Ist nicht alles schon klarZitat von Patrizia26
? Und nicht einmal Zeit für ein gemeinsames Frühstück ... . Aber das mit dem Kraftsammeln kann ich nachvollziehen. Die wirst du auch brauchen, denn du kennst ja nun auch seine Reaktionen, er steht wieder irgendwann vor der Tür ... .
Ich denke der Satz 'Ich will keinen Kontakt mehr' muß zu deinem Mantra werden.
Alles Gute für dich. Und: es lohnt sich auf alle Fälle.
Julifrau
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Thema: Die Wahrheit
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24.04.2008, 21:42Inaktiver User
AW: Die Wahrheit
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24.04.2008, 22:00
AW: Die Wahrheit
Hey Julifrau,
habe schon ein bisschen in Deinem Thread gestöbert - hast Recht, das baut auf.
Mit klarer werden meinte ich die Art und Weise, wie ich voran gehen will. Dramen hatten wir genug. Manipulative Dramen, das sei dazu gesagt.
Was ich möchte ist ein sauberer Schnitt, mit dem ich leben kann. Und ich denke, dafür brauche ich noch ein bisschen Zeit. Jetzt zu ihm hinzustürmen, zu schreien "Ich verlasse Dich und meld Dich nie, nie, nie wieder" wäre ebenso kindisch wie - wiederum - manipulativ. Ich möchte, wie gesagt, mit einem sauberen Schnitt gehen. Vermutlich wird mir meine Wut im Bauch dabei nicht zu knapp helfen.
Und dann wird es dieses Mal möglich sein nicht aufzumachen, wenn er wieder vor der Tür steht. Weil ich dann ganz sicher sein werde - mit mir selbst und in mir selbst. Auf dem Weg dahin bin ich schon.
Patrizia
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24.04.2008, 22:07Inaktiver User
AW: Die Wahrheit
Liebe Patrizia, wenn du wirklich bereit bist zu gehen, wirst du es daran merken, daß du kein Drama mehr brauchst und ihn auch nicht weiter davon in Kenntnis setzen mußt. Denn er weiß ohnehin alles, er kennt alle Vorwürfe, weiß, was dich stört, was er ändern müsste und nicht tut. Von daher gilt es irgendwann einfach zu sagen: Stopp, es ist beendet und kein Kontakt mehr.
Pass' auf dich auf. LG
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25.04.2008, 00:05
AW: Die Wahrheit
ich glaube ein Knackpunkt ist dass der andere "authentisch" ist, d.h. er ist wirklich so und es ist absolut glaubwuerdig wenn er vor der Tuer steht und dann verspricht alles wird besser.
Zitat von Patrizia26
Der Punkt ist sich klarzumachen dass man es mit einem Verrueckten, einem Wahnsinnigen zu tun hat.
Denn welcher normale Mensch ist verheiratet und hat nebenher noch eine Affaire.
Das ist praktisch schizophren zwei Leben/Beziehungen gleichzeitig zu leben.
Der Verrueckte, oder auch Suechtige, ist ja absolut glaubwuerdig in dem Moment des Kontaktes. Nur wenn man einem Suechtigen den Ruecken zudreht dann klaut er einem den Geldbeutel oder wenn Du ihm den Schluessel zur Wohnung gibst kann es sein dass eines Tages Deine Wohnung ausgeraeumt ist (weil der Suechtige die Moebel verhoekert hat). Ich mein mir ist jetzt genau sowas noch nicht passiert, nicht so krass jedenfalls, auch nicht beziehungsmaessig.
Nur hat man halt mit dem Verrueckten mitgespielt, ihm zugespielt, man ist also co-Abhaengig, und seine eigene Sucht muss man auch beenden.
Ich war jetzt noch nie Raucher, aber ich stell mir das genauso schwierig vor damit aufzuhoeren, denn dazu gehoert auch die Verhaltensmuster und Gewohnheiten zu aendern sowie der Suechtige hat es mit den koerperlichen Auswirkungen der Sucht zu tun, vielleicht ein Leben lang ist man gefaehrdet rueckfaellig zu werden.
D.h. der Betrueger wird sich nach einiger Zeit wieder bei Dir melden weil er absolut auf dem Trockenen sitzt und Deine Hilfe braucht.
Man koennte umzuziehen und die Handy-Nr. aendern und Kontakt auf Null zu setzen, ein neues Leben anfangen.
Als Mann hat man es glaube ich ein bischen einfacher, denn man ist eher Taeter und nicht so oft das Opfer.
Und wenn mich eine Frau versucht als Opfer zu benutzen oder ich mich ungerecht behandelt fuehle dann setz ich den Kontakt auf Null so einfach ist das, ich hab mich noch nie bei einer gemeldet, so viel Stolz muss sein.
Frauen sind oft nicht so stolz, die denken anders, die wollen alles mit Reden regeln.
Ich vereinfache hier natuerlich und bei mir hat auch mal eine ihre Handy-Nummer geaendert und meine emails blockiert und konnte sie nicht mehr erreichen (war aber etwas andere Geschichte, anderer Zusammenhang und ging "gut" aus).
Ich weiss nicht ob Frauen ein Feindbild aufbauen koennen, das waere hilfreich. Der andere ist der groesste Feind von einem selbst, ist das pure Gift, verkuerzt und vergaellt einem das Leben.
Und wer moechte schon so dumm sich selbst zu schaden bzw. sich so schaden zu lassen.
Man muss seinem Feind direkt sagen am Telefon dass (in diesem Fall) er ein riessen Ar...loch ist. Das hilft auch, aber mehr einem selbst denn der Suechtige wird das ueberhoeren... Mit einem Suechtigen kann man nicht reden. Der versteht nur direkte Grenzen setzen.

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25.04.2008, 09:53Inaktiver User
AW: Die Wahrheit
Ein sehr guter Beitrag, HQking.
Du hast das Thema Sucht angespruchen. Genau das ist der Punkt. Es handelt sich um Sucht, einen Süchtigen und eine Co-Abhängige, die genauso Kicks braucht wie er. Ich war in meiner Zeit auch teilweise bei einer Anon-Selbsthilfe-Gruppe und das war ein weiterer Mosaikstein im Zusammensetzen meines Lebenspuzzels, neben viel anderer externer Unterstützung und Hilfe.
Liebe Grüsse, Julifrau
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25.04.2008, 10:19
AW: Die Wahrheit
Patrizia, wenn du Angst hast er könnte dich wieder "weich klopfen":
Sag ihm du möchtest keinen Kontakt mehr und dass du - sollte er sich nicht daran halten - seine Frau informierst.
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25.04.2008, 12:01
AW: Die Wahrheit
er wird sich nicht dran halten sie nicht mehr zu kontaktieren.
Für mich selbst war es zu schwierig mit meiner damaligen Freundin zu reden, darum habe ich einen Totalabbruch des Kontaktes vorgenommen.
Muss natürlich jeder selbst wissen aber wenn Du erstmal mit dem anderen redest dann kommen wieder die alten Verhaltensmuster durch, das Vermissen, das Gute das man hatte (und das gleichzeitige Verdrängen des Schlechten).
Darum bin ich mir eigentlich sicher geht nur eine radikale Lösung und das ist das komplette Lossagen (=Kontakt auf Null setzen) von dem anderen.
Jeder Kompromiss, Reden etc. ist fatal, so habe ich es empfunden für mich und ist heute noch so, denn der/die (bei mir die) ist wirklich sehr nett und wir verstehen uns eigentlich sehr gut, sind gerne beieinander, das ist ja das Fatale, das Widersprüchliche und die Falle in die die TE tappen kann.
Man muss den anderen als Feind ansehen der einem schlechtes antut, denn so ist es und das zählt.
Man kann den/die andere mögen, aber das ist nur ein Teilbereich dieser Person und die Person als Gesamtheit muss man ablehnen. Die Angst hat man weil man ja auch einen Teil in einem selbst damit "auf Null setzt" und man Angst vor der inneren Leere hat. Da hilft nur im "Jetzt" zu leben und die Vergangenheit ruhen zu lassen und das Jetzt so gut wie möglich zu gestalten, d.h. mit positiven Erlebnissen zu besetzen, am besten körperliche Dinge mit einzubeziehen wie Laufen/Gehen, Wellness usw. und da wäre es gut wenn Frauen generell eine bessere und positivere Beziehung zu ihrem eigenen Körper hätten und nicht so sehr kopf-/denk/gefühlsbetont wären.
Geändert von HQking (25.04.2008 um 12:59 Uhr)

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25.04.2008, 14:09
AW: Die Wahrheit
Hallo Patrizia,
Von meiner Seite nur ein kurzer "Einwurf" von der Seitenlinie....
Zitat von Inaktiver User
Wenn Du Dir ein Mantra baust, dann denk dran, dass Dein Gehirn keine Verneinung kennt. Wenn Du o.a. Mantra übernimmst, dann verankert sich in Deinem Gehirn ICH WILL KONTAKT
Das übersehen viele Leute wenn sie sich Mantras basteln (ich will jetzt nicht mehr so viel essen, pass auf dass du meim Klettern nicht vom Baum fällst....)
Ansonsten hörst Du Dich aber sehr klar und erwachsen an; ich denke dass Du auf dem richtigen Weg bist.
Und keine Angst, "echte" Freunde halten auch dann zu Dir wenn sie sehen, dass Du Dich in eine Idee verrannt hattest. Die sind allenfalls erleichtert, dass Du jetzt wieder klar denken kannst. Und auf die Anderen kannst Du verzichten!!!
Liebe Grüße,
Avalonlady
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Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Seneca
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25.04.2008, 15:03
AW: Die Wahrheit
Hallo zusammen!
Bevor ich darüber nachdenke, wie ich ihn mir nach einem Kontaktabbruch am besten vom Hals halte, muss ich erstmal genügend Kraft haben... Davon rede ich ja. Deshalb gönne ich mir jetzt erstmal eine kleine Ruhepause und ziehe mich von ihm zurück.
Über diese Sucht-Geschichte habe ich auch schon nachgedacht. Es hat tatsächlich etwas von einem Alkoholiker, der genau weiß, der Stoff schadet ihm, aber trotzdem immer wieder zur Flasche greift. Es dient ein bisschen dazu, sich mit dem eigenen Leben, der eigenen Leere auch unter Umständen nicht auseinanderzusetzen. Um sich selbst nicht sehen zu müssen, verlagert man sein ganzes Leben auf den anderen, wird vollkommen abhängig - und das führt dann eben zu dieser schizophrenen Situation, dass man einerseits raus will aus der Beziehung und andererseits glaubt, man könne es nicht schaffen. Diese Spirale kenne ich von allen Seiten, wirklich.
Aber genau das will ich jetzt nicht mehr. Jetzt will ich nicht in einem Kurzschluss schlussmachen und bei nächster Gelegenheit wieder "weich" werden. Ich spüre aber, dass es mich heute überfordert. Morgen vielleicht auch noch. Deshalb brauche ich Zeit und Ruhe, um Kraft zu sammeln, um es dann vielleicht in zwei Wochen ganz geordnet und sicher anzugehen.
Übrigens: Ich glaube auch, das Bewegung sehr gut tun kann. Ich gehe in der letzten Zeit sehr viel spazieren, um den Kopf freizukriegen. Das hilft wirklich...
Avalonlady, vielen Dank für den Hinweis. Mein Mantra ist auch nicht: "Ich will keinen Kontakt". Mein Mantra ist: "Ich habe ein Recht auf Glück und ich möchte Glück erleben..."
Vielen Dank euch allen!
Patrizia
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25.04.2008, 15:21Inaktiver User
AW: Die Wahrheit
... für mich war es absolut nötig, mir ein _direktes_ 'Mantra' zu setzen, nämlich den Kontakt abzubrechen, wie auch HQking schrieb, es geht in der Regel nur durch Kontaktabbruch.
Da ich hochgradig abhängig war, half es mir in aller Ruhe, aus dem Bauch heraus zu sagen, daß ich _nicht mehr will_. Ihn nicht mehr will. Ich habe mir jeden Abend, wenn ich in's Bett ging, selbst auf die Schulter geklopft, wenn wieder ein Tag geschafft war.
Darüberhinaus hatte es möglicherweise noch eine andere Wirkung, ich ging dadurch gegen die Sehnsucht an. Mit noch keinem anderen Mann war ich mental derart verbunden gewesen. Manchmal dachte ich, er kann meine Gedanken und Gefühle lesen. Die räumliche Nähe, in der wir lebten, hat dies mit Sicherheit noch begünstigt.
Gab es Trennungen und die Sehnsucht war gerade sehr groß, kam meistens der Anruf.
Von daher hat mein _ich will nicht mehr_ auch irgendwann dazu beigetragen, daß diese Schwingungen bei ihm ankamen und er langsam aufgab.
Vielleicht war der Begriff Mantra dafür falsch gewählt und ich hätte besser von 'Kampfspruch' gesprochen. Denn da raus zu kommen ist Kampf gegen sich selbst.
LG Julifrau


? Und nicht einmal Zeit für ein gemeinsames Frühstück ... . Aber das mit dem Kraftsammeln kann ich nachvollziehen. Die wirst du auch brauchen, denn du kennst ja nun auch seine Reaktionen, er steht wieder irgendwann vor der Tür ... .
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