Antworten
Seite 43 von 67 ErsteErste ... 33414243444553 ... LetzteLetzte
Ergebnis 421 bis 430 von 663
  1. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Miona Beitrag anzeigen
    Was sind denn 3 Wochen? Wir hatten jahrelang Funkstille. Du solltest das Ganze über einen längeren Zeitraum betrachten. Wenn ihr wirklich so ein inniges, vertrautes Verhältnis zueinander hattet, dann wette ich, dass es eines Tages möglich ist, sich freundschaftlich zu begegnen. Es könnte natürlich auch sein, dass es dir dann nicht mehr wichtig ist. Bei uns war es nicht so, hat zwar lange gedauert, aber alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann (Leo Tolstoi). Und während du wartest, solltest du natürlich dein Leben genießen
    Okay, Du schreibst es selbst: nach jahrelanger Funkstille. Klar, das wäre möglich. Aber ich glaube es in dem Fall hier eher nicht.

  2. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von OriginalSin Beitrag anzeigen
    Okay, Du schreibst es selbst: nach jahrelanger Funkstille. Klar, das wäre möglich. Aber ich glaube es in dem Fall hier eher nicht.
    4 Jahre lang war Funkstille, nachdem er meine Freundschaftsangebote nicht annehmen wollte bzw. konnte. Dann kam er von sich aus auf mich zu. Es war in dem Moment, als wenn mir ein Felsbrocken vom Herzen fallen würde. Unbeschreiblich Aber das ist meine Geschichte.

    Im Falle der TE kann es natürlich ganz anders laufen. Ich wollte ihr nur vermitteln, dass sie sich jetzt nicht zu sehr hineinsteigern sollte, denn auf lange Sicht kristallisiert sich die Bedeutung dieser Begegnung vielleicht als positiv heraus. Mir haben in dieser Zeit die Gedanken daran gut getan. Wir haben uns während dieser Zeit auch gesehen, allerdings nicht in einem gemeinsamen Arbeitsverhältnis. Da ist es natürlich schwieriger. Ich würde versuchen, die Abteilung zu wechseln oder die Aufgabengebiete anders aufteilen zu lassen, falls das irgendwie möglich ist, aber nicht gleich die Firma verlassen.

  3. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Guten Tag,

    Einzelne, danke für deinen Text.

    Und es gibt einfach Luft, wenn man sich von einem Druck befreit hat, den die Beziehung bedeutet hat.
    Total. Schon direkt nachdem ich es beendet habe fiel mir ein Stein vom Herzen und ich fühlte mich um Tonnen leichter.
    Kein Nachdenken mehr ob er es ernst meint, kein Nachdenken ob er sich trennt....
    auch konnte ich immer weniger damit umgehen so zu tun als wäre man zusammen, obwohl er weiterhin schön neben der Frau auf der Couch sitzt.
    Nee das war gar nichts mehr für mich.


    Aber es ist an anderer Stelle auch wieder eine Leere da, die man auch verarbeiten muss, da, wo man die Partnerschaft hatte und die andere Person im Kopf war.
    Ich habe das immer mit Trauerarbeit verglichen, denn es ist zwar keine Person gestorben, aber dieses Gefühl sich mit der anderen Person zu erweitern in einer Partnerschaft ist schon gestorben. Das ist erstmal ein von der Person selbst unabhängiges Phänomen - wenn man plötzlich mit sich wieder alleine ist.
    Vielleicht kannst Du das mit etwas Abstand auch so betrachten und nicht so dagegen ankämpfen. Es gibt Trauerphasen und ich glaube, man muss durch alle durchgehen, um irgendwann gut damit abschließen zu können.
    Ich denke auch, dass es das bei mir sein wird. Dass ich um etwas trauere was verloren ist.
    Die Zeit, das Erlebte, aber auch die Hoffnung.
    Mir ist gestern Abend auch noch klar geworden, dass ich so traurig bin, weil ich mir gewünscht hätte so geliebt zu werden, wie er es „vorgespielt“ hat (kurz formuliert).
    Ich dachte ich wäre wirklich angekommen und hätte mit ihm den Menschen gefunden mit dem man die große Liebe wirklich Leben kann, mit dem man sich vorstellen kann alt und grau zu werden.

    Ich erinnere mich noch an den Spruch einer Kollegin, die ganz ganz zu Anfang mitbekommen hat, dass mein Kollege mich gut findet.
    Mein Kollege hatte sich eher in mich „verliebt“ als ich in ihn.
    Ich wollte zuerst ehrlich gesagt gar nichts von ihm. Er war ein super Freund und Kollege, aber weder mein Typ und er war verheiratet.
    Ich zog es eher ins Lächerliche, dass aus ihm und mir etwas wird.
    Damals habe ich ihm sogar aus Scherz gesagt, dass wenn er seine Frau schon betrügen will, er dann eine jüngere nehmen sollte, damit es sich lohnt. A la Michael Wendler.
    Wir hatten halt wirklich ein kumpelhaftes Miteinander und ich sah ihn erst nur als sehr guten Freund.

    Irgendwann kam meine Kollegin mal zu mir und fragte mich wieso mein Kollege nichts für mich wäre. Ich nannte ihr meine Gründe woraufhin sie meinte „oder hast du Angst davor, dass du mal wirklich geliebt wirst?“.
    Diese besagte Kollegin bekam danach übrigens nicht mit, dass wir dann irgendwann eine Affäre eingegangen sind.
    Aber ihr Spruch hatte mich so sehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich hat erst dieser Spruch mich dazu gebracht mein Herz zu öffnen (keine Ahnung wie ich das sonst ausdrücken kann).
    Die Kollegin kennt meinen Ex und weiß wie unglücklich ich schon viele Jahre war.
    Dass ich eigentlich auch mehr oder weniger resigniert hatte und ich eher mit einem Tunnelblick durchs Leben ging. Auch was die Liebe angeht.
    Als die Kollegin dann diesen Spruch sagte hat das irgendwas in mir ausgelöst.
    Sie hatte recht, ich wollte nicht weiter mit einem Tunnelblick leben und wenn da ein Mensch ist der mich wirklich liebt, dann sollte ich das zulassen.
    Ich merkte da ja auch schon, dass ich was für meinen Kollegen empfinde, aber ich wusste da noch nicht genau was.
    Naja und dann irgendwann begann dann unsere „Geschichte“.
    Und ich dacht wirklich, dass ich DEN EINEN Menschen gefunden habe.
    Mein Deckelchen sozusagen. Mit uns passt es erschreckend gleich und wir sind auch so gleich, wie ich das mit keinem anderen Menschen erlebt habe.
    So dachte ich zumindest....

    Das Alles ist ja auch etwas, was durch die Trennung in einem zusammenbricht.
    Es ist die Traurigkeit wegen etwas, was wahrscheinlich doch nie so war wie ich dachte.

    Vielleicht war er aber vorher "gewandelt" und jetzt wird sein wahrer Charakter sichtbar.
    So lange Zeit? Aber es kann gut möglich sein. Wundern würde es mich nicht mehr.

    So völlig drüber stehen könnte ich nicht, auch wenn ich mich endgültig entliebt hätte. Ich könnte mit so einem Kollegen nicht mehr zusammenarbeiten.
    Mein „Glück“ ist vielleicht, dass ein Teil von mir sich von Anfang an auch schon mit dem Ende auseinandergesetzt hat. Wie es sein wird, wenn es vorbei ist...wenn er sich für die Frau entscheidet etc. Bin dadurch schon vorher durch einige Gefühle gegangen, durch die andere Geliebte wahrscheinlich erst gehen, wenn die Trennung ausgesprochen ist.
    Deswegen denke ich doch, dass ich klargekommen wäre.
    Allerdings ging ich bisher davon aus, dass die Trennung mit Respekt geschehen wird.
    Man kann sich ja auch freundschaftlich trennen...im Frieden.
    Da mein Kollege es aber anscheinend doch anders sieht, muss ich jetzt wirklich mal schauen in wieweit eine Zusammenarbeit möglich ist.
    Aber ich werde es versuchen.

    Denk in erster Linie an Dich, Neoli. Mach es Dir leicht und bürde Dir nicht aus falscher Loyalität zu wem auch immer zu viel auf. Knallhart egoistisch sein, das kannst Du Dir erlauben - man muss es sogar, man ist sich selbst auch ein gutes Leben schuldig!!!
    Danke...du hast Recht...das werde ich beherzigen.

    Aber auch wenn es nicht so heftig wird, werden hier nur die gleichen Strategien wirken, wie beim Stalker: nicht mehr präsent zu sein und überhaupt keine Gefühle mehr zu zeigen.
    Da bin ich nun bei

    Leider habe ich viele Menschen schon irrational und kindlich egozentrisch reagieren sehen, wenn ihr Schlaraffenland geschlossen wird...
    Aber merken diese Menschen nicht, dass sie durch ihre Reaktion noch mehr verlieren?
    Mein Kollege hat jetzt zB gar nichts mehr in dem Sinne.
    Ja er hat seine Frau und vielleicht sind sie nun wieder glücklich, was ein Gewinn wäre.
    Aber ich gehe mal davon aus, dass er mit der Ehe nicht 100% gelogen hat, also
    hat er letztendlich nur noch seine glücklose Ehe bzw. Leben.
    Ich als Geliebte bin eh weg. Aber er hat mich auch nicht mehr als Freundin, als gute Kollegin.
    Die ganze gute Stimmung in unserem recht kleinen Bereich ist kaputt. Wenn zwei von 8 Leuten nicht mehr miteinander reden, die vorher nur zusammen waren, schlägt es automatisch auf die Grundstimmung.

    Ich verstehe nicht wieso Menschen die so reagieren alles so einfach in Kauf nehmen.
    Anstatt einfach zu sagen: ok es gibt zwar keine Affäre mehr, aber alles andere kann man erhalten.
    Dann hat man zwar erstmal eine Weile Liebeskummer, aber man kann trotzdem noch vieles behalten was einem wichtig ist (falls es einem überhaupt jemals wichtig war).
    So aber macht man unwiderbringlich alles kaputt.

  4. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Kalaw Beitrag anzeigen

    Du klingst hier wirklich reflektiert und zeigst einen guten und reifen Umgang mit der Situation - ich glaube, dass Du die Situation ebenso gut und sachlich Deinem Vorgesetzten erklären kannst, wenn Du nächste Woche wieder im Büro bist. Steht die aktuelle Erkrankung in einem Zusammenhang mit der Situation? Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass Du bald wieder auf den Beinen bist und Dich wieder richtig wohl in Deiner Haut und Deinem Leben fühlen kannst
    Liebe Dank!

    Nein die Erkrankung steht gar nicht im Zusamenhang damit. Ich musste auch operiert werden etc.
    Aber auf die Gesundheit schlug/schlägt es mir trotzdem. Der Magen stresst viel.
    Sollte ich mal ein Magengeschwür bekommen, dann kriegt es wirklich seinen Namen.

  5. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Hier mal kurz allgemein zum Arbeitsthema
    weil ihr euch so lieb Gedanken darum macht.

    Ich weiß, dass es unheimlich schwer ist in so einer Situation noch zusammen zu arbeiten.
    Nach einer Trennung braucht man Abstand etc. Liebeskummer ist wirklich mies und ich habe die Tage einen sehr passenden Spruch dazu gelesen
    „Die Trennung hat den Geschmack des Todes- im Leben...“ (Igor Alexander Caruso).
    Und wenn man wirklich liebt und man trennt sich, dann ist es in der Tat als ob ein Teil in einem abstirbt.
    Das zu verabeiten braucht lange Zeit...bei manchen dauerts bis an ihr Lebensende.
    Abstand und zu sich kommen können ist unheimlich wichtig.
    Merke ich auch jetzt wo ich ihn nicht sehe und sehen muss.

    Aber...und das schreibe ich auch oft dazu....wir wussten auf was wir uns einlassen.
    Wir mussten uns vorab klar sein wie und ob es weitergeht, wenn man sich trennt.
    Wir sind keine 20-25 mehr wo man sagen kan „pah dann suche ich mir einen neuen Job und wenn der nicht passt noch einen“.
    Er und ich sind beruflich angekommen und haben dafür viel getan. Ich habe extra nochmal mit 30 ein Studium angefangen.
    Wir haben unseren Traumjob, ein gescheites Gehalt, ein absolut tolles Arbeitsumfeld.
    Wir wussten, dass das was wir machen mit einem Risiko verbunden ist und wir sind es eingegangen, weil wir gesagt haben, dass wir dann einen guten gemeinsamen Weg finden werden.
    Ich habe da total darauf vertraut.

    Es waren ja auch immer seine Worte „wenn es nicht klappt, dann möchte ich wenigstens die Freundschaft erhalten. Das ist mir alles so wichtig“.

    Und wir waren, so dachte ich, wirklich gute Freunde und deshalb war ich mir sicher, dass wir es schaffen auch wenn es hart wird.
    Wenn man sich respektvoll und in Freundschaft trennt, dann geht sowas.
    Natürlich hätte man dann erstmal im Wechsel Urlaub genommen (was auch mal besprochen war) um die ersten Wochen zu überbrücken, um klarzukommen ein wenig.
    Aber ich denke dann hätte man es wirklich irgendwie hinbekommen können.

    So aber sehe ich es wie ihr. Es wird schwer. Freundschaftlich und so kollegial wie früher, wird es denke ich nicht mehr...oder erst nach vielen Jahren und wenn Vertrauen wieder aufgebaut werden konnte.
    Bis dahin wird es ein sachliches oberflächliches Arbeiten werden.
    Mit dem Chef rede ich auf jeden Fall auch wenn ich zurück im Büro bin.
    Aber nicht um meinen Kollegen schlecht zu reden.
    Sondern um auch meinen Standpunkt mal zu klären.
    Ich will nur in Ruhe meine Arbeit machen. Habe mich nie quer gestellt und werde das auch weiterhin nicht tun. Sollte mein Kollege sich quer stellen, dann gehe ich wieder zum Chef.
    Werde mir nicht mehr auf der Nase rumtanzen lassen. Was ich auch nur habe, weil ich den Frieden im Betrieb erhalten wollte.
    Da durch meinen Kollegen aber das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist, kann mir vieles nun auch egal sein.

  6. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Mir ist folgendes aufgefallen:

    Er sagt, er hat seine Frau nie geliebt. Er hat aber die ganze Zeit penibel darauf geachtet, sich nicht verdächtig zu machen, pünktlich daheim zu sein, kein Aufsehen zu erregen.

    Das erfordert einiges an kaltem Kalkül, Berechnung, Nachdenken, auf die Sache konzentrieren. Er ist ganz offensichtlich in der Lage dazu.

    Dir schreibt er dann "du bist für mich gestorben". Dann meckert er rum, dass du anscheinend keinen Kontakt mehr willst. Warum solltest du denn auch nach so einer Ansage?

    Ich finde, dass du bei der Arbeit auf seinen Launen keinerlei Rücksicht mehr nehmen solltest. Und auch mal seine verbalen Bälle zurückspielen. Ihn daran erinnern, dass er den Satz "du bist für mich gestorben" gebracht hat. Und du diese Entscheidung respektierst.

    Abgrenzung muss nicht immer verbal negativ sein. Du kannst ihm höflich sagen "ich respektiere deine Entscheidung, dass ich für dich gestorben bin. Und ich finde es ganz großartig von dir, dass du dich an deine eigenen Worte hältst und die Arbeit nicht kaputt machen wirst."

    Wenn er anfängt zu nölen, dich ablenken will, rumjammern will, kannst du sowas sagen wie "du wolltest dich ja um die Aufstellung in Excel kümmern. Das finde ich sehr gut, dass du jetzt gleich damit anfängst."

    Und wie du schon selbst überlegt hast - wenn es zu schlimm wird, den Chef um eine Lösung bitten.

    Wenn du immer positiv und höflich bleibst und ihn nicht schlecht redest, hat er die schlechtesten Möglichkeiten, dich vor dem Chef oder Kollegen irgendwie abzuwerten.

    Er hat ja leider mit seinen Aktionen vom Foto Aufstellen und das Duzen entziehen durchaus bewiesen, dass er nicht gewillt ist, den Zwist aus der Arbeit auszuklammern.

    @Einzelne: auch von mir

    Ein sehr konstruktives und einfühlsames Posting.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

  7. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    @vloubout

    Danke für deine Antwort.

    Er sagt, er hat seine Frau nie geliebt. Er hat aber die ganze Zeit penibel darauf geachtet, sich nicht verdächtig zu machen, pünktlich daheim zu sein, kein Aufsehen zu erregen.

    Das erfordert einiges an kaltem Kalkül, Berechnung, Nachdenken, auf die Sache konzentrieren. Er ist ganz offensichtlich in der Lage dazu.
    Was genau meinst du damit?

    Wenn er anfängt zu nölen, dich ablenken will, rumjammern will, kannst du sowas sagen wie "du wolltest dich ja um die Aufstellung in Excel kümmern. Das finde ich sehr gut, dass du jetzt gleich damit anfängst."
    Sehr gut. Die Art von Kommunikation finde ich sehr passend.
    So möchte und werde ich es auch versuchen.

    Ich werde mich wie gesagt auch nie quer stellen. Ich habe sogar, nachdem ich es beendet hatte für ihn noch was für ein Projekt fertiggestellt....und saß dafür länger als normal im Büro.
    Nicht weil ich treudoof bin, sondern weil ich es strikt trenne.
    Und weil ich mir auch nichts nachsagen lassen will.
    Mein Kollege hat bis heute keinen Angriffspunkt beim Chef gegen mich.
    Ok er könnte sagen, dass ich ihn geblockt und dadurch den diesntlichen Kontakt beendet habe.
    Aber dann sage ich dem Chef, dass ich während einer Krankschreibung eh nicht erreichbar sein muss und ich sage natürlich auch wieso ich meinen Kollegn geblockt habe.
    Das wird mein Chef mehr als verstehen.

    Erst hatte ich auch mal überlegt (als mein Kollege die Fotos aufgestellt hat) auch mal Fotos aufzustellen. Etwas zu tun was ihn provoziert.
    Aber nö.....
    Bei mir ist alles wie immer am Arbeitsplatz, während es bei meinem Kollegen zuletzt fast wöchentlich wechselte.
    An seiner Stelle wäre es mir wirklich peinlich. Aber nun gut.

    Ich habe mir nichts vorzuwerfen und behalte das auch bei.

  8. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen
    Guten Tag,

    Einzelne, danke für deinen Text.
    Guten Abend, sehr gerne.

    Deine Geschichte berührt mich beim Lesen, weil ich Dich ganz wunderbar authentisch und offen lese. Das ist wirklich selten, umso mehr, wenn einen die Gefühle überschwemmen. Ich finde, Du machst das alles ganz toll.

    Zu den Gefühlen möchte ich Dir nochmal gerne meine Gedanken schreiben:
    Jeder möchte "wirklich geliebt werden", wie Deine Kollegin so treffend gesagt hat. Wenn man plötzlich jemanden sieht, der genau dieses Bedürfnis erfüllen könnte und sich dann auch noch richitg ins Zeug legt, dann - mit Verlaub - kann man doch eigentlich garnicht anders.

    Aber es stimmt schon, dass Liebe auch ein Stück weit blind macht.

    Kennst Du "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm?
    Ist ein ganz altes Buch, was mich aber sehr geprägt hat. Er spricht darin davon, dass die "richtige" Liebe eine Liebe auf Augenhöhe ist, die den anderen das sein läßt, was er ist und nicht zu etwas macht, was man braucht und benutzt.

    Ich bin schon sehr lange davon überzeugt, dass die wirkliche ehrliche Liebe nicht viele Worte und Taten braucht. Und schon garnicht ist sie anstrengend, man muss sie sich auch nicht verdienen, weil es eben einfach passt.
    Dieser Mann hat Dir das Gefühl gegeben, dass es passt, dass Du zu ihm gehörst, aber eben nicht er zu Dir. Damit warst Du in der Defensive, während er die Beziehung übertrieben gesprochen auf sich selbst zugeschnitten hat. Augenhöhe ist das nicht. Die hat er Dir höchstens versprochen wie einen Köder.

    Aber merken diese Menschen nicht, dass sie durch ihre Reaktion noch mehr verlieren?
    Wie es aussieht, ist ihm das einfach nicht bewußt. Hat er ja auch vorher schon nicht, als er Dich immer weiter hin gehalten hat. Er hat überhaupt nicht auf sich geschaut, sondern nur auf Dich.
    Würde er sich selbst auf die Schliche kommen, dann wäre er mit Dir nie zusammengekommen, sondern hätte eine Ehe-Therapie gemacht oder er hätte sich von seiner Frau längst scheiden lassen, bevor er Dich überhaupt anbaggert.

    Gehe Deinen Weg, ich denke, Du machst das genau richtig.

    Einen schönen Abend Dir und allen hier,

    LG E.
    Man muss nur immer einmal öfter aufstehen als man umgefallen ist.
    "Ihr sollt immer denken: Ich werde es schaffen" Dalai Lama


  9. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Dass mit der Frau und dem pünktlich gehen hatte ich deshalb erwähnt, weil er sich bei dir ja dauern rausgeredet hat. Und auch deshalb, weil er vielleicht auf den Trichter kommen will, dass er "das alles nicht so gemeint hat".

    Er hat ja auch behauptet, dass er kündigen will, weil er es nicht mehr aushält, mit dir zu arbeiten. Auch nur Gelaber.

    Bei seiner Frau hat er ja deutlich gezeigt, dass er zu konsequentem und zielgerichtetem Handeln in der Lage ist. Und sich auch festlegen kann.

    Wenn er bei deinem Chef anfängt, dass du ihn geblockt hast, dann erwähne ruhig, dass er das so wollte, weil er gesagt hat, er will keinen Kontakt mehr und du diesen Wunsch respektiert hast.

    Daran solltest du ihn eventuell erinnern, wenn er jetzt bei dir wieder rumschwafeln will oder sich bei der Arbeit der Verantwortung entziehen will.
    Du sollst die Pylone umfahren, nicht umfahren.
    Modern wird manchmal auf der ersten Silbe betont.

  10. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Guten Abend Ihr Lieben,

    @Einzelne

    Deine Geschichte berührt mich beim Lesen, weil ich Dich ganz wunderbar authentisch und offen lese.
    Ich finde es wirklich ein unheimlich großes Kompliment von dir, aber auch von den anderen.
    Freue mich sehr, denn ich schreibe wirklich einfach nur „frei Schnauze“ und habe manchmal schon etwas bammel, dass ich einen drauf bekommen.
    Aber ihr seid so nett, geerdet und tolerant, dass ich gar keine Hemmungen habe drauflos zu schreiben.
    Ich bin ja hier, weil ich Hilfe bzw Rat suche. Da bringt es mir nichts Unsinn bzw anders zu schreiben.

    Kennst Du "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm?
    Ist ein ganz altes Buch, was mich aber sehr geprägt hat. Er spricht darin davon, dass die "richtige" Liebe eine Liebe auf Augenhöhe ist, die den anderen das sein läßt, was er ist und nicht zu etwas macht, was man braucht und benutzt.

    Ich bin schon sehr lange davon überzeugt, dass die wirkliche ehrliche Liebe nicht viele Worte und Taten braucht. Und schon garnicht ist sie anstrengend, man muss sie sich auch nicht verdienen, weil es eben einfach passt.
    Ein sehr kluger Satz von Herrn Fromm und auch von dir. So sehe ich das auch.
    Liebe sollte auf Augenhöhe sein. Wenn man wirklich liebt, dann will man auch gar kein Ungleichgewicht haben.
    Eine wirkliche Liebe ist ein Geben und ein Nehmen, ein Zugewinn und kein Verlust.
    Man schwächt sich nicht, man stärkt sich.

    Leider habe ich das aber selber in dieser Form nie erleben dürfen, da es in der Beziehung mit meinem Ex recht schnell zu einem Ungleichgewicht kam (schrieb ich hier ja), welches sich bis zuletzt gehalten hat.
    Wohl auch deshalb hatte ich schon resigniert gehabt, was die Liebe angeht.
    Manche haben halt das Glück diese wirkliche Liebe kennenzulernen....manche nicht.
    Und ich zählte mich zu den Letzteren.

    Als ich dann meinen Kollegen kennen und lieben gelernt habe dachte ich
    „ok vielleicht gibt es sie für mich ja doch, diese einzig wahre Liebe“.
    Nun 2 Jahre später muss ich feststellen, dass ich mich geirrt habe.
    Das ist schon ziemlich schmerzhaft.

    Natürlich hinterfrage ich mich auch selbst. Ich war 20 Jahre in so einer Beziehung...also eine im Ungleichgewicht.
    Dann lerne ich einen Mann über Jahre kennen und lieben, weil er (so dachte ich) auch das selbe über die Liebe denkt und es mir gegenüber auch so zeigte.
    Und plötzlich ist man doch wieder in so einer Situation.
    Klar frage ich mich da ob es an mir liegt und was so falsch an mir ist, oder daran wie ich die Liebe lebe. Aber ich glaube solche Gedanken sind normal.


    @vloubout

    Wenn er bei deinem Chef anfängt, dass du ihn geblockt hast, dann erwähne ruhig, dass er das so wollte, weil er gesagt hat, er will keinen Kontakt mehr und du diesen Wunsch respektiert hast.
    Ganz ehrlich, wenn ich mitbekomme, dass er beim Chef irgendwas gedreht hat, erfährt der Chef alles.
    Was das angeht bin ich von Tag zu Tag immer wütender.

    Ich finde es wirklich das Allerletzte und mega dreist von meinem Kollegen, dass er seinen Liebesfrust auf die Arbeit zieht und die gesamte Arbeit drunter leidet.
    Manchmal frage ich mich in welcher Blase er lebt. Wie gesagt von mir reichen 2-3 Sätze und der ist beim Chef und dem Rest untendurch. Denkt er echt er kommt so weiter durch?
    Vor allem wie mies ist es bitte die Zeit auszunutzen, wenn ich krankgeschrieben bin?
    Ich komme wieder und stehe erstmal vor vollendeten Tatsachen etc.

    Das ist übrigens was mir echt Magengrummeln bereitet.
    Vor dem ersten Tag im Büro habe ich echt Angst. Auch wenn er nicht da ist.
    Wer weiß was er alles gemacht, getrennt und geregelt hat.
    Und ich gehe stark davon aus, dass sein Arbeitsplatz wieder geschmückt ist.

    Ich weiß das ist ewas wo man drüberstehen soll und ich bin normal auch taff, aber was ihn angeht aktuell noch nicht.
    Nicht wegen der Liebe, sondern weil ich einfach überreizt bin.
    Normalerweise bin ich ja, wie schon gesagt, ein Mensch der Dinge direkt anspricht und auch alles
    direkt regeln will. Jemand der sich auch wehrt und sich definitiv nicht alles gefallen lässt.
    Aber bei meinem Kollegen hielt ich halt immer die Füße still, weil ich nicht wollte, dass es auf der Arbeit ausartet.
    Und dieses alles in sich hineinfressen ist wirklich nicht gut. Auch körperlich nicht.

    Ich habe mal gelernt, dass wir das noch von unserer Vorfahren haben.
    Die haben damals bei Gefahr entweder gekämpft oder sind geflohen.
    Also sie sind entweder vor dem Säbelzahntiger weggerannt oder sie haben gekämpft.
    In der heutigen Zeit machen wir das nicht, sondern wir verharren, während der Körper auf hochtouren läuft, um entweder zu „fliehen“ oder zu „kämpfen“.

    Und das hatte ich die letzten Monate wegen meinem Kollegen wenn es um die Arbeit ging.
    Anstatt zu reagieren wie ich normal reagieren würde, fraß ich vieles in mich hinein.
    Nun hab ich den Salat.
    Wenn ich an die Arbeit oder an die Situationen denke wird mir ganz komisch.
    Aber da muss ich wohl durch. Der erste Tag ist eh der Schlimmste.
    Ich denke mal bis dahin werde ich Euch auch noch ein paar Mal volljammern, wenn das ok ist.

    Aproppo Jammern....abends ist es wirklich noch sehr fies. Wenn man sich so nicht ablenken kann.
    Gestern dachte ich auch wieder voll oft ungewollt an ihn und seine Frau.
    Ihr kennt das bestimmt auch (nur zu anderen Themen vllt), dass man im Bett liegt, die Augen zu hat und auf einmal sind da Bilder und Gedanken ohne, dass man das will.
    Weiß gar nicht wieso es mich so trifft. Wahrscheinlich auch wieder wegen dem Drumherum und wie es geendet ist.
    Für mich ist es auch schwer zu verstehen bzw damit klarzukommen, dass mein Kollege der vorher noch so sehr von Liebe geredet hat, mich behandelt als wäre ich sein Feind.
    Die möglichen Gründe dafür haben wir ja hier schon überlegt. Für mich auch voll logisch.
    Für meine Gefühlswelt ist es trotzdem eine herbe Enttäuschung, egal aus welchem Grund er so ist.
    Und ich frage mich echt ob das nicht auch einen endgültigen Knacks bei mir hinterlässt.
    Ob ich in Zukunft mein Herz wieder öffnen kann.
    Das mit meinem Kollegen ist eine Erfahrung, die lässt einem weder an Gut noch Böse glauben.
    Ich kannte ihn vorher ja schon 3 Jahre. Dachte eigentlich ich weiß in wen ich mich verliebe.
    Wie gesagt wir sahen uns nicht nur am Kaffeekocher. Wir verbrachten (und verbringen normalerweise) Mo-Fr von 7-16Uhr ununterbrochen zusammen. Redeten stundenlang.
    Deshalb wurde er ja erst zu einem guten Freund. Dass ich mich so irren kann, dachte ich nicht.

    Jetzt denk ich mir natürlich auch...wenn schon 3Jahre nicht reichen, um jemanden einschätzen zu können...dann gute Nacht.

    Übrigens haben wir nun fast seit 4 Wochen „schluss“ uns nicht gesehen und seit fast 1 Woche ist er nun komplett blockiert.
    Tja das hätte er wohl auch nicht gedacht.

    Huch, jetzt ist es wieder so viel geworden. Der Kopf ist teilweise noch zu voll.

    Ich wünsche Euch einen ganz schönen Abend!

    LG

Antworten
Seite 43 von 67 ErsteErste ... 33414243444553 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •