Liebe BriCom,
nachdem ich ein bisschen hier rumgestöbert habe, habe ich beschlossen doch meine Gedanken hier rein zu stellen.
Ich möchte es kurz wie möglich darstellen.
Ich bin seit gut 7 Jahren Geliebte eines verheirateten Mannes.
Wir - auch wenn es Andere anders sehen - wissen dass wir für den anderen DIE GROßE LIEBE sind.
Oft genug haben wir, allerdings nur aus Vernunftsgründen, versucht uns voneinander zu trennen.
In den sieben Jahren wurde er 2003 für ursprünglich 4 Jahre ins Ausland versetzt, blieb aber "nur" 2 Jahre. Er ging mit Familie dahin (Frau und 2 Kinder),
nichtsdestotrotz haben wir uns sehr regelmäßig gesehen und sind mind. 2x im Monat über die Kontinente zueinander geflogen, wobei er derjenige war der meist kam. Manchmal auch nur für einen Tag.
Wir sehen uns sehr oft, wir verreisen ca. 2x im Jahr für ein paar Tage zusammen, wir telefonieren täglich. Aber wir verbringen wenig Nächte miteinander.
Alle Gefühle die man als Geliebte haben kann habe ich erlebt.
Einsamkeit, Alleinsein, Trauer, Wut, Verzweiflung, selbstquälerische er benutzt mich nur und und und.
Ich kann nicht mehr, weil ich mir sicher bin, dass es nie einen Weg für uns geben wird. Von seiner Seite ist überhaupt keine Bereitschaft, wenigstens mal mit seiner Frau - zumal sie Familien und Ehetherapeutin ist - zu sprechen und eine Lösung zu finden.
Ich will ihm nicht weh tun und auch seine Familie nicht zerstören aber immer öfter denke ich der einzige Weg um das wirklich zu beenden, ist ihr mal eine email zu schreiben und alles zu sagen. Sie wird ihm das verzeihen.
Freue mich über jeden konstuktiven Gedanken zu diesem Thema.
Vielleicht noch zu meiner Lebenssituation. Ich bin geschieden und lebe mit meinen drei Söhnen 18/17 und 11. Er geht hier ein und aus und hat die Rolle eines Stiefvaters. Wir waren auch schon alle gemeinsam verreist und die Kinder akzeptieren ihn. Er ist ab und an ihr Ansprechpartner wenn Sie Nöte haben und er kümmert sich auch materiell um sie.
Herzliche Grüße
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 35
Thema: Wäre das ein Weg?
-
29.08.2007, 17:59
Wäre das ein Weg?
-
29.08.2007, 18:31
AW: Wäre das ein Weg?
Hallo Tigress,
erstmal ein
für dich.
Was bist du für eine starke Frau, dass du das alles auf so eine lange Zeit mitmachst. Hast du nie konkrete Forderungen an ihn gestellt? Ihm mit Verlassen gedroht, wenn er sich nicht zu dir bekennt? Er führt mit dir nicht nur eine Affäre, er führt ein richtiges Doppelleben und das alles mit deinem Segen. Hut ab!
Wie begründet er das denn, das er seine Frau nicht verlässt? Darf ich raten? Es sind die Kinder (dümmste Ausrede mit bester Wirkung).
Ich verstehe deinen Wunsch, seine Frau endlich mal einzuweihen. Aber du gehst natürlich die Gefahr ein, das er sich dann von dir trennt. Wenn du in Zukunft auf ihn verzichten kannst, dann mach es. Erzähl seiner Frau was los ist. Oder noch besser: Lass dich von ihr therapieren!
Aber hast du wirklich das Gefühl sie würde ihm verzeihen und weiterhin mit ihm zusammenbleiben? Wenn diese Ehe offensichtlich so fest ist, das kein Einfluss von aussen sie zerstören kann, dann zieh dich zurück. Mach dich frei für einen neuen Mann, der dir das Gefühl der Ausschliesslichkeit gibt.
Mal ganz unter uns gesagt: Kannst du ihr nicht mal hintenrum einen Wink geben? Also das nicht unbedingt rauskommt, dass du es warst? Alleine schon deshalb, damit sie schnellstmöglich mit einer Eigentherapie ansetzen kann!Lg Mondfisch
Die schöne Dame auf meinem Avatar ist Madame de Montespan und sie war lange Zeit die Mätresse des Sonnenkönigs...
* * * * *
Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib Acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.
Friedrich Nietzsche
-
29.08.2007, 18:32
AW: Wäre das ein Weg?
Zitat von Tigress
Wenn ich dich richtig verstehe, würdest du das gerne IHR schreiben?
Warum ihr und nicht IHM?
Was würde es für dich ändern wenn du ihr geschrieben hättest?
DU lebst dieses Leben und DU hast über Jahre dieses System gestützt.
Wenn du damit nicht mehr leben kannst, wird es Zeit, dass DU dein Leben änderst.
Was hier sicher leicht geschrieben ist, denn du lebst dieses Leben schon lange. Hast viel Gefühl investiert und hier ist vieles gewachsen, was schwer wieder loszulassen sein wird.
Aber wenn DU nicht mehr kannst, dann wird es Zeit etwas zu ändern.
Ich wünsch dir den Mut und die Kraft dafür.
Liebe Grüße
HospitumRassismus ist eine "Geisteskrankheit", gegen die alle Kinder von Geburt an immun sind - bis die Erziehung beginnt ....
-
29.08.2007, 18:33
AW: Wäre das ein Weg?
Ich fass es nicht!
Zitat von mondfisch
TabeaBis auf Weiteres a.D.
-
29.08.2007, 18:47Inaktiver User
AW: Wäre das ein Weg?
Könnte es nicht sein, dass sie es sogar weiß und duldet?
Das sie es sogar zusammen ausgemacht haben?
Als Therapeutin wird sie doch wahrscheinlich gute Antennen in Bezug auf Menschen haben. Und es zumindest ahnen.
Hast du dann jemals Chancen?
Ist es das Leben wie du es führen willst?
-
29.08.2007, 18:53Inaktiver User
AW: Wäre das ein Weg?
[QUOTE=Tigress]aber immer öfter denke ich der einzige Weg um das wirklich zu beenden, ist ihr mal eine email zu schreiben und alles zu sagen. Sie wird ihm das verzeihen.
Unsinn, Tigress. Was hat sie damit zu tun? Wieso soll sie etwas verzeihen müssen? Wieso soll die Frau sich den Schlag ins Gesicht abholen, dass ihr Mann seit 7 Jahren eine Geliebte hat? Weil sie Ehe-und-Familientherapeutin ist und das deiner Meinung nach deshalb gut abkönnen muss, oder wie denkst du dir das?
Wenn du die Affäre beenden willst, dann tu es. Ohne Fisimatenten. Das Zauberwort, das den Knoten löst, ist ein schlichtes NEIN zu etwas, das dir nicht guttut. Entweder du willst dein Leben ändern - oder du willst es nicht. Du bist erwachsen und ganz sicher in der Lage einen Schlusstrich zu ziehen, wenn du WIRKLICH nicht mehr kannst oder willst. Dazu brauchst du nicht die Hilfe der Ehefrau. Ganz ehrlich, ich kriege Wut, wenn ich sowas lese.
Trotzdem LG
NugatGeändert von Inaktiver User (29.08.2007 um 18:58 Uhr)
-
29.08.2007, 19:06Inaktiver User
AW: Wäre das ein Weg?
Hallo Tigress
Ganz nüchtern gesehen wäre es schwach von dir seiner Frau etwas zu stecken gleich in welcher Form du das tun möchtest . Was willst du damit bewirken ? . Hast du keine Lust mehr auf die Situation dann zieh dich zurück nimm deinen Hut und trenn dich von ihm mit den daraus entstehenden Nachteilen , oder Spiel eben mit und zieh deinen persönlichen Nutzen aus der Geschichte . Die beiden haben mit der Sache überhaupt nichts zu tun da er dir ja nie versprochen hat sich zu trennen und du wohl wusstest das du die Affäre also die Zweitfrau bist . Das war wohl die Vereinbarung von Anfang an die ihr hattet " Verträge " sind nunmal dazu da sich daran zu halten .
-
29.08.2007, 19:15Inaktiver User
AW: Wäre das ein Weg?
verträge in liebesdingen...
weniger schmerzhaft wird der abschied bestimmt nicht für dich (und sie), wenn du es ihr stecken solltest. achte da auf dich.
schlammschlachten verletzen oft mehr als ein stilles ende.
das meinte ich: was bringt es dir überhaupt es ihr zu stecken? die kleine hoffnung sie würde ihn daraufhin verlassen? er würde dann zu dir kommen?
ich denke kaum so würde es enden, eben da sie es wohl schon ahnen wird. und keine konsequenzen passiert sind.
erspare dir diese demütigung.
-
29.08.2007, 19:16
AW: Wäre das ein Weg?
Als Therapeutin wird sie doch wahrscheinlich gute Antennen in Bezug auf Menschen haben. Und es zumindest ahnen.
Man sollte es nicht glauben - aber Therapeuten sind Menschen wie Du und ich. Die haben auch nicht das zweite Gesicht oder so.
@ Tigress,
mir ist ehrlich gesagt der Sinn der von Dir angedachten Aktion noch nicht klar. Willst Du, dass SIE für Euch bzw. Dich handelt?
Prijon
-
29.08.2007, 19:22Inaktiver User
AW: Wäre das ein Weg?
prijon,
ich habe eben weil es wohl etwas unverständlich war nochmal geschrieben was ich damit meinte.
aber ich hätte als ehefrau die mit dem ehemann zusammen lebt, auch wenn ich kein zweites gesicht habe, auch wenn ich keine auf menschen geschulte therapeutin bin, schon ein komisches gefühl wenn mein mann seit sieben jahren, alle zwei wochen eine andere person trifft, mit einer anderen person in urlaub fährt.
ich wäre wahrscheinlich wohl aber auch zu neugierig, würde wissen wollen wie es meinem mann so geht.


Zitieren
