......auf besseren, weil lebbaren........sexuelle Treue als wertgebenden Bestandteil in sozialen Strukturen halte ich persönlich für völlig hirnrissig.und auf welchen werten baut zusammenleben im engsten kreis dann auf?
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20.05.2008, 21:14Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
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20.05.2008, 21:48
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
es gibt ja polygame kulturen
Komischerwiese hat mir noch nie jemand die Frage beantwortet. wo es die gibt.
Prijon
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20.05.2008, 22:26Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
Hallo,
meiner Meinung nach gibt es nicht den rein sexuellen Betrug.
Da ist immer mehr im Spiel, Gefühle z.B. unterschiedlichster Art.
Wäre doch auch ein wenig seltsam wenn sich z.B. zwei Menschen über einen längeren Zeitraum wirklich nur zum Sex träfen?
Vorausgesetzt man ist seelisch gesund gehe ich einfach davon aus, dass es für jeden auf dieser Welt den Menschen gäbe bei dem er/sie nicht untreu werden müsste.
Da wäre dann eben so viel Innigkeit, Nähe und Kommunikation und Gemeinsames dass für einen anderen Partner schlichtweg gar keine Energie mehr bliebe.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Wenn einer der Partner krank ist verlässt man den ja nicht deshalb, Krankheit verändert aber die meisten Menschen.
Ich wüsste auch nicht wie ich da ehrlich mit umgehen sollte.
Du, ich bleib bei dir, hol mir aber den Sex und das Drumherum woanders? Das wäre die einzigste Situation wo ich mir sagen würde, Schweigen kann Gold sein.
die Teehausgeisha
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20.05.2008, 22:30Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
Zitat von Prijon
das kannst du in Wikipedia nachlesen unter Polygamie, ganz einfach ....
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20.05.2008, 22:34Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
nein, nicht unbedingt.... man kann durchaus mehrere Partner lieben ... ich habe auch andere Menschen (Eltern/Kinder/Freunde) die sich meine Zuneigung teilen. Das bedeutet nicht dass die Qualität meiner Liebe gemindert wird.
Zitat von Inaktiver User
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21.05.2008, 07:45
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
Gut,
wikipedia habe ich gelesen - um polygame Strukturen geht es danach hier aber doch gar nicht. Denn das wäre die "Vielehe", wie sie z.B. im Islam praktiziert werden kann: Ein Mann, x Frauen. Von mir aus auch mit umgekehrten Vorzeichen, an der Starre der Strukturen ändert das aber nichts.
Ich denke, wir reden hier von Polyamory. Dafür finde ich bei wiki kein "kulturelles" Vorbild, jedenfalls nicht in hoch entwickelten Gesellschaften. Was erst mal nichts heißt - aber dieses "Monogamie entspricht nicht der menschlichen Natur" erschließt sich mir nach dem Studium des sehr detaillierten Artikels nicht.
Festgestellt wird:
Vielmehr wird oft betont, dass solche Beziehungsformen nur für wenige Menschen erstrebenswert sind, sehr viel Energie und konstruktive Auseinandersetzung verlangen, und in aller Regel scheitern, wenn nicht alle Beteiligten wünschen, in einer solchen Form zu leben
Heißt im Umkehrschluss (für mich): Die Masse der Menschen wünscht sich klare und sichere Beziehungsstrukturen und meint, diese in monogam angelegten Beziehungen am ehesten zu finden.
Irrungen und Wirrungen gehören beim einen wie beim anderen Modell dazu.
PrijonGeändert von Prijon (21.05.2008 um 07:53 Uhr)
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21.05.2008, 09:17
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
lt. koran z.b. ;-), viele ehefrauen darf mann da haben.
Zitat von Prijon
oder auch so'n paar mormonische sekten, in deren (un-)kultur alte knacker mit jungen mädels intim werden dürfen, bzw. auch mehrere frauen haben.
ich hab' allerdings noch nirgendwo gelesen, dass es polygame kulturen gibt, wo eine frau 4 männer hat? wird mal zeit.
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21.05.2008, 09:30Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
Ich empfinde allerdings eine einseitig polygame Struktur, in der einem Geschlecht die Möglichkeit eingeräumt wird, mehrere Partner zu haben und dem anderem nicht, nicht als das, was hier mit Polygamie bezeichnet wird. Insofern stimme ich Prijon da zu, dass es da wohl eher um Polyamorie geht - also die gleichberechtigte Möglichkeit für jeden, mehrere Partner zu haben.
Ich habe ja in den anderem Strang auch geschrieben, dass es in meiner Vergangenheit auch einen Mann gibt, der mir immer noch sehr viel bedeutet, obwohl unsere Beziehung mittlerweile 10 Jahre vorbei ist. Für diesen Mann ist immer noch ein Stück meines Herzens reserviert. Mit der Liebe für meinen Mann hat das nichts zu tun, er weiss auch davon. Eine Beziehung zu beiden Männern würde mich allerdings emotional komplett überfordern und das empfinde ich für mich auch nicht als wünschenswert. Und ich glaube, das geht vielen Menschen so, selbst wenn sie die Erfahrung kennen, dass es zwei wichtige Menschen im Leben geben kann.
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21.05.2008, 11:32
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
das finde ich sehr schön geschrieben, möglich kann es sein, vielleicht auch nicht für jeden menschen. aber lebbar ist es in der regel nicht und daraus resultiert, dass mann/frau sich irgendwann entscheiden muss.
Zitat von Inaktiver User
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21.05.2008, 11:53Inaktiver User
AW: Fremdgehen = Etwas fehlt in der Beziehung?
Diese Diskussionen um Polygamie und/oder Polyamorie fanden vor geraumer Zeit hier in der Bricom heftigst statt.
Ich persönlich halte beide "Varianten" schwer lebbar - zumal auch die von mir bereits seinerzeit angeführten "Experimente" wie ZEGG und die Kommunen der 68er, nicht konfliktfrei waren/sind und in gewisser Weise in Machtkämpfe mündeten.
Wenn ich von meinen Erfahrungen ausgehe, so war/bin ich mir bewusst, dass ich Liebe, Zuneigung immer teile ebenso wie mein Partner.
In meinem Weltbild ist für mich persönlich der Lustbereich, der einzige Bereich, den ich als exclusiv für beide Partner erlebe und auch erleben will.
Wenn diese Exclusivität nicht mehr gegeben ist, von welcher Seite auch immer, dann hat es aus meiner Sicht Konsequenzen.


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