warum, warum, warum...
du scheinst dich das zu fragen, weil du ein mensch bist der das nicht tun würde - und es einfach nicht begreifen kannst.
hast du dich nicht auch eine sekunde gefragt, ob du es überhaupt schaffen kannst?
ob du mit diesem wissen von deinem mann, dass er eine fremdgänger ist, mit ihm leben kannst? ungeschehen kann man es nicht machen.
du musst diese seite von deinem mann akzeptieren können, annehmen können - oder eben nicht.
dann solltest du dich aber für dich trennen, sonst wird es ein ewiger kampf.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 37
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31.10.2007, 12:20Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
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31.10.2007, 14:09Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Richtig, ich würde niemals fremdgehen, ich würde mich gar nicht in eine Situation begeben, die mir gefährlich werden könnte.
Zitat von Inaktiver User
Ich hab mich nicht nur eine Sekunde gefragt, ob ich das schaffen kann. Ich frag mich das täglich.
Und zugleich ist das meine größte Angst, dass ich es eben nicht schaffen könnte. Ich liebe meinen Mann und will mit ihm alt werden, aber ich habe Angst, dass diese Sache immer zwischen uns stehen wird.
LG
Feliz
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31.10.2007, 16:35Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
dich lässt es auch nicht los.
ich finde aber 3 monate auch noch nicht viel zum verarbeiten.
ihr müsstet eine ehetherapie machen.
es gilt so viele punkte zu klären.
z.b. ob sich für deinen mann deine stellung, eure partnerschaft geändert hat - denn ihm muss klar gewesen sein dich dadurch zu verlieren. und hat es trotzdem getan.
vielleicht hilft es wirklich sich erstmal zurückzuziehen. (ausziehen)
ohne eine aussage deinerseits ob du damit klarkommen kannst.
dann nach einiger zeit kannst du zu ihm zurückkehren, dich bewusst auf ihn einlassen, oder eben nicht.
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31.10.2007, 18:02
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
hallo Feliz,
ich kann dir auch nur raten, in dich hineinzuhorchen. was tut dir jetzt gut? welche dinge kannst du für dich, für dein wohlbefinden tun?
ich stolpere ein wenig darüber, dass du dich so schnell entschieden hast, bei ihm zu bleiben und ihm auch verzeihen konntest - das hat bei mir weit länger gedauert (was aber kein maßstab sein muss;-))
ich hatte damals das gefühl: mein mann muss weg. ich muss mich hier in meinem haus mit den kindern frei bewegen können, ich brauche zeit für mich, um mit meinen gefühlen klarzukommen und um mich zu entscheiden, wie es auf dauer weitergehen soll.
heute, nach mehr als einem jahr denke ich: ich hätte eine trennung auf zeit auf jeden fall durchziehen sollen, ich habe es seinerzeit nicht getan. ich habe mich dazu entschieden, mich nicht entscheiden zu müssen und habe alles auf mich zukommen lassen. mittlerweile läuft unsere beziehung einigermaßen harmonisch, allerdings hat eine aufarbeitung der ereignisse nie bewusst stattgefunden. diese hätte ich in jedem fall einfordern sollen!
heute denke ich, mein mann hat es dadurch zu bequem gehabt und ist zu schnell zu alten eingeschliffenen verhaltensweisen zurückgekehrt.
andererseits sind auch gute dinge entstanden und geblieben, die es ohne diese schlimme erfahrung nicht geegeben hätte.
und ich denke auch: hätten wir uns auf zeit getrennt, wäre es wohl eine trennung für immer gewesen.
ich wünsche dir alles gute!
laudrey
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31.10.2007, 19:30
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Liebe Feliz,
Du hast hier schon eine Menge guter Ratschläge bekommen, Prijon war mal wieder unschlagbar gut. Ich weiß genau, was Du empfindest, weil es bei mir auch dieses "Warum" war, was mich fertig gemacht und aus der Bahn geworfen hat. Bei mir ist es nun mehr als 2 Jahre her und heute kann ich ganz gut damit umgehen, allerdings kann ich nicht sagen, dass ich vollkommen frei von Wut bin.... Das kommt ab und zu wieder hoch. Aber: Ich habe damals irgendwann angefangen, darüber nachzudenken, warum ich das alles so schlimm, so verwerflich finde. Dabei rumgekommen ist: Wir hatten schon länger Probleme, ich habe mich ständig weggeträumt. Das ist auch meinem Mann nicht verborgen geblieben. Letztlich hat er das ausgelebt, wovon ich geträumt habe..... Und das genau ist der Punkt: Ich kann ihn im Grunde nicht verurteilen, weil ich selbst nur zu feige war fremdzugehen. Sicher, das mag bei Dir ganz anders sein, aber mir hat wirklich gut getan, mich selbst zu analysieren. Eine Therapie habe ich übrigens auch gemacht - bei der Kirche. War schön, aber der Therapeut hat eigentlich zunächst mal die Wut aus mir heraus gekitzelt, hat mich provoziert ohne Ende. Das war gut. Die Vorschläge, die er gemacht hat, habe ich nicht umgesetzt, weil sie nur das absolute Ausleben der Wut bedeutet hätten. Das wollte ich nicht, sondern habe stattdessen angefangen zu denken. Meine Wut habe ich mir von der Seele geschrieben. Dieses Tagebuch habe ich verschlossen und muss ehrlich gestehen, da schaue ich nicht wieder rein. Was meinen Mann betrifft, so bin ich kürzlich auf Mails gestoßen, die mir ganz genau bestätigt haben, dass er mich nicht angelogen hat, mit seiner Darstellung der Situation und auch, dass er im Grunde immer klar gesagt hat, dass er mich nicht verlassen würde. Klar, da kann ich mir nach all dem auch nichts für kaufen, aber es ist noch mal so ein kleines Pflaster. Egal, wie Du über all das letztlich denkst, diese Sache wird Dir auf ewig erhalten bleiben, fürchte ich. Aber es wird verblassen.
Ich wünsche Dir alles Gute.
LuanafeeTräume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.

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01.11.2007, 07:47Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Liebe Luanafee,
Zitat von Luanafee
das mit dem Tagebuch ist eine gute Idee, vielleicht sollte ich mal anfangen, mir das alles von der Seele zu schreiben.
Ich hab am Anfang ganz viel falsch gemacht, ich dachte, ich könnte mit Dingen, die SIE betreffen leben. So z. B., dass mein Mann sie weiterhin im Sportverein trifft.
Ich habe dann sehr bald gemerkt, dass ist das nicht ertragen kann. Das mich diese Tage immer wieder komplett runterziehen. Mein Mann ist nun aus dem Sportverein ausgetreten und ich merke, wie ich innerlich ruhiger werde.
Ich hab hier wieder tolle Tipps bekommen und hoffe, dass die nächsten Monate Linderung bringen!
Vielen Dank
Feliz
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01.11.2007, 07:50Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Ja, ich hab ihm unglaublich schnell verziehen. So hätte ich mich selber nicht eingeschätzt, ich hätte gedacht, dass ich ihn bei einem Seitensprung hochkantig rausschmeisse.
Zitat von laudrey
Abstand hätte ich nicht ertragen, obwohl er mir sofort angeboten hat, auszuziehen. Ich hab, gerade am Anfang, komischerweise seine Nähe gebraucht, um mich wieder einigermassen zu fangen.
Trennung wäre für mich grausam gewesen.
LG
Feliz
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01.11.2007, 13:10
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Hallo Feliz
ich kann gut verstehen, wie du in dieser Situation reagiert hast, ich habe auch ähnlich reagiert.
Es hat mich ziemlich verwirrt, dass ich damals die Nähe meines Mannes wie eine Droge benötigt habe.Wenn er nicht in meiner Umgebung war hatte ich direkt körperliche Schmerzen.Ich konnte es nicht aushalten ihm am Tisch gegenüber zu sitzen, sondern musste immer Körperkontakt halten.
Am besten ist, du setzt dir zeitnahe gemeinsame Unternehmungen als Ziel, auf die du dich freust, dann sind die Trauer und der Schmerz nicht ständig präsent.
Deine Stimmung wird positiv beeinflusst, weil du etwas schönes vor dir hast , was du mit ihm teilen kannst.
Leider dauert es wirklich lange, bis man ein wenig darüber hinweg kommt, aber du kannst ja entscheiden, wie lange du mitkämpfst. Auch wenn du schnell verziehen hast, heisst noch lange nicht, dass du es ihm leicht machst weiter ein Teil deines Lebens zu sein.
Das erste Jahr nach dem Geständnis, dass er eine zwei Jahre dauernde Affäre hatte,war ich wie eine Marionette die an einem seidenen Faden hängt, immer kurz vor dem Zusammenbruch. Nur der Umstand, dass ich nach aussen hin funktionieren wollte, hat mich nicht kaputt gemacht.
Jetzt sind es bald drei Jahre her und ich weiss immer noch nicht warum warum warum er uns nicht die Chance gegeben hatte unser gemeinsames Leben gemeinsam zu gestalten.
Warum,er so gehandelt hat? er weiss es nicht, er sagt es nicht,
er weiss nur, dass er es zutiefst bereut und wenn er könnte, würde er die Zeit zurückdrehen und alles anders machen.
Trotzdem, kann er nicht sagen warum??????????????? und ich denke immer wieder, warum ??? kann er mir das nicht sagen, was steckt dahinter??????
Ich wünschte mir, ich könnte das verstehen was in einem Menschen vorgeht, der eine Nebenbeziehung hat, da raus will, und es nicht beendet.
liebe Grüsse Gamby
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01.11.2007, 13:17Inaktiver User
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
Du fragts nach dem Warum?
Unter Umständen gibt es da keine Antwort drauf. Vielleicht hätte er es auch gemacht, wenn bei euch alles in bester Ordnung gewesen wäre.
Wer weiß das schon?
Ich denke, es ist wichtig zu erfahren, dass das eben auch dein Mann ist. Ein Mann, der eben nicht so gefestigt durch Leben läuft und bestimmte Dinge für sich ausschließen kann.
Er ist eben anders als du erhofft hast.
Ich denke, dass du umdenken musst.
Du solltest ihn anders sehen , eure Beziehung anders sehen und dich fragen, ob ihr beide nicht noch etwas anderes habt als sexuelle Ausschließlichkeit was euch so zusammen hält, dass eine Affäre eurer Beziehung nichts antun kann.
Ich weiß nicht ob du das kannst, da du ja unter anderen Voraussetzungen die Bindung mit deinem Mann eingegangen bist.
Es wäre einen Versuch wert, der Versuch diese Geschichte zu entmysthifizieren und dich zu fragen: lohnt es sich mir deshalb mein Leben zu versauen?
Man schafft das: ich habe mit 30 auch so reagiert. Heute sehe ich es gelassener. ich weiß dass eine Affäre meinem Mann und mir nichts antun kann. Hätte er eine würde ich es nicht wissen wollen.
Bzw. nur dann wenn es das Ende unserer Liebe bedeuten würde. Aber ich bin mir sehr sicher, dass er keine Bessere findet als mich :-))!
LG
Frieda
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01.11.2007, 18:47
AW: Warum, warum, warum, warum,warum......
@feliz
frieda schreibt:
das sehe ich auch so.Du fragts nach dem Warum?
Unter Umständen gibt es da keine Antwort drauf.
aber fangen wir doch mal mit dem umdenken an. gehen wir davon aus, ein wunder geschieht, und du wüsstest den allertiefsten grund. was wäre dann anders?
die verzweiflung und die wut wäre damit noch lange nicht bewältigt. die warum-frage führt nur zu grübelzwängen und bringt dich im verzeihungsprozeß keinen schritt weiter. ganz bewußt nenne ich verzeihen einen prozeß, an dessem ende der innere frieden steht, und ich sehe nicht, dass du diesen prozeß schon abgeschlossen hast. auch wenn du sagst: "ich habe ihm schnell verziehen". das hast du noch lange nicht.
auch bist du böse auf das schicksal, das leben, das dir das antut. "warum" ist auch die frage nach der schuld und die typische opferfrage, verbunden wahrscheinlich mit der opferrolle. das wäre dann das "sich im schwarzen loch einrichten".
ich kann dich gut verstehen und du hast mein mitgefühl. achte auf dich. mach sachen die dir gut tun. ich könnt mir auch gut vorstellen, dass das jetzt etwas sein muss, das nichts mit ihm zu tun hat. manchmal geht verzeihen beser in der distanz.
lass dich drücken
bifi
"Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947
Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmtAristoteles - Griechischer Philosoph
"Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi


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