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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Miona Beitrag anzeigen
    Was sind denn 3 Wochen? Wir hatten jahrelang Funkstille. Du solltest das Ganze über einen längeren Zeitraum betrachten. Wenn ihr wirklich so ein inniges, vertrautes Verhältnis zueinander hattet, dann wette ich, dass es eines Tages möglich ist, sich freundschaftlich zu begegnen. Es könnte natürlich auch sein, dass es dir dann nicht mehr wichtig ist. Bei uns war es nicht so, hat zwar lange gedauert, aber alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann (Leo Tolstoi). Und während du wartest, solltest du natürlich dein Leben genießen
    Okay, Du schreibst es selbst: nach jahrelanger Funkstille. Klar, das wäre möglich. Aber ich glaube es in dem Fall hier eher nicht.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von OriginalSin Beitrag anzeigen
    Okay, Du schreibst es selbst: nach jahrelanger Funkstille. Klar, das wäre möglich. Aber ich glaube es in dem Fall hier eher nicht.
    4 Jahre lang war Funkstille, nachdem er meine Freundschaftsangebote nicht annehmen wollte bzw. konnte. Dann kam er von sich aus auf mich zu. Es war in dem Moment, als wenn mir ein Felsbrocken vom Herzen fallen würde. Unbeschreiblich Aber das ist meine Geschichte.

    Im Falle der TE kann es natürlich ganz anders laufen. Ich wollte ihr nur vermitteln, dass sie sich jetzt nicht zu sehr hineinsteigern sollte, denn auf lange Sicht kristallisiert sich die Bedeutung dieser Begegnung vielleicht als positiv heraus. Mir haben in dieser Zeit die Gedanken daran gut getan. Wir haben uns während dieser Zeit auch gesehen, allerdings nicht in einem gemeinsamen Arbeitsverhältnis. Da ist es natürlich schwieriger. Ich würde versuchen, die Abteilung zu wechseln oder die Aufgabengebiete anders aufteilen zu lassen, falls das irgendwie möglich ist, aber nicht gleich die Firma verlassen.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Guten Tag,

    Einzelne, danke für deinen Text.

    Und es gibt einfach Luft, wenn man sich von einem Druck befreit hat, den die Beziehung bedeutet hat.
    Total. Schon direkt nachdem ich es beendet habe fiel mir ein Stein vom Herzen und ich fühlte mich um Tonnen leichter.
    Kein Nachdenken mehr ob er es ernst meint, kein Nachdenken ob er sich trennt....
    auch konnte ich immer weniger damit umgehen so zu tun als wäre man zusammen, obwohl er weiterhin schön neben der Frau auf der Couch sitzt.
    Nee das war gar nichts mehr für mich.


    Aber es ist an anderer Stelle auch wieder eine Leere da, die man auch verarbeiten muss, da, wo man die Partnerschaft hatte und die andere Person im Kopf war.
    Ich habe das immer mit Trauerarbeit verglichen, denn es ist zwar keine Person gestorben, aber dieses Gefühl sich mit der anderen Person zu erweitern in einer Partnerschaft ist schon gestorben. Das ist erstmal ein von der Person selbst unabhängiges Phänomen - wenn man plötzlich mit sich wieder alleine ist.
    Vielleicht kannst Du das mit etwas Abstand auch so betrachten und nicht so dagegen ankämpfen. Es gibt Trauerphasen und ich glaube, man muss durch alle durchgehen, um irgendwann gut damit abschließen zu können.
    Ich denke auch, dass es das bei mir sein wird. Dass ich um etwas trauere was verloren ist.
    Die Zeit, das Erlebte, aber auch die Hoffnung.
    Mir ist gestern Abend auch noch klar geworden, dass ich so traurig bin, weil ich mir gewünscht hätte so geliebt zu werden, wie er es „vorgespielt“ hat (kurz formuliert).
    Ich dachte ich wäre wirklich angekommen und hätte mit ihm den Menschen gefunden mit dem man die große Liebe wirklich Leben kann, mit dem man sich vorstellen kann alt und grau zu werden.

    Ich erinnere mich noch an den Spruch einer Kollegin, die ganz ganz zu Anfang mitbekommen hat, dass mein Kollege mich gut findet.
    Mein Kollege hatte sich eher in mich „verliebt“ als ich in ihn.
    Ich wollte zuerst ehrlich gesagt gar nichts von ihm. Er war ein super Freund und Kollege, aber weder mein Typ und er war verheiratet.
    Ich zog es eher ins Lächerliche, dass aus ihm und mir etwas wird.
    Damals habe ich ihm sogar aus Scherz gesagt, dass wenn er seine Frau schon betrügen will, er dann eine jüngere nehmen sollte, damit es sich lohnt. A la Michael Wendler.
    Wir hatten halt wirklich ein kumpelhaftes Miteinander und ich sah ihn erst nur als sehr guten Freund.

    Irgendwann kam meine Kollegin mal zu mir und fragte mich wieso mein Kollege nichts für mich wäre. Ich nannte ihr meine Gründe woraufhin sie meinte „oder hast du Angst davor, dass du mal wirklich geliebt wirst?“.
    Diese besagte Kollegin bekam danach übrigens nicht mit, dass wir dann irgendwann eine Affäre eingegangen sind.
    Aber ihr Spruch hatte mich so sehr zum Nachdenken gebracht. Eigentlich hat erst dieser Spruch mich dazu gebracht mein Herz zu öffnen (keine Ahnung wie ich das sonst ausdrücken kann).
    Die Kollegin kennt meinen Ex und weiß wie unglücklich ich schon viele Jahre war.
    Dass ich eigentlich auch mehr oder weniger resigniert hatte und ich eher mit einem Tunnelblick durchs Leben ging. Auch was die Liebe angeht.
    Als die Kollegin dann diesen Spruch sagte hat das irgendwas in mir ausgelöst.
    Sie hatte recht, ich wollte nicht weiter mit einem Tunnelblick leben und wenn da ein Mensch ist der mich wirklich liebt, dann sollte ich das zulassen.
    Ich merkte da ja auch schon, dass ich was für meinen Kollegen empfinde, aber ich wusste da noch nicht genau was.
    Naja und dann irgendwann begann dann unsere „Geschichte“.
    Und ich dacht wirklich, dass ich DEN EINEN Menschen gefunden habe.
    Mein Deckelchen sozusagen. Mit uns passt es erschreckend gleich und wir sind auch so gleich, wie ich das mit keinem anderen Menschen erlebt habe.
    So dachte ich zumindest....

    Das Alles ist ja auch etwas, was durch die Trennung in einem zusammenbricht.
    Es ist die Traurigkeit wegen etwas, was wahrscheinlich doch nie so war wie ich dachte.

    Vielleicht war er aber vorher "gewandelt" und jetzt wird sein wahrer Charakter sichtbar.
    So lange Zeit? Aber es kann gut möglich sein. Wundern würde es mich nicht mehr.

    So völlig drüber stehen könnte ich nicht, auch wenn ich mich endgültig entliebt hätte. Ich könnte mit so einem Kollegen nicht mehr zusammenarbeiten.
    Mein „Glück“ ist vielleicht, dass ein Teil von mir sich von Anfang an auch schon mit dem Ende auseinandergesetzt hat. Wie es sein wird, wenn es vorbei ist...wenn er sich für die Frau entscheidet etc. Bin dadurch schon vorher durch einige Gefühle gegangen, durch die andere Geliebte wahrscheinlich erst gehen, wenn die Trennung ausgesprochen ist.
    Deswegen denke ich doch, dass ich klargekommen wäre.
    Allerdings ging ich bisher davon aus, dass die Trennung mit Respekt geschehen wird.
    Man kann sich ja auch freundschaftlich trennen...im Frieden.
    Da mein Kollege es aber anscheinend doch anders sieht, muss ich jetzt wirklich mal schauen in wieweit eine Zusammenarbeit möglich ist.
    Aber ich werde es versuchen.

    Denk in erster Linie an Dich, Neoli. Mach es Dir leicht und bürde Dir nicht aus falscher Loyalität zu wem auch immer zu viel auf. Knallhart egoistisch sein, das kannst Du Dir erlauben - man muss es sogar, man ist sich selbst auch ein gutes Leben schuldig!!!
    Danke...du hast Recht...das werde ich beherzigen.

    Aber auch wenn es nicht so heftig wird, werden hier nur die gleichen Strategien wirken, wie beim Stalker: nicht mehr präsent zu sein und überhaupt keine Gefühle mehr zu zeigen.
    Da bin ich nun bei

    Leider habe ich viele Menschen schon irrational und kindlich egozentrisch reagieren sehen, wenn ihr Schlaraffenland geschlossen wird...
    Aber merken diese Menschen nicht, dass sie durch ihre Reaktion noch mehr verlieren?
    Mein Kollege hat jetzt zB gar nichts mehr in dem Sinne.
    Ja er hat seine Frau und vielleicht sind sie nun wieder glücklich, was ein Gewinn wäre.
    Aber ich gehe mal davon aus, dass er mit der Ehe nicht 100% gelogen hat, also
    hat er letztendlich nur noch seine glücklose Ehe bzw. Leben.
    Ich als Geliebte bin eh weg. Aber er hat mich auch nicht mehr als Freundin, als gute Kollegin.
    Die ganze gute Stimmung in unserem recht kleinen Bereich ist kaputt. Wenn zwei von 8 Leuten nicht mehr miteinander reden, die vorher nur zusammen waren, schlägt es automatisch auf die Grundstimmung.

    Ich verstehe nicht wieso Menschen die so reagieren alles so einfach in Kauf nehmen.
    Anstatt einfach zu sagen: ok es gibt zwar keine Affäre mehr, aber alles andere kann man erhalten.
    Dann hat man zwar erstmal eine Weile Liebeskummer, aber man kann trotzdem noch vieles behalten was einem wichtig ist (falls es einem überhaupt jemals wichtig war).
    So aber macht man unwiderbringlich alles kaputt.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Kalaw Beitrag anzeigen

    Du klingst hier wirklich reflektiert und zeigst einen guten und reifen Umgang mit der Situation - ich glaube, dass Du die Situation ebenso gut und sachlich Deinem Vorgesetzten erklären kannst, wenn Du nächste Woche wieder im Büro bist. Steht die aktuelle Erkrankung in einem Zusammenhang mit der Situation? Ich wünsche Dir in jedem Fall, dass Du bald wieder auf den Beinen bist und Dich wieder richtig wohl in Deiner Haut und Deinem Leben fühlen kannst
    Liebe Dank!

    Nein die Erkrankung steht gar nicht im Zusamenhang damit. Ich musste auch operiert werden etc.
    Aber auf die Gesundheit schlug/schlägt es mir trotzdem. Der Magen stresst viel.
    Sollte ich mal ein Magengeschwür bekommen, dann kriegt es wirklich seinen Namen.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Hier mal kurz allgemein zum Arbeitsthema
    weil ihr euch so lieb Gedanken darum macht.

    Ich weiß, dass es unheimlich schwer ist in so einer Situation noch zusammen zu arbeiten.
    Nach einer Trennung braucht man Abstand etc. Liebeskummer ist wirklich mies und ich habe die Tage einen sehr passenden Spruch dazu gelesen
    „Die Trennung hat den Geschmack des Todes- im Leben...“ (Igor Alexander Caruso).
    Und wenn man wirklich liebt und man trennt sich, dann ist es in der Tat als ob ein Teil in einem abstirbt.
    Das zu verabeiten braucht lange Zeit...bei manchen dauerts bis an ihr Lebensende.
    Abstand und zu sich kommen können ist unheimlich wichtig.
    Merke ich auch jetzt wo ich ihn nicht sehe und sehen muss.

    Aber...und das schreibe ich auch oft dazu....wir wussten auf was wir uns einlassen.
    Wir mussten uns vorab klar sein wie und ob es weitergeht, wenn man sich trennt.
    Wir sind keine 20-25 mehr wo man sagen kan „pah dann suche ich mir einen neuen Job und wenn der nicht passt noch einen“.
    Er und ich sind beruflich angekommen und haben dafür viel getan. Ich habe extra nochmal mit 30 ein Studium angefangen.
    Wir haben unseren Traumjob, ein gescheites Gehalt, ein absolut tolles Arbeitsumfeld.
    Wir wussten, dass das was wir machen mit einem Risiko verbunden ist und wir sind es eingegangen, weil wir gesagt haben, dass wir dann einen guten gemeinsamen Weg finden werden.
    Ich habe da total darauf vertraut.

    Es waren ja auch immer seine Worte „wenn es nicht klappt, dann möchte ich wenigstens die Freundschaft erhalten. Das ist mir alles so wichtig“.

    Und wir waren, so dachte ich, wirklich gute Freunde und deshalb war ich mir sicher, dass wir es schaffen auch wenn es hart wird.
    Wenn man sich respektvoll und in Freundschaft trennt, dann geht sowas.
    Natürlich hätte man dann erstmal im Wechsel Urlaub genommen (was auch mal besprochen war) um die ersten Wochen zu überbrücken, um klarzukommen ein wenig.
    Aber ich denke dann hätte man es wirklich irgendwie hinbekommen können.

    So aber sehe ich es wie ihr. Es wird schwer. Freundschaftlich und so kollegial wie früher, wird es denke ich nicht mehr...oder erst nach vielen Jahren und wenn Vertrauen wieder aufgebaut werden konnte.
    Bis dahin wird es ein sachliches oberflächliches Arbeiten werden.
    Mit dem Chef rede ich auf jeden Fall auch wenn ich zurück im Büro bin.
    Aber nicht um meinen Kollegen schlecht zu reden.
    Sondern um auch meinen Standpunkt mal zu klären.
    Ich will nur in Ruhe meine Arbeit machen. Habe mich nie quer gestellt und werde das auch weiterhin nicht tun. Sollte mein Kollege sich quer stellen, dann gehe ich wieder zum Chef.
    Werde mir nicht mehr auf der Nase rumtanzen lassen. Was ich auch nur habe, weil ich den Frieden im Betrieb erhalten wollte.
    Da durch meinen Kollegen aber das Kind eh schon in den Brunnen gefallen ist, kann mir vieles nun auch egal sein.

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