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  1. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Ihr seid echt toll danke! blumengabe:


    @ Overknee

    So wird es sein bzw so ist es sicher. In seinen Augen hätte ich doch nur noch ein wenig warten müssen.
    Allerdings wollte er sich schon letztes Jahr im Februar trennen, dann April, dann vor dem Sommer, dann nach dem Sommer, dann noch vor Weihnachten und defintiv aber noch vor Silvester.
    Die Gründe wieso ich das so mitgemacht habe nannte ich ja.
    Nur wenn ich das so lese, denke ich selbst ich bin bekloppt. Mehr hinhalten geht nicht.
    Dass er sich trennen will sagte er übrigens nicht nur mir, sondern auch zwei Kolleginnen von uns und unserem Chef. Ich versteh ihn nicht.


    @Rotweinliebhaberin

    Nein leider zeigt das wirklich keinen guten Charackter. Was mich aber auch irritiert, denn ich kenne ganz andere Seiten von ihm.


    @vloubout

    Er wirft mir vor ihn verlassen und ihn im Stich gelassen zu haben. So sieht er das.
    Die Argumente die du genannt hast, die ich ihm auch schon mehrfach gesagt habe, sind für ihn irrelevant.
    Ich habe mich schon vor 1 Jahr von meinem Ex getrennt und habe weiterhin gewartet.
    Er hat Versprechungen gemacht und diese nicht gehalten. Ich wollte nicht weiter eine Geliebte sein bzw in dieser Dreiecksbeziehung (wollte ich eh nie). Jeder hätte es beendet. Auch mein Kollege.
    Vor allem er. Aber mich verstehen tut er nicht. Er nimmt das persönlich gegen sich als Person.
    Er sieht den Grund nicht.

    Danke für dein Lob aber es hatte nicht wirklich was mit Stärke zu tun.
    Etwas dramatisch ausgedrückt lag es am Überlebenswillen.
    Mich hat das Alles von Anfang an kaputt gemacht.
    Die letzten Wochen war ich nur noch ein Schatten meiner Selbst.
    Ich war auch sehr schnell gereizt und an dem Tag als ich beendet habe, ging gar nichts mehr.
    Ich habe ihn auch so angeschrien, wie nie zuvor. Habe ich noch nie angeschrien bis dahin.
    Aber mir reichte es. Mir reichte es mit dem Nachdenken jeden verdammten Abend, mir reichte es mit der Unsicherheit und Angst, dass er sich doch umentscheidet. Mir reichte meine schlechte Laune.
    Mir reichten die ganzen Gründe. Ging einfach nicht mehr.


    @Piquetor

    Oh ja da hast du Recht. Niemals wieder was in der Firma. Und Affäre sowieso nicht.
    Allerdings glaube ich hast du da was falsch verstanden. Es war keine lose Sache, die ich mir plötzlich schöngemalt habe.
    Er und ich haben uns beide erst verliebt und uns dann entschieden, beide, dass wir eine Zukunft wollen. Keine Spaßsache und dann mal schauen.
    Die Hochzeitsglocken hat er geläutet, nicht ich. Die Kindersprüche kamen alle von ihm.
    Ich war durchweg immer der vorsichtigere Part. Und er malte von Anfang an die schönsten Luftschlösser. Dass ich es geglaubt habe, ist meine Schuld. Aber es war nie so, dass ich mir was
    zusammengesponnen habe und ihn dann in die Pflicht nehmen wollte.


    @fairysister

    Danke!
    Ja dass er das auf die Arbeit getragen hat war damals schon ein Schock für mich.
    Ich frage mich bis heute ob ihm die Konsequenzen nicht bewusst sind. Klar ist es schwer, wenn man zusammen arbeiten muss. Aber wir haben vorher über all sowas gesprochen.
    Denn natürlich wussten wir auch, dass das auf der Arbeit schwer wird. Vor allem als Team.
    Wir haben klipp und klar gesagt, dass wir es nicht auf die Arbeit tragen werden.
    Daran halte ich mich bis heute. Er aber benimmt sich manchmal wie bei so einem Ehekrieg.
    Stellt dann gemeinsame Fotos weg oder Geschenke die ich ihm gemacht habe.
    Er will dann nicht mehr mit mir arbeiten. Wirklich nicht sehr leicht.

    Ob ich auf den Chef zugehe weiß ich nicht genau. Eine Kollegin schlug mir das auch vor, aber so bin ich nicht. Und ich hoffe noch immer irgendwie die Ruhe drin halten zu können.
    Denn wenn ich mit dem Chef rede etc., dann ist da offiziell etwas in Gang gesetzt.
    Und ich weiß auch, dass mein Kollege sehr schlecht dastehen würde bei vielen aus der Firma.
    Das will ich nicht. Er ist eigentlich ein herzensguter, lieber Mensch.
    Sollte mein Kollege aber doch noch mehr machen, dann werde ich auch was sagen.

    @luciernago

    Oh wie lieb, danke!!!


    @saison

    Das ist ja toll, danke. Weiß ich sehr zu schätzen. Ich weiß von Euch allen die Antworten sehr zu schätzen!
    Und auch danke für die lieben Worte!

    Zur Stärke kann ich nur nochmal sagen, dass es fast schon nicht mein Verstand war der so reagiert hat, sondern die Seele und der Körper. Es ging einfach gar nicht mehr. Überlebenswille halt.
    Die Zeit war wirklich nicht schön und brachte mich in allen Punkten an meine Grenzen.

    Und die Trennung von meinem Ex entstand zwar nicht durch sowas, aber auch da merkte ich, dass die Grenze erreicht ist. Ich konnte und wollte so nicht mehr leben (also in so einer „Beziehung“). Wir beide waren nicht mehr glücklich. Saßen unzufrieden nebeneinander, nervten uns schon fast.
    Auch da war der innere Druck, ganz unabhängig von meinem Kollegen, irgendwann einfach zu groß.
    Ich hätte in dem Sinne ja auch erstmal warten können, bis mein Kollege sich trennt.
    Aber für mich ging es halt so oder so nicht mehr.
    Deshalb werfe ich meinem Kollegen auch nicht vor, dass ich mich für ihn getrennt habe.
    Das habe ich nicht, sondern für mich und meinen Ex.

    @Veranoazul

    Mensch ihr habt hier aber echt schöne Nicknames. :) Und danke für deinen tollen Text.

    Es wäre wohl ein warmer Wechsel geworden, aber im Hinterkopf hatte ich das nie.
    Ganz ehrlich war mein Gedanke immer, dass wenn ich mich von meiner langen Beziehung trenne, ich erstmal ganz lange alleine sein will. Das war ich seit ich 15 bin nicht.
    Direkt in eine neue Beziehung zu springen hat mir sogar Angst gemacht.
    Aber leider waren die Gefühle halt so stark.

    Oh nein, ich habe nicht die Reißleine gezogen, weil ich hoffe etwas zu bewegen in ihm.
    Für mich ist es wirklich durch. Nochmal Versöhnen, nochmal ein weiter so, gibt’s bei mir nicht.

    Nein proaktiv gehe ich auch nicht zu meinem Chef. Wie weiter oben schon geschrieben, sage ich weiterhin nichts. Außer mein Kollege übertreibt maßlos.
    Aber ich habe bis heute nichts gesagt und bleibe auch weiter ruhig. Das gehört nicht auf die Arbeit und wie du das vorgeschlagen hast, würde ich es meinem Chef dann auch sagen, falls er fragt.


    Huch jetzt ist das aber viel geworden. Ich hoffe ich habe alles soweit beantwortet. Und danke nochmal!

  2. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Update

    Er hat mir eine SMS geschickt. Das hatte ich wohl vergessen zu blockieren an dem zweiten Handy (Dienst und Privat). Er schrieb nur, dass er mir alles Gute wünscht. Ich las es aber antworte nicht.
    Daraufhin kam schon fast wieder pampig, dass ich den Text lese und nicht antworte obwohl er gar nichts Böses geschrieben hat.

    Anstatt es weiter zu ignorieren habe ich dann nett und sachlich geantwortet, ihm nochmal deutlich gemacht, dass es für mich vorbei ist und ihm alles Gute gewünscht.
    Das habe ich gemacht, weil unser letzter Kontakt so war, dass ich ihn angeschrien, es beendet und Telefon aufgelegt habe. Danach weder geschrieben noch geredet.
    Deshalb hatte ich gestern einmal noch was dazu geschrieben, auch wenn nur kurz, da schon alles mehrfach gesagt wurde.

    Er bedankte sich für den Text und wünschte mir auch alles Gute!
    Aber danach kam jetzt doch wieder ein Text. Ich werde bald operiert und dafür wünschte er mir noch alles Gute!

    Ich glaube er denkt, dass es vielleicht doch wieder so laufen wird, wie die letzten Male als wir Streit hatten. Da schrieb er auch recht schnell wieder, man textete wieder mehr und irgendwann versuchte man es halt doch wieder miteinander. Das war so weil ich damals noch zumindest ein wenig Hoffnung hatte. Aber diese Hoffnung ist weg.
    Ich vertraue nicht mehr darauf was er sagt und darauf, dass er sich trennen wird.
    Aber vielleicht bekommt man mit der Zeit wieder eine Freundschaft hin.
    Mehr kann ich nicht.

  3. Inaktiver User

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Liebe Neoli.

    Ich denke nicht, dass der Mann ein Charakterschwein ist.
    Und ich glaube Dir wenn Du sagst, dass er normalerweise ein herzensguter Mensch ist.

    Sehr wahrscheinlich ist er selbst überzeugt davon, was er sagt - dass er Zeit braucht, Dich nicht verstehen kann, sich von Dir im Stich gelassen fühlt usw.
    Das ist seine eigene Wahrheit und das ist weder gut noch schlecht, sondern zeigt nur, wie unterschiedlich Eure Wahrnehmungen von ein und derselben Sache sind.
    Ich bin davon überzeugt, dass er tief verletzt ist, ebenso wie Du.

    Es zeigt aber auch, dass Ihr auf keinen Nenner mehr kommen werdet. Wenn er im Grunde wüsste, dass sein Verhalten nicht richtig ist, könntest Du ihn vielleicht mit guten Argumenten überzeugen, sich anders, also fairer zu verhalten.
    Er "fühlt" aber, dass er im Recht ist (zumindest fühlt es sich für ihn so an), also kann und wird er nicht anders agieren,denn das hieße ja, gegen seine Überzeugung zu handeln.

    Was ich sagen will: Ihr habt, von Eurem jeweiligen Standpunkt aus gesehen, Beide Recht, werdet aber keinen Mittelweg finden.

    Nimm es als gutes Zeichen, dass er Dir noch ein paarmal alles Gute wünscht, dann scheint er nicht auf Krawall aus zu sein.
    Ich würde die Sache an Deiner Stelle jetzt einfach auslaufen lassen, und nicht mehr groß auf Nachrichten reagieren.
    Deine klaren Ansagen hast Du gemacht, nun ist es an ihm, diese auch zu verstehen.

    Ob das noch einmal eine (private) Freundschaft wird, weiß Niemand.
    Aber sei achtsam und gewappnet für den Ernstfall im Beruf und was er über Dich erzählt.
    Aber da hast Du ja ohnehin bereits einen Augenmerk drarauf, so wie ich Dich lese.

    Alles Gute Dir, und dass die Wunden rasch heilen mögen!

  4. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Nun, da er Dich ja lange genug um den Finger gewickelt hat, versteht er nicht, dass es, wie sonst, eben nicht mehr funktioniert.
    Das ist ja auch verständlich.
    Er wird das nach einer Weile verstehen.

    Wenn Du das weiter ignorierst um so besser.
    Freundschaft? Da braucht es erst einmal Abstand und vor allem Akzeptanz.
    Darüber würde ich mir an Deiner Stelle jetzt noch keine Gedanken machen.

    Wieso sprichst Du mit einer Kollegin, wenn Du es nicht auf die Arbeit tragen willst
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

  5. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    @Niehagen

    Danke für die Worte.
    Und du hast es auch wirklich gut erfasst. Er ist wirklich zutiefst überzeugt davon, dass er im Recht ist und dadurch verletzt. Ist ja auch nicht das erste Mal, das ich das so erlebe von ihm. Ich weiß, dass bestimmte Dinge einfach auch durch seine Erziehung und Ehe etc kommen.
    Was ich auch glaube und was auch sein kann.
    Aber nach all der Zeit wäre ein wenig mehr Selbstreflektion gut gewesen.
    Ich habe ja auch Fehler von mir erkannt und an denen gearbeitet. Das ganze Leben ist ein Reifeprozess. Wenigstens in kleinen Schritten.
    Aber bei ihm schien es mir immer mehr so, als ob der da gar nicht raus will.
    Das ist übrigens auch ein Grund wieso ich für mich sage, dass das nicht mehr geht.
    Er kann nicht immer um sich treten, wenn ihm etwas nicht passt.

    Ich hoffe seine guten Wünsche sind ein Zeichen, dass es ruhig bleibt. Denn Streit hin oder her, mir geht es sehr schlecht und ich würde das gerne einfach verarbeiten können. Damit klarkommen was war und was ist. Ich denke auch mal, dass er sich nun wieder mehr der Frau zuwenden wird (wenn er je wirklich abgewandt war). Für den Kopf ist das auch nicht gerade toll, aber da muss ich jetzt halt durch. Und das geht ohne Streit und ohne Kontaktversuche von ihm besser.

    Ja im Beruf passe ich auf jeden Fall gut auf. :)

  6. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    Nun, da er Dich ja lange genug um den Finger gewickelt hat, versteht er nicht, dass es, wie sonst, eben nicht mehr funktioniert.
    Das ist ja auch verständlich.
    Er wird das nach einer Weile verstehen.

    Wenn Du das weiter ignorierst um so besser.
    Freundschaft? Da braucht es erst einmal Abstand und vor allem Akzeptanz.
    Darüber würde ich mir an Deiner Stelle jetzt noch keine Gedanken machen.

    Wieso sprichst Du mit einer Kollegin, wenn Du es nicht auf die Arbeit tragen willst
    Sie hat es mitbekommen als mein Kollege es damals dem Chef gesagt hat und mich dann darauf angesprochen.
    Gott sei Dank ist es eine sehr liebe Kollegin mit der ich mich auch privat verstehe.
    Wir unternehmen privat auch öfter was etc. Sozusagen meine Vertraute. Und nichtmal ihr habe ich was gesagt...bis sie es dann selbst gehört hat.

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen

    Er wirft mir vor ihn verlassen und ihn im Stich gelassen zu haben. So sieht er das.


    natürlich sieht er das so, das ist sein Empfinden.

    Das beruht darauf, dass er nach meiner Vermutung ein zutiefst unglücklicher Mensch ist, der spürt, dass er ein falsches Leben lebt, aber sich alleine davon nicht befreien kann (warum auch immer, ein 20-jähriges Kind kann jedenfalls nicht der Grund sein).

    Für ihn warst Du eine Stütze, die ihm zur Seite stand und auch Hilfe für ein neues Leben versprach. Jetzt bist Du weggebrochen und er kann leider nicht erkennen, dass er sich selbst aus dem Sumpf ziehen muss und dies kein anderer Mensch für ihn erledigen kann.

    Entweder fällt er nun zurück in seine unbefriedigende Ehe (was ich vermute), oder er steht dann doch irgendwann auf und ändert etwas, weil Du nun als "Geliebte", die seinen sonstigen Alltag "erträglicher" machte, nicht mehr zur Verfügung stehst.

    Die Zeit mit Dir hat ganz sicher bei ihm etwas ausgelöst und aufgezeigt, es kann trotzdem noch Jahre dauern, bis er sich aus seinem selbst gewählten Gefängnis befreit.

    Was ist eigentlich mit seiner Frau, weiß die etwas über euch Beide, oder hat die da gar nichts bemerkt?
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  8. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    @Jaws

    Ich danke dir für diese Sichtweise...die mir auch sehr oft durch den Kopf ging.
    Ich kenne ihn ja nun auch schon seit 5Jahren und ich glaube er hat es wirklich nicht leicht, also auch mit sich selber nicht.

    Das beruht darauf, dass er nach meiner Vermutung ein zutiefst unglücklicher Mensch ist, der spürt, dass er ein falsches Leben lebt, aber sich alleine davon nicht befreien kann (warum auch immer, ein 20-jähriges Kind kann jedenfalls nicht der Grund sein).
    Ich erzähle euch mal was über ihn, denn das Alles ist letztendlich die Begründung denke ich. Und auch der Grund wieso ich nicht im Hass loslasse.
    Ich glaube er kann wirklich einfach nicht anders, was fast noch schlimmer ist, als einfach nur nicht geliebt zu werden. Übrigens soll das was ich schreibe bitte nicht als Wertung gegen die Frau oder sonst wen gesehen werden.
    Ich schreibe nur was er mir gesagt hat und kenne auch nur seine Seite.

    Also...er hat seine Frau auch sehr früh kennengelernt. Mit 15. Seine erste Freundin, seine erste Liebe. Mit 16 fing er an zu arbeiten. Ab da war dann eigentlich nur noch Arbeit und Freundin angesagt. Ab seinem 18 Lebensjahr war er fast nur arbeiten. Morgens um sechs aus dem Haus und abends 19Uhr war er wieder da und dann wieder nur Freundin. Eigene Freundschaften hatte er sich nie aufgbaut sondern lief bei der Freundin immer nebenher. Mit 21 wurde er dann Papa.
    Er hatte dann auch an den Wochenenden gearbeitet um mehr zu verdienen.
    Einige Jahre spter fing der Hausbau an. Das heißt Arbeit, Familie, Hausbau (für seine Familie und seine Eltern) waren ab da sein Leben. Er kennt es nur so bzw kannte es nur so.

    Seit er bei uns arbeitet arbeitet er nur noch halb so viel in der Woche und an den Wochenenden gar nicht, sieht er erst, wie sein Leben eigentlich ist (so seine Worte).
    Ich habe ihn auch mal gefragt, wieso er sich nicht schon vor uns getrennt hat, wenn er seit Jahren unglücklich ist. Daraufhin sagte er mir, dass er dachte, dass das halt das Leben sei. Dass auch Ehen halt so laufen, wie seine und er hat sich damit arrangiert.
    Als mein Kollege und ich uns kennenlernten sagte er auch mal, dass er keine 60 werden will.
    Sowas sagt man eigentlich nicht, wenn man das Leben als glücklich und schön empfindet.
    Aber damals machte ich mir über diesen Spruch keine Gedanken.

    Nichts desto trotz, egal wie unglücklich er ist, er ist seit 25 Jahren mit seiner Frau zusammen und das verbindet, sogar wenn man streitet, wenn man sich vielleicht nicht mal mehr leiden kann.
    Das habe ich an mir gesehen. Bei mir waren es wie gesagt 20 Jahre. Wir waren nicht verheiratet, haben kein Kind, eigentlich nichts was eine Trennung noch erschweren würde. Eine partnerschaftliche Beziehung gab es bei uns seit Jahren nicht. Und trotzdem habe ich, wenn man es genau nimmt, über 6 Jahre gebraucht um mich zu lösen.
    Ich konnte mir ein Leben ohne meinen Ex nicht vorstellen, obwohl ich ihn nicht mehr geliebt habe.
    Konnte mir nicht vorstellen nicht mehr in unser Zuhause zu gehen. Er war seit ich 15 war ein Teil meines Lebens und plötzlich ohne ihn, war schwer vorstellbar. Auch fühlte man sich verpflichtet, schuldig. Es gehen einem zig Dinge durch den Kopf.

    Und so wird es meinem Kollegen auch gehen, nur noch etwas schlimmer, denn da ist noch der Sohn. Ok das Kind ist 20, aber sein einziger Sohn und mein Kollege hatte lange Zeit Angst, dass er ihn hassen wird, wenn er die Mutter verlsst. Da mein Kollege so viel arbeiten war ist es eher ein Mama Kind. Sehr auf die Mutter fixiert. Mein Kollege hatte Sorge, dass er sozusagen verstoßen wird vom Sohn.
    Aber jetzt vor kurzem war er schon auf dem Standpunkt, dass sein Sohn alt genug ist, um es zu verstehen und auch fair zu sein.

    Doch dann sind da noch die anderen Sachen. Das mit seinem Vater, was ihn total fertig macht.
    Und halt das Finanzielle. Denn mein Kollege war und ist Alleinverdiener. Seine Frau (41) hat mit 17 die Ausbildung abgebrochen, danach ab und zu 450Euro Jobs gehabt und seit 6 Jahren arbeitet sie gar nicht mehr. Das heißt er würde bei einer Scheidung sicherlich 50% verlieren, weil man der Frau nichts anrechnen kann an Gehalt. Und auch wenn er es anders darstellt, das macht ihn auch fertig. Aber Geld ist nicht alles und da würde man es auch gemeinsam durch schaffen.
    Verdienen tun wir beide gutes Mittelmaß und sogar einen Start bei 0 würden wir gut hinbekommen.

    Aber es ist einfach glaube ich alles bei ihm. Er kann sich nicht lösen, was ich total verstehe, das Finanzielle, der Sohn und der Papa. Ich weiß nichtmal ob ich mich trennen könnte an seiner Stelle.
    Deshalb lasse ich wie gesagt nicht im Hass los. Ich bin aber enttäuscht von dem Drumherum.

    Übrigens schreibe ich das alles vom Standpunkt aus, dass er seine Frau wirklich nicht mehr liebt, unglücklich ist und sich trennen will. Das kann natürlich alles gelogen sein von ihm und dann ist das natürlich hinfällig, was ich denke.

    Aber ich glaube ihm und ich denke ich liege auch mit den Gründen nicht ganz so falsch.
    Auch wenn Gründe eigentlich egal sein sollten, sind sie es in diesem Fall für mich nicht, weil es schon einen Unterschied für mich macht ob jemand einfach aus "Angst" nicht kann oder weil er gar nicht will. Das Resultat ist zwar das Gleiche, aber der Umgang miteinander danach nicht.

    Ich denke auch, dass wenn er er sich trennen will, dass es noch sehr lange dauern wird. Falls seine Frau es nicht schon vorher beendet.

    Was ist eigentlich mit seiner Frau, weiß die etwas über euch Beide, oder hat die da gar nichts bemerkt?
    Offiziell weiß sie nichts, aber zumindest denken wird sie sich das können. Doof ist sie nicht. Er textet ja ununterbrochen mit mir. Oder textete. Nimmt auch Handy mit ins Bad. Er schläft auch schon seit Monaten auf der Couch und es gibt sogar schon seit vor uns keinen Sx mehr (von wessen Seite weiß ich nicht).
    Aber wenn es der Ehemann in 2 Jahren nichtmal mehr versucht, dann würde ich mir schon Gedanken machen als Frau.

    Ich habe meinen Kollegen gefragt ob seine Frau denn nicht mal was sagt oder fragt. Nein, angeblich nicht. Ich kann mir das sehr schwer vorstellen.
    Mein Kollege denkt sogar, dass sie jemanden anderen hat. Sie ist ja 9Std am Tag alleine, wenn er arbeiten ist. Kein Haushalt gemacht, kein Essen, aber sie liegt platt auf der Couch und ist müde vom Tag (seine Worte), wenn er nach Hause kommt.
    Dann textet sie wohl auch sehr viel und heimliche Telefonate.
    Ob das stimmt weiß ich nicht. Aber wenn, sei es ihr gegönnt, wenn sie auch unglücklich ist.

    Ist eh verrückt und traurig feige wie sehr sich einige Menschen (mich inbegriffen) an ein Leben klammern, das sie nicht glücklich macht. Dass sie lieber in dem Trott und all dem weiterleben, als einen Neustart zu wagen. Letztendlich haben wir nur 1 Leben.
    Ich habe auch erst in den letzten Jahren gemerkt, wie schnell es an einem vorbeirast.
    Man muss nur mutig genug sein, aber das war ich ja auch nie und bin es auch jetzt noch nicht so wirklich. Aber wird

  9. User Info Menu

    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Zitat Zitat von Neoli65 Beitrag anzeigen
    Ist eh verrückt und traurig feige wie sehr sich einige Menschen (mich inbegriffen) an ein Leben klammern, das sie nicht glücklich macht.

    Letztendlich haben wir nur 1 Leben.
    Ist doch supi, wie Du das erkennst und schon dabei bist, ein selbstbestimmtes Leben in Angriff zu nehmen. Das imponiert mir.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Affäre, die keine werden sollte, beendet

    Liebe Neoli,
    ich bin ehrlichgesagt nur aus Langeweile hier in diesem Unterforum gelandet - um ein bisschen zu schmökern - und so bin ich bei Deinem Thread gelandet. Und ich muss sagen, wie Du mit dieser Erfahrung und dem Erlebten umgehst, finde ich bewundernswert. Du liest Dich, als würdest Du das, was Du schreibst, zu 100% so meinen, unaufgeregt und gleichzeitig reflektiert und unheimlich sympathisch und verständig.

    Und menschlich - mit dem Herzen und dem Verstand gleichermaßen am rechten Fleck. Ich wünsche Dir alles Liebe für die kommende Zeit und drücke Dir die Daumen, dass es auch ihm gelingt, Dir in der Arbeit gut zu begegnen.

    P. S. Und auch wenn es vielleicht noch schmerzhaft ist für Dich - ich freue mich für Dich über das Geschenk, dass in dieser Begegnung lag und liegt.

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