen, anstatt zufrieden ?
und gerade hier in den foren hab ich des öfteren gelesen, das paare ausharren, mit geduld warten, bis der partner, aus was für gründen auch immer, zurück kommt.
und dann hab ich gelesen, das sie das liebe nennen.
und immer wenn ich das lese hier, dann frag ich mich, was ist mit dem gefühl der leute ??? wo ist es ? wo ist das gefühl bei denen die betrügen und wo bei denen die ausharren ???
hm ?? !!Geändert von Inaktiver User (07.06.2008 um 12:13 Uhr)
-
07.06.2008, 12:23Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
@karina
ich weiss nicht wo deren gefühl ist, aber ausharren ist oftmals leichter als lösen!
sieht man ja auch immer in therapien.
ein scheitern einzugestehen ist schwierig, da sitzt man lieber aus und hofft.
für jeden ist ein ausharren anders gelagert, wie elli schon schrieb, kann das der verlust des hauses sein, der porsche oder der titel/staus.
ich verurteile dies nicht, aber verstehen kann ich es auch nicht.
ich war mit einem mann 23 jahre zusammen der immer gewartet hat dass ich mich ändere, der gedroht hat mich zu verlassen aber nie gegangen wäre, der lieber ausgeharrt hat anstatt zu gehen um seine zufriedenheit zu finden, der gepiesakt hat weil er nicht glücklich war, der schuldgefühe verursacht hat (mir) weil ich nicht so war wie er gerne gehabt hätte.
irgendwann bin ich gegangen! der leidensdruck war zu hoch.
lara
-
07.06.2008, 12:45Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
meint karina.
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (07.06.2008 um 16:19 Uhr)
-
08.06.2008, 19:15Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
@karina
mit leichter meinte ich auch bequemer. eine freundin von mir ist psychologin, die erzählt mir viele dinge von menschen, warum die sich nicht trennen obwohl an gefühl nichts mehr da ist , nur gewohnheit.
ein porsche oder einen status zu haben ist halt sehr wichtig
sich einzugestehen, dass man es nicht geschafft hat. viele menschen suggerieren einem ja, dass man zuwenig für die beziehung gemacht hat um diese zu erhalten, die kommen nicht auf die idee, dass mehr zu machen nicht drinlag. weil entweder einer nicht wollte oder es einfach nicht ging.
die zeit war abgelaufen, das gibt es.
ich habe mich ja geändert, aber nicht so wie er es hätte tragen können, er wollte eine frau nach seinem bild.
jetzt hat er wieder eine frau die nicht seinem bild entspricht aber er wird nie gehen, weil man(n) sich nicht eingesteht die falsche wahl getroffen zu haben oder weil man(n) sich an hoffnungen hängt und somit die partnerin wieder überfordert und voller schuldgefühle hat.
lara
-
08.06.2008, 19:44Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
grüße dich, karina.
Zitat von Inaktiver User
Geändert von Inaktiver User (09.06.2008 um 21:21 Uhr)
-
09.06.2008, 13:24Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
@divino
es ist schon länger her, da habe ich für mich die gleiche Parallele gezogen: Ich bin jeden Tag vom Tod u.ä. bedroht und ich fürchte mich auch nicht ständig davor, sondern lebe mit diesem Wissen. Gehe erstmal davon aus, dass ich morgen noch lebe, und die Jahre danach auch.
Während meiner Ehe habe ich das mit potenziellem Betrug auch getan, ich wusste, dass mir sowas passieren kann, bin aber erstmal nicht davon ausgegangen.
Heute ist es eigentlich auch so. Ich kann es mir kaum vorstellen, da müsste ich mich trotz der (eventuell durch meine Hochsensibilität mitverursachten) Lügen meines Partners schon sehr täuschen, wenn er das für sich hinbekäme. Besonders vor Berechnung und Kaltherzigkeit habe ich in dem Zusammenhang Angst (siehe mein Exmann).
Alles in Allem liegt glaube ich der Auslöder dieser Angst also in der letzten Beziehung (und deren Ende). Vielleicht ist aber auch die Grundlage für Verlassenheitsangst in meiner Kindheit zu finden. Ich werd das mal sacken lassen.
@sariana
Das mit den Glaubensätzen interessiert mich sehr, vielen Dank für den Link. Am Wochenende habe ich dieser Sache eine (sehr schöne) Pause gegönnt und den Text nur überflogen. Du hattest geschrieben, man könne Glaubenssätze eventuell "umkehren". Ich nehme an, Du meinst, man suggeriert sich das Gegenteil vom negativen Glaubenssatz?
Interessant in diesem Zusammenhang finde, dass ein Glaubenssatz von mir sein dürfte: "Ich kann alles, wenn ich es will." Vielleicht muss ich nur mal auf den Teppich geholt werden.
Die restlichen Kommentare (vielen Dank dafür) habe ich noch nicht so intensiv gelesen; ich werde das nachholen. Nur eine Sache ist mir aufgefallen und die möchte ich kurz kommentieren: Ich habe zwar Ängste, die (wie mir wohl bewusst ist) nicht rational sind, und ich habe dem getreu sicherlich sehr emotional reagiert; hysterisch bin ich allerdings dabei nicht. Porsche fahre ich auch nicht, unsere (tolle) Wohnung ist gemietet und das Geld, das wir fürs Alter sparen, gehört hälftig mir.
Das gönne ich mir mal zu meiner Ehrenrettung.
Vorerst einen schönen Wochenstart für Euch! Katharina
-
24.11.2009, 11:46Inaktiver User
AW: Philosophische Frage
Guten Tag, liebe Forumsgemeinde!
Aus aktuellem Anlass beschäftige ich mich mal wieder intensiver mit meiner Beziehung und meinen Ängsten.
Vorab: Ich habe den ganzen Strang heute nochmals durchgelesen und möchte Euch danken für die vielen tollen und treffenden Beiträge, die mir damals sehr geholfen haben.
Also, erstmal eine kleine Information zum Status Quo: Wir sind immer noch zusammen. Neunzig Prozent der Beziehung laufen schön, erzänzend, harmonisch (Streits inbegriffen), für mich unproblematisch.
Lügen sind (meines Wissens) nicht mehr vorgekommen, und er hat die unbequemen Dinge offen berichtet und ist auch nicht der dann folgende Auseinandersetzung aus dem Weg gegangen.
Die restlichen zehn Prozent scheinen mir ungesund, wobei ich, wenn ich in den Fesselballon steige, der Meinung bin, dass ich mich in "Angstphasen" zu sehr auf ihn stütze. Er lässt das zu, gibt aber vermehrt zu erkennen, dass es ihn behindert.
Konkret heißt das, dass er mehr "Freiraum" für sich beansprucht (nichts, was ich rational als Bedrohung empfinde), und ich mit Angst darauf reagiere.
Dies finde ich mittlerweile sehr aufschlussreich. Den Glaubenssatz, der dahintersteckt, kann ich noch nicht so genau erkennen, aber Fakt ist in jedem Fall, dass meine Ängste mich gleichermaßen behindern.
Michael Lukas Möller hat geschrieben: Liebe ist ein Kind der Freiheit. Und genau das lebe ich nicht, wenn ich ehrlich bin. Und ich habe mir jetzt vorgenommen, damit anzufangen.
Der aktuelle Anlass ist nämlich eine Party, zu der mein Lebensgefährte hingeht. Ich werde nicht hingehen; und es gibt dort einige Dinge, die mir Angst machen. Ich sehe jetzt: Es gibt keinen Anlass, Angst zu haben. Das Verhalten meines Freundes ist (auch wenn es mir nicht immer gefällt) einwandfrei. Und - besonders wichtig - es ist wichtig, dass ich ihn loslasse.
Ich habe also heute morgen eine Wochenendbeschäftigung gebucht für das besagte Wochenende. Ich werde meine Angst überwinden.
Über einen "Spiegel" aus Euren Reihen würde ich mich freuen!
Herzlichen Dank im Voraus!
Katharina


).....
Zitieren
