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    Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Hallo ihr Lieben

    Ich habe vor 1 Woche eine fast 2 Jährige Affäre beendet, die eigentlich nie eine werden und vor allem nicht so lange gehen sollte.
    Er (41) und ich (37) lernten uns vor 5 Jahren auf der Arbeit kennen und entwickelten durch die enge Zusammenarbeit, viele Gespräche und Erlebnisse eine wirklich gute Freundschaft. Nach drei Jahren merkte man, dass die Gefühle doch stärker werden und nachdem erst lange Zeit noch die Vernunft die Überhand hatte, war das Herz irgendwann stärker. Die Vernunft hätte siegen sollen, da wir beide sehr lange vergeben sind/waren. Er seit 25Jahren, 20 davon verheiratet und 1 Kind (20Jahre alt). Bei mir waren es knapp 20Jahre. Wie schon geschrieben war uns klar (eigentlich), dass wir keine Affäre, sondern zusammen sein wollen. Aber wir wussten auch, dass es nicht von heute auf morgen geht. Wir waren beide noch Teenager als wir unsere Beziehungen eingegangen sind, man hat sich was aufgebaut, Familie etc.. Plötzlich ist man neu verliebt und das wirft vieles durcheinenander.
    Ich habe meine Beziehung dann Zuhause beendet. Mein Kollege ist nicht der Grund gewesen, aber der Auslöser das Leben nochmal zu überdenken. Meine Beziehung war schon seit vielen Jahren keine Paarbeziehung mehr, sondern in allen Punkten wie Bruder und Schwester. So sah es auch mein Partner und wir hatten auch viele Gespräche, schon vor 6-7Jahren, aber eine Trennung haben wir nicht geschafft. Das Leben an sich hatte ja so funktioniert, auch wenn das sehr unromantisch klingt. Eine Abhängigkeit bestand nie. Kein Kind, beide finanziell gleich aufgestellt.
    Ich hatte meine Beziehung also beendet. Mein Kollege hat sich gefreut und er sagte ja schon vorher immer, dass er sich auch trennen wird. Sonst wäre ich das mit ihm gar nicht eingegangen. Aber außer großen Worten passierte nichts. Es gab immer „gute Gründe“ weshalb man sich noch nicht trennen kann. Natürlich kenne ich all solche Ausreden aus Foren und Filmen, aber eine gewissen Zeit hatte ich trotzdem Verständnis. Ich weiß doch selbst, wie schwer es ist sich nach so vielen Jahren zu trennen. Klar, ich habe mich getrennt, aber bei mir ging es auch nur deshalb so „schnell“, weil mein Partner und ich schon vor Jahren Gespräche hatten, wir uns gegenseitig schon vor Jahren als Paar losgelassen haben (unbemerkt, ungewollt) innerlich. Es wurde nichts gesagt was überrascht hat. Bei meinem Kollegen ist es anders. Verheiratet, finanzielle Abhängigkeit durch die Frau, 1 Kind etc. Und die beiden haben noch nie über sich gesprochen, so wie mein Kollege sagt. Zwar führen sie, laut meinem Kollegen, eine Ehe wie meine Beziehung war, aber sie hatten sich so sehr damit arrangiert, dass eine Trennung nie zur Debatte stand. Wegen all dem habe ich verstanden, dass es für ihn schwerer, komplizierter, emotionaler ist. Irgendwann in dieser Zeit wurde auch noch sein Vater schwer krank, was leider stimmt. Das habe ich als Grund natürlich verstanden und hätte es auch verstanden, wenn er das mit uns sogar beendet. Aber nein er wollte das weiterhin und sagte weiterhin, dass er sich unbedingt und so schnell es geht trennen will und wird. Nur gemerkt habe ich davon weiterhin nichts. Ich weiß zwar, dass er seit Oktober auf der Couch schläft, er angeblich mit seinem Vater über uns geredet hat und unser Chef eingeweiht ist (das stimmt). Aber seine Frau weiß, glaube ich, bis heute nichts von seinen Trennungsideen. Für mich war die Situation die letzten Wochen nicht mehr auszuhalten. Ich bin das mit uns damals schon sehr skeptisch eingegangen. Ich war und bin nicht für eine Affäre gemacht. Auch, dass ich mich so „hinhalten“ lasse hätte ich nie gedacht. Warten auf einen Mann der das Leben mit einer anderen Frau teilt ist etwas, was mir, meiner Wertevorstellung, Lebenseinstellung und Einstellung zur Liebe total widerspricht. Das Alles war für mich all die Zeit über immer schwerer und letzte Woche dann nicht mehr zu ertragen. Nachdem er mir weiterhin nicht sagen konnte, wann genau er sich trennt, habe ich es beendet und auch den Kontakt ganz abgebrochen. Das geht Aufgrund von Corona und verschiedenen Arbeitszeiten im Moment Gott sei Dank sehr gut. Ich wollte nichts mehr von ihm lesen oder hören. Er und ich haben einfach schon zu viel gesprochen in den fast 2 Jahren und sind kein Stück weiter. Keines seiner Verprechen (um die ich ihn nie bat, nichtmal durch die Blume) hat er gehalten. Sogar wenn er jetzt sagen würde, dass er getrennt ist, mein Vertrauen ist so hinüber, dass für mich eine Zukunft nicht mehr vorstellbar ist. Ich habe so viel geweint in der Zeit mit ihm, wie noch nie. Und das will ich auch nie wieder. Mein Kollege versteht das Alles natürlich nicht. Ich bin jetzt die Böse und er ist sauer auf mich. Er war übrigens eh immer die „Zicke“ von uns. Und ich war die, die die Wogen glatt gehalten hat, auch wegen dem Arbeitsklima. Er war es auch der immer alles mit auf die Arbeit genommen hat. So wie jetzt auch wieder. Er möchte nun nicht weiter mit mir zusammenarbeiten.

    Ich bin auf jeden Fall erleichtert seit ich es beendet habe. Natürlich tat es weh und ich bin unfassbar traurig. Aber ich habe eingesehen, dass es nie was wird. Dass es immer so weiter gegangen wäre. Immer neue Gründe etc. Wenn man eine Spaßgeschichte eingeht und dann plötzlich fordert, ok.
    Aber mein Kollege hat das ja alles erst so befeuert (große Liebe, Haus, Heirat, Kinder).Was mich an der Sache auch immer mehr aufgeregt hat ist, dass mein Kollege erwartet hat, dass ich so tue als wären wir schon zusammen. Während er jeden Tag noch mit seiner Frau auf der Couch saß, war er z.B. eifersüchtig, wenn er gehört hat, dass ich mit meinem Ex nur mal telefoniert habe. Und das ist jetzt nur ein Beispiel. Für mein Herz und meinen Kopf war das absolut nicht vereinbar....wie eigentlich diese ganze Geschichte. Ich habe auf jeden Fall in vielen Punkten dazugelernt, auch über mich.
    Jetzt versuche ich das alles irgendwie zu verarbeiten und hoffe, dass mein Kollege nicht weiterhin diese trotzige Art zeigt. Er hatte es ja in der Hand. Ich habe es nicht beendet, weil ich ihn blöd finde, einen Andern will, oder sonstiges, sondern weil er seit fast 2 Jahren dieses blöde Spielchen spielt und ich keine Geliebte mehr sein will. Ich bin gespannt, wie es nun auf der Arbeit weiter geht.
    Habt Ihr vielleicht Tipps, wie ich mit all dem umgehen kann? Den Gefühlen und seiner blöden Art damit umzugehen? Habt Ihr vielleicht auch schon derartige Erfahrungen gemacht?
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen
    Aber seine Frau weiß, glaube ich, bis heute nichts von seinen Trennungsideen.
    Wahrscheinlich nicht. Weichei. Wollte halt die ganze Zeit euch beide mitsamt allen angenehmen Seiten!

    Gut gemacht, auch wenn es weh tut …

    Ich hoffe, du kannst ihm in den ersten Woche aus dem Weg gehen. Kalte Schulter, nett hallo sagen, weiterziehen.

    Hoffentlich kommt er dir nicht blöde … du bist aktiv ausgestiegen, sowas mag manch einer nicht.

    Und: willkommen hier!
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Ja, das ist bitter,m wenn man so in Vorkasse geht und keine Gegenleistung erhält.
    Aber sehe es mal so, er war der "Absprungmann" durch den Du den Mut gefasst hast, Deine ereignislose Ehe zu beenden.

    In der Firma hatte ich sowas noch nicht. Aber ich würde auch förmlich freundlich bleiben, auch wenn er dumm tut.
    So, wie Du es schreibst, wäre ja eventuell eine Partnerschaft auch nicht sooo toll geworden? bei aller Liebe.

    Ich würde Dir raten, alles Schlechte aus dieser Affäre aufzuschreiben. Nichts zu glorifizieren. Nur an das Schlechte denken. An Deine Tränen, an seine Ausreden, an die Streitgründe.
    Corona kommt ja blöderweise noch dazu, da kann man ja schwer soziale Kontakte pflegen. Aber das, was geht, nutzen.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    @Neoli65:
    Herzlich Willkommen hier.

    Bitte mache ein paar Absätze in Dein Post, es ist dann besser zu lesen und mein Kopf hört auf zu kreiseln.

    Dankeschön.
    Wer damit spielt, dich zu verlieren, den solltest du gewinnen lassen.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Danke für Eure Antworten bisher!

    Und entschuldigt bitte, dass ich keine Absätze reingepackt habe. Ich achte in Zukunft darauf.

    Ich habe wie gesagt auf jeden Fall daraus gelernt und es war mehr als bitter. Eigentlich hätte man es besser wissen müssen.....eigentlich.

    Ich werde auf jeden Fall normal mit ihm auf der Abeit umgehen. Damit hatte ich nie ein Problem, auch bei Streit nicht. Wenn dann wird von ihm etwas kommen, aber ich hoffe mal nicht.
    Ich denke wir werden erst ab dem 01.04 wieder zusammenarbeiten. Bis dahin kehrt hoffentlich genug Ruhe ein.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Hallo Neoli,

    gratuliere, das war mit Sicherheit nicht einfach.

    Jetzt hilft nur Abstand - Abstand - Abstand u. natürlich für Dich Deine Gefühle zulassen - Traurig sein - ängstlich sein - vielleicht "wütend sein" - was auch immer, aber halt nur für Dich u. nicht ihm gegebenüber kommunizieren, auch nicht erklären, rechtfertigen, was auch immer. Das hätte einfach nur die Gefahr, die Spirale wieder in Gang zu setzen.

    Nutze die Zeit bis ihr euch auf Arbeit wieder begegnet u. ich würde dann versuchen, einfach formal korrekt u. freundlich zu sein - wiederum nichts erklären, "rechtfertigen", nur über Berufliches freundlich kommunizieren.

    " U. nicht mehr mit Dir zusammenarbeiten" geht schätzungsweise nicht, wenn ihr in einer größeren Firma seid, oder? Da gibt es Arbeitsprozesse, Chef*innen, die die Kolleg*innen zusammenarbeiten lassen usw. Wer wie mit wem zusammenarbeitet wird (wahrscheinlich) erst einmal "sachlich" entschieden, oder?

    Alles Gute!

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Hallo Frau Sonnenberg

    Ich danke dir auch für die lieben Worte.

    Ich werde ihm gegenüber auf keinen Fall noch etwas kommunizieren, das hatte wir einfach zu oft. So oft, dass ich auch einfach müde bin etwas zu sagen oder zu erklären. Und seine Aussagen und Erklärungen brauche ich nicht, denn ich kenne sie zur Genüge.

    Was typisch für ihn ist, ist dass er sich nun wieder in die Opferrolle begibt.
    Er versteht die Welt nicht mehr, dass ich es beendet habe und ich nicht noch weiter warte.
    Eigentlich müsste ich mich so benehmen wie er, den ich hätte allen Grund dazu.

    Auf der Arbeit bleibe ich wie gesagt ganz normal. Er kann natürlich nicht entscheiden wer zusammenarbeitet, vor allem weil er und ich ein Zweierteam bilden und zusammen Projekte erarbeiten. Aber wenn er das nicht mehr will muss er das dem Chef sagen UND es begründen.
    Dass er sauer auf mich ist, weil ich nicht weiter seine Geliebt sein will, wird unser Chef sich nicht verstehen, genauso wenig wie die Kollegen.
    Niemand kann etwas dafür, dass er sich nicht entscheiden konnte. Sauer muss er wenn auf sich sein.

    LG

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen

    Ich habe wie gesagt auf jeden Fall daraus gelernt und es war mehr als bitter. Eigentlich hätte man es besser wissen müssen.....eigentlich.

    Bereust Du evtl. die Trennung von deinem Mann oder war diese Entscheidung letztendlich dann doch für euch Beide das Richtige?

    Warm zu wechseln war noch nie einfach, da nimmt man immer viel Altlasten mit in eine neue Beziehung, vielleicht wirst Du ja nach Ablauf deiner "Trauerzeit" wieder an bessere Zeiten anknüpfen können, wäre dir zu wünschen.

    lg jaws
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Bereust Du evtl. die Trennung von deinem Mann oder war diese Entscheidung letztendlich dann doch für euch Beide das Richtige?

    Warm zu wechseln war noch nie einfach, da nimmt man immer viel Altlasten mit in eine neue Beziehung, vielleicht wirst Du ja nach Ablauf deiner "Trauerzeit" wieder an bessere Zeiten anknüpfen können, wäre dir zu wünschen.

    lg jaws
    Danke :)

    Nein ich bereue die Trennung nicht, denn es war schon viel zu lange kaputt und wir standen dadurch beide auf der Stelle. So können wir neu anfangen, denn wir beide waren nicht mehr glücklich.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen
    Hr wenn er das nicht mehr will muss er das dem Chef sagen UND es begründen.
    Dass er sauer auf mich ist, weil ich nicht weiter seine Geliebt sein will, wird unser Chef sich nicht verstehen, genauso wenig wie die Kollegen.
    Willkommen in der bri neoli

    Der Chef weiß ja über Euch Bescheid.
    Weiß er schon über die Trennung Bescheid?
    Ich mein, muss ja einen Grund gehabt haben, den Chef über ein Verhältnis in Kenntnis zu setzen, dann würde ich (!) ihn über die Trennung informieren und dass das Arbeitsverhältnis nicht darunter leiden wird.

    Wie groß ist denn das Unternehmen und das Team?
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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