Genau!Zitat von hanne1000
Also - nicht weniger erzählen, sondern - wenn es denn enger zwischen Euch wird - mehr.
Solltest Du noch mehr solche Dinge zu erzählen haben, von denen Du weißt, dass ihn das befremden oder schockieren wird - immer her damit.
Sonst steht das immer zwischen Euch.
hilflos im anderen Thread habe ich auch geschrieben: Ich überlege mir immer, was ich machen muss, damit ich eine gute Beziehung führe, eine, so wie ich sie will.
Und Du möchtest eine Beziehung, in der Du Dich anvertrauen kannst - dann musst Du Dich anvertrauen.
Und sollte die Beziehung daran tatsächlich zerbrechen - dann war es ja sowieso nicht so eine, wie Du sie möchtest.
Alles Gute
Gruß, Leonie
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Ergebnis 11 bis 20 von 43
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15.03.2007, 23:24Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
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15.03.2007, 23:32Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Hmh Morcheeba,
Zitat von Inaktiver User
Abtreibung geht schon an die Grundfesten - das muss ich bei meinem Partner nicht tolerieren - auch nicht "rückwirkend".
Davon kann ich trotzdem wissen, dass das Leben nicht immer schwarz-weiß ist, die Situation verstehen und Dinge, die lange her sind unter "Jugend" ablegen.
Für mich wäre an Stelle des Mannes z.B. wichtig, in welcher Situation hanne damals war und wie sie jetzt dazu steht (hanne - das heißt natürlich nicht, dass Du uns das jetzt erzählen sollst).
Gruß, Leonie
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15.03.2007, 23:37
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Wahrscheinlich klingts sehr widersprüchlich bei mir, weil ich mit diesem Menschen überhaupt nicht klar käme. Der ein früheres Ereignis, das nichts mit ihm und mit meiner Einstellung zu ihm zu tun hat, was eigentlich überwunden ist, wozu ich mich durchgerungen habe, ihm zu erzählen, weil er es mir wert ist, dass ich es ihm erzähle - im Vertrauen darauf, er würde es für mich versuchen zu verstehen und mich nicht für meine Ehrlichkeit fallen lässt - der dies zum Anlass nimmt und weggeht von mir ... nein, da hätte ich kein Vertrauen mehr.
Zitat von Inaktiver User
Ich glaube eher, ich würde mich von ihm trennen.
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15.03.2007, 23:40Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Das kann man machen.
Zitat von Dimanche
Aber seine Gefühle nimmst Du dann auch nicht ernst.
Das Argument kann man doch genau umdrehen.
Er kann sich nicht ihr "anvertrauen", dass er damit Schwierigkeiten hat. Sondern Du lässt ihn fallen.
Gruß, Leonie
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15.03.2007, 23:43Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Das sehe ich definitiv anders. Nicht nur, dass er Hanne mit dem Entzug seiner Zuneigung bestraft, er richtet auf gewisse Weise auch über sie bzw. ihre "Handlung", die sich mit seinen Wertevorstellungen nicht vereinbaren lässt. Aber es sind SEINE Werte. Zumal es ein Thema ist, das man durchaus kontrovers sehen und auch diskutieren kann. In dem Moment, in dem er sich getrennt hat, hat er Hanne das Gefühl gegeben, etwas Unrechtes getan zu haben, einmal ganz abgesehen davon, dass er das Vertrauen, das sie ihm geschenkt hat, in meinen Augen mißbraucht hat.
Zitat von Inaktiver User
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15.03.2007, 23:56
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Immerhin war das ja auch ein großer Vertrauensbeweis.
Das ist ein sehr zentraler Satz, den ich teile. Da ist was offenbart worden und das ist gut so. Wie es weiter geht, hängt sicher vom gemeinsamen Umgang mit diesem (und anderen!!!) Themen ab.
Prijon
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16.03.2007, 00:18
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Das sehe ich nicht so. In diesem Falle wäre ich diejenige, die ein schlimmes Erlebnis, das ich hatte, preisgegeben hat. Ich war diejenige, die das praktisch erlebt hat mit all der Zerrissenheit, die diese Abtreibung in meiner Seele angerichtet hat.
Zitat von Inaktiver User
Ich war diejenige, die die Folgen getragen hat. Ich war diejenige, die von dieser Erfahrung berichtet hat, weil ich dachte, ich könnte es ihm anvertrauen. Ich habe diesen Schritt im Vertrauen gemacht,obwohl es mir sehr schwer fiel.
Für ihn ist es nur die blanke Theorie. Er behandelt mich mit Verachtung, indem er mich mit meiner Offenbarung allein lässt.
Ich habe ihn nicht fallen lassen. Ich habe mich ihm anvertraut. Aber er ist dieses Vertrauens nicht würdig.
Ich wäre sehr verletzt.
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16.03.2007, 00:23Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Ihr redet, als sei das eine kaltschnäuzige, rationale Entscheidung von ihm. Das ist bei dem Thema aber nicht so. Da spielen auch bei ihm Gefühle 'rein.
Ich finde, da sollte man ihm einen "Schock" seinerseits zugestehen.
Ich suche die ganze Zeit nach einem Vergleich - aber mir fallen bisher nur Dinge ein, für die ich hier gesteinigt würde.
Ich wollte jedenfalls keinen Partner, der zu Abtreibung eine wesentlich andere Einstellung hat als ich. Das ist etwas anderes, als unterschiedliche Meinungen auf anderen Gebieten.
Gruß, LeonieGeändert von Inaktiver User (16.03.2007 um 00:27 Uhr)
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16.03.2007, 00:38
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Er wirft ihr aber nicht "nur" die Abtreibung vor, sondern dass sie ihn noch angelogen habe und nicht gleich alles erzählt hat.
Ist die Frage, was für ihn nun eigentlich schwerer wiegt: die Abtreibung oder nicht gleich alles erzählt zu haben.
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16.03.2007, 01:10Inaktiver User
AW: Wahrheit um jeden Preis in der Beziehung?
Schon wieder so ein rationales Argument.
Zitat von Dimanche
Ich gestehe ihm zu, dass das ein Schock für ihn ist - gerade weil er Gefühle für sie hat - und dass er damit (zunächst) nicht zurechtkommt. Und dann darf es auch Schockreaktionen geben und es kann nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden.
Und immerhin haben sie über Abtreibung gesprochen, sie kannte seine Einstellung und sie hat es ihm trotzdem nicht gesagt.
Und Ihr seht da einen überheblichen, rationalen, kalten Richter - der aber eigentlich über alles seine liebende Großzügigkeit breiten müsste.
Das lassen wir vielleicht einfach mal so stehen.
Sowieso ist er erst einmal weg - und ob sie sich überhaupt überlegen muss, ob sie ihn noch will, ist nicht klar.
Gruß, Leonie


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