Neulich führte ich eine Gespräch mit einem uralten Bekannten/Freund (40) über Lebensplanungen und Familiengründung.
Da er derzeit Single ist, mehr oder weniger hypothetisch.
Logisch wolle er eine Familie mit Kindern. "Die Richtige" sei aber noch nicht aufgetaucht.
........eine halbe Flasche Wein später:
Natürlich würde er darauf bestehen, dass direkt nach der Geburt ein Vaterschaftstest gemacht werden würde. Mann müsse seiner Sache ja sicher sein.
Ich habe ja schon ein richtig schlechtes Bild von der Welt - aber das geht selbst mit zu weit.
Wie denkt Ihr darüber?
(Mein Partner fand die Idee übrigens gut und würde das auch wollen- zum Glück ist das bei uns kein Thema, wir bleiben eine 2-Personen-Familie)
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12.03.2007, 10:02Inaktiver User
Vaterschaftstest zum Standard erheben?
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12.03.2007, 10:41Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Warum nicht? Es gibt nun Mal eine große Anzahl an Kuckskindern die den Männern untergeschoben werden, ist es ihr gutes Recht zu Erfahren, ob das Kind das sie großziehen auch ihr eigenes ist. Wenn ich nichts zu verbergen habe, kann ich mit ruhigen Gewissen den Test zulassen.
Ich würde niemals meinem Partner ein Kind unterjubeln, eher würde ich die Beziehung aufgeben als mit so einer Lüge zu leben.
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12.03.2007, 10:45Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Nun ja - man ist sich rein juristisch in der Frage ja noch nicht so einig. Das Kind hat auch gewisse Persönlichkeitsrechte.Warum nicht? Es gibt nun Mal eine große Anzahl an Kuckskindern die den Männern untergeschoben werden, ist es ihr gutes Recht zu Erfahren, ob das Kind das sie großziehen auch ihr eigenes ist.
Wenn das Paar verheiratet ist, muss der Ehemann zahlen - ob er der biologische Vater ist, oder auch nicht.
Ich fände es schon eine ziemliche Frechheit, wenn mein Partner das von mir verlangte - ich z.B. als Frau ja auch nicht kontollieren wo mein Mann überall den Rüssel reintaucht.
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12.03.2007, 10:55Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Die Exfrau meines LG lebt mit dieser Lüge. Jetzt wird er in diesem Jahr wohl vor Gericht gehen und sie petzt tapfer ihre Augen zu. Er hat einen "heimlichen" Test gemacht, sie weiß noch nix davon. Aber sie lügt seit Jahren und kassiert für 2, die nicht die seinen sind. Ich finde das brutal für alle Beteiligten - auch für die Kinder, die sich irgendwann vielleicht fragen, wo sie denn hin gehören.
Der Vaterschaftstest sollte vielleicht kein Standard werden (nicht jede geht fremd, ne...), aber ein vom Vater in Auftrag gegebener sollte auch vor Gericht gelten.
Wir haben jetzt ein erschreckendes Ergebnis, das vor Gericht nicht gilt. Also eines, das nur für den offiziellen Vater selbst ist, für sein eigenes Wissen.
Und ich will nicht in der Haut desjenigen stecken, der das den Kindern erzählt. Da hat die Mama noch was vor sich.
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12.03.2007, 10:58Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Ändert der Befund der genetischen Untersuchung irgendwas am emotionalen Elend? Was ist mit den beiden Kindern, die Gefühle für Deinen LG entwickeln?Und ich will nicht in der Haut desjenigen stecken, der das den Kindern erzählt. Da hat die Mama noch was vor sich.
Wird er einfach sagen "juckt mich nicht, ist nicht meine Brut!"?
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12.03.2007, 11:04
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Also mit solch einem Mann würde ich keine Kinder wollen. Was soll das denn für eine Basis für eine Familie sein, wenn so viel Misstrauen herrscht? Das ist doch echt krank!
Grüße,
Grummelchen
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12.03.2007, 11:06Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Vielleicht sollte ich zur Charakterisierung des Mannes ergänzen, dass es sich um einen notorischen Fremdgänger handelt - allerübelster und abgebrühtester Sorte.Also mit solch einem Mann würde ich keine Kinder wollen.
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12.03.2007, 11:07Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Ich fände einen Test als Standard besser als die heimlichen Tests. Dann wissen alle, woran sie sind. Und man würde nicht gleich empörrt reagieren, wenn ein Mann diesen Test fordert. Da verstehe ich nämlich beide Seiten: Sowohl den Mann, der es genau wissen will, als auch die Frau, die von dieser Misstrauenserklärung verletzt ist.

Allerdings müsste es wohl ein Zweifach-Test sein. Denn wenn man tatsächlich alle Kinder testet, wird es statistisch etliche geben, die fälschlicherweise als Kuckuckskinder deklariert werden. Was dann auch wieder für böses Blut sorgt...
Grüße,
Cariad
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12.03.2007, 11:11Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Hi Tristania ;-)
Nein, es "juckt" ihn sehr. Der Kontakt zu den Kindern wird aber regelrecht unterbunden, die Kinder haben 250 km von uns einen neuen Papa und Mama, mein LG spielt eine extrem untergeordnete Rolle und bekommt die Kinder so 5 Mal im Jahr nach Lust und Laune. Auch Schreiben eines Anwalts helfen nicht.
Ich weiß nicht, was richtig ist. Aber sie hat dem Großen vor Jahren selbst mal gesagt, das meiner nicht der Vater ist. Warum also nicht alle mal ehrlich sein. Die Kinder haben keinen Bezug zum offiziellen Vater.
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12.03.2007, 11:11Inaktiver User
AW: Vaterschaftstest zum Standard erheben?
Die Aussage verstehe ich gerade nicht ganz. Die Gentests sind offiziell zu 99,x % korrekt, die Fehlerquote pragmatisch betrachtet nicht existent.Allerdings müsste es wohl ein Zweifach-Test sein. Denn wenn man tatsächlich alle Kinder testet, wird es statistisch etliche geben, die fälschlicherweise als Kuckuckskinder deklariert werden. Was dann auch wieder für böses Blut sorgt...


- zum Glück ist das bei uns kein Thema, wir bleiben eine 2-Personen-Familie)
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