Da bin ich absolut bei Dir, aber bei Neoli und ihrem Kollegen war es ja kein klassisches Daten, sondern sie sind sich über die Jahre des intensiven Zusammenarbeitens immer näher gekommen, vor der Affäre gab es eine tiefe Freundschaft.
Ansonsten stimme ich Dir zu: wenn ich daten würde (was ich seit vielen Jahren nicht mehr mache), würde ich bei den ersten Treffen ganz genau schauen, wen ich da vor mir habe.
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15.04.2021, 07:45Inaktiver User
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
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15.04.2021, 08:24Inaktiver User
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Die tiefe Freundschaft kann auch seiner überfreundlichen Opferdarstellung und ihrer grenzenlosen Freundlichkeit, ihn zu retten entsprungen sein. Auf jeden Fall war nichts anders an seiner Situation inkl. Ehefrau und jetzt ist man auf einmal weniger nett in dieser tiefen Freundschaft. Und ja, bei den Voraussetzungen hätte man auch einfach Freunde bleiben können ohne Zwischenspiel an der Arbeit.
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16.04.2021, 15:26
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Hallo und erstmal Danke Danke Danke!

Ich könnte Euch echt knutschen...coronakonform natürlich!
Ihr habt mit allem was Ihr schreibt und denkt recht.
Und ich denke so gut wie in allen Punkten wie Ihr!
Natürlich war es dumm mich darauf einzulassen. Aber ich wusste es nicht besser.
Wie schon ganz oft geschrieben kannte ich diesen Menschen vorher schon 3 Jahre.
Die Liebe hat sich nach und nach entwickelt. Ich habe diesem Menschen komplett vertraut.
In allem was er gesagt hat. Ich glaubte ihm was er mir sagte.
Vielleicht war es naiv....aber naja....so nach 3 Jahren dachte ich schon ich wüsste auf was für einen Menschen ich mich einlasse.
Dass ich darauf vertrauen kann, dass es so ist wie er sagt.
Und deshalb ließ ich mich ja auf diese Affäre, die nie eine werden sollte, ein.
Was dann folgte wisst ihr ja. Immer wieder kamen neue Gründe von ihm wieso er sich noch nicht trennen kann. Es waren gute Gründe dabei, aber auch einfach nur dumme.
Nur war ich da einfach schon zu verliebt. Ich habe ihn wirklich aus tiefstem Herzen geliebt und dann ist es schwer richtig die Bremse zu ziehen. Man will ja erstmal weiter glauben.
Und da ich ja auch in so einer langen Beziehung war wusste ich, dass alles nicht sooooo leicht ist.
Klar gibt es mutige gefestigte Menschen, die so lange Verbindungen von heute auf morgen lösen können.
Aber schaut man sich zB im Internet so um, dann ist es fast eher die Minderheit. Denn es ist schwer.
Wenn man mit 15 mit jemandem zusammenkommt und man will sich 20-25 Jahre später trennen, dann ist für manche, wie z.B. mich, schwer. Ja letztendlich habe ich es geschafft, aber auch nicht von heute auf morgen und nach viel innerem Kampf (schon lange bevor es den anderen gab).
Deshalb würde ich niemandem einen Vorwurf machen der Zeit braucht für eine Trennung.
Aber dass es so lange ist, ist schon heftig. Wie auch schon geschrieben hätte ich niemals so lange gewartet, wenn das mit der schweren Erkrankung eines seiner Elternteile nicht dazugekommen wäre.
Dass so etwas jemanden komplett aus der Bahn wirft verstehe ich mehr als.
Ich mein, mal ganz ehrlich wer könnte sagen „Hey dein/e Mutter/Vater ist sterbenskrank, es könnte jeden Tag soweit sein, dass sie/er stirbt, aber sieh trotzdem zu, dass du dich trennst“.
Klar man hätte dann auch sagen können erstmal Schluss. Was ich auch wollte. Ich dachte sogar, dass ihn das eh wieder mit seiner Frau zusammenschweißt. Aber er sagte, dass er mich braucht und ich liebte ihn (absolute Kurfassung). Ja im Nachhinein betrachtet wohl dumm, aber da dachte ich noch immer, man sei auf dem richtig Weg.
Ein Teil von mir war halt auch trotzdem immer skeptisch, was wahrscheinlich mein Glück war, sonst würde ich noch immer drin hängen.
Aber ich habe halt angefangen auch auf mich zu achten, auf mich zu hören. Mich zu fragen wieso ich in dieser Sache geblieben bin etc.
Wieso ich mich in einen vergebenen Mann verlieben konnte frage ich mich aber nicht, denn ich habe mich schlichtweg verliebt in den 3 Jahren.
Die Gefühle interessiert es erstmal (leider) nicht ob der Andere Single ist oder nicht.
Klar, wenn ich jetzt am Wochenende einen kennenlerne und ich höre er ist vergeben, bin ich sofort weg.
Aber bei meinem Kollegen und mir ist das ja durch die tägliche enge Zusammenarbeit gewachsen.
Ok man hätte sofort kündigen können, als man die Gefühle merkte, aber mal ehrlich...wer macht das?! Meist denkt man, dass man das schon irgendwie gescheit hinbekommt (was natürlich nicht klappt), dass man es im Griff hat (naja).
Also sich zu verlieben kann man nicht wirklich verhindern. Aber ich würde bei einem vergebenem Mann diese Gefühle nie wieder zulassen bzw ausleben.
Wieso ich das diesmal gemacht habe(war ja das erste Mal in meinem Leben)?
Tja, ich denke nach 20 Jahren unglücklicher Beziehung, dachte ich dass ich jemanden gefunden habe, der mich wirklich liebt,der mit mir durch dick und dünn geht, halt alles was man von der wirklichen Liebe kennt (ich vom Hörensagen).
Dann kam auch noch dazu, dass wir den selben „Hintergrund“ haben, was unsere Partnerschaften angeht.
Kitschig formuliert, habe ich gedacht, dass ich den Einen gefunden habe, wir das alles zusammen hinbekommen und dann irgendwann gemeinsam glücklich werden.
Ganz so naiv wie es klingt war ich nicht, aber knapp formuliert passt es.
Wir hatten ja oft Streit, Diskussionen und auch Schluss wegen meiner Skepsis, meinem Bauchgefühl und weil mir ein Teil von mir immer sagte, dass es eine große Luftnummer ist.
Aber die Liebe von meiner Seite war halt lange stärker. Und natürlich auch die Hoffnung, dass doch noch alles so kommt wie gedacht.
Ich kann nur nochmal sagen, Gott sei Dank, dass ich es dann aber nach fast 2 Jahren doch hinbekommen habe. Mir ist auch klar geworden, dass es zuletzt bei mir auch eine Egosache (wenn man das so nennen kann) war. Wie ich hier schon so oft schrieb, es tat einfach weh, dass man so veräppelt wurde und alles andere. Man kommt sich richtig dumm und gedemütigt vor.
Und das ist noch immer so. Fast schlimmer als vorher, vor allem nach dem letzten Gespräch mit ihm.
Denn auch wenn ich den Inhalt hier recht neutral, wertfrei oder teilweise sogar positiv für ihn formuliert habe....als er vor mir saß, ich hatte ich eine sehr große Wut in mir und auch jetzt habe ich noch nicht meinen Frieden damit. Ich hoffe aber, dass ich das irgendwann soweit verarbeitet habe.
Ich rede nicht davon, dass er sich nicht getrennt hat.
Ich sage euch was ich mittlerweile von ihm halte, dann versteht ihr was ich meine. Und das schreibe ich jetzt hier nicht als verbitterte Ex Geliebte. Wenn überhaupt als verbitterte Ex gute Freundin/Kollegin/Vertraute. Vieles von dem was ich jetzt schreibe werde hatte ich in all den 2 Jahren auch immer mal im Kopf, aber durch die Gefühle verdrängte ich es.
Meine Meinung ist:
Ich glaube ihm, dass er bisher in seinem Leben zum Großteil unzufrieden war. Schon als er bei uns anfing, sah er nicht aus wie ein zufriedener Mann. Das sage übrigens nicht ich, sondern das haben die Kollegen gesagt die von uns erfahren haben. Er sah nicht aus wie ein glücklicher Mann. Gestresst etc. Er blühte (laut meinen Kollegen) immer nur auf, wenn er mit mir zusammen war.
Ich glaube also, dass in seinem Leben schon einiges im Argen lag und war. Ich mein, welcher Mensch mit gerade Anfang 40 sagt, dass er keine 60 werden will? Und das sagte er mal ganz beiläufig, lange bevor das mit uns anfing. Aber aus welchem Grund sein Leben so war, keine Ahnung. Ob nun wegen der Frau, wegen ihm selber, wegen der Familie.
Klar habe ich da seine Erzählungen, aber ehrlich gesagt glaube ich vieles nicht mehr.
Ich kenne ja nun auch seine andere Seite und kann mir sehr gut vorstellen, dass er auch Zuhause so agiert. Wenn seine Ehe, wie er bisher sagte, nur aus Streit und Schreien bestand, dann wird er da nicht unschuldig dran gewesen sein.
Ich habe das Gefühl bei ihm, dass er nie eine gescheite Streitkultur kennengelernt hat.
Nie gelernt hat vernünftig zu diskutieren, Konflikte zu lösen und auch zu handeln.
Das habe ich ja nicht nur an unserer Geschichte gesehen, sondern auch oftmals auch auf der Arbeit.
Er kann auch nicht reden...über Gott und die Welt und irgendwelche Luftschlösser schon.
Aber wenn es ans Eingemachte geht, wenn Probleme angesprochen werden etc. dann starrt er wenn es sein muss stundenlang stur in eine Richtung.
Er ist auch beruflich nicht in der Lage selbst Entscheidungen zu treffen.
Ich glaube auch, dass er Gefühle für mich hatte, aber nicht so wie er es meinte. Ich tat ihm gut, weil ich sein Ego pushte. Und ich glaube mehr war ich auch nicht für ihn.
Deshalb sah er auch immer nur sich.
Wie schon richtig erkannt wurde, hat er es ja in 2 Jahren nicht geschafft Zuhause den Mund aufzumachen, aber auf der Arbeit und bei mir privat machte er Theater ohne Ende.
Da ist der Mut da. Daran merkt man, dass ihm egal war ob er mich verliert oder sogar die Arbeit, hauptsache keine Probleme mit der Ehefrau.
Ich denke daher auch, dass er seine Frau noch immer liebt. Und mittlerweile könnte ich mir auch gut vorstellen, dass er das mit mir irgendwann eingehen wollte, weil er Zuhause nicht mehr das bekommen hat, was er erwartet. Liebe, Zuneigung etc. Würde ich seiner Frau nichtmal verübeln, wenn er auch zu ihr so ist.
Ich denke er ist jemand der einfach nur Anerkennung und Liebe braucht egal von wem, und egal welchen Weg er dafür gehen muss.
Er achtet dabei nicht auf Andere, sondern nur auf sich, dass es ihm gut geht.
Im Nachhinein betrachtet merkte man das auch bei jedem Streit. Er hat sich nie benommen, wie jemand der Angst hat mich zu verlieren, sondern wie jemand der sauer ist weil ihm was verwehrt bzw weggenommen wird.
All sowas macht mich halt wütend auf ihn. Ja teilweise koche ich innerlich und ich wünschte ihm, dass er auch mal den selben Stress durchmacht wie ich.
Aber ich bin ja auch selbst Schuld, weshalb ich nicht anfangen werde irgendwelche Rachepläne zu schmieden. So ein Mensch bin ich auch nicht. Es ist für mich einfach durch das Thema und ich schrieb zwar das mit Freundschaft, aber ihr habt Recht.
Ich denke, dass werde ich nach all dem auch nicht mehr hinkriegen. Er ist für mich menschlich unten durch. Dass er zum Lügen neigt weiß ich mittlerweile nämlich auch noch. Ja ich weiß, wer eine Affäre hat lügt allgemein. Aber ihr wisst auch, dass ich das etwas anders sehe. Doch bei meinem Kollegen trifft es leider zu. Denn da habe ich nun auch schon Sachen erfahren. Er hat bei Dingen gelogen, also andere Kollegen angelogen, die wirklich lächerlich sind. Und wer bei sowas lügt, der lügt auch noch bei ganz anderen Dingen.
Er ist jemand der sich seine Welt so gestaltet, wie sie ihm gefällt und das auf kosten Anderer.
Ja leider kein sehr schöner Ausgang dieser ganzen Geschichte. Aber ich habe auf jeden Fall sehr dazugelernt. Und ich bin auch durch die Sache gereift. Habe viel über mich gelernt.
Eigentlich könnte ich ihm ja danken...aber neee.
Huch jetzt wurde es aber wieder lang.
Aber ich schreibe ja sonst nicht mehr so viel! :)
Ich wünsche Euch einen schönen sonnigen Tag!
Endlich kommt so langsam der Frühling durch!
LG
Neo
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03.05.2021, 21:50
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Hey Ihr Lieben!

Nach einiger Zeit wollte ich mal wieder schreiben und berichten was es so gibt bzw was sich getan hat. Und ich muss mich tatsächlich auch nochmal ausheulen.
Also....Probleme gab es Gott sei Dank weiterhin keine mehr. Auch keine Provokationen.
Aber es sind weitere Lügen von ihm rausgekommen. Nichts was mit seiner Ehe zu tun hat, sondern was die Arbeit, Kollegen und mich betrifft.
Es waren Lügen um sich besser darzustellen und um mich oder andere Kollegen doof darzustellen.
Ich war wirklich perplex als ich die Dinge erfahren habe. Ja ich weiß, wer betrügt und belügt, der ist allgemein ein Lügner. Aber ihr wisst, dass ich das etwas anders sehe. Ich habe ja auch betrogen und gelogen, aber das heißt nicht, dass ich dauernd lüge. Und das hatte ich von meinem Kollegen auch nicht gedacht.
Ich habe ihm ja komplett geglaubt und vertraut, sonst hätte ich mich niemals auf das mit uns eingelassen. Dachte nach 3 Jahren und wirklich vielen Stunden und Gesprächen würde ich ihn, was das angeht gut, einschätzen können.
Aber wenn ich jetzt sehe womit er gelogen hat und noch lügt, dann kann/muss/sollte man auch davon ausgehen, dass der ganze Rest auch eine riesen Lüge war.
Klar selbst Schuld, wer sowas eingeht, geht immer diese Gefahr ein. Und ich kann auch froh sein, dass ich es beendet habe und das auch durchgezogen habe. Ich bin auch froh und habe auch keinerlei Gefühle mehr für ihn.
Trotzdem hat es mich erschüttert und erschüttert mich, das alles jetzt so mitzukriegen.
Mir gehen die letzten 2 Jahren nochmal total durch den Kopf. Was er mir alles so erzählt hat und was davon wahrscheinlich eine Lüge war. Mir gehen auch plötzlich Dinge durch den Kopf, die ich wohl aus Liebe vorher gar nicht so gesehen/erkannt habe. Und ich bin echt erschüttert.
Als würde ich plötzlich über einen ganz anderen Menschen nachdenken.
Was ich mittlerweile alles so mitbekommen habe und weiß, denke ich, dass es jemand ist der sich die Welt zurecht lügt. Immer so, dass er gut dasteht, dass er keine Probleme hat.
Was die Sache für mich noch schlimmer macht ist, dass ich ihn nicht darauf ansprechen darf/kann.
Mir wurde das von den Leuten im Vertrauen erzählt. Bei sowas wirklich Wichtigem eigentlich nicht gut, aber wenn man mir sagt es ist vertraulich, dann halte ich mich daran.
Für die Emotionen ist das aber natürlich schrecklich. Wenn ich den Kollegen doch mal sehe, weil er zum Büro kommen muss, oder wenn ich ihn höre, habe ich die ganze Zeit diese Lügen im Kopf. Und normalerweise bin ich ein Mensch der sowas sofort klärt. Stattdessen muss ich das hinnehmen.
Wohl deshalb knabbert das mehr an mir, als es normal noch tun würde.
Ach und dann gab es letzte Woche auch mal wieder ein kurzes privates Gespräch mit ihm.
Erst war es dienstlich und sprang er zu dem Thema.
Da hat er wieder seine übliche Platte abgespielt. Bzw die neue Platte.
Wie letztens kam er nämlich wieder damit an, dass er weiß wie mies das Alles von ihm war.
Also, dass er sich so lange Zeit gelassen hat. Er sagte, dass er das mit mir unbedingt wollte und sogar noch will (ich sicher nicht, was er weiß), aber ihm fehlt der Mumm, sagt er.
Und er sagt das so, als wenn er auch noch Mitleid oder Mitgefühl erwartet.
Mich machte das eher nur wieder wütend (was ich ihm aber schon lange nicht mehr zeige).
Er hat fast 2 Jahre gebraucht um dann die Erleuchtung zu finden, dass ihm der Mut fehlt?!
Wahrscheinlich denkt er, dass er mit der Aussage noch mit einer weißen Weste dastehen kann zum Schluss. Der Arme kraft- und mutlose Mann. Kraft und Mut zum Betrügen und für riesen Stress auf der Arbeit hatte er, aber nicht Zuhause? Ich glaube ihm kein Wort mehr. Ich glaube wie gesagt alles war gelogen. Auch die Dinge über seine Frau. Das erklärt nämlich auch direkt wieso er immer so aufgepasst hat bis zum Schluss und egal was das für ein Theater mit mir oder im Büro gab.
Ich glaube, wie schon mal gesagt, dass bei ihm Zuhause alles gut war. Dann lernte er mich kennen, das Neue, und er wollte dann beides. Ich pushte sein Ego und Zuhause hat seine Frau für ihn das Leben in Gang gehalten. Wie so oft bei solchen Geschichten. Ich hätte es wissen müssen, können, sollen....man muss ja nur mal Affäre bei Google eingeben und man findet nur solche Dramen.
Aber wie so viele Andere dachte ich auch, dass es bei mir schon nicht so sein wird.
Ich dachte ich kenne ihn ja und weiß wo rauf ich mich einlasse. Und ich dachte ich wäre schlauer.
Dachte ich würde über den Dingen stehen.
Das tat ich aber keine Sekunde. Ich habe mich bilderbuchmäßig hinhalten und veräppeln lassen.
Wahrscheinlich weil ich unbewusst doch noch immer hoffte, dass ich doch mal die wirkliche Liebe finde.
Auch wenn man es nicht sein sollte, bin ich deshalb zwischendurch auch noch ziemlich sauer auf mich. Während er letztens seinen Hochzeitstag mit seiner Frau hatte, stehe ich vor einem Scherbenhaufen, was meine Gefühle und Innerstes angeht. Er ist mit allem Drum und Dran fein raus. Und soll er auch, ich bin nicht auf Rache aus. Aber ein mieses Gefühl ist es trotzdem. Mein Selbstwertgefühl ist durch diese Sache noch mehr hinüber als es das eh schon war.
Aber wie gesagt....selbst Schuld, weshalb ich nicht ins Dauerjammern verfalle.
Nur manchmal, so wie heute, kommt es noch hoch und dann ist das nicht echt schlimm.
Ich hoffe das vergeht auch irgendwann.
LG
Neo
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04.05.2021, 07:15
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Liebe Neoli,
vielen Dank für Deine Meldung - auch wenn der "Trigger" dazu kein schöner ist...
Ich möchte Dir zu Deiner Nachricht nur eines sagen: Nein, ich sehe es anders - Dein Selbstwertgefühl ist durch diese Zeit mit ihm gerade nicht kleiner geworden, sondern ich finde, Du hast gezeigt, dass Du Dir um einiges mehr Wert bist, als noch mit dem jahrelangen Verharren in einer drögen Beziehung. Du bist wütend - das spricht für Dein gesundes Gerechtigkeitsempfinden, zurecht, und dafür, dass Du Deine Grenzen wahrnimmst und verteidigst,bzw zurückeroberst, Du durchblickst ihn - weil Du Dich selbst durchschaut hast und drüberstehen kannst, anstatt im eigenen Sumpf zu hängen - Du hast, so empfinde ich, enorm viel gelernt in diesen letzten Monaten, auch wenn die Lektionen hart waren, aber nur so konntest Du Dich offenbar wie durch einen engen Geburtskanal ins Leben und zurück zu Dir schieben.

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04.05.2021, 08:02
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Liebe Neoli,
wie gut ich alles nachvollziehen kann, was du schilderst!
Irgendwann kam ich an dem Punkt, wo ich mir selbst verzeihen musste. Und zwar in dem Sinne: Was habe ich alles mit mir machen lassen?
Wie viel Lebensfreude habe ich mir nehmen lassen, ohne es zu merken?
Die Affäre war gut um aus deiner liebelosen (?) Beziehung auszubrechen.
It`s always darkest before the dawn.
Alles Liebe,
BazebaNever be afraid, never.
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04.05.2021, 19:21
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Danke für die Antworten!
@Kalaw
Vielen Dank für die tollen Worte. Und ja...ich habe auf jeden Fall gelernt, dass ich mir doch noch was Wert bin. Bzw. auch für mich einstehe.
Sonst hätte ich das nicht beendet bzw nicht so „schnell“. In mir schrie aber alles förmlich, dass es mir nicht gut tut, dass ich es beenden muss und auch nicht weiter so behandelt werden will.
Also was das angeht stimmt es, dass sich mein Selbstwertgefühl gesteigert hat bzw. überhaupt mal zum Vorschein kam.
Aber alles Andere hat sehr gelitten. Schwer zu erklären. Vielleicht eher das Selbstvertrauen.
Jetzt mal etwas dramatisch formuliert....ich fühl mich mickrig, dumm und klein.
Wie ich so oft schrieb, ich fühl mich so als wäre ich nicht gut genug. Mir gehen aktuell wirklich tausend Gedanken durch den Kopf.
Und ja wahrscheinlich auch verdient, und das meine ich nicht selbtmitleidmäßig.
Ich wusste ja, dass so etwas ein Spiel mit dem Feuer ist. Dass es schlecht enden kann und oft schlecht endet.
Deshalb habe ich mich schon vorab mit verschiedenen „Horrorszenarien“ auseinandergesetzt.
Aber das was ich mit ihm erlebt habe und was jetzt so rauskommt, das hätte ich niemals gedacht.
Auch bei was er alles gelogen hat und wen er alles angelogen hat. Bei einem Kollegen ist er auch komplett unten durch. Ich glaube sogar bei den Meisten die davon wissen bzw die alles wissen.
Und das ohne mein Dazutun. Denn ich bin keine die dann Gift und Galle versprüht. Ich möchte nur meine Ruhe. Das Bild, das die Leute von ihm haben hat er sich selbst gemacht.
Und ich bin halt einfach nur sprachlos.
Schlimm ist weiterhin, dass ich es nicht ansprechen kann, dass ich weiß, dass er mich belogen hat.
Normalerweise kläre ich sowas sofort. Aber bei ihm weiß ich nichtmal mehr ob ich das noch ansprechen wollen würde. Ich glaube ihm eh kein Wort mehr.
@bazeba
Auch an Dich einen lieben Dank für die tollen Worte.
Ja so geht es mir auch. Obwohl ich mir dann auch immer wieder vor Augen führe, dass ich es ja auch hätte wissen können müssen. Affären sind immer schlecht.Irgendwann kam ich an dem Punkt, wo ich mir selbst verzeihen musste. Und zwar in dem Sinne: Was habe ich alles mit mir machen lassen?
Wie viel Lebensfreude habe ich mir nehmen lassen, ohne es zu merken?
Aber ja die Gedanken sich selbst verzeihen zu müssen kommen noch immer mal wieder hoch.
Vor allem wenn man sowas erlebt.
Weißt du....wenn das so eine „normale“ traurige Affärengeschichte gewesen wäre....aber was mein Kollege so abgezogen hat und nach wie vor abzieht in einigen Punkten, schießt wirklich den Vogel ab. Er hat sich ja ein komplettes Lügenkonstrukt aufgebaut und ohne Rücksicht auf mich sein Ding durchgezogen. Ich glaube wie gesagt mittlerweile auch, dass nichts wahr war von dem was er sagte.
Was ich sonst so im Internet darüber lese haben die meisten Affärenmänner wenigstens etwas mehr Anstand. Mein Kollege ist einer der nur sich liebt und rücklickend wird mir dadurch vieles klarer.
Ja die Beziehung war definitiv lieblos. Ich habe mich auch nur deshalb in meinen Kollegen verlieben können. Mit meinem Ex und mir war es schon lange vorbei und wie es gekommen ist bereue ich bis heute nicht. Wir haben auch keinen Streit, alles ist in Ordnung, aber Liebe war da nicht mehr.Die Affäre war gut um aus deiner liebelosen (?) Beziehung auszubrechen.
Die Affäre hat auch bei dem Schritt den letzten Schubser gegeben, aber die Entscheidung fiel schon viele Jahre vorher.
Danke, dir auch alles Liebe!
LG
Neo
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06.05.2021, 14:58Inaktiver User
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Liebe Neoli,
ich kann das sehr gut nachvollziehen, da ich auch mal eine (kürzere) aber sehr intensive, ähnlich klingende Beziehung (mein Gegenüber hielt es wohl nur für eine Affäre) hatte. Im Nachhinein habe ich über einen Batzen Lügen hintenrum erfahren, was mich initial unfassbar wütend gemacht hat. Ich kann dir nur den alten Ratschlag geben, die Zeit heilt alle Wunden. Akut bist du verletzt, aber längerfristig wirst du ihn und sein Baron Münchhausen Getue nicht mehr ernstnehmen können.
DU hast nicht gelogen! Vielleicht legt man automatisch den gleichen Maßstab für moralische Integrität an andere an, den man für sich selbst hat, ohne es zu bemerken. Das ist aber gar nichts, worüber du dich ärgern müsstest. Sei froh, dass du ihn los bist, und sich die Sache nicht noch länger gezogen hat
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06.05.2021, 15:10Inaktiver User
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
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06.05.2021, 17:00
AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet
Hallo Hjemve
Danke für deine Antwort.
Ich denke und hoffe, dass die Zeit diese Wunden heilt. Damit meine ich nicht die Wunden, dass aus uns nichts wurde, denn da sind keine. Sondern die Wunden durch das Belügen etc.
Mir geht es so wie es seiner Frau wahrscheinlich gegangen wäre bzw gehen müsste.
Mittlerweile denke ich auch mehr an Sie. Aber nicht weil ich jetzt auch leide wegen ihm, sondern weil mir durch die ganzen Lügen die bisher aufgeflogen sind klar geworden ist, dass der Rest auch gelogen sein muss. Das erklärt plötzlich auch alles.
Und ich gehe stark davon aus, dass er seine Frau auch in ein ganz falsches Licht gerückt hat.
Ich habe zuletzt ja auch erfahren, dass er mich anders dargestellt hat bei anderen bzw. unsere Situation. So wird er das auch gemacht haben oder machen, wenn es um seine Frau geht.
Ich denke sie weiß gar nicht, wie schlecht die Ehe ist und, dass sie nicht kocht, putzt etc.
Wahrscheinlich hat sie zB einmal nicht gekocht und seitdem kocht sie laut ihm nie. Traue ich ihm zu mittlerweile.
Er dreht sich alles wie es ihm passt und so wie er am Besten dasteht.
Nur fällt jetzt seine Fassade auch bei den Leuten zu denen er immer hingerannt ist, um sich wegen uns auszuheulen. Einer von denen hat ihm sogar mehr oder weniger die Freundschaft gekündigt.
Ich schrieb hier ja irgendwann mal, dass wir schon eine recht gute Gruppe sind auf der Arbeit. Andere schikanieren, blöd sein zueinander oder gar Mobbing gibt’s nicht.
Es gibt auch keine Grüppchenbildung oder derartiges. Würde ich Mist bauen, lügen oder sonst was, würde man mir auch die Meinung geigen.
Also mein Kollege steht durch das Alles schon recht alleine da mittlerweile.
Und ich betone nochmal, das ist nicht weil ich rumlaufe und ihn madig mache.
Ich mache weiterhin gar nichts, höre nur zu und mache meine Arbeit. Mein Kollege hat halt mit allem einfach so sehr übertrieben, dass es irgendwann aufgefallen ist.
Wie gesagt kann man aber kaum noch glauben, was er von Zuhause erzählt hat. Also wird’s da auch keinen Scherbenhaufen geben. Ich denke er hat es schon ganz gut Zuhause, sonst hätte er auch nicht so aufgepasst nicht aufzufallen. Er war ja nach 2 Jahre noch immer so vorsichtig, wie zu Anfang.Ich denke nicht, dass er fein raus ist, sondern dass ER seit Jahren (Jahrzehnten?) vor einem emotionalen Scherbenhaufen steht, allerdings zu bequem ist, die entsprechenden Konsequenzen draus zu ziehen. Feigheit nennt man das. Nix mit fein raus.
Ach dieser Mensch hat sich wie gesagt einfach ein Lügenkonstrukt zusammengebaut.
Ich bin sehr froh, dass ich all das so erfahre, aber ich bin gleichzeitig auch schockiert.
Die letzten Jahre laufen vor meinen Augen ab und plötzlich wird so vieles klar.
Ja auch wie doof ich war was ihn angeht. Ich weiß, ich konnte es nicht besser wissen, aber es gibt Dinge die hätten mich sofort rennen lassen müssen. Da war ich echt verblendet.
Gott sei Dank ist das nun schon eine Weile vorbei. Das war eine Erfahrung fürs Leben!



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