Das seichte Lottozahlen-Gelaber machte mich seeeeehr wütendZitat von Mausezahn2008
. Welche Erkenntnis vermittelte es mir?
Neuanfang
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Thema: Neu im Club der Betrogenen
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02.03.2008, 13:42Inaktiver User
AW: Neu im Club der Betrogenen
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02.03.2008, 14:08
AW: Neu im Club der Betrogenen
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Geändert von Mausezahn2008 (04.03.2008 um 01:21 Uhr)
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02.03.2008, 14:46
AW: Neu im Club der Betrogenen
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02.03.2008, 15:07
AW: Neu im Club der Betrogenen
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02.03.2008, 15:24Inaktiver User
AW: Neu im Club der Betrogenen
mausezahn, bitte gib dir keine mühe. du bist weder bodenständig noch geradeheraus, zumindest nicht nach deinen postings zu urteilen. und was du hier inzwischen angestellt hast, finde ich bösartiger als meine spitzen dir gegenüber. ausserdem ist das hier nicht "dein" strang und es ist schon garnicht wichtig, inwieweit dir die beiträge nun geholfen haben. dafür müsstest du einen neuen aufmachen oder woanders spielen gehen.
Zitat von Mausezahn2008
gruss
lady_julia
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02.03.2008, 15:31
AW: Neu im Club der Betrogenen
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Geändert von Mausezahn2008 (04.03.2008 um 01:22 Uhr)
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02.03.2008, 15:33
AW: Neu im Club der Betrogenen
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02.03.2008, 15:35Inaktiver User
AW: Neu im Club der Betrogenen
DANKE!!!!
Zitat von Mausezahn2008
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02.03.2008, 15:42
AW: Neu im Club der Betrogenen
Hallo,
ich klinke mich hier jetzt doch mal wieder ein. Herzlichen Dank allen, die mich hier quasi „verteidigt“ haben oder mir sehr nette PNs geschrieben haben. Als ich mich hier aus dem Strang verabschiedet habe, geschah das u.a., weil ich mich über einige Beiträge ziemlich geärgert habe. Und zwar von denjenigen, die mir (und auch meinem Mann) einfach etwas unterstellt haben, was sie überhaupt nicht wissen konnten.
Dinge, die mich hier genervt haben:
1) Dass ich mich angeblich mit dem Doktortitel meines Mannes schmücke. Bevor das zum ersten Mal aufkam, hatte ich an keiner Stelle etwas über meinen Beruf geschrieben. Es war nur klar, dass mein Mann Wissenschaftler (also vermutlich Akademiker) ist. Was für ein überholtes Weltbild haben Menschen, die dann automatisch davon ausgehen, dass ich selbst keine Akademikerin bin, sondern Mutti am Herd? Dass ich im Fall einer Trennung materiell schlechter dran wäre? Dass ich mich über den Titel meines Mannes definiere? Wie den allermeisten Menschen ist mir völlig klar, dass der Bildungsgrad nicht so sehr viel über Intelligenz aussagt, schon gar nicht über emotionale Intelligenz und Sozialverhalten. Allerdings fällt mir oft auf, dass Menschen mit einem niedrigeren Schulabschluss in die Defensive gehen, wenn sie vom höheren Bildungsgrad anderer Menschen hören. Meine Mutter war früher zum Beispiel so, von vornherein hat sie jeden mit Doktortitel zum Fachidioten erklärt, der vom echten Leben keine Ahnung hat. Weniger Schwarzweißdenken wäre angebracht.
2) Das ganze Hin und Her mit dem Satellitentelefon – dass manche mir einfach nicht glauben wollten, dass ich zurzeit nicht ständig bei ihm anrufen kann, dass kein Telefon in der Nähe ist etc. Es macht mich ungeduldig, wenn Leute keine Ahnung haben und dann aber nicht genau lesen. Im übrigen gehen mein Mann und ich von „keine Nachrichten sind gute Nachrichten“ aus. Soll heißen, dass er bestimmt nicht über ein Telefon, dass für acht Leute zwei Stunden am Tag eingeschaltet ist, hier anruft, um nach der letzten Mathearbeit oder dem Punktspiel am Wochenende zu fragen. Und das würde ich auch nie erwarten. Wenn unser Jüngster aber beim Punktspiel sieben Tore gemacht hat und sich wie irre freut, dann schicke ich Herrn Barometer eine SMS. Im übrigen habe letzte Woche kurz mit ihm telefoniert.
3) Dass mir unterstellt wurde, ich will nichts wissen, verdränge und will meinen Mann um jeden Preis halten. Ich will ihn nicht halten, ich wünsche mir, dass er bei mir bleibt, dass seine Gefühle für mich wichtiger sind als die für die andere. Ich wünsche mir einen Neuanfang. Ich möchte die Chance haben, mich mit der Tatsache, dass er eine andere liebt, auseinanderzusetzen – während wir zusammenleben. Ob ich mit ihm zusammenbleiben könnte, wenn er sie liebt, weiß ich nicht, will ich aber herausfinden. Ich lass mich doch wegen einer Krise nicht gleich scheiden! Dazu weiß ich doch viel zu wenig über die ganze Sache. Und überhaupt: „In guten wie in schlechten Zeiten…“
4) In meinem ersten Strang wurde mir meistens geraten, auf mein Bauchgefühl zu hören. Heute weiß ich, dass ich das hätte tun sollen. Es tut verdammt weh, dass mein Mann zugesehen hat, wie ich versucht habe, Kopf und Bauchgefühl in Einklang zubringen, mein Bauchgefühl wegzudiskutieren. Ein einziger Satz von ihm („Ja, du hast ja Recht, ich liebe sie“) hätte uns so viel erspart. Ich weiß nicht, wie ich damit umgegangen wäre, aber ich hätte mich zumindest mit dem echten Problem beschäftigt, nicht mit meiner vermeintlich unbegründeten Eifersucht. So, und nun, da ich wieder auf meinen Bauch hören will, der mir sagt, dass nicht zwangsläufig alles vorbei sein muss, da wird mir genau das als Verdrängung und Klammern vorgehalten.
Das hat mich genervt. Sollte ich mich irgendwann im Ton vergriffen haben, dann bitte ich um Entschuldigung. Seht es mir nach, ich bin zurzeit nicht in der allerbesten Verfassung.
Zu meiner momentanen Situation: Ich gehe durch die Hölle, aber ich gehe mit erhobenem Kopf. Ich mache mich nicht klein. Ich möchte nicht verbittert werden. Ich will meinen Mann nicht (nur) mit Vorwürfen zuschütten, sondern ein konstruktives Gespräch. Dabei soll herauskommen, ob wir beide für uns eine gemeinsame Zukunft sehen, und falls ja, wie die aussehen könnte und ob wir dazu vielleicht eine Paartherapie/-beratung in Anspruch nehmen. Wenn das geklärt ist, können wir versuchen, herauszufinden, wie es überhaupt so weit kommen konnte.
Ich schreibe weiterhin jeden Tag immer mal wieder auf, was mir durch den Kopf geht. Merke ich aber, dass sich meine Gedanken im Kreis drehen, höre ich auf. Damit ich die Zeit bis zur Rückkehr meines Mannes einigermaßen überstehe, hole ich mir Kraft, wo es geht. Ich höre zurzeit keine ruhige, melancholische Musik (obwohl ich die sonst liebe), sondern fröhliche Lieder, bei denen ich mitpfeife. Ich versuche, mich so oft es geht an der frischen Luft zu bewegen. Ich gehe intensiv auf meine Kinder ein, denen ihr Vater sehr fehlt. Meine Gefühle/Gedanken versuche ich zu ordnen und getrennt zu Papier zu bringen, unter verschiedenen Themen (Wut, Scham, Sex, Hoffnung, Angst, Fragen etc.). Gestern habe ich den ganzen Tag nicht richtig geweint, und auch heute noch nicht. Ich bin traurig, aber ich will meine Kinder, meine Arbeit und meinen Alltag nicht vernachlässigen. Also halte ich mich an positiven Dingen fest. Habe mir zum Beispiel aus den letzten E-Mails meines Mannes (bis vor drei Wochen hatten wir noch besseren Kontakt) alle lieben Worte zusammenkopiert und ausgedruckt. Das liegt jetzt auf meinem Schreibtisch und hält mich ein bisschen warm. Bestimmt finden jetzt wieder einige, dass ich die Augen verschließe und lieber die Türschlösser auswechseln sollte. Aber das ist mir egal, ich will einfach die nächsten Wochen bis zu seiner Rückkehr überstehen. Dann mit ihm reden und dann erst darüber nachdenken, wie es weitergeht.
Vorhin hat jemand angesprochen, dass ich nie Freunde oder Bekannte erwähnt habe, die mir beistehen. Bekannte würde ich in so etwas erst mal nicht einweihen, mein Freundeskreis ist winzig. Eigentlich gibt es abgesehen von meinem Mann nur zwei Menschen, mit denen ich darüber sprechen würde. Das möchte ich aber im Moment nicht, erst nachdem ich mit meinem Mann geredet habe. Ob mir das gelingt, weiß ich nicht genau, nächste Woche bekomme ich von einem dieser Menschen Besuch (wohnt am anderen Ende von Deutschland). Sie hat gerade eine üble Beziehungsgeschichte hinter sich…
Eine Anmerkung möchte ich noch zu diesen „Lottozahlen“-Beiträgen machen. Mich selbst haben sie jetzt gar nicht mal so genervt, aber bedenkt doch bitte ganz allgemein: Jemand hat ein Problem, schreibt hier. Wartet auf Antworten. Sieht in der Themenliste, dass es neue Beiträge gibt. Sieht nach und ist enttäuscht, weil es nur so ein belangloser Mist ist. Wie gesagt, dass gilt jetzt gar nicht mal für mich, ich fand es nicht so schlimm und hatte mich ja auch schon verabschiedet. Aber es kann frustrierend sein. Solche mehr oder wenigen witzigen Wortwechsel sind in den „leichteren“ Foren besser aufgehoben.
An alle, die bis hier durchgehalten haben: Respekt! und Danke.
LG,
barometerGeändert von barometer (02.03.2008 um 15:46 Uhr)
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02.03.2008, 15:57Inaktiver User
AW: Neu im Club der Betrogenen
Liebe Barometer,
in einer Situation, in der eine persönliche Aussprache über noch längere Zeit nicht möglich ist, Ruhe zu bewahren und ausdrücklich nicht vorschnell handeln oder gar den Stab brechen zu wollen, finde ich toll! Auch, dass Du sehr auf Dich achtest.
Liebe Grüße,
Neuanfang


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