Ich glaube, dass das Glück der Menschen, die einem nahestehen immer sehr mit dem eigenen Glück verwoben ist.Die Frage, die bleibt, ist trotzdem: Ist das eigene Glück (was auch immer man/frau darunter versteht) wichtiger als das der anderen???
DU bist zunächst einmal verantwortlich für dein Glück - und dafür, authentisch und ehrlich zu sein.
Lass die Menschen, mit denen du lebst und die du liebst - oder geliebt hast - nicht im Unklaren darüber, wer du bist und was du dir wünschst.
Lass die Bombe doch einfach platzen - und du wirst sehr praktisch erleben und erfahren, was du jetzt durch Grübeln vergeblich versuchst, vorwegzuwissen.
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Ergebnis 11 bis 20 von 57
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14.01.2008, 22:45
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
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14.01.2008, 22:45
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Das gefällt mir!!! Sich selbst treu bleiben!!! Erinnert mich an den Herbert-Grönemeyer-Song "Du bist die".
Zitat von Inaktiver User
Sich selbst treu bleiben ist so in etwas wie "Sich noch jeden Morgen im Spiegel angucken können".
Danke für diesen Gedanken, Ashley!
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14.01.2008, 22:49
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Jaaaaa! Du hast natürlich Recht - es spielt sich so viel in meinem Kopf ab - aber nicht in der Realität, weil ich es nicht herauslasse.
Zitat von schneeflocke46
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14.01.2008, 22:50
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Liebe lucy,
bitte nicht einfach auf und davon gehen. Nein, das kann´s nicht sein. Klar - wenn man verknallt ist, möchte man umgehend auf die Insel der Glückseligkeit entfleuchen mit dem Opfer der Begierde :-)) schon klar..
Ich bin noch nicht 17 Jahre lang verheiratet, aber mir ist auch klar, daß da Höhen und Tiefen, eventuell auch aushäusige Verknalltheiten usw. passieren können im Laufe der langen Jahre. Da müssen wohl die meisten durch. Ich jedenfalls kenne kein Ehepaar, was allzeit Sonnenschein und Rosenregen hat oder hatte. Normal also.
Ich selber bin so dermaßen durch Zeiten knietiefen Single-Stresses und auch Stresses mit anderen Typen gewatet im Leben, daß ich meine Ehe ganz sicher nicht für eine Leidenschaft zu einem anderen Mann aufgeben könnte. Unvorstellbar.
Ich hatte mir so lange gewünscht, daß jemand fest zu mir hält, der mich liebt, so wie ich bin, mit Heirat und so weiter...das gebe ich freiwillig nie wieder her.
Vielleicht liest Du Dir mal die ganzen Threads hier in der BriCom durch, die vom Leid der Einsamen und Suchenden berichten? Das wünscht man keinem, sage ich dir! Da kommen unter Umständen echt dunkle Stunden auf einen zu (mal wieder abserviert worden, Typ hat wieder nicht zurückgerufen, Mann hat zugeschlagen, Mann hat wieder getrunken usw. usf...).
Der Ansatz, sich den schlimmsten Fall auszumalen, ist doch ganz gut, um eine Entscheidung zu überdenken. Macht man im Management ja auch, das so genannte "worst case Szenario".
Also dann brainstorme ich mal für Dich den worst case:
Alleine. Geschieden. Ohne Mann, ohne Lover, ohne vernünftiges Einkommen. Kinder genervt bis gestört durch das ganze Theater. Der innere Zweifel "hat sich das nun alles gelohnt???".
Also - ich selbst, ich würde antworten: Nein, leider nicht.
Erst gestern dachte ich noch: Meine Güte, was geht es mir gut, ich habe so ein Glück mit diesem Mann, bloß gut daß ich mich nicht wieder auf so eine verrückte Leidenschaft eingelassen habe...nie wieder. Die Wärme und treue Liebe, die mein Mann mir gibt, ist mir viel mehr wert als durchgev**gelte Nächte 5 mal die Woche
Das reicht mir, wenn es im Urlaub so ist.
Wenn Dein Mann und Du Euch noch lieb habt, warum dann nicht mal ein paar Paargespräche mit einem Fachmann machen? Die Aufgabe wieder mehr Leben in die Ehe reinzubringen, betrifft ja Euch beide. Das ist bestimmt für alle Paare nicht so leicht, da ist daran arbeiten gefragt und nicht "tschüß ich bin dann mal weg".
Oder seid Ihr Euch nicht mehr "grün"?
Deine Tochter, was meinst Du, wie es ihr ginge??
Und - um auf Deine Frage zu antworten:
Nein, das eigene Glück sollte nicht der Maßstab aller Dinge sein. Man hat Verantwortungen übernommen, zu denen man auch stehen sollte, finde ich. Ok, ist vielleicht altmodisch, aber so sehe ich das. Das sieht anders aus, wenn man daheim regelmäßig verdroschen oder betrogen oder sonstwas Wüstes wird...aber das liegt bei Dir wohl nicht vor, wenn ich das richtig verstehe.
Lust und Laune sind Zeitgeister, die sehr aktiv sind. Wenn man sich dem unterwirft, landet man mit Sicherheit nicht in einem Paradies. Und: Wem willst Du selber noch vertrauen können, wenn jeder aus heiterem Himmel seinem Glück nachläuft, notfalls über Deine Leiche?
Ich wünsche Dir gute Gesprächspartner! Wenn keiner zur Verfügung steht: Telefonseelsorge anrufen. Nur keine Hemmungen haben, die sind echt fit und sehr, sehr lieb und verständnisvoll.
Schuldgefühle brauchst Du glaube ich nicht zu haben. Daß sowas passiert, ist so ungewöhnlich nicht und ein Zeichen dafür, daß Dir etwas ganz Wichtiges fehlt in Deiner Ehe. Du wärst nicht die erste, wo eine Affäre die Ehe wieder richtig in Schwung gebracht hat, so daß schlußendlich alle sagen: Gut, daß es so gekommen ist, jetzt sind wir glücklicher als je zuvor.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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14.01.2008, 23:05
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Liebe Karla, ich mache es mir nicht einfach! Ich weiß schon, was Du meinst - ich soll mir das Ganze reiflich überlegen. Das tue ich - deswegen habe ich mich auch an Euch gewandt! Ich sehe ich Moment den Wald vor lauter Bäumen nicht und kann meinen Weg nicht finden - hin-und hergerissen zwischen Liebe und Sehnsucht einerseits und andererseits Verantwortung und Pflichtgefühl und einer langen gemeinsamen Zeit, die naturgemäß Höhen und Tiefen hat, aber beständig ist, was man von der anderen Seite nicht weiß ... Kann ich mir selbst trauen???
Zitat von Karla48
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14.01.2008, 23:18
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Ja das ist ja verständlich! Und genau das gehört auch auf den Tisch.
Zitat von secretlucy
Du machst es Dir nicht leicht, das glaube ich Dir, aber Du alleine mußt die Entscheidungen treffen. Wir können nur Punkte aufzeigen hier.
Mein Vater sagte immer (und ich fahre gut damit, mit danach zu halten): Wenn du einen Zweifel hast an etwas - lasse es bleiben. Du hast Zweifel, ob es richtig ist, alles wegzuwerfen.
LG KarlaThe original Karla
est. 2006











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14.01.2008, 23:41
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Secrelity
und warum hälst du nicht dagegen, wenn es dir so auf den Geist geht? Oder hast du schon 1.000 Mal was vorgeschlagen und er hat es ignoriert/nicht mitgemacht/abgewunken?nach dem Arbeitstag nach Hause zu kommen und sich mit 1 Bier auf den Fernsehsessel zu verziehen. Das ist meistens die einzige Aktivität, die passiert. Ich möchte das nicht. Ich kann das auch nicht mehr.
Du fragst dich ob das eigene Glück über aller Dinge steht... so wie deine Situation jetzt zu Hause ist, könntest du deinen Mann ruhigen Gewissens verlassen und mit dem anderen glücklich sein? Oder hättest du das Gefühl, nicht loyal gewesen zu sein, weil du ihm eigentlich keine Chance gegeben hast? Oder, wie gesagt, hast du ihm schon jede Menge Chancen gegeben und er weiß ganz genau, dass du unglücklich bist und tut nichts dagegen?Ich habe den K(r)ampf mit den deutschen Artikel(n) aufgegeben!
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15.01.2008, 12:35Inaktiver User
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Schade, daß niemand auf Schluppis Beitrag eingeht.
Zitat von schluppi
Eine Ehe ist immer so langweilig, wie beide Protagonisten es sind. Jeder Partner kann zum Helden, zum Entertainer, zum absoluten Traummann mutieren - wenn man es nur zuläßt.
Der falsche Gedanke, der einen befallen kann in einer langjährigen, dahindümpelnden Beziehung, ist der, nur der Partner wäre ein Langweiler geworden.
Bei Kindern, die sich nur vor den Fernseher verziehen, macht man noch verschiedene Angebote, beim Partner schaut man dann frustriert und hilflos zu?
Man darf niemals vergessen, daß man auch in eine neue - anfangs aufregende - Beziehung stets sich selbst mitnimmt. Und dann wiederholt sich ggf. der Mechanismus, der Prinz mutiert wieder mal zum Frosch.
Manche begreifen dies erst bei mehrmaliger Wiederholung! (Neues Spiel, neues Glück?).
Liebe ist ja nur eine ganz besondere Form der Projektion. Für jeden Menschen ist es schwer, die in ihn gesetzten Erwartungen lebenslänglich zu erfüllen.
LG Helen
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15.01.2008, 13:21Inaktiver User
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
sehr richtig!Der falsche Gedanke, der einen befallen kann in einer langjährigen, dahindümpelnden Beziehung, ist der, nur der Partner wäre ein Langweiler geworden.
auch sehr richtig und weise dazu!Liebe ist ja nur eine ganz besondere Form der Projektion. Für jeden Menschen ist es schwer, die in ihn gesetzten Erwartungen lebenslänglich zu erfüllen.
Diese Frage muss ich auch ganz laut stellen:
Was trägst du dazu bei, damit deine jetzige Beziehung NICHT dahin plätschert?
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15.01.2008, 16:15
AW: Ist das eigene Glück Maßstab?
Liebe secretlucy,
ob die neue Liebe halten wird, kann dir niemand sagen. Ob du einsam sein wirst nach einer Trennung, kann dir auch niemand sagen. Aber du hast ja Realitäten, an die du dich halten kannst:
1. Deine Ehe ist für dich schon lange nicht mehr schön
2. Du hast eine neue Liebe
3. Dein Mann weiß nichts davon
Wenn du es ihm sagst, dann wirst du wahrscheinlich sehr schnell herausfinden, ob du versuchen möchtest, die Ehe zu retten. Und er hat dann außerdem eine Wahl. Ich finde, alles spricht dafür, die Karten auf den Tisch zu legen, denn ein Schritt zurück in die vorige Situation wird ja wohl eher nicht möglich sein!?
Fiella


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