gibt es sowas, dass zwei einfach nicht zusammen passen? Oder reicht dann die liebe nicht?
hochexplosiv bin ich. nach aussen hin spröde, innerlich nach anerkennung lechzend. seit drei jahren mit meinem freund zusammen. ich will nestwäre, er freiheit. ich klammere, er rudert sich meistens frei.
ja, ich hab ein geringes selbstwertgefühl - den eltern sei dank (kein schuldabschieben...), die nur mit sich selber beschäftigt waren und zu denen ich und mein bruder keine persönliche, tiefe beziehung haben. Ja, ich bin schnell eifersüchtig, fühle mich schnell vernachlässigt, dreh mich in einer gedanken- und wutspirale hoch, gelassenheit fällt mir schwer. am schlimmsten das gefühl eventuell verarscht worden zu sein, nicht ernst genommen zu werden. das leben lässt sich nicht kontrollieren, aber ich versuche es trotzdem.
er hat mich geöffnet, hinter meine maske geblickt. seitdem bin ich auf der suche - am liebsten nach DER wahrheit, die es nicht gibt, sondern nur die eigene wahrheit. will alles richtig machen - manchmal mehr für andere als für mich. wie auch immer - die kluft zwischen meinem kopf und meinen gefühlen scheint immer grösser zu werden. ich schein soviel gelernt zu haben, wir sind super analytiker zusammen. ich weiß, dass ich für mich selber sorgen muss, dass das keiner für mich abnehmen kann, dass ich für mich verantwortlich sein muss - aber das was passiert ist, geht das doch nicht zu weit?
mein freund hat selber schon kinder aus einer längeren beziehung vor mir (ich noch keine, ein unsicherer thema für mich). mit dieser frau hat er auch just nochmal ein betterlebnis gehabt - just in der zeit, als ich so doll in ihn verliebt war und wir einen monat später zusammen kamen. mich verletzt sowas, für ihn hat das nichts miteinander zu tun. wie auch immer, es fällt mir schon schwer, diese frau immer in der nähe zu wissen - sie wohnt nicht weit entfernt und durch die kinder haben sie täglichen kontakt. immer gibt es was zu besprechen und auch so sind sie gut befreundet und erzählen sich ihr tagesgeschehen.
schon immer hab ich ihm vorgeworfen, sich von ihr nicht genug distanziert zu haben. er aber will sich nicht vorschreiben lassen mit wem er befreundet sein darf, wie er seine zeit zu verbringen hat, wem er was erzählen darf etc. es bedrückt mich tatsächlich zu sehen, wie nah sich die beiden sind.
seit diesen frühling hat sich alles verschlimmert. er hat nie abgestritten, sie noch attraktiv zu finden, aber nun begehrt er sie regelrecht. als sie vor zwei wochen beach-volleyball spielen waren , kam er mit vielen fotos von ihrem halbnackten körper wieder... aber nicht nur das: er hat ihr von seinen wünschen erzählt und sie würde auch gerne wieder mit ihm schlafen. es geht hier um sex, denn zumindest er will nicht mehr mit ihr parnterschaftlich verbunden sein.
aber ich bin entsetzt - schon immer bereitete mir ihre präsenz problem und sie haben doch schon soviel, woran ich nicht rankomme (ich weiss, vergleichen soll man nicht, aber ich komme da nicht raus) - und jetzt auch noch das... was bleibt da an verbindung für die partnerschaft?
noch ist nichts passiert. in einem demütigenden gespräch konnte ich ihn gerade so auf ein paar tage festnageln, von denen ich weiß, dass zwischen ihnen nichts passieren wird.
er weiss dass es mich verletzt und er will mich nicht extra verletzten - aber er will auch nicht sein einziges leben meinen ansprüchen unterordnen. in solchen momenten stelllt er immer wieder das prinzip partnerschaft in frage, was ihn das alles bringen soll, wenn es ihn eh nur einschränkt.
ja, seit einiger zeit stecken wir fest, stagnieren, hängen zuviel aufeinander rum. ich gewinne daduch scheinbare sicherheit, weil er ständig bei mir ist, aber auch unsicherheit, weil ich merke, wie unglücklich er wird. ja, ich bin schon sehr eifersüchtig, nicht nur auf diese dame sondern auch misstrauisch jeder anderen frau in seiner bekanntschaft gegenüber. mag nur folgerichtig sein, was jetzt passiert. er ist sogar bereit für eine paartherapie. aber wir haben schon soviel analysiert, soviel erkannt, er will sich nicht ändern, ich versuche es und schaffe es nicht - wir stecken in verflixten partnermechanismen fest. er sagte noch, so wie es jetzt läuft, wird es nicht mehr lange halten.
wie es mir geht? ich bin unendlich traurig... ich suche nach einem dritten weg - den, ihn zu "behalten" ohne verletzt zu werden. ich wünschte ich könnte die lebensphilosophie fühlen und leben, dass das, was mein partner während der zeit macht, die nicht mir mir zusammen ist, egal ist und nur den augenblick geniessen, den wir zusammen haben und mich daran freuen, dass er in diesem augenblick mit mir zusammen sein will. es kommt mir so richtig vor. aber ich stehe gefühlsmäßig ganz wo anders.
bestimmt bin ich nicht die einzige, der er es so geht. was haben solche situation mit euch gemacht?
verzeifelte grüße von finga
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 15
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28.06.2007, 14:11
richtig oder falsch - für wen?
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28.06.2007, 14:50
AW: richtig oder falsch - für wen?
Liebe Finga...
Zitat von finga
Du wünscht Dir gerade, daß Du es schaffen mögest, Dich so zu verbiegen, daß Du noch mit ihm "zusammensein" kannst.
Du wünscht Dir, daß Du Deine "Veranlagung zur Monogamie" kastrieren kannst.
Du wünscht Dir, es immer besser zu lernen, daß die Menschen die Du liebst, Dich wie Dreck behandeln können.
Du wünscht Dir noch mehr die Fähigkeit, sehr viel investieren zu können, damit ein kleiner Brocken für Dich abfällt.
und alles dafür um in diesem Beziehungskonstrukt bleiben zu können... Du schreibst er habe Dich geöffnet, könne Dich besser verstehen (so habe ich es verstanden) als Du jemals von Deinen Eltern verstanden worden bist. Wäre dem wirklich so, würde er sich anders verhalten.
Er hat jemanden gefunden, von dem er die Sahne abkratzen und den Rest liegenlassen kann, weiß von Dir, daß Du irgendwie "abhängig" bist und Dich wohl nicht wirklich zur Wehr setzen wirst.
Was kannst Du tun?
Du kannst ihn nicht ändern, seinen Wunsch nach sexuellen Kontakten wird er wohl nicht aufgeben. Du möchtest eine monogame Beziehung? Loyalität? Dann wirst Du in Dich hören und schauen, was es mit Dir macht... und vielleicht rüttelt Dich der Schmerz auf! Er ist nicht falsch, er zeigt Dir, was für Dich falschläuft und dann wirst DU aktiv werden müssen.
Und Du kannst Dich dann vielleicht lösen von jemandem, der Dich wissentlich verletzt. Wirst es aufarbeiten (müssen), schließlich ist Dein Anteil daran, daß Du Dich abhängig gemacht hast von ihm und klammerst... Das gibt jemandem, der es im negativen Sinne ausnutzt, sehr viel Macht über Dich. Ich hoffe Du lernst, Grenzen zu setzen "bis hierher und nicht weiter" und auch dafür einzustehen....
Ihm schlicht zu sagen, daß Du es nicht erträgst und trotzdem bleiben macht Dich unglaubwürdig und Du machst Dich immer kleiner.
Du bist ein Mensch der etwas wert ist! Sei DU der erste Mensch, der das sieht, und löse Dich von Menschen, die Dir einreden oder durch ihr Handeln vermitteln, daß man getrost auf Dir herumtrampeln darf! Ich habe den Eindruck, daß Du professionelle Hilfe gut gebrauchen könntest... hast Du sie schon bekommen und meinst, es ändert eh nichts? Dann suche Dir eine neue Therapeutin.
Das was Du als Kind nicht bekommen hast liegt als tiefe Sehnsucht in Dir vergraben, das geht allen Menschen so... und gerade aus "kälteren" Elternhäusern kommende Menschen klammern sich oft an die Liebe zum Partner und lassen nicht los, selbst wenn sie emotional vor die Hunde gehen... Ich hoffe, daß Du an den Punkt kommen kannst: MIT MIR NICHT MEHR!!!
heißt in dem Falle höchstwahrscheinlich Trennung, Ent-täuschung, Kummer, Tränen... aber diese Zeit kannst Du auch im positiven Sinne betrachten, Du investierst sie für Dich und Deine (emotionale) Zukunft...
Schau in Dich was Du Dir wirklich wünscht von einer Partnerschaft, schau was Du hast und steh für Deine Wünsche ein... Treue und Loyalität sind keine überzogenen und altbackene Eigenschaften, wenn Du es so bei ihm nicht findest gehst Du vor die Hunde, wenn Du Dich immer weiter beschneidest.
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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28.06.2007, 15:25
AW: richtig oder falsch - für wen?
sie haben mir letztendlich gezeigt, wie verzweifelt ich bin und dass ich etwas für mich tun muss.
Zitat von finga
und dass es nichts bringt, mich jemand anderem zuliebe so zu verbiegen, denn - so paradox es klingt - fordert geringschätzung und respektlosigkeit nur noch mehr heraus.
letztendlich ist die schwerste erkenntnis, dass gerade die von dir selber ausgesuchte quelle die grundfalsche ist, und du dir mit dem festhalten daran, aus angst vor verlust dieses klitzekleinen fünkchens daran klammerst, selber sehr schadest.
aber - das loslassen kann man lernen und es ist sehr befreiend, weil es selbstbestimmt ist und es dich aus der macht- und hilflosigkeit entlässt. niemand hat das recht, so mit dir umzugehen. du kannst nicht verhindern, dass manche menschen soetwas versuchen, sie lassen sich nicht verändern. aber du kannst und darfst nein sagen, wenn du das nicht willst.
wenn jemand dann mit dir bricht, dann ist er deiner liebe nicht wert.
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28.06.2007, 15:32Inaktiver User
AW: richtig oder falsch - für wen?
Liebe Finga
Lies dir genau durch, was Woltera geschrieben hat. Sie hat recht.
Ich würde dir keine Paartherapie, sondern eine Einzeltherapie empfehlen.
Wenn man sich selbst zuviel analysiert, kann man einen Tunnelblick bekommen. Such dir jemand, der dir professionell helfen kann.
Noch eine Frage: Woher kennst du denn die ganzen Details mit der Ex? Hat er dir erzählt, dass sie wieder mit ihm schlafen will oder hab ich da was falsch gelesen?
Und zu der ersten Frage: Ja, es gibt Leute, die einfach nicht zusammen passen. Dann muss sich einer vielleicht verbiegen. Und wenn er das nicht schafft, hat das bestimmt nichts damit zu tun, dass die Liebe nicht reicht.....
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28.06.2007, 15:34
AW: richtig oder falsch - für wen?
hallo woltera,
danke für deine antwort. sie ließ wieder die tränen laufen.
ja, in vielem magst du richtig liegen: ich lasse mich gerne "verbiegen", weil ich mir selber so unsicher bin. ich setzte nicht gerne grenzen, weil ich jedes bisschen zuneigung mitnehmen möchte und meine angst vor verlust viel größer ist.
ich bin selber kein unschuldslamm, hab auch schon meinen ex-freund betrogen - wenn auch nach wirklich vielen jahren des zusammenseins, was mich aus dem dornröschenschlaf der total stagnierenden beziehung geweckt hat. irgendwie scheine ich was an mir zu haben, das partnerschaften immer wieder zu bruder-schwester-beziehungen werden lässt.
der schmerz gerade ist riesig, nur meine abhängigkeit ist noch größer. und doch könnte ich dir eine riesen latte an eigenschaften von ihm aufzählen, die alles (noch) aufwiegen.
eine grenze zu setzen, mit ihm schluss zu machen und zu sehen, wie er wieder mit seiner ex anbändelt, hat etwas derart erniedrigendes für mich, dass ich mir dieses eingeständnis an versagen nicht geben will.
ich finde treue und loyalität was wunderschönes (aber auch langweilig?)- aber die realität (und die beiträge hier) zeigen mir, dass es eher die ausnahme zu sein scheint.
vieles von der philosophie meines freundes erscheint mir so richtig - nicht ihm zu liebe, sondern mir zu liebe.
woher nimmt man sich das recht, jemanden ganz für sich alleine haben zu wollen? was berechtigt einen, ansprüche auf eine andere person zu haben?
wieso muss ich immer alles auf mich beziehen? es muss ja nix mit mir zu tun haben, wenn er auf andere frauen neugierig ist. oder doch?
(ok, dass mit seiner ex ist mir auch zu heftig, aber hier solls erstmal um das allgemeine gehen)
meine sehnsüchte um exklusivität wurden immer wieder enttäuscht. mit dieser philosophie würde ich soviel besser fahren - offen für das leben, egoistischer und trotzdem tiefe beziehungen möglich. deswegen würde ich mich gerne verbiegen - nicht für ihn, sondern als besseren schutz für mich.
lieben, traurigen gruß
finga
ps: bin schon in gruppentherapie. geht nicht voran, sehe aber auch nicht, was weiteres gequatsche helfen soll. ist ein anderes thema.
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28.06.2007, 15:54
AW: richtig oder falsch - für wen?
zitat von Chrissiebabe234
"letztendlich ist die schwerste erkenntnis, dass gerade die von dir selber ausgesuchte quelle die grundfalsche ist, und du dir mit dem festhalten daran, aus angst vor verlust dieses klitzekleinen fünkchens daran klammerst, selber sehr schadest."
das genau ist die krux - wie oft wurde mir schon gesagt, dass ich was für mich tun soll. aber das beste was mir einfällt, ist die präsenz meines freundes, der mir die meiste zeit wirklich gut tut.
woher ich die details kenne? zuerst fiel mir vor so drei, vier monaten auf, dass sein sexuelles interesse immer weniger wurde. als ich ihn dann zur rede stellte, gab er zu seine ex immer noch körperlich interessant zu finden. schließlich gab es immer mehr kleine begebenheiten, die sich zu einem bild zusammen gesponnen haben. die fotos waren der letzte rest. als ich ihn dann "verhörte" sprach er all meine vermutungen aus... wie er richtig ahnte, komme ich mit der wahrheit nicht zu recht (so a la, besser im geheimen betrogen....ätz...) - da sie zu seinem/unseren freundeskreis dazu gehört, werde ich ihr immer wieder begegnen.
er sieht die wahl zwischen mir (= unfreiheit, überwacht werden, rechtfertigen, wo man was warum mit wem gemacht hat) und ihr (= ab und zu mal sex, ansonsten selbstbestimmtes leben). stelle ich ihn vor die wahl, wird er sich für letzteres entscheiden, wie schon oben angedeutet, dass er keine zukunft sähe, so wie es momentan läuft...
warum ich ihm nicht den laufpass geben kann? meine vorherige beziehung war unglaublich oberflächlich. schon in den ersten gesprächen mit ihm stellte er die "richtigen fragen" - kam an seiten von mir heran, die ich so nicht kannte, blickte ganz tief. aber er schützt sich selber gut genug, dass er jede manipulation des anderen ihm gegenüber sofort erkennt und bei einem streit verweist er damit immer auf den anderen. was ich auch bereitwillig mitmache, was mich aber auch wirklich weiter gebracht hat. so jemanden wie ihn habe ich noch nie kennengelernt...
kann mich kaum von ihm fernhalten, schon der kontrolle wegen. es ist erniedrigend, aber die verlustangst ist größer. schöner mist.
gruß
finga
ps: wenn noch nicht mal sex die partnerschaft exklusiv macht, was dann??? viel zeit, besondere nähe, ein wohnort, etc?
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28.06.2007, 18:13
AW: richtig oder falsch - für wen?
Liebe Finga...
Zitat von finga
weiß gar nicht wo ich anfangen soll...
ich empfinde das was Du von Eurer Beziehung schreibst als sehr sehr einseitig. Du läßt ihn in Deiner Seele spazierengehen, und er darf hier und da gerne mal hintreten, läßt es aber andererseits nicht zu, daß Du "an ihn herankommst"
Es erscheint in meinen Augen so, als sei er für Dich eine übergeordnete Instanz, unantastbar... Eine gute Beziehung beruht auf gegenseitiger Akzeptanz, Respekt den anderen ernstnehmen mit seinen Wünschen, Gefühlen und auch dem was unbequem ist. Das sehe ich von seiner Seite in keinster Weise auch nur annähernd erbracht. Und Deine Seite ist die kleine abhängige unfähig aufzustampfende Rolle...
Ich prognostiziere, daß er irgendwann genug von der Klammerei hat und Dich liegenläßt auf Deinen Knien.
Weißt Du, es wird immer Situationen geben, wo wir verletzt werden können, wo unser Vertrauen mißbraucht wird und es einfach nur verdammt wehtut. Auch wir verletzen, wenn auch nicht so systematisch wie Dauerfremdgänger oder so Kanditaten wie Dein "Freund" so rüberkommt...
Zu sich stehen heißt, eigene Wahrnehmungen und Gefühle ernstzunehmen. Du fühlst Dich nicht gut in der Beziehung. Deine Maßstäbe und Wünsche so zu vergewaltigen, daß sie beziehungskonform sind, ist ein Weg, der Dich unter die Bodendecke treiben wird.
Das Leben scheint offener geworden zu sein. Du kannst überall Sex haben, offene Beziehungen werden als die einzig wahre Lebensform propagiert, man müsse nur psychisch weit genug entwickelt sein, dann könne man/frau die höhere Form genießen und bräuchte sich nicht mehr abkrampfen mit der Monogamie.
Wenn es so ist, daß es für andere gut geht kannst Du es für die anderen akzeptieren und Dich freuen, daß es so viele Möglichkeiten gibt, Beziehung zu führen. So sehe ich es inzwischen. Aber Du kannst kaputtgehen, würdest Du Dir diese Form überstülpen, die nicht Deine Größe hat. Sie paßt nicht, es zwickt, tut weh, ist unbequem und scheuert die emotionale Haut auf... nicht alles tut allen gleich gut! und das ist in Ordnung so.
Wer sexuelle Freiheit (was andere Sexpartner angeht) innerhalb der Beziehung braucht, braucht dann einfach einen Partner, der das genauso leben möchte... ansonsten paßt es nicht. Wer es nicht kann, soll es lassen. und lassen dürfen ohne sich minderbemittelt zu fühlen.
Was Du vorhast, wird Dich noch kleiner machen, ich wünsche Dir Mut für Dich einzustehen... Wahrscheinlich läuft es auf einen cold turkey hinaus, wenn er genug von Dir hat.
Paß gut auf Dich auf, laß Dich nicht zugrunde richten und vor allem: tu es nicht selbst.
etwas hilflos
WolteraDas Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!
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28.06.2007, 18:29
AW: richtig oder falsch - für wen?
...ich drücke Dich erst mal ganz doll - kann Dich so gut verstehen!
Du fragst, was die Partnerschaft exklusiv macht? Schwierige und sicher nicht allgemeingültig zu beantwortende Frage!
Und für jedes Paar gilt vermutlich etwas anderes. Für mich ist das wichtigste, dass BEIDE eine exklusive Partnerschaft wollen. Ob das köperliche Treue einschließt oder "fremde Haut" erlaubt ist, bleibt Vereinbarungssache zwischen den beiden.
Ganz wichtig scheint mir aber zu sein, dass es einen "Innenraum" des Paares gibt, etwas, das sie so mit keinem anderen teilen. Also der Grad der Intimität (was nicht notwendig nur sexuelle Intimität bedeuten muß) muß deutlich unterscheidbar sein, von allen anderen Beziehungen. Wenn das nicht der Fall ist, kommt Beliebigkeit ins Spiel, wenn ich alles mit allen teilen möchte, weshalb sind wir dann ein Paar?
Ich kann Dir nur raten, bleib bei Dir, höre auf Deine Wünsche, Deine Bedürfnisse und ordne sie nicht seinen unter - Du wirst damit nicht langfristig glücklich werden!
und lies Dir nochmal in Ruhe durch, was Du da geschrieben hast - es erschreckt mich, wie klar Du seine Manipulationen durchschaust und Dich dagegen nicht wehrst!!!aber er schützt sich selber gut genug, dass er jede manipulation des anderen ihm gegenüber sofort erkennt und bei einem streit verweist er damit immer auf den anderen. was ich auch bereitwillig mitmache, was mich aber auch wirklich weiter gebracht hat. so jemanden wie ihn habe ich noch nie kennengelernt...
tangochicaMan muß die Welt nicht verstehen, man muß sich nur in ihr zurecht finden.
Albert Einstein
Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.
(Carl Gustav Jung, 1875-1961)
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28.06.2007, 18:31
AW: richtig oder falsch - für wen?
...Woltera, Du warst nicht nur schneller als ich, Du hast es auch viel besser ausgedrückt!
1000 Prozent Zustimmung!Man muß die Welt nicht verstehen, man muß sich nur in ihr zurecht finden.
Albert Einstein
Denken ist schwer, darum urteilen die meisten.
(Carl Gustav Jung, 1875-1961)
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29.06.2007, 22:52Inaktiver User
AW: richtig oder falsch - für wen?
Liebe Finga, ich erkenne mich in der Beschreibung deiner Person und deiner Muster sehr wieder. Und ich fühle mit dir, denn es ist sehr schmerzhaft, was du erlebst.
Zitat von finga
Aber auch eine große Chance, dir das alles genau anzuschauen und Stück für Stück zu durchbrechen.
Vor allem kenne ich diese Eifersucht.
Du schreibst, es wäre erniedrigend für dich, wenn du dich trennst und er wieder mit seiner Ex anbändelt.
Punkt ist aber, er bändelt schon an. Er macht es auch offen vor dir, leugnet seine Wünsche ja nicht. Könnte man hoch halten, diese Ehrlichkeit. So wie du aber eure Beziehung beschreibst, ist das für mich nur ein weiteres Indiz seiner Manipulation. Ich finde dies dir gegenüber ein sehr erniedrigendes Verhalten.
Denn hätte er dich wirklich gern und würde er deine Eifersuchtsgefühle, dein mangelndes Selbstwertgefühl verstehen können, wäre sein Verhalten anders. Er würde sich entweder jetzt sofort trennen wegen der anderen, oder er würde dir treu bleiben wollen.
Ich habe eine solche Erfahrung auch gemacht und habe viel Demütigungen hingenommen, weil ich genau damit - mit dieser Eifersucht - manipuliert wurde. Die Rechnung ging für ihn auch lange auf, denn ich wurde dadurch immer abhängiger, habe die Fehler immer wieder bei mir gesucht, mich verbogen.
Meines Erachtens steht dir eine viel größere Erniedrigung bevor, wenn du bleibst und weitermachst. Spätestens dann, wenn er mit seiner 'Ex' wieder im Bett landet und sich dort beweisen kann, was für ein toller Hecht er ist.
Für mich ist dieser Mann ein großer Narzist.
Witzigerweise suchen gerade wir Frauen mit schwachem Selbstbewußtsein und dem daraus resultierenden großen Wunsch nach Exklusivität solche Männer, die uns genau das nicht geben.
Diese Spannung, das damit verbundene Leid, sind die Gefühle, die wir kennen und immer wieder suchen.
In der Homöopathie mag das Prinzipe Gegengift wirken, mit der Seele ist das eine andere Sache.
Aber ... alles braucht seine Zeit - wenn du Muse hast, kannst du im Strang 'Wohin mit der Wut' darüber lesen.
Wichtig finde ich für dich auf alle Fälle Unterstützung, Menschen und Dinge, die dich stärken. Ich kenne deine Therapiegruppe nicht, aber an deiner Stelle würde ich dort kein Blatt vor den Mund nehmen und genau über dieses Thema sprechen.
So schwach, wie du dich im Moment fühlst, gibst du ein prima Lehrstück für den 'Herr und Meister' ab. Gönne ihm das nicht - er ist nur halb so groß und nur halb so gut für dich, wie du denkst.
Du hast etwas Besseres verdient, jemand der auf deinen Ängsten nicht herumtrampelt, sondern der diese respektiert und dich schützt.
Kopf hoch - und versuche ein bissel Wut zu motivieren. Würde dir jetzt gut stehen
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Gibt es nicht vielleicht ein paar Männer, die dir auch gefallen und wenn du einfach mal in's Kino gehst, in einen guten Film mit einem guten Hauptdarsteller. So ein kleiner Ausflug kann schon mal helfen zu sehen, daß die Erde keine Scheibe und dein jetziger Freund nicht der Messias ist.
Ich wünsche dir alles Liebe und ... Kopf hoch ... es wird!
Julifrau
Du bist nicht 'falsch', weil du Exklusivität willst.


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