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  1. Inaktiver User

    Probleme mit Monogamie

    Hallo liebe BriCom,


    Vor einigen Wochen hatte ich hier schon mal ein Thema eröffnet (unter Sexualität) und hab dort sehr hilfreiche Denkanstöße bekommen.. vielleicht kann und mag jemand zu meinem aktuellen Dilemma auch was schreiben.
    Heute sieht die ganze Sache mit der Beziehung nämlich schon wieder ganz anders aus als noch vor ein paar Wochen, ich hab nämlich jemanden kennengelernt und mich furchtbar verschossen.
    Wird man sich vielleicht denken, das ist ja nichts besonderes.. nur, dass mir das immer und in jeder Beziehung passiert, die ich eingehe. Es scheint, als wär ich einfach unfähig, meine Liebe auf eine Person zu beschränken.
    Ich liebe meinen Freund immer noch - bin aber zur Zeit sehr empfindlich und gereizt, weil mich die Situation und die Gewissensbisse in den Wahnsinn treiben, was er auch merkt.

    Ich weiß nicht, was ich tun soll. Wenn ich nun Schluss machen und mit dem "anderen" was anfangen würde, stünde ich in absehbarer Zeit wieder vor dem gleichen Problem.. und dann wieder, und wieder und immer so weiter. Ich find das furchtbar - kann aber auch nicht aus meiner Haut. Ich bin gern verliebt und empfinde es als tiefgehende Einschränkung, nicht verliebt sein zu dürfen. Natürlich ist das etwas, was man aus Liebe tun sollte.. ich weiß nur, dass ich mich wie der letzte Dreck fühle, weil ich in meinen Gefühlen einfach nicht auf ihn beschränkt bleiben kann. (Ich denke auch, dass daher viele unserer sexuellen Probleme kommen, ich empfinde das alles als schwerwiegende Blockade..)

    Mein Gefühl sagt, dass meine Liebe zu meinem Freund nicht weniger wird, nur weil ich auch andere lieben kann und vor allem auch will.
    Ich möchte nicht betrügen, muss aber zu meiner Schande gestehen, dass es schon vorgekommen ist; das ist dann der Punkt, an dem ich weiß, dass ich Mist gemacht habe (war "nur" ein Kuss, aber auch das geht schon zu weit - da ich es verheimlichen muss und werde).
    Ich denke, ich für meinen Teil bin nicht eifersüchtig oder besitzergreifend in diesen Dingen.. wenn mein Freund mit anderen etwas haben möchte, dann dürfte er das gerne tun, ich denke, es würde mir nichts machen - solange ich wüsste, dass er mich weiterhin liebt und wertschätzt. Ich frag mich, ob es möglich ist, das auch zu leben? Natürlich könnte ich nicht versprechen, nie eifersüchtig zu sein, es ist nur das Gefühl, was ich jetzt habe.


    Nur zur Erklärung: ich denke jetzt, dass "der andere" tatsächlich richtig übel in mich verliebt zu sein scheint und er ist selbst gerade frisch aus einer langjährigen Beziehung raus, so dass ich sowieso die Finger von ihm lassen werde - bis wir beide wieder klar im Kopf sind. Die Fragestellung ist mehr allgemein gedacht - was kann ich denn bloß tun, um nicht immer wieder in diese schreckliche Situation zu geraten, zwischen meiner Liebe und meiner Verliebtheit wählen zu müssen - ohne wirklich auf das eine oder das andere verzichten zu können? Meine Beziehung leidet sehr, weil ich mich eingesperrt fühle (zu Unrecht.. ich hab ja alle Freiheiten in anderen Dingen). Sollte ich mit ihm über sowas reden? Ich kann mir kaum vorstellen, dass er sowas von sich aus befürworten würde, aber ich denke, dass er "Mir zuliebe" um mich nicht zu verlieren, mitmachen würde.. was ich auch nicht will.

    Ich hoffe, ich komme nicht als notorisch untreue Fremdgängerin rüber. Ich will meinen Freund nicht verletzen, liebe ihn immer noch und weiß dennoch nicht, wie ich mit diesen immer wiederkehrenden Gefühlen umgehen soll (es ist wie gesagt nicht nur ein Problem dieser Beziehung).


    Vielleicht hat ja jemand eine Idee.. oder vielleicht suche ich auch nur jemanden, der mir sagt, dass ich mich endlich mal zusammenreißen soll..

    Danke fürs Lesen!
    Lianne

  2. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    es ist vielleicht nicht das, was Du hören willst -
    aber es wird Dich immer und immer wieder unzufrieden sein lassen mit der Situation, in der Du bist ....
    Du brauchst es vermutlich, bestätigt zu werden - von neuem - immer und immer wieder und meinst, verliebt zu sein.
    Jahrelang kannst du es auf Partner oder Ehegatten schieben, die Dich nicht glücklich machen - damit hat es aber nichts zu tun - es liegt in DIR.
    Irgendwann sagt man sich, es ist nicht der andere - ICH bin es, die den Kick auf diese Art braucht, die wie Luft zum Atmen - ichwill es so - will meine Beziehung nicht aufgeben .... und wenn es so wäre - sei es drum - das neue, aufregende, faszinierende will ich durchziehen - wenn es echt in Dir steckt, wird Dir auch "jahrelange Abstinenz" und Treue nicht helfen, sondern DER andere wird immer wieder einen Strich durch die Rechnung machen, Du denkst - es ist der andere -
    in Wirklichkeit bist DU es selbst.

    Spreche ich von Dir! ja
    meine ich mich? könnte sein.


    wenn es möglich ist, rede NICHT MIT DEINEM DERZEITIGEN PARTNER. Es tut ihm nur weh - und Du weißt ja selbst gar nicht, warum und wohin.

    fax

  3. User Info Menu

    AW: Probleme mit Monogamie

    Hallo lianne,

    wenn Du meinst, dass Monogamie für Dich "zu eng" ist, wäre es an der Zeit, nach alternativen Beziehungsmodellen Ausschau zu halten, meinst Du nicht? Es kommt natürlich drauf an, was Du willst.

    Willst Du "dem einen Mann" treu sein oder willst Du Dich lieber ein wenig austoben, "frei" sein? Was ist Dir wichtiger? Meinst Du, Dein ganzes Leben an der Seite eines Mannes verbringen zu können? Wenn nicht, möchtest Du mehrere Liebschaften offen oder heimlich lieben?

    Einige Deiner Aussagen haben mich an Polyamorie erinnert, da es dort auch heißt, dass Liebe nicht weniger wird, nur weil ich noch eine weitere Person liebe. Da ich bereits in einem anderen Thread einiges dazu schrieb, will ich das hier nicht weiter ausführen. Vielleicht hilft es Dir ein wenig, wenn Du weißt, dass es andere Beziehungskonzepte gibt - wie es auch Leute gibt, denen es ähnlich geht wie Dir.

    Viele Grüße,
    Scea

  4. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    Fax, du beschreibst es besser, als ich es je könnte... es ist einfach ein so tief verwurzeltes, essentielles Bedürfnis in mir. Ich mache meinen Freund nicht dafür verantwortlich, zumindest versuche ich das (wenn er nur mehr dies oder das oder weniger jenes tun würde.. das ist Quatsch, ich weiß es auch).
    Ich werde ihm nichts davon erzählen, bevor ich mich nicht selbst orientiert habe und es "spruchreif" wird.

    "jahrelange Abstinenz".. das ist das, was ich von einer anderen Person in meiner Lage immer erwartet hätte. Im Moment klingt das aber ziemlich nach "jahrelanger Gefangenschaft".

    Warum ist es überhaupt so, dass Beziehung immer diesen Ausschließlichkeitsanspruch mitbringt, ganz automatisch..



    Scea, vielen Dank erstmal fürs Verlinken, hab das mit großen Interesse gelesen.. auch in das dort verlinkte Forum hab ich mal reingeschaut. Es kommt mir allerdings noch alles so unwirklich vor, ich hadere noch mit der Umorientierung, die wohl gerade stattfindet.

    Ich möchte mein leben durchaus mit einer Person teilen, die dauerhaft da ist - meine Beziehungen waren bisher eigentlich immer ernsthaft und dauerhaft angelegt, selbst wenn sie dann wider Erwarten nicht so lange halten.
    Dennoch möchte ich auch die Möglichkeit haben, andere Menschen in mein Leben zu lassen. Ich möchte berühren dürfen und Lieben.. es geht mir nicht um Sex, auch wenn ich mir das als Begleiterscheinung irgendwie auch vorstellen kann. Es geht mir darum, das, was in mir ist, auch mitteilen und ausleben zu dürfen.


    Ich hätte nichts dagegen, mehrere Liebschaften zu haben und dies geheim zu halten - vorausgesetzt, es ist irgendwie abgesprochen. Also kein Betrügen, aber ein für-mich-behalten. Ob ich das offen leben könnte, weiß ich nicht. Gespräche über diese Wünsche auf meiner Seite kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, auch wenn das wohl der einzige Weg ist, das fair umzusetzen.
    Zur Zeit ist es so, dass sich diese ganzen Gefühle ihre eigenen Bahnen suchen - dann unkontrolliert und in Situationen, wo es einfach nicht ok ist. Dann kommt das schlechte Gewissen dazu..

    Es beruhigt mich wirklich ungemein, hier von Leuten zu lesen, die tatsächlich auch so denken - ich hab wirklich gedacht, mit mir stimmt irgendwas ganz grundlegend nicht.

    Ich glaube aber weiterhin nicht, dass mein Freund mit so einer Öffnung der Beziehung auch nur annähernd glücklich wär. Mal ganz davon abgesehen, dass ich keine Ahnung habe, wie ich das vermitteln könnte.. da hab ich noch viel Grübelei vor mir.

    Nachdenkliche Grüße
    Lianne

  5. User Info Menu

    AW: Probleme mit Monogamie

    Liebe Lianne,

    Deine Grübeleien kommen mir doch sehr bekannt vor, denn auch ich war mal so am Grübeln. Da es aber bei der Polyamorie heißt: reden, reden, reden und dabei ehrlich zu sein, hab ich einfach mal den Stier bei den Hörnern gepackt, meinem damaligen Gefährten den Link zur Wikipedia-Definition geschickt und gefragt, ob wir darüber reden können.

    Meine Güte war der sauer. Ich meine, ich hatte ja nicht mal gesagt, ich will das leben oder so, sondern wollte einfach nur mit ihm darüber sprechen. Weia, der hat mir seine Meinung gesagt... Irgendwas von wegen, das läge so weit außerhalb seines Gartenzauns...

    Das war also meine erste Erfahrung in "wie sage ich es meinem Partner?". Es war eine verdammt kalte Dusche, aber es hat mir auch die Augen geöffnet. Und zwar stellte ich mir dann die Frage: Kann ich mich ihm zuliebe einschränken? Später lernte ich, dass die Frage anders gestellt werden muss: Bin ich bereit, meine Bedürfnisse für die seinen zurückzustellen?

    Mein (altes) Beziehungsbild war etwas in der Art, dass ich alles tun müsste, um meinen Partner in der Beziehung glücklich zu machen. Das ging auch solange gut, bis ich dadurch krank wurde - und glaub mir, das möchtest Du wirklich nicht!

    Dazu kam, dass ich in einer dieser Beziehungen "geistig fremdgegangen" bin. Flirten mit anderen Männern, Cybersex... so ziemlich die ganze Palette, nur eben kein "richtiges" Fremdgehen. Warum hatte ich das getan? Das erleichterte die Beziehung nun wirklich nicht. Ich wusste doch, dass er so eifersüchtig war, und hab ihm ständig einen Grund geliefert.

    Vielleicht konnte ich nicht anders? Ich glaube, man kann sich als Mensch sehr sehr weit anpassen. Aber irgendwann geht das nicht mehr, und wenn man zu sehr gegen die eigene Natur (wenn ich das mal so nennen darf) arbeitet, dann wird man entweder krank (Depressionen o.ä.) oder irgendetwas in einem wehrt sich dagegen und boykottiert die einengende Beziehung. Anders kann ich mir das nicht erklären - jetzt ist es für mich überhaupt kein Problem, treu zu sein, wenn ich das will. Aber damals konnte ich einfach nicht anders.

    Das führte mich zu der Frage: Bin ich auf der Erde, um eines Mannes Bedürfnisse zu erfüllen? Ja hallo, wer bin ich denn? Trotzdem tappe ich immer wieder in die gleiche Falle und stelle ohne nachzudenken anderer Leute Erwartungen über meine Bedürfnisse. Aber ich bin doch auch ein Mensch! Und wie heißt es schon in der Bibel: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

    Also frage ich Dich: Bist Du glücklich? Bist Du zufrieden, so wie Du lebst (und liebst)? Du schreibst von "eingesperrt" sein. Eine Beziehung kann ein goldener Käfig sein - zwar golden, aber immer noch ein Käfig. Würdest Du darin glücklich sein? Und: Muss es dieser eine Mann sein? Wärst Du bereit, einzusehen, dass es Menschen gibt, die aufgrund ihrer Einstellung "inkompatibel" sind?

    Ich habe viel zu spät für mich erkannt, dass mich meine damalige Beziehung mehr eingeengt hat, als dass ich etwas davon hatte. Eine Beziehung ist meiner Meinung nach nicht dazu da, dass nur einer was davon hat. Ich gehe eine Beziehung ein, weil das Gemeinsame mehr ist als wenn wir alleine blieben. Wenn mich eine Beziehung einengt, habe ich nichts davon. Ich führe sie dann nur, weil es dem anderen so gefällt. Und wo bleibe ich?

    Für mich ist Ehrlichkeit wichtig. Ich will, dass der Mann, der mit mir zusammen ist, weiß, worauf er sich einlässt. Dass er eine Partnerin bekommt, die einem flüchtigen Abenteuer nicht abgeneigt ist, die aber auch mit dem Gedanken spielt, mehr als eine längere und verbindliche Beziehung zu führen.

    Deine Grübeleien erinnern mich stark an mich selbst - und ich fand, dieses Nachdenken hatte etwas von "sich im Kreis drehen", etwas selbstzerstörerisches. Was auch immer Du tun wirst, es ist Dein Leben, und Du führst es. Du hast unterschiedliche Hoffnungen und Wünsche, die sich nicht ohne Weiteres unter einen Hut bringen lassen.

    Deswegen wäre mein Rat an Dich: finde heraus, was Dir (und nur Dir persönlich) wichtig ist. Mach Dich nicht von Erwartungen anderer abhängig. Und wenn Du für Dich feststellst, dass Du gegen den Strom schwimmen müsstest - dann hast Du die Wahl, Dich bewusst dafür oder dagegen zu entscheiden. Aber Du weißt dann wenigstens, was und warum Du es tust.

  6. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    Hallo Scea,

    das klingt nicht gerade nach positiven "ich sags meinem Partner"-Aussichten.. ich glaube, mein Freund würd nicht nein sagen. Er würd ja sagen und mitmachen und dann immer unglücklich sein..

    Und ja, du hast recht - das fällt mir jetzt erst auf. Ich nehme Rücksicht auf seine Gefühle.. aber ich weiß nicht, wo meine Gefühle dabei bleiben..? Ich leb immer so, dass ich versuche, niemandem wehzutun. Eigentlich schräg, wenn man sich dabei selbst wehtut..

    "Geistig fremdgehen" kenn ich auch. Inzwischen bin ich beim "richtig" fremdgehen angelangt, wie gesagt, bisher nur Küsse, die aber leider wiederholt. Ich schaffs einfach nicht, davon wegzubleiben.
    Gerade heute war "der andere" wieder da.. ich hab meinen Freund vorher gefragt, ob er Zeit hat, aber er konnte nicht. Also hab ich zugesagt, dass wir uns treffen können.
    Es ist wirklich schön.. wenn nur nicht hinterher das Gefühl wär, etwas Kostbares zu zerstören, wie ich mich auch entscheide.


    Nein, ich bin nicht glücklich. Ich sitz hier mit großen Augen vor deinem Beitrag und kann nur zustimmend nicken.. genau so gehts mir auch! Ich fühl mich eingeengt, und er kann nichtmal was dafür.. weil er eben nicht Bescheid weiß.
    Ist ja auch eigentlich normal, von der Freundin zu erwarten, dass sie treu ist.


    Ich kann zu den einzelnen Aspekten von dem was du schreibst gar nicht so viel sagen, das "erschlägt" mich gerade alles etwas, weil es so passt. Danke.


    Im Moment kommt dazu, dass ich einfach tierisch verschossen bin in den "Anderen".. da fällt es schwer, die "alte" Beziehung nicht zu beenden. Aber das würde mir ja nix nützen, weil ich nach der ersten Verliebtheit das gleiche Problem hätte - mal ganz davon ab, welche eigenen Komplikationen bezüglich Freundeskreis das mit sich bringen würde.
    Die "alte" Beziehung ist ganz sicher nicht perfekt.. überbehütet und durchaus auch festgefahren. Aber ich kann doch nicht, weil ich frei sein will, meinen Freund verletzen.... seufz.. da ists wieder - seine Gefühle über meinen.
    Trotzdem, eigentlich würde es so gut passen, nur die Gefühle stimmen irgendwie nicht für wirklich "treu für immer".


    Ich schätze, ich sollte erstmal rausfinden, was ich eigentlich will. Wenn das nur nicht so schwierig wär (grad verliebt..)

    In mir ist die Stimme, die sagt, dass ich schlecht bin wenn ich so denke und dass die bestehende Beziehung das wichtigste ist und auf jeden Fall muss ich mich schuldig fühlen, wenn das auseinander geht.

    Weia, mir is übel... Ich werd auf jeden Fall dranbleiben an der Grübelei. Sorry, dass das alles so durcheinander ist..

    Danke nochmal!

    Grüße
    Lianne

  7. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    Du müsstest einen Partner haben, der bereit ist, das zu tolerieren (vielleicht weil er selber so gestrickt ist?)...ich denke nur, das wird schwierig bis unmöglich sein. Sicher GIBT es solche Menschen, aber die dann auch noch zu FINDEN und als Partner zu wollen, steht wieder auf einem anderen Blatt.

    Glaube nicht, dass es viele Menschen gibt, die dafür Verständnis aufbringen. Gerade GEFÜHLE sind doch etwas, das man nicht gerne "teilt".

    Ich hätte weniger Probleme damit, wenn mein Freund mir einen (für ihn) bedeutungslosen ONS beichten würde, als die Tatsache, dass er sich in eine andere Frau verliebt hat. Damit könnte ich einfach nicht umgehen...auch wenn ich wüsste, das geht früher oder später wieder vorbei. Denn in Deinem Fall müsste man(n) ja immer damit rechnen, dass die nächste Verliebtheit (die Du dann logischerweise wieder ausleben möchtest) nicht lange auf sich warten lässt.

  8. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    Ersteinmal: Entschuldigung, dass ich so spät antworte, ich hatte etwas Termindruck und deswegen wenig zeit für die BriCom..

    Sandra71, das was du schreibst, ist mir sicherlich bewusst und ich weiß ja auch, dass das von meinem jetzigen Freund einfach zu viel verlangt wäre.
    Jemand anders zu finden, der ebenso denkt.. ich befürchte, das gehört für mich in den Bereich Wunschdenken. Auch wenn sich da bei Anbahnen einer neuen Beziehung vielleicht einiges vorab klären lässt (ich denke da an Scea.. da klappt es ja wohl auch (?) ).


    Mal kurz zum Stand der Dinge: Am Wochenende habe ich meinem Freund gesagt, dass wir beide ein grundlegendes Problem haben und ich unglücklich bin mit ihm... und woran das meiner Meinung nach liegt.
    Seine Reaktion bestand seitdem mehrfach darin, meine Formulierungen auseinanderzunehmen. Da diskutiert er mit mir ellenlang aus, warum ich denn gesagt habe, dass bei uns "Grundlegend was nicht stimmt" und nicht einfach nur, dass wir ein Problem haben.. für mich ist das gleichbedeutend. Wenn er jetzt nur nach der Bedeutung gefragt hätte, ok, aber ich finds grad furchtbar nervig, dass der Punkt immer wieder aufgegriffen wird und die Dinge, die wirklich wichtig wären, werden ignoriert.
    Ansonsten hat er im Moment ja auch gar keine Zeit für Beziehungsprobleme, sagt er. Ich hab ja auch viel zu tun, aber dafür sollte doch Zeit sein.. oder zumindest eine verbindliche Ansage, wann denn dann Zeit dafür da ist.

    Ansonsten wird mir von ihm sehr stark vermittelt, dass er das Problem auf meiner Seite sieht und nicht zwischen uns. Das heißt, alles was ich ihm "vorwerfe", wird auf mich zurückgeworfen. Nicht "wir haben ein Problem in der Beziehung".. ich hab ihm gesagt, dass ich meinen Teil des Problems auch einfacher lösen könnte, indem ich gehe, dass ich das aber nicht will, sondern eine gemeinsame Lösung anstrebe.


    Ich bin echt ganz schön wütend im Moment. Und das ist ganz unabhängig davon, dass "der andere" immer noch seinen Platz in meinem Leben und meinem Herzen hat.. ich will wirklich an der Beziehung arbeiten, aber wenn vom Gegenüber kein Interesse daran besteht? Sowas wie "nur dein Problem" würd ich nie jemandem sagen. Es geht schließlich bei unseren Problemen um Nähe und Kommunikation, das betrifft doch beide..


    Ist es denn notwendig, in einer Beziehung darum zu betteln, dass sich das Gegenüber mit mir auseinandersetzt, gerne auch mal kritisch...?

    Nene, ich hab grad echt ziemlich Wut im Bauch!

    Lieben Gruß
    Lianne


    Nachtrag: Er streitet natürlich ab, dass er sich nicht kümmert. Aber ich hab das Gefühl, es ist da und ich will dem Gefühl auch trauen..
    Momentan ist mir danach, das ganze zu beenden. Muss aber erstmal schauen, dass ich wieder einen klaren Kopf kriege.. kennt jemand das Gefühl, einfach nur noch weg zu wollen aus der bestehenden Beziehung?
    Geändert von Inaktiver User (18.04.2007 um 14:25 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Probleme mit Monogamie

    Hallo Lianne,
    Du hast dir schon länger Gedanken über Eure Beziehung gemacht. Dein Freund wurde von Deinen Vorstellungen und Wünschen ganz einfach überrascht. Er war einfach überfordert. Laß ihm Zeit darüber nachzudenken, ob er Dich mit anderen Männern teilen kann. Die meisten Menschen können es nicht. Selbst wünschen oder betreiben sie es, aber dem Partner erlauben sie es nicht. Versetz dich in die umgekehrte Lage. Wie würdest Du reagieren? Vielleicht einigt ihr euch auf eine Beziehungspause um herauszufinden was ihr beide wollt. Das kann aber auch das Ende der Beziehung zu Deinem jetzigen Freund sein.
    An erster Stelle mußt Du Dir klar werden, was Du willst.
    Mit Deinem Freund würde ich einen festen Termin vereinbaren, um über dieses Thema zu sprechen. Dann hat er auch Zeit sich Gedanken darüber zumachen.
    Viel Erfolg!
    LG Eiche

  10. Inaktiver User

    AW: Probleme mit Monogamie

    Den Gedanken des "Teilens" hab ich ja noch nichtmal angesprochen, weil ich da für mich selbst noch nicht klar bin.
    Allerdings, du fragst ja, wie ich dazu stehen würde, wenn er das wollte.. mit klaren Absprachen wäre das glaube ich ok. Wenn ich weiß, dass ich deswegen nicht verlassen/vernachlässigt werden würde..


    Ich hab nur versucht, wieder mehr Kommunikation in der Beziehung anzufangen.. scheint nicht funktioniert zu haben. Irgendwie reden wir entweder nur aneinander vorbei oder ich bin wirklich zu blöd, ihm das richtig zu vermitteln, was ich sagen will.
    An ihm wirds nicht liegen, er sagt ja auch, dass es an mir liegt..

    ich wünschte nur, es wäre ein einziges Mal möglich, dass mein Partner genauso viel Energie in "uns" steckt wie ich das tue. Oder ich nehm das alles nur mal wieder völlig falsch wahr, ist ja nur ein Gefühl.

    Aber das passt hier auch irgendwie gar nicht mehr zum Thema, sorry. Ich weiß nur nicht wohin damit.

    Liebe Grüße
    Lianne

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