Natürlich verstehe ich die Bedenken, ich selbst hatte ja auch einige. Nur fiele es mir glaube ich sehr schwer loszulassen, während unserer gemeinsamen Zeit hat einfach alles gestimmt, sehr selten ein Streit und dann auch nichts Ernstes.
Nur ist halt das nötige Vertrauen weg, wenn er mir scheinheilig so etwas vormacht. Er meinte er würde das alles vergessen wollen was war, und einen Neuanfang machen wollen, weil er seinen Fehler von damals sehr bereut. Nur ist es doch nicht der richtige Weg, wenn er es mir verschweigt und mich möglicherweise auch noch einem Risiko aussetzt dabei. Es war vor meiner Zeit, und ich bin unschlüssig darüber, ob ich das alles wirklich deshalb aufgeben sollte.
Antworten
Ergebnis 31 bis 40 von 45
Thema: Verzweifelte Lage
-
11.01.2008, 14:35
AW: Verzweifelte Lage
-
11.01.2008, 14:46Inaktiver User
AW: Verzweifelte Lage
Das ist richtig - aber wenn es mal emotionsfrei und ehrlich betrachtet sind die Christen auch keinen Deut besser nur heutzutage besser getarnt.Mit Logik hat das gar nichts zu tun und - ich habe sehr sehr oft erlebt dass in dieser Haltung auch eine große Portion Verachtung ggü. Frauen steckt.
-
11.01.2008, 14:52
AW: Verzweifelte Lage
Da stimme ich dir zu, auch wenn man das nicht verallgemeinern kann.
Zitat von Inaktiver User
Zudem muss ich sagen, dass sein Glaube, ob er diesem gewissenhaft nachgeht, sei mal dahingestellt, noch nie eine Rolle gespielt hat, bzw. ein Hindernis dargestellt hat. Im Alltag kam dieser nie zum Tragen.
-
11.01.2008, 15:56
AW: Verzweifelte Lage
An den Ramadan hält er sich nicht, Alkohol trinkt er aber auch nicht, das hat allerdings nichts mit dem Glauben zu tun, sondern mit seiner Einstellung allgemein. Ich selbst trinke auch keinen Alkohol.
Zitat von Inaktiver User
-
11.01.2008, 17:25Inaktiver User
AW: Verzweifelte Lage
Irgendwie klingt das so, als wenn er sich nur reinwaschen wollte. Ihm das generell unangenehm ist, dass er zu einer Prostituierten ging. Nach so langer Zeit auf Geschlechtkrankheit testen lassen? Scheint mir auch mehr Augenwischerei.
Zitat von Raspberry
Wirklich wichtig ist ja, dass dein Vertrauen zu ihm futsch ist. Seine altmodische, frauenfeindliche Einstellung nur eine Jungfrau mit in die Ehe zu nehmen.
Sag ihm doch:"Klar, machen wir das. Dann aber richtig. Mit blutbefleckten Laken zum Fenster raushalten. Und dann will ich auch ein Burka haben, weil ich ja dann nur doch dir gehöre. Deine Mutter muss sich dann aber auch verschleiern."
Absurd, wenn man den Gedanken weiterspinnt.
Und pervers, wenn man sich vor Augen führt, wieviele Mädchen und Frauen noch in der Türkei, sogar in Deutschland einige, ermordet werden, weil sie angeblich die "Ehre" der Familie verletzt haben.
Dass er aus einer modern denkenden Familie kommt sagt gar nichts. Ein paar Freunde, die so konservativ denken, reichen.
-
11.01.2008, 17:48
AW: Verzweifelte Lage
Wie gesagt, ich glaube nicht, dass das seine wirkliche Einstellung ist, vielmehr kommt es mir als "Tarnung" vor, um mir diesen Vorfall verschweigen zu können, um die Glaubwürdigkeit zu behalten. Ich weiß nicht, wie ich das formulieren soll. Vielleicht sagte er das, damit ich keine weiteren Fragen mehr zu der Zeit vor mir stelle. Ich kann mich natürlich aber auch täuschen.
Zitat von Inaktiver User
Aber wie gesagt, sein Glaube hat sonst nie eine Rolle gespielt, und was ich zu diesem einen Punkt denke, siehe oben.
Und seine Freunde, so viele sind es nicht, denken auch alle "modern", leben seit 2 Generationen in Deutschland, haben ungläubige Freundinnen,....Ich weiß, das alles hat nichts zu sagen, aber mir geht es insgesamt wenig um seinen Glauben und dessen Grundsätze, sondern dass ich mit der Situation im Gesamten nichts anzufangen weiß. Ob wir bis zur Ehe gewartet hätten, sei dahingestellt, aber auch wenn es in nächster Zeit zu Geschlechtsverkehr gekommen wäre, hätte er mich ja in dem Glauben gelassen, die erste zu sein und mir diesen Vorfall verschwiegen. Und da spielt es für mich keine Rolle, ob er Moslem, Christ, etc. ist.
Das Prinzip ist nur, dass wir uns damit Zeit lassen wollten, er mir seine Vorstellungen bezüglich dieses Themas gesagt hat (unabhängig von seinem Glauben) - dabei hatte er es längst hinter sich.Geändert von Raspberry (11.01.2008 um 17:53 Uhr)
-
11.01.2008, 18:23
AW: Verzweifelte Lage
Hallo raspberry,
möchte noch mal auf den Anfang zurückkommen. Da sagtest Du erst, daß das Verschweigen nicht so schlimm wäre, eher mit wem er das erste Mal hatte.
Später allerdings sagst Du selbst,daß das Vertrauen weg ist durch das Verschweigen. Also ist es doch schlimm. Zudem finde ich, daß es nicht nur Verschweigen war, sondern Lügerei. Er hat ja ganz konkrete Sachen zu Dir gesagt, die nicht stimmten.
Andererseits klingt bei Dir heraus, daß Du ihm viele Fragen über die Zeit vor Dir gestellt hast."...damit ich keine weiteren Fragen zu der Zeit vor mir stelle.."
Als Anregung : vielleicht überlegst Du mal inwieweit Du ihn zu sehr bedrängt hast, Dir alles zu erzählen.
Oder bezüglich seiner Einstellung freizügig gekleideten Frauen gegenüber ?
Es kommt ein bißchen so rüber als wärst Du auch nicht vorurteilslos, denn Du störst Dich vor allem an der Tatsache, daß es eine Prostituierte war. Mich persönlich hätte eine Liebesbeziehung vor meiner Zeit viel mehr gestört. Aber bedenke, es war vor Deiner Zeit, Du warst noch gar nicht Teil seines Lebens, damit war es allein seine Sache.
Und bitte überdenke mal Deine Einstellung gegenüber Prostituierten.
LG Inken
-
11.01.2008, 18:40
AW: Verzweifelte Lage
Ich stellte ihm ja gar keine Fragen, was vor mir war, weil ich weiß, dass es seine Sache ist/war. Aber oft ließ er kleine Bemerkungen fallen, dass er "gewisse Dinge in seinem Leben bereuen würde" oder ähnliche Andeutungen. Zuerst habe ich mir ja darüber keine Gedanken gemacht, weil er oftmals die Sachen dramatischer darstellt, als sie sind. Aber neulich meinte er von sich aus, dass er mir bald sagen würde, was er damit meint, und das tat er ja dann vorgestern auch von selbst. Ich habe ihn nie darum gebeten, mir zu erzählen, was vor mir war.
Zitat von inken
Und mit seiner Einstellung gegenüber freizügig gekleideten Frauen habe ich ebenso wenig zu tun, Bemerkungen, dass er davon nichts hält, machte er schon, als wir "nur" Freunde waren, sowas habe ich ihm nicht eingeredet.
Und stören tut mich ja die Tatsache, dass er vorgeheuchelt hat, er fände eben solche Frauen (Prostituierte, seiner Meinung nach leicht zu habende Mädchen, freizügig gekleidete Frauen,...) abstoßend. Tagtäglich konnte ich mir Bemerkungen zu sowas anhören, sei es zu irgendeinem Prominenten im Fernsehen, der da wieder im Minirock oder tief dekolletiert präsentiert wurde, auf eine abfällige Bemerkung seinerseits musste man nicht lange warten.
-
11.01.2008, 19:18
AW: Verzweifelte Lage
Wenn er alles von sich aus erzählt hat, muß ich meine Meinung revidieren, dann ist er doch ehrlicher als es zuerst aussah.
Dann hat er sich wahrscheinlich geschämt und deshalb die Sache verschwiegen. So gesehen ist es sehr positiv, daß er Dir nicht weiter etwas vormachen wollte und gesagt hat,was ihn bedrückt.
Allerdings solltest Du dann ihm auch Deine Gedanken dazu mitteilen, wie Du Dich dabei fühlst, falls Du dies nicht schon getan hast.
Bedenklich finde ich aber trotzdem weiterhin seine Einstellung gegenüber "solchen" Frauen, ich glaube nicht, daß er Dir das vorgeheuchelt hat. Es ist wirklich seine Einstellung und das Bedrückende für ihn war, daß er entgegen seiner Einstellung gehandelt hat. Das bereut er.
-
11.01.2008, 19:32
AW: Verzweifelte Lage
Natürlich habe ich ihm bereits mitgeteilt, wie ich darüber denke, alles andere wäre unfair ihm gegenüber, denn wenn sich jeder zurückzieht und nicht drüber geredet wird, kann es ja gar nicht besser werden.
Und Sorgen um seine Einstellung bzgl. "solcher Frauen" habe ich mir eigentlich auch nicht gemacht, ich meine so übertrieben hat er es nie damit, als dass ich es bedenklich finden würde.


Zitieren
