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  1. User Info Menu

    Frage Zwischen zwei Männern stehen

    Guten Abend.

    Ich bin auf der Suche nach einem Rat und weiß nicht mehr weiter. Ich hätte niemals gedacht, dass ich in solch eine Situation einmal kommen würde, aber ich habe mich auf eine Affäre eingelassen. Wir haben uns beide verliebt, er wünscht sich eine feste Beziehung. Und nun stehe ich zwischen den Stühlen. Ich bin unverheiratet, aber seit 9 Jahren vergeben und wir haben ein Kind. Ich werde zunächst einmal die Beziehung zwischen mir und meinem Partner schildern.

    Mein Partner ist älter als ich. Unsere Beziehung war von Höhen und Tiefen geprägt und sehr leidenschaftlich. Mein Partner hatte damals eine Suchtproblematik und konnte diese aber überwinden, was für mich auch die Bedingung war, eine Familie mit ihm zu gründen. Ich kann mich auf ihn verlassen, doch ich hatte nie das absolute Vertrauen zu ihm, weil er mich anfangs angelogen hat und Aufrichtigkeit nicht zu seinen Stärken gehört. Ich habe verziehen, aber nicht vergessen.

    Wir haben denselben Humor, allerdings sind wir intellektuell nicht auf Augenhöhe und dies wird in den letzten Jahren immer mehr spürbar. Ich habe mich sehr entwickelt, ein Studium absolviert, bin einfach reifer geworden. Es gibt wenig Gesprächsthemen zwischen uns. Der Alltag hat uns natürlich im Griff, wir arbeiten beide. Abends schaut er am liebsten TV und ich ziehe mich zurück, da es Sendungen sind, die mich nicht interessieren. Am meisten stört mich tatsächlich, dass er häufig in seiner Impulskontrolle gestört wirkt. Er ist nie so wirklich zufrieden, ausgeglichen oder ruht in sich. Ich würde fast sagen, er hat eine cholerische Art, die es ihm nicht leicht macht. Natürlich habe ich versucht, dies zu besprechen. Er sagt, er weiß letztlich nicht, woran es liegt und das ihm klar ist, dass er selbst diese Unzufriedenheit in sich trägt. Aber das er mich liebt und seine Zukunft mit uns sieht.

    Ich weiß nicht, wie und wann es konkret passiert ist, aber irgendwo auf unserem Weg haben wir uns auseinandergelebt. Mich stört mittlerweile sogar sein Geruch (Raucher, ich bin Nichtraucher), was früher nie ein Problem war. Gut ist, dass er ein sehr fleißiger Mensch ist, mich im Alltag sehr unterstützt und mir den Rücken freihält. Wenn Frauen in meinem Umfeld über ihre faulen Männer schimpfen, kann ich glücklicherweise nie mitreden. Er ist aktiv im Haushalt und neigt eher dazu, zu viel zu machen.

    Sexuell war es zwischen uns immer ausgesprochen gut und befriedigend. Das es nicht mehr so ist, liegt in meinen Augen an Antidepressiva, die ich nehmen musste und die meinen Orgasmus erschweren. Absetzen ist nicht möglich, weil die positiven Effekte überwiegen (ich habe es versucht). Ich weiß aber auch nicht, ob nur die Medikamente allein schuld sind, oder ob es auch mit meinen veränderten Gefühlen zusammenhängt… Mein Wunsch, Alternativen zu verwenden, wie Sex Toys, sind für ihn keine Option. Er mag das nicht. Somit haben wir uns sexuell entfernt, wobei die Affäre wohl den letzten Rest gab. Diese begann vor über einem Jahr. Bis dahin war ich immer absolut treu, hätte nie gedacht, dass mir sowas mal passieren könnte und hatte keine Zweifel an der „Haltbarkeit“ unserer Beziehung.

    Der Mann, in den ich mich verliebt habe, ist jünger als ich. Wir sind intellektuell sehr auf Augenhöhe und er ist ein wunderbarer, sehr „heiler“ und gesunder Mensch. In einer intakten Familie aufgewachsen, was man einfach deutlich merkt. Unsere Gespräche sind seit über einem Jahr einfach nur bereichernd und der Redefluss einmalig. Er ist ein so ehrlicher, aufrichtiger Mensch, ich habe sowas selten erlebt. Wir können über alles miteinander reden, ich liebe seine Art der Kommunikation. Er ist immer bemüht und bestrebt, mich zu verstehen. Jedes Problem möchte er lösen. Er ist einfach ein besonderer Mann.

    Sexuell ist es natürlich nicht mit einer Langzeitbeziehung zu vergleichen, klar, die Hormone, der Zauber des Anfangs, alles spielt da hinein. Aber ich liebe es, wie experimentierfreudig er ist. Toys mit einbeziehen, ist für ihn überhaupt kein Problem. Er ist so neugierig, kuschelt so gerne…Ich fühle mich in seiner Nähe so wohl. Er ist so liebevoll, besonnen und rücksichtsvoll. Er nimmt mich ernst und ich merke ganz deutlich, wie wichtig ihm mein Wohlergehen ist.
    Er würde mich niemals drängen, möchte für mich nur das Beste und es ist ihm sehr wichtig, mich in keine bestimmte Richtung zu lenken. Aber es ist nicht zu verleugnen, dass er zwischenzeitlich leidet. Er möchte langfristig kein „halber Freund“ sein. Und ich verstehe das und möchte unbedingt zu einer richtigen Entscheidung gelangen. Ich vertraue ihm sehr, er ist, wie ich, so ein dankbarer Mensch und auch mein Kind wäre überhaupt kein Problem für ihn. Wir haben alles sehr ernst, offen und lange besprochen. Seine Entscheidung für mich steht, es liegt nun an mir. Und ich mache mir meine Entscheidung alles andere als leicht…
    Mehrfach haben wir versucht, den Kontakt zu beenden, aber es hat einfach nicht funktioniert. Ich bin selbst überrascht, wie stark diese Anziehung zwischen uns ist. Und das konstant, über diese lange Zeit und obwohl wir auch oft problematische Dinge miteinander besprechen.

    In erster Linie habe ich Angst, was ich meinem Kind mit einer möglichen Trennung antue. Ich selbst bin ein Trennungskind und der Wunsch nach der heilen, idealen Familie ist sehr, sehr stark. Wir sind nun ja weit gekommen, haben 9 Jahre gemeinsam geschafft, viel zusammen gemeistert… Manchmal denke ich, ob ich einfach zu viel erwarte. Denn der Alltag kommt in jede Beziehung früher oder später wieder, dies ist mir bewusst. Ist es zu viel verlangt, dass mein Partner sich abends mit mir beschäftigt, Interesse an meinem Tag zeigt, mit mir reden möchte? Ist es zu viel verlangt, gute Gespräche zu führen? Oder ist das, was wir momentan haben, einfach normal nach so vielen Jahren, gemeinsam in einer Wohnung?
    Ich bin so verwirrt. Der Gedanke, meinem Kind den Vater zu nehmen, womöglich eine schlimme Trennung zu haben, macht mir Angst. Er ist kein Mensch, mit dem man gut und vernünftig Dinge regeln kann. Er ist impulsiv, emotional, wäre voller Wut und verletzter Gefühle. Ich fühle mich einfach auch verantwortlich. Ich würde den Vater meines Kindes damit womöglich destabilisieren, ihn in eine Krise treiben, die Rückfallgefahr wäre sicherlich erhöht.. Und alles nur, weil ich einfach nicht mehr zufrieden bin mit dem, was ich habe? Warum ist es bloß so schwer, eine heile Familie zu sein und einfach ein glückliches, verliebtes Paar zu bleiben? Es war wirklich ein Herzenswunsch von mir.
    Und nun ist es mir auch passiert, ich habe mich verliebt, bin unaufrichtig und merke dadurch eigentlich erst, wie sehr der Wurm bei uns drin ist, wahrscheinlich schon lange. Ich bin momentan sehr ernüchtert. Denn eigentlich dürfte ich doch keine Angst davor haben, mit ihm darüber zu reden. Aber genau so ist es. Ich weiß, er würde sich dann vergessen, mich überhaupt nicht verstehen, mir für immer vorwerfen, die Familie ja selbst zerstört zu haben. Ich bin sehr anfällig für Schuldgefühle und frage mich einfach, ob ich damit leben könnte und das, auch später, gut vor meinem Kind vertreten kann. Kinder wünschen sich doch immer eine intakte Familie, brauchen beide Elternteile. Ich habe Angst, meinem Kind aus Egoismus Leid zuzufügen.

    Ich möchte dieses Doppelleben natürlich beenden, bevor es noch mehr Leid verursacht. Und zu einer guten Entscheidung gelangen. Ich möchte Klarheit für alle, zerbreche mir den Kopf seit Monaten. Fakt ist, dass sich auch für meinen Alltag viel ändern würde, er wäre „unbequemer“, ich wäre fast alleinerziehend, denn meine Affäre ist noch in einer anderen Lebensphase, es würde etwas Geduld erfordern, bis ein gemeinsamer Alltag überhaupt möglich wäre. Es wäre für mich, insbesondere aber für mein Kind, eine riesige Umstellung. Es gibt praktische Dinge, die es zu klären gilt, wohin mit dem Familienhund, ich müsste beruflich reduzieren. Die Frage ist, wie finde ich heraus, ob es das wert ist, ob ich mich trauen soll? Oder ob ich einfach jetzt aushalten muss, meine Affäre vergessen soll und zu akzeptieren habe, dass genauso nun mal der Alltag in einer Langzeitbeziehung mit Kind aussieht? Wie finde ich das heraus?

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Das was mir bei deinem Text auffiel waren die Gefühle, die die Beschreibung der beiden Männer und Beziehungen in mir auslöste.

    Der eine hell, leuchtend.
    Der andere dunkel und düster.

    Ich denke, du hast dich schon entschieden. Dein Herz hat sich entschieden, dein Bauchgefühl, dein Geruchssinn.

    Du musst es nur noch durchziehen. Vielleicht kannst du dann irgendwann auch die Antidepressiva absetzen.. niemand sollte so lange gegen sich selber leben.

    Und aus Angst und Pflichtgefühl beim Vater bleiben kann keinem Kind gut tun.

  3. Moderation

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Ich kann mich auf ihn verlassen, doch ich hatte nie das absolute Vertrauen zu ihm, weil er mich anfangs angelogen hat und Aufrichtigkeit nicht zu seinen Stärken gehört. Ich habe verziehen, aber nicht vergessen.
    Hervorhebung von mir

    Warum hast du dich dann auf eine Partnerschaft eingelassen? Hier ist doch schon das erste Steinchen, das sich im Laufe der Zeit immer weiter durchdrücken wird.

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Er ist ein so ehrlicher, aufrichtiger Mensch, ich habe sowas selten erlebt. Wir können über alles miteinander reden, ich liebe seine Art der Kommunikation. Er ist immer bemüht und bestrebt, mich zu verstehen. Jedes Problem möchte er lösen. Er ist einfach ein besonderer Mann.
    ... Und du siehst dich von ihm geschätzt und umsorgt. Ist es dir wichtig, dass sich jemand um dich kümmert? Glaubst du, dass ein Mensch/Mann auf Dauer sich um einen erwachsenen Menschen kümmern wird, seine Probleme lösen möchte? Du sprachst von Augenhöhe. Ist das für dich Augenhöhe?

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    I auch mein Kind wäre überhaupt kein Problem für ihn.
    Kennt er denn dein Kind? So ein Satz "ist überhaupt kein Problem" ist in meinen Augen sehr mutig. Denn das Zusammenleben wird sich hin und wieder schwierig gestalten. Wie alt ist denn dein Kind? Dass der Mann Grund für die Trennung war, könnte durchaus Sprengstoff beinhalten.

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    In erster Linie habe ich Angst, was ich meinem Kind mit einer möglichen Trennung antue. Ich selbst bin ein Trennungskind und der Wunsch nach der heilen, idealen Familie ist sehr, sehr stark. Wir sind nun ja weit gekommen, haben 9 Jahre gemeinsam geschafft, viel zusammen gemeistert… Manchmal denke ich, ob ich einfach zu viel erwarte.
    Die heile Familie gibt es doch schon nicht mehr. Und da du es mehrfach betonst - was hast denn du und dein Partner so schweres und zusammen gemeistert, was habt ihr denn geschafft? Du klingst für mich eher so, dass jeder "seins" macht und darüber habt ihr euch verloren. Stichwort: keine Augenhöhe, unterschiedlich entwickelt, unterschiedliche Interessen

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Ich bin so verwirrt. Der Gedanke, meinem Kind den Vater zu nehmen, womöglich eine schlimme Trennung zu haben, macht mir Angst.
    Hier ist in meinen Augen ein kompletter Denkfehler. Du nimmst deinem Kind nicht den Vater, der bleibt nämlich. Ihr trennt euch als Paar. Und je länger du deinen Partner hintergehst, je länger diese Schwebezustand anhält, desto verletzter wird er sein. Und du bist hier auch vollkommen unehrlich - dabei ist dir doch Ehrlichkeit so wichtig? Wirfst du ihm nicht vor, es mit der Ehrlichkeit nicht so genau zu nehmen?

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Er ist kein Mensch, mit dem man gut und vernünftig Dinge regeln kann. Er ist impulsiv, emotional, wäre voller Wut und verletzter Gefühle. Ich fühle mich einfach auch verantwortlich.
    Er hat alles Recht der Welt, verletzt und wütend zu sein. Und ja, diese Gefühle von ihm, die musst du auch aushalten, schließlich bist du daran ja maßgeblich beteiligt. Das heißt aber nicht, dass man sich danach nicht doch vernünftig einigen kann. Wenn allerdings deine Befürchtungen dahin gehen, dass ein anschließendes Gespräch nicht mehr möglich wäre, wie wäre es, wenn du dir einen Mediator suchst, damit ihr zu dritt eure Situation klären könntet?

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Ich würde den Vater meines Kindes damit womöglich destabilisieren, ihn in eine Krise treiben, die Rückfallgefahr wäre sicherlich erhöht..
    Dann such dir professionelle Unterstützung. Dass Partnerschaften zerbrechen gehört zum Leben dazu. Ich kann nicht beurteilen, wie berechtigt deine Sorgen sind; ich vermute aber, dass du dich dahinter auch versteckst, weil es bequem ist. Unter dem Deckmäntelchen ihn nicht zu verletzen und zu destabilisieren, musst du nicht entscheiden und musst du v. a. auch nicht die Folgen deines Handelns tragen.

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Aber genau so ist es. Ich weiß, er würde sich dann vergessen, mich überhaupt nicht verstehen, mir für immer vorwerfen, die Familie ja selbst zerstört zu haben. Ich bin sehr anfällig für Schuldgefühle und frage mich einfach, ob ich damit leben könnte und das, auch später, gut vor meinem Kind vertreten kann. Kinder wünschen sich doch immer eine intakte Familie, brauchen beide Elternteile. Ich habe Angst, meinem Kind aus Egoismus Leid zuzufügen.
    Für mich sind das Schutzbehauptungen von dir. Wie gesagt, dein Kind behält doch seinen Vater. Und ja, du möchtest eine Änderung (?) dann musst du damit leben, dass nicht jeder Hurra schreit. Wenn du für dich selbst klar bist, wenn du dir sicher bist, dass eure Beziehung keine Zukunft mehr hat, dann solltest du im Sinne von allen Beteiligten aufhören, etwas vorzuspielen. Sowohl dein Kind als auch dein Partner haben sicher schon längst gemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Insofern könnte ein offenes Wort auch endlich, endlich diese quälende Ungewissheit beenden.

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Fakt ist, dass sich auch für meinen Alltag viel ändern würde, er wäre „unbequemer“, ich wäre fast alleinerziehend, denn meine Affäre ist noch in einer anderen Lebensphase, es würde etwas Geduld erfordern, bis ein gemeinsamer Alltag überhaupt möglich wäre.
    Hier begehst du einen katastrophalen Fehler. Dein Partner bleibt Vater, ihr bleibt Eltern, das heißt auch, dass ihr weiterhin gemeinsam für euer Kind verantwortlich seid. Dein Freund hat damit zunächst gar nichts zu tun. Warum wärst du alleinerziehend? Warum sollte sich der Vater auch im Falle einer Trennung nicht um sein Kind liebevoll kümmern? Ihr müsstet euch doch auch darüber einigen, wie das Umgangsrecht geregelt werden soll?

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Es wäre für mich, insbesondere aber für mein Kind, eine riesige Umstellung. Es gibt praktische Dinge, die es zu klären gilt, wohin mit dem Familienhund, ich müsste beruflich reduzieren.
    Warum müsstest du weniger arbeiten? Warum kann nicht einer in der Wohnung/Haus bleiben (und damit ist auch die Frage geklärt, wo der Hund bleibt) und der andere sucht sich eine neue Wohnung? Oder willst du gleich mit deinem Freund zusammenziehen? Kann ich nur dringend von abraten.

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist, wie finde ich heraus, ob es das wert ist, ob ich mich trauen soll? Oder ob ich einfach jetzt aushalten muss, meine Affäre vergessen soll und zu akzeptieren habe, dass genauso nun mal der Alltag in einer Langzeitbeziehung mit Kind aussieht? Wie finde ich das heraus?
    Was willst du denn herausfinden? Du sagst, du bist neben deinem Partner unglücklich, du erträgst ihn nicht mehr, dich stört im Grunde seine Anwesenheit. So sieht eine Langzeitbeziehung nicht aus. Da "erträgt" man nicht seinen Partner, sondern ist nach wie vor gerne mit ihm zusammen. Aushalten musst du auch gar nichts. Ihr habt schon versucht, euch nicht mehr zu sehen, hat nach deinen Worten nicht geklappt. Was macht dich denn so sicher, dass es jetzt klappen würde?

    Du machst in meinen Augen auch den 2. und 3. Schritt vor dem 1. Erster Schritt sollte sein, dass du mit deinem Partner redest. Dass du unglücklich bist, dass eure Beziehung in eine Schieflage geraten ist, wie er das sieht und ob er denn noch glücklich in der Beziehung wäre, du bist es auf jeden Fall nicht. Ich finde, dass du es deinem Partner und dem Vater deines Kindes schuldig bist, mit ihm offen zu reden. Denn nur so kannst du evtl. erreichen, dass du nicht so viel Porzellan zerschlägst, dass eine Beziehung zum Wohle eures Kindes nicht mehr möglich ist.
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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Ein ehrlicher und aufrichtiger Mann fängt nichts mit einer Frau an, die mit einem Partner zusammen ist und mit ihm ein Kind hat.

    Da fängt es schon mal an ...

    Eine ehrliche und aufrichtige Frau mit Partner und Kind übrigens auch nicht mit einem anderen Mann.

    Nur mal, um von Vertrauen zu sprechen ...

    dass Du nie zu Deinem Partner hattest - umgekehrt hätte er wohl auch Grund dazu, oder? Offensichtlich belügst und betrügst Du ihn seit ca. einem Jahr.

    Dun sagst, Dein Partner ist nicht immer der reine Sonnenschein. Wenn Du Antidepressiva nimmst und dazu oder deswegen nicht immer sexuell auf ihn ansprichst (bei dem Anderen geht es zwar), scheinst Du selbst jedenfalls auch nicht immer der reine Sonnenschein zu sein.

    Nur mal so als Gedanken ...
    Geändert von Heidenelke (16.09.2021 um 01:45 Uhr)
    Hell golden ging die Sonne überm Silbermeere auf, das sich in feinstes Blau tat kleiden. Wo bunte Fischlein in dem tiefen Grunde Zier und weiße Wellenkrönlein obenauf keck reiten.

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    ... sind wir intellektuell nicht auf Augenhöhe ......... Es gibt wenig Gesprächsthemen zwischen uns.
    ...
    Ist es zu viel verlangt, dass mein Partner sich abends mit mir beschäftigt, Interesse an meinem Tag zeigt, mit mir reden möchte? Ist es zu viel verlangt, gute Gespräche zu führen?
    Da er ohnehin Deinem Intellekt nicht gewachsen ist, sind doch aus Deiner Sicht gar keine guten Gespräche möglich.

    Du konstruierst hier lediglich einen Punkt, der für die Trennung spricht. Möglicherweise, um sie für Dich selbst zu rechtfertigen.


    Ich bin selbst überrascht, wie stark diese Anziehung zwischen uns ist. Und das konstant, über diese lange Zeit
    Ein Jahr ist diesbezüglich aber keine lange Zeit.
    Und schon gleich gar nicht, wenn es keinen gemeinsamen Alltag gibt.


    auch mein Kind wäre überhaupt kein Problem für ihn.
    Er kennt das Kind, um das beurteilen zu können?

    Vielleicht wäre es aus Sicht des Kindes nicht ganz so einfach?
    Denn auch ein Kind muss mit einem neuen Partner zurechtkommen - nur werden Kinder leider selten gefragt.


    Die Frage ist, wie finde ich heraus, ob es das wert ist, ob ich mich trauen soll?
    Einen Weg, das im Vorhinein herauszufinden, gibt es nicht.
    Das Risiko, dass die neue Beziehung sich anders gestalten wird als erhofft, bleibt.
    Aber ebenso ist natürlich die Chance gegeben, dass Deine Erwartungen erfüllt werden.

    Die zahlreichen *Störfaktoren*, die Du an Deinem derzeitigen Lebenspartner aufzählst, sind allerdings ein klares Indiz dafür, dass Du Dich trennen solltest. Ganz unabhängig von dem anderen Mann.

    Diese Entscheidung würde ich auch nicht mehr hinauszögern.

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Zitat Zitat von Heidenelke Beitrag anzeigen
    Ein ehrlicher und aufrichtiger Mann fängt nichts mit einer Frau an, die mit einem Partner zusammen ist und mit ihm ein Kind hat.

    Da fängt es schon mal an ...

    Eine ehrliche und aufrichtige Frau mit Partner und Kind übrigens auch nicht mit einem anderen Mann.
    Echt jetzt?

    Kann es nicht sein, dass man sich - trotz aller Widrigkeiten - in einen anderen Menschen verliebt, auch wenn man gebunden ist und ein Kind hat!?

    Was ich eher sagen würde - in einer intakten, glücklichen Beziehung hat kein Dritter Platz. Wenn doch, dann zeigt es, dass irgendwas nicht stimmt.

    Das Wichtigste ist doch, wie man damit jetzt weiter umgeht - welche Schlüsse und Konsequenzen man daraus zieht.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Mir hat mal eine weise Frau gesagt, dass wenn man sich nicht zwischen zwei Männern entscheiden kann, dass dann keiner der Richtige ist. Denn wäre man so richtig verliebt dann wüsste man genau, wen man will.

    Ok, hier geht es mehr um "angeblich richtig verliebt" gegen "sicheres Elternhaus erhalten", das ist schon etwas anderes als zwei ungebundene Männer mit einander zu vergleichen.

    Ich denke mir doch, dass an dem Spruch was dran ist. Wäre ich Du, würde ich erst einmal dem Affärenmann eine Pause geben: Du musst erst Deine Ehe überdenken.

    Und dann geh' doch mal mit Deinem Mann zu einer Eheberatung. Du bist irgendwie von einem Verhältnis mit einem Abhängigem in eine Beziehung mit Kind gerutscht und jetzt war es doch nicht so ganz Deine Entscheidung. Zum Kind schon, zum Mann nicht. Und jetzt hast Du Angst vor seiner Abhängigkeit von Dir und dass er wieder rückfällig wird, wenn Du Dich trennst.

    In einer Gesprächstherapie könnt ihr vielleicht herausfinden, ob da noch genügend Zuneigung und Wille da ist, die Ehe zu retten. Es kommt mir vor, Du willst das nicht aber Du willst auch kein schlechtes Gewissen haben. Ganz ohne schlechtes Gewissen geht es nicht aber gebe Deiner Ehe und Deinem Mann noch diese letzte Chance. Dann hast Du das Minimum versucht und dann kann man auch in der Therapie versuchen, die Ehe in eine Freundschaft um zu wandeln.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass wenn Du das alles hinter Dir hast, dass Du dann so viel vor hast, dass Du einen anderen Mann nicht mehr brauchst weil Du zu viel zum Bewältigen hast. War also wieder mal so eine Sprungbrettgeschichte

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    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Zitat Zitat von janine90 Beitrag anzeigen
    ....aber seit 9 Jahren vergeben und wir haben ein Kind.....

    Mein Partner ist älter als ich. Unsere Beziehung war von Höhen und Tiefen geprägt und sehr leidenschaftlich. Mein Partner hatte damals eine Suchtproblematik und konnte diese aber überwinden, was für mich auch die Bedingung war, eine Familie mit ihm zu gründen. Ich kann mich auf ihn verlassen, doch ich hatte nie das absolute Vertrauen zu ihm, weil er mich anfangs angelogen hat und Aufrichtigkeit nicht zu seinen Stärken gehört. Ich habe verziehen, aber nicht vergessen.

    Wir haben denselben Humor, allerdings sind wir intellektuell nicht auf Augenhöhe ...

    Ich weiß nicht, wie und wann es konkret passiert ist, aber irgendwo auf unserem Weg haben wir uns auseinandergelebt. Mich stört mittlerweile sogar sein Geruch (Raucher, ich bin Nichtraucher), ...

    Sexuell war es zwischen uns immer ausgesprochen gut und befriedigend. Das es nicht mehr so ist, liegt in meinen Augen an Antidepressiva, die ich nehmen musste und die meinen Orgasmus erschweren.....

    Der Mann, in den ich mich verliebt habe, ist jünger als ich. Wir sind intellektuell sehr auf Augenhöhe und er ist ein wunderbarer, sehr „heiler“ und gesunder Mensch. In einer intakten Familie aufgewachsen, was man einfach deutlich merkt. Unsere Gespräche sind seit über einem Jahr einfach nur bereichernd und der Redefluss einmalig. Er ist ein so ehrlicher, aufrichtiger Mensch, ich habe sowas selten erlebt. Wir können über alles miteinander reden, ich liebe seine Art der Kommunikation. Er ist immer bemüht und bestrebt, mich zu verstehen. Jedes Problem möchte er lösen. Er ist einfach ein besonderer Mann.

    Sexuell ist es natürlich nicht mit einer Langzeitbeziehung zu vergleichen, klar, die Hormone, der Zauber des Anfangs, alles spielt da hinein. Aber ich liebe es, wie experimentierfreudig er ist. Toys mit einbeziehen, ist für ihn überhaupt kein Problem. Er ist so neugierig, kuschelt so gerne…Ich fühle mich in seiner Nähe so wohl. Er ist so liebevoll, besonnen und rücksichtsvoll. Er nimmt mich ernst und ich merke ganz deutlich, wie wichtig ihm mein Wohlergehen ist.
    Er würde mich niemals drängen, möchte für mich nur das Beste und es ist ihm sehr wichtig, mich in keine bestimmte Richtung zu lenken. Aber es ist nicht zu verleugnen, dass er zwischenzeitlich leidet. Er möchte langfristig kein „halber Freund“ sein. ....
    Zitat gekürzt

    Vielleicht fängst du endlich mal an mit deinem Partner, mit dem du ein Kind hast, zu reden und zu sagen, was los ist? Ja, es kann passieren, dass man sich auseinanderlebt, ob der Neue die super Lösung ist, kann ich Dir nicht sagen. Er hat sich mit einer gebundene Frau eingelassen, hat keine Standards und zieht keine Grenze, was darauf hindeuten könnte, dass ihm eine Frau auf Abstand lieber sein könnte als eine verfügbare Partnerin.

  9. User Info Menu

    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen

    Ich denke mir doch, dass an dem Spruch was dran ist. Wäre ich Du, würde ich erst einmal dem Affärenmann eine Pause geben: Du musst erst Deine Ehe überdenken.

    Und dann geh' doch mal mit Deinem Mann zu einer Eheberatung.
    Sie sind nicht verheiratet. Erster Absatz EP.

  10. User Info Menu

    AW: Zwischen zwei Männern stehen

    Mir scheint, du hast dich längst entschieden.

    Daher ist mir nicht ganz klar, was du eigentlich mit diesem Strang bezwecken willst. Suchst du Rechtfertigung oder moralische Unterstützung?

    Deinen Partner wirst du die Wahrheit kaum sagen können, ohne dass eure Beziehung darüber in die Brüche geht. Von daher ist Reden kaum eine Option.

    Ob der andere Mann tatsächlich so toll ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Deine Art, wie du über beide schreibst lässt jedoch den Schluss zu, dass da einiges an Projektion im Spiel ist.

    Was das Thema Ehrlichkeit angeht, muss ich dir sagen, dass du dich da an deinem Partner abarbeitest. Dabei bist du in dieser Konstellation der unehrliche Part.

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