Ich muß es einfach mal loswerden, denn Freunden und Familie kann ich mir dieses Disaster immer noch nicht eingestehen.Wenn es auch schon fast zwei Jahre her ist!
Teil 1:
mmer wieder frage ich mich, warum habe ich es zugelassen, das er mir das antun konnte. Warum habe ich mich nicht schon eher gewehrt und bin aufgestanden, auch wegen unserem Sohn.
Nein, ich war immer noch der Meinung das ich ihn liebe, ich konnte ja verstehen warum er ist wie er ist. Aber viel zulange habe ich es als Entschuldigung für ihn herangezogen.
Er hatte trotz allem nicht das recht mich zu behandeln wie Dreck, mich mit Füßen zu treten und als Idiotin hinzustellen. Nein das recht hatte er nicht und doch hab ich viel zulange die schnauze gehalten.
Noch immer bekomme ich Wut auf mich, das ich das mit mir habe machen lassen, könnte heulen, wenn ich daran denke wie gedemütigt ich war, und gleichzeitig habe ich ihn immer noch geliebt. Und hätte ihn gegen alles und jeden verteidigt.
Heute noch fühle ich mich schmutzig, ist die Scham so hoch das ich Probleme habe mich selber zu mögen. Es gibt Momente in denen ich mich dafür am liebsten selber bestrafen möchte, weil ich mich selber anekle. Das ich manchmal mit meiner Verachtung betrachte wie schwach ich gewesen bin, wie kann man nur so klein sein, wie kann man sich nur so behandeln lassen. Ich könnte mir manchmal selber ins gesicht spucken vor lauter hass und Abneigung. Schwach, ja für mich ist diese Person die in der zeit mit meinem Mann zusammen war schwach. Abstoßend. Nur Verachtung ist noch übrig für diesen Menschen. Ich kann diesen teil meines Lebens nicht, noch nicht mit meiner Persönlichkeit vereinbaren. Ich kann nicht dazu stehen das ich es war. Ich will nicht glauben das ich es war. Wenn ich es als eine andere Person sehe, die diesen teil meines Lebens gelebt hat dann fällt es mir leichter weiter zugehen. DAS WAR NICHT ICH!! ICH WILL NICHT DAS GEWESEN SEIN!!!!! ICH WILL NICHT DIESER MENSCH SEIN DER DAS ERTRAGEN HAT UNTER DEM DECKMANTEL DER LIEBE!!!!!! Und doch bin ich es, und doch war ich es.
Die suche nach liebe, die sucht akzeptiert zu werden, geliebt zu werden, hat mich soweit gebracht. Die sucht nach anerkennung, einfach nur die sucht und sehnsucht anzukommen. Das hat mich dazu gebracht mich missbrauchen zu lassen, mich erniedrigen zulassen, mir meinen letzten funken selbstbewußtsein zu nehmen.und immer noch zu glauben geliebt zuwerden.
Was hat es aus mir gemacht. Ein körperliches und seelisches wrack. Noch mehr narben in meinen herzen und auf meiner seele. Sie verblassen aber sie bleiben.sie werden mich immer an diese zeit erinnern.
Es gehören immer zwei dazu. Einer der es macht und einer der es mit sich machen lässt. Im nachhinein gesehen war ich das perfekte opfer für ihn, und das hat er auch gemerkt. Ich hatte zu der zeit meine erste eigene wohnung nach mehreren beziehungen. So wirklich gut ging es mir nicht, es lief zwar alles aber irgendwie auch nicht. Ich fühlte mich ziemlich einsam, da ich auch nicht wirklich allein sein konnte. Zwar traf ich mich mit freunden und war auch jeden abend unterwegs. Aber ich war ruhrlos, rastlos.
Und dann traf ich ihn. Nie werde ich den abend vergessen im november/dezember 2002, als wir uns das erste Mal sahen. Er saß mir gegenüber in meiner lieblingskneipe. Ich war mit meinem freund dort, er mit seiner freundin. Diese augen, die mich so fixierten und ich konnte nicht wegschauen. Immer wieder musste ich ihn anschauen. Er hatte eine aura, eine ausstrahlung die mich förmlich erschlug.
Er hat dann meine handynummer über einen kumpel rausgefunden und schrieb mir eine sms. Eine von vielen die folgten, wie ich sie noch nie von einem mann bekam, mir es aber schon immer gewünscht hatte. Er war höflich, aufmerksam. Er nahm rücksicht auf meine wünsche und umschmeichelte mich. Das erste weihnachtsgeschenk von ihm, war nicht viel, nur eine cd von ihm, aber richtig liebevoll eingepackt in einem kleinen paket, auf künstlichen rosen gebettet. Gott, war ich happy,noch kein mann hat sich bei einem geschenk soviel gedanken oder mühe gemacht. Ich war feuer und flamme. Über weihnachten fuhr ich zu meinem vater und seiner familie. Ich habe gelitten weil ich ihn nicht sehen konnte, ich war verliebt wie ein kleines schulmädchen. Ich schwebte auf wolke 7 und sah alles durch eine rosarote brille. Ich konnte es gar nicht erwarten bis ich wieder zu hause war.
Ab februar /märz 2003 verbrachte ich schon ausschließlich bei ihm.. Ich freute mich auf eine tolle beziehung mit einem tollen mann in einer tollen stadt.
Es gab zwar auch in den ersten drei monaten, vier monaten anzeichen dafür das er unkontrolliert ausrastet, wenn er zuviel alkohol getrunken hat und dann auch noch gekifft hat. Oder das er keinrlei rücksicht auf andere und deren gefühle nimmt. Im april dieses jahres fuhr ich übers wochenende zu meinem vater. Während ich bei meinem vater bin ruft mich mein bester freund an und sagte das mein freund seiner freundin eine sms geschickt hat in der stand: „wann können wir endlcih mal ficken.“ Ich hätte bald das handy fallen lassen. Ich bin einmal zwei tage weg und er baggert die freundin meines besten freundes an. Als ich auf dem weg nach hause war bin zuerst bei meinem besten freund vorbei, hab mir die sms zeigen lassen und bin dann nach hause um ihn zur rede zu stellen. Aber er wusste von nichts und wenn dann war er betrunken und es war doch alles bloß spaß. Ich war mir nicht sicher was ich denken oder glauben sollten
Aber die rosarote brille hat dafür gesorgt, das ich es verdränge. Außerdem wollte ich geliebt werden, und das tat er doch, das gefühl gab er mir doch?!
Als mein opa starb, bzw. an dem tag als ich es erfahren habe kann ich mich noch sehr gut erinnern. Es war ein wunderschöner apriltag. Wir sahen mit freunden und bekannten draußen vor unserem stammcafe. Er hatte zu diesem zeitpunkt schon einiges getrunken. Es war Nachmittag. Neben ihm saß jemand, der gerade in selbstmitleid versank(auch betrunken) und jammerte das seine freundin ihn verlassen hätte aber er würde sie immer noch lieben und kommt nicht von ihr los. Nach einigem hin und her, sagte mein freund zu ihm: „ich kann dich verstehen, ich liebe meine Exfreundin auch immer noch!“
Es war für mich wie ein schlag ins gesicht. Er sagte doch immer, das er mich liebt. Das konnte doch nicht sein. Er hat es natürlich hinterher abgestritten, wie so viele mal e später auch, denn er war sich nie einer schuld bewusst.
Wir gingen nach hause. Als er sich erstmal eine bong reinzog bekam ich den anruf von der frau meines vaters, das mein opa gestorben sei. Mein geliebter opa, mein überalles geschätzter opa war tot. Keiner hat damit gerechnet. Ich hab erstmal aufgelegt und nur geheult. Mein mann kam aus dem bad und meinte zu mir warum ich denn jetzt schon wieder heule und ich soll gefälligst damit aufhören. Als ich ihm sagte was los ist, hat er ruhiger reagiert. Kurz drauf kam mein bester freund mit seiner freundin, der meinen opa auch gekannt hat und nahm mich erstmal in den arm. Wir setzten uns dann ins wohnzimmer und unterhielten uns halt über meinen opa und so, bzw, ich bekam auf einmal voll den redeflash. Zwischendrin ging mein mann noch mal ins bad um an der bong zuziehen, als er zurückkommt, brüllt er mich an das hier nur von toten die rede ist und was das soll. Da bin ich aufgestanden und einfach nur gegangen. Schnell. Wie mir mein bester freund hinterher erzählte, hat er das fenster noch aufgerissen und mir hinterher gebrüllt wo ich hin will und so. das hab ich allerdings nicht mehr mitbekommen. Auf jedenfall schlug er das fenster so derb zu, das ein teil der scheibe splitterte. Aber er war sich keiner schuld bewusst, er hatte ja nix falsches gesagt oder getan. Wie es noch oft so sein wird.
Aber ich ging zu ihm zurück, ich war auf seine liebe und zuneigung schon derart angewiesen, das ich mich leicht überreden ließ.
Im mai 2003 erfuhr ich das schwanger war. Ich gab meine wohnung auf und zog nun ganz zu ihm. Als ich es erfuhr war ich überglücklich. Unser sohn war nicht geplant, aber ich freute mich. Außerdem bin ich schon leicht esoterisch angehaucht, und mein sohn ist in etwa dem zeitpunkt gezeugt worden als mein opa starb.
Als ich die praxis meines frauenarztes verlassen hatte, nachdem ich dort wohl erstmal ne packung taschentücher gebraucht hatte um meine freudentränen zu trocknen, bin ich zum c+a und habe kleine babyschuhe gekauft. Ich war tierisch aufgeregt, als ich nach hause ging. Er war in seinem büro, das unter unserer wohnung lag. Er hatte sich im april dieses jahres selbstständig gemacht. Als ich ihm die schuhe zeigte nahm er mich in arm und sagte das er sich freut. Ich glaube auch das er sich gefreut hat, aber es vielleicht in dem moment nicht zeigen konnte.
Allerdings bekam ich den ersten dämpfer schon wieder eien stunde später. Wir beschlossen nämlich in unser stammcafe zu gehen und was drauf zutrinken. Als wir dort waren bekam er eine sms von seiner schwester das sie auch schwanger wäre und im dezember einen sohn bekommen würde. Da fing er schon wieder an zu motzen. Das sie ihm die möglichkeit nehmen würde der erste in der familie zu sein der einen männlichen enkel bekommen würde. Ich fand es nicht wichtig ich freute mich auf unser kind, mir war es egal ob der sohn meiner schwägerin oder meiner der erste in der familie war. In dieser zeit ging es noch ganz gut mit uns beiden, es war sommer ich war schwanger und immer noch verliebt, so das ich eh alles viel leichter sah als es wahrscheinlich war. Wir sprachen über hochzeit und planten unsere hochzeit, die im oktober 2003 stattfand.
Klar gab es anzeichen für eifersucht, er mochte es nicht das ich mich mit anderen traf und das zeigte er mir auch. Gerade wenn es männer waren. Aber hin und wieder setzte ich meinen kopf durch und besssuchte freundinnen. Dadurch das er ja auch mittlerweile zuhause arbeitet konnte er mich natürlich auch viel besser kontrollieren.
Im september dieses jahres waren wir zum 60. geburtstag meines vaters eingeladen. Ich war nicht in allerbester feierlaune und kam auch nicht so richtig in stimmung. Vor allem als ich merkte wie mein zukünftiger mann die ex-freundin meines bruders derart offen vor allen leuten angebaggert hat, das es schon nicht mehr schöner ging. Sie war zu dem zeitpunkt 16 jahre und er 27 jahre alt. Er zeigte keinerlei anstand. Er fragte meinen bruder und sie ob sie den noch miteinander vögeln würden und so weiter.ich habe mich in grund und boden geschämt.
Dann kam unsere hochzeit. Es fing auch alles gut an, wir heirateten auf dem standesamt, was ja nur 15 minuten dauerte und dann ging es zum Mittagessen in das hotel gegenüber. Ich fühlet mich nicht wirklich wohl, schob das aber auf die schwangerschaft. Hormonumstellung etc. möglicherweise wollte mir mein gefühl aber auch einfach nur sagen, das dies nicht die richtige entscheidung ist.
Dann ging es weiter in unser stammcafe in dem es kaffee und hochzeitstorte gab und auch später das abendessen. Es war im nachhinein schräg, irgendwie. Die leute passten nicht zusammen von unseren familien, die stimmung war nicht wirklich ausgelassen. Und meine laune wurde auch nicht besser. Aber ich schobs mal wieder auf die hormone. Im laufe des abends kam ein freund von mir dorthin um sein feierabendbier zutrinken und setzte sich an die theke. Als ich ihn saß, stellte ich mich kurz zu ihm. Als wir uns unterhielten, fragte er mich ob ich den schon entführt worden sei. Als ich das verneinte meinte er das er mich dann jetzt halt entführen würde. Gesagt, getan. Warum auch nicht, gehört ja schließlich dazu. Da hatte ich aber nicht mit meinem frisch angetrauten mann gerechnet. Mein kumpel und ich gingen eine kneipe weiter, setzten uns an die theke und tranken ein glas sekt. nach fünf minuten riefen wir in dem cafe an in dem wir feierten und sagten bescheid in welcher kneipe wir uns aufhielten. Zwei minuten später stürmte mein mann herein sah mich und brüllte nur : „schönen dank auch“, und stürmte wieder hinaus. Mein kumpel und ich saßen wie vom blitz getroffen da, und wussten nicht wie wir reagieren sollten. Als wir ausgetrunken hatten gingen wir wieder zurück. Meine eltern waren schon weg und der grossteil der gäste auch, genauso wie mein mann. Ich räumte die geschenke zur seite und die tische noch ab und beendete dann meinen hochzeitsabend.
Mein bruder und ich gingen dann zu mir nach hause, da er bei uns schlief. Ich dachte mein man wäre nach hause gegangen in seiner wut, denn wütend war er auf jedenfall. Aber da war er nicht. Wir unterhielten uns und es dauert nicht lange da krachte schon unten die haustüre. Mein mann hat die wohnungstür noch nicht mal hinter sich zu gemacht da fing er schon anzuschreien. „was ich mir blöde bitch einfallen lassen würde, mich einfach entführen zu lassen, und das ohne ihm zusagen“. Ich dachte ich höre nicht richtig, er machte mir zum vorwurf das ich ihm von der brautentführung nix gesagt hatte. Und auch alle versuche zu erklären das es zu einer hochzeit dazu gehört, stoßten bei ihm auf taube ohren. Ich versuchte das zehn minuten lang noch mit humor zunehmen. Ich dachte einfach er meint das nicht ernst, auch glaubte ich , die tatsache das mein bruder anwesend war würde ihn beruhigen, aber das gegenteil war der fall. Er zog sich eine bong nach der anderen rein und beschimpfte mich aufs übelste. Schlampe, bitch und so weiter.
Und er machte so lange weiter bis auch ich nicht mehr ruhig bleiben konnte. Am ende saß ich heulend im schlafzimmer nach dem wir uns eine halbe stunde lang angeschrien haben. Damit hatte er sein ziel erreicht. Als ich heulte war er auf einmal wieder ganz lieb und meinte ich solle mich doch beruhigen, und nicht so aufregen. Und doch an unser kind denken.
Es dauerte keine zwei tage und ich lief freudestrahlend und total verliebt mit meinem ring am finger durch die gegend.
Dann ging erstmal alles halbwegs gut. Meine schwangerschaft verlief soweit problemlos und im siebten monat wuchs auch endlich mein bauch, so das man auch sah das ich schwanger bin. Auf meinen hochzeitsfotos glaubt mir keiner das ich im sechsten monat bin.
Anfang dezember, kam meine mutter ins krankenhaus, das sie einen knoten auf der schilddrüse hatte, der ihr entfernt werden sollte. Da meine cousine mich nicht erreichte, telefonierte sie nur mit meinem mann. Als ich nach hause kam, meinte er das meine cousine angerufen hätte und nunja meine mutter hat krebs. Er war nicht in der lage mir das mitfühlend beizubringen. Nachdem er mir das gesagt hatte begab er sich wieder an seinen computer da wir auch noch besuch hatten und kümmerte sich um die. Ach, ich glaube er hat mich noch kurz umarmt.
Aber ich kann mich nicht erinnern das da echtes mitgefühl drinlag. Ich verzog mich daraufhin ins bad und heulte rstmal und versuchte meine gedanken zu ordnen. Eine freundin die gerade da war kam mir nach und versuchte mich zutrösten, aber ich wollte nur noch alleine sein. Ich fühlte mich so einsam, alleingelassen. Wozu hatte ich den meinen mann. Warum war er nicht in der lage mich zutrösten. Aber auch das schluckte ich wieder und das leben geht weiter.( meine mutter gilt heute als geheilt)
Der nächste streit ließ aber nicht allzu lange auf sich warten. An diesem Samstag ende dezember waren wir auf einen geburtstag bei einem freund von mir eingeladen. Da war ich so im achten monat schwanger. Er wollte vormittags nur schnell einem kumpel helfen, boden abzuschleifen oder so. abends um achte wollten wir los. Ich versuchte ihn dann um sechs anzurufen und um sieben wieder habe sms geschrieben. Aber er ging weder ans telefon noch schrieb er zurück. Dazu muß ich sagen, das wenn ich zulange bei einer freundin war oder nicht zur verabredeten zeit zu hause war , rief er sofort an. Auch wenn es nur fünf minuten zu spät war und machte mir vorwürfe, von wegen fremd gehen etc.
So halb acht kam er dann, ich machte die tür auf und meinte zu ihm, das er sich ja wenigstens mal hätte melden können, denn schließlich waren wir zu einem geburtstag eingeladen. In dem moment als ich den satz zu ende sprach, wusste ich das es das falsche war was ich gesagt hatte. Er drehte sich rum und fing mich wieder an zu beschimpfen. An die wörter bitch und schlampe hatte ich mich mittlerweile gewöhnt. Ich wollte mich an diesem abend auf keinen streit einlassen. Ich blieb auch lange ruhig. Aber so nach zwanzig minuten wüster beschimpfungen bin ich auch laut geworden. Das steigerte sich dann so das er plötzlich mit aufgezogener hand vor mir stand und sagte:“ ich prügel dir das scheiß kind aus dem leib!“
In dem moment wurde ich total ruhig und sagte nur: „mach, aber dann musst du auch die konsequenzen tragen!“.
Wir standen uns ein paar sekunden lang gegenüber und fixierten uns. Er hat es nicht getan. Aber das war der zeitpunkt wo ich hätte gehen sollen. Ich habe es nicht getan.
Er kam dann wieder und wir sind zusammen auf den geburtstag , gottseidank konnten wir uns in der wohnung aus dem weg gehen.
Wie sich am nächsten tag herausstellte, hatte er nachdem er abgehauen ist irgendwo mit seiner hand so fest dagegen geschlagen, das er sich den mittelhandknochen gebrochen hatte. Was mir eine gewisse genugtuung gab.
Bis zur entbindung unseres sohnes verlief dann alles einigermaßen ruhig. Am 21.02.2004 war es dann soweit. Wir fuhren früh um sieben in die klinik und abends um 21.51 uhr war unser sohn auf der welt. Wir waren glücklich. Endlich waren wir eine kleine familie. Das was ich mir immer gewünscht hatte.
Er kam auch jeden tag in s krankenhaus und nach einer woche war es soweit. Nur noch die U2 untersuchung und wir dürften nach hause. Mein mann und meine schwiegereltern wollten mich abholen, ich hatte schon alles gepackt und war fertig zum gehen. Gemeinsam gingen wir zur untersuchung. Mein mann und meine schwiegerelter warteten draußen. Der kinderarzt teilte mir mit, das ich noch nicht heimkönnte das am herzen meines sohnes geräusche sind die nicht sein dürften und ich müsste noch eine ultraschall untersuchung machen lassen. Danach würde weiter entschieden. Ich habe mein kind genommen und ihn angezogen. Ich habe nichts mehr wahrgenommen um mich herum. Dann bin ich zu meinem mann und seinen eltern und habe versucht es ihnen zu erklären warum wir noch da bleiben müssen. Sie haben mich versucht zu trösten, aber ich habe es nicht mehr aufgenommen. Mittlerweile flossen mir die tränen herunter. Mein mann blieb natürlich nicht zu untersuchung er musste mit seinen eltern erstmal ein bier trinken gehen und weg waren sie.
Ich saß dann alleine mit meinem sohn auf dem krankenhausflur und heulte rotz und wasser. Ich fühlte mich so alleine mit meinen ängsten. Aber ich war zu traurig und hatte auch zu viel angst um mein baby als das ich wut auf meinen mann hätte aufbauen können.
Im nachinein stellte sich heraus das alles nicht so schlimm war und das das kleine loch im herzen im laufe der woche zusammen wachsen würde.
Als ich dann zuhause ankam, hatte mein mann alles sehr liebevoll vorbereitet der kleine lag neben uns auf dem sofa und schlief und wir haben mit einem glas sekt auf unsere kleine familie angestoßen.
Es hätte alles so schön sein können.
Die ersten drei monate waren okay. Da hat er sich auch mit um sein kind gekümmert,. Da schlief unser sohn ja auch noch die meiste zeit. Ja, er konnte ein richtig stolzer papa sein.
Aber irgendwie ging es ab da richtig abwärts. Ich wog drei,vier monate nach der entbindung schon weniger als vor der schwangerschaft. Unser sohn war sehr aktiv, freundlich aber auch anstrengend. Mit fünf monaten fing er an zu krabbeln, mit elf monaten konnte er laufen.
Vielleicht schaffe ich es irgendwann den Rest zuschreiben, aber im Moment heule ich schon wieder, nur beim durchlesen.
lg diana
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22.03.2007, 20:32Inaktiver User
Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
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22.03.2007, 21:22Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Hallo dee,
lass dich erst mal ganz fest drücken und verliere nicht den Mut.
Du scheinst eine schwere Zeit hinter dir zu haben und ich nehme an das dicke Ende wird noch kommen (in Teil 2)
Schreibe dir den ganzen Frust von der Seele, allein das Hilft dir deine Beziehung aufzuarbeiten. Bin auf deine Fortsetzung gespannt.
Gruß
loulou
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22.03.2007, 21:31Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Ich schaffe es leider noch nicht, wahrscheinlich weil ich auch die darauffolgenden 1 1/2 Jahre noch zu sehr verdränge.
Manchmal denke ich ich bin darüber hinweg und dann merke ich das dieser Mensch mich so fertiggemacht hat, das ich selber nicht wirklich damit klarkomme.
Aber ich werde versuchen in den nächsten Tagen mal grrob Teil2 zum besten zugeben.
lg diana
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22.03.2007, 21:36
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Halo Dee,
Auch von mir einen "Mutmachdrücker"
Du hast über so lange Zeit so viel mitgemacht, das dauert seine Zeit, bis die Wunden heilen.Aber du scheinst auf einem guten Weg zu sein...
Liebe Grüßesimplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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22.03.2007, 21:47Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
ja ich bin schon auf einem guten weg, aber es gibt immer wieder phasen wo ich an mir selber verzweifel.
meinen freunden und der familie kann ich das nicht so rüberbringen. aber vielleicht sollte ich mal das geschriebene ausdrucken und ihnen zum lesen geben, weil in worte fassen in einem gespräch fällt mir immer noch schwer.
danke für euer interesse.
lg diana
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22.03.2007, 21:56
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Dee,
das ist eine gute Idee, du schreibst sehr gut lesbar und ich kann mir das Geschehen gut vorstellen.
Gib Dir Zeit....
liebe Grüßesimplemind
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Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte
George Bernhard Shaw
4.6.18

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23.03.2007, 19:01Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Danke für eure Beiträge.
Werde mir die Woche mal den Schubs geben, und den 2. Teil aufschreiben, vielleicht geht es mir dann noch ein Stückchen besser.
Aber alles nochmal hochzuholen, macht traurig und wütend zugleich.
Die zeit heilt alle WUnden, heißt es so schön, ich denke das es auch bei mir so sein wird.
lg dee
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23.03.2007, 19:23
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Das wird es auch für dich. Nur braucht halt jeder seine Zeit.
Zitat von Inaktiver User
Sei in den Arm genommen und schreib den Rest auch noch auf. Auch wenns nicht leicht ist.
Vielleicht hilft es, diesem Schmerz ins Auge zu blicken, damit die Zeit heilen kann.
Nur Mut.
Liebe Grüße
HospitumRassismus ist eine "Geisteskrankheit", gegen die alle Kinder von Geburt an immun sind - bis die Erziehung beginnt ....
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23.03.2007, 21:49Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
Hallo Dee,
Beim Lesen Deines Postings sehe ich einige Parallelen zu meinem Mann. Ist Dein Mann vielleicht Berufssoldat oder so etwas? (amerikanisch?)
Ich frage das, weil mein Mann auch über 15 Jahre Berufssoldat war. Er ist auch ziemlich aggressiv, schreit schnell rum und zerstört in der Wut auch mal Sachen. Die Szene mit dem gebrochenen Handknochen konnte ich mir bildhaft vorstellen - das hätte auch mein Mann sein können. Er reagiert meist mit Aggressivität mir gegenüber, wenn er sich von mir vernachlässigt oder nicht beachtet fühlt, und das tut er schnell und häufig unberechtigterweise. (Siehe Dein Beispiel mit dem Entführen bei der Hochzeit.)
Dich mit Deinem Kind allein im Krankenhaus zu lassen und mit seinen Eltern ein Bier trinken, um SEIN Leid zu ertränken. Auch das könnte mein Mann gewesen sein. Mein Mann hasst Krankenhäuser wie die Pest, weil er selbst mal viele Monate in einem Krankenhaus liegen musste. Deswegen kriegt er Schweissausbrüche, sobald er in einem Krankenhaus ist. Als ich nach der Geburt unserer Kinder im Krankenhaus war, hat er mich auch immer nur kürzeste Zeit besucht und ist dann sofort weg. Dachte nur an SICH. Nicht an meine Wünsche. Als meine Tochter mit 2 Jahren zu einer kleinen Operation ins Krankenhaus musste und nach der Narkose aufwachte und so schrecklich weinte, war ich froh, dass mein Mann endlich auch kam. Er fand jedoch unten keinen Parkplatz und rief mich im Krankenhaus an, wenn er nicht bald einen Platz finden würde, würde er wieder wegfahren! Ich habe ihm ziemlich deutlich gesagt er muss kommen und unsere Tochter braucht ihn und er solle sich nicht so anstellen. Anschliessend ist er auch nur so lange geblieben, wie er's aushalten konnte.
Mein Mann wird auch oft biestig, wenn er zu viel trinkt. Drogen nimmt er zum Glück nicht. Ich glaube, mein Mann liebt mich schon einerseits. Jedenfalls sagt er häufig, dass er mich liebt und das er sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen kann. Er liebt auch unsere beiden Kinder sehr (auch wenn er sich nicht viel um sie kümmert, so lange ich in Reichweite bin...) und ist sehr stolz, eine Familie zu haben, vor allem, weil er als Kind keine Familie hatte - sein Vater ist abgehauen, als er 3 war, und er ist unter schwierigen Umständen aufgewachsen. Und trotzdem denkt er in erster Linie an sich und an die Verwirklichung seiner Wünsche. Er fährt mir auch ständig über den Mund, kann es schwer ertragen, wenn ich anderer Meinung bin und das sage, überhaupt wenn ich den Mund nur aufmache, um ihm mal einen Rat zu geben. Er selbst redet mir ständig in alles rein...
Es gibt auch schöne Momente mit ihm, und nachdem ich 2004 ernsthaft überlegt hatte, mich zu trennen und mich dann doch gegen eine Trennung entschieden habe, bin ich jetzt zum Schluss gekommen, dass es momentan für alle Beteiligten das Beste ist, zusammen zu bleiben. Gemeinsam sind wir stärker, als jeder für sich allein. Momentan jedenfalls.
Bei Dir kommt jetzt auch noch erschwerend dazu, dass nach der Geburt Dir Deine Hormone sehr zu schaffen machen. Du hast höchstwahrscheinlich Babyblues. Deswegen bist Du jetzt besonders traurig und möchtest nur noch weinen. Leider hat Dein Mann aber überhaupt kein Verständnis, Dich weinen zu sehen, wie ich ihn einschätze! Ich kann Dir nur raten, aktiv zu werden. Nimm Dein Baby mit und geh raus an die frische Luft, spazieren, einkaufen, zu Freundinnen. Vielleicht kannst Du Kontakt mit anderen Müttern aufnehmen und mit deren Kindern etwas machen. Wenn mir zu Hause das Dach auf den Kopf fiel, hat mir das immer geholfen. Und dem Kind gefällt es, unter Leuten zu sein. Und es ist auch ruhiger, wenn es merkt, dass die Mama ausgeglichener ist.
Und wenn das mit dem Babyblues wirklich nicht besser wird und Dir nur nach Heulen zumute ist, solltest Du professionnelle Hilfe annehmen. Wende Dich an Profamilia oder die Telefonseelsorge, um zu fragen, wo Du Hilfe bekommen kannst.
Denke jetzt nicht zu sehr über Deine Zukunft und Deine Ehe nach. Mach einen Schritt nach dem anderen und geniesse die Zeit mit Deinem kleinen Baby. Es wird so irrsinnig schnell wachsen, dass Du's nicht glaubst! Ich kann's schon gar nicht mehr glauben, wenn ich die Fotos von meinen beiden als Babys sehe. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass sie mal so klein waren. Die Zeit ist so schnell verflogen.
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24.03.2007, 03:16Inaktiver User
AW: Meine Ehe!-Teil 1 "Vorsicht lang"
@espiguette
ich bin von meinem mann fast zwei Jahre jetzt getrennt. und es geht mir körperlich und nervlich wieder gut.
Seelisch bin ich immer noch ein Wrack irgendwo.
Mein Mann ist Deutscher und war auch nie beim Bund. Er ist in einer Familie großgeworden mit 3 Geschwistern. Seine Eltern hatten bzw. haben genug Geld.
Ich glaube nicht das mein Ex-Mann überhaupt weiß was das Wort Liebe bedeutet. Er hat mir in dieser Ehe und Beziehung mein Urvertrauen genommen und meine Liebe zu ihm verraten.
Ich werde in den näcsten Tagen den Rest schreiben, denn es ging sehr unschön weiter.
Ich habe diesen Menschen geliebt und um diese Liebe und Ehe gekämpft. Ich wollte es mir nicht eingestehen, das das alles gescheitert ist und habe damit mir und meinem Sohn Leid zugefügt, das ich uns hätte ersparen können.
Vielen Dank an alle die sich die Mühe machen diesen Thread durchzulesen.
lg dee


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