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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Auch wenn da körperlich noch nichts gelaufen ist, ist das was du tust, trotzdem Fremdgehen.

    Darauf will ich aber gar nicht rumreiten. Ich möchte dich dazu ermutigen, dir selbst die Frage zu beantworten: "Warum mache ich das? Warum kümmere ich mich nicht um meine Ehe?"

    An der Situation wie sie zwischen dir und deinem Mann ist, habt ihr beide eure Anteile. Du kannst lange darauf rumreiten, was er tun sollte. Das ist aber nur mit dem Finger auf den Anderen gezeigt. Das bringt dich nicht weiter.

    Mein Rat: Werde dir selbst darüber klar, was du selbst willst und was du tun kannst, das zu erreichen.

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen

    MaulendeMyrte, du bist zu selbstverständlich für deine Familie.
    Wie selbstverständlich ist ihr Mann für sie?

    In der Richtung lese ich genauso wenig.

    Irgendwie scheint mir das auf Gegenseitigkeit zu beruhen.

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Wie selbstverständlich ist ihr Mann für sie?

    In der Richtung lese ich genauso wenig.

    Irgendwie scheint mir das auf Gegenseitigkeit zu beruhen.
    Sie wäscht seine Unterbuxen, räumt ihm seinen KRam hinterher und wenn sie mal nicht kocht, bestellt er was für sich und die Kinder...

    Entschuldige - das ist durchaus eine einseitige Geschichte

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Zitat Zitat von neenee Beitrag anzeigen
    Sie wäscht seine Unterbuxen, räumt ihm seinen KRam hinterher und wenn sie mal nicht kocht, bestellt er was für sich und die Kinder...

    Entschuldige - das ist durchaus eine einseitige Geschichte
    Und er macht nichts? Geht nicht arbeiten?

    Wie die Aufgabenverteilung von den beiden geregelt wurde, hat die TE bisher kaum thematisiert.

    Was sie an ihm schätzt, wie sie ihm zeigt, dass er gesehen wird, durften wir bisher nicht lesen.

    Irgendwie habe ich das Gefühl, da geben sich die beiden nicht viel.

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Was sie an ihm schätzt, wie sie ihm zeigt, dass er gesehen wird, durften wir bisher nicht lesen.
    Darum geht es auch nicht. Warum kommst du immer mit der elenden Aufrechnerei?

    SIE fühlt ein Defizit und ER ignoriert es. Das ist das Thema, Wolfgang. Es geht nicht um Defizite, die ER fühlt. Darüber wissen wir nichts, ER schreibt hier nicht, sondern SIE.

    Wäre schön, wir könnten beim Thema der TE bleiben.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Irgendwie habe ich das Gefühl, da geben sich die beiden nicht viel.
    In Bad Spekulatius wird immer eine Wohnung für dich frei sein.

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Zitat Zitat von schlaucher Beitrag anzeigen
    Darum geht es auch nicht. Warum kommst du immer mit der elenden Aufrechnerei?

    SIE fühlt ein Defizit und ER ignoriert es. Das ist das Thema, Wolfgang. Es geht nicht um Defizite, die ER fühlt. Darüber wissen wir nichts, ER schreibt hier nicht, sondern SIE.

    Wäre schön, wir könnten beim Thema der TE bleiben.



    In Bad Spekulatius wird immer eine Wohnung für dich frei sein.
    Tja, eine Beziehung funktioniert eben immer nur auf Gegenseitigkeit. Einseitige Betrachtungsweisen bringen auch immer nur einseitige Ergebnisse. Und die sind in einer Beziehung nicht zielführend.

    Im Übrigen kann er nur das ignorieren, was er wirklich weiss. Soll heißen: Wenn sie Defizite fühlt, sollte sie diese bei ihrem Mann ansprechen.

    Wie groß können die Defizite sein, wenn die TE die Ehe als gut bezeichnet?

    Irgendwie kommt mir das alles recht widersprüchlich vor.
    Geändert von Wolfgang11 (02.06.2020 um 23:04 Uhr) Grund: Korrektur

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Ja widersprüchlich. Ich glaube Lizzie hat geschrieben, sie hätte schon längst auf den Tisch gehaut.
    @Myrte, warum machst Du das nicht? Es kommt mir irgendwie so gefühlskalt vor, als wenn Du Dich ihm nicht zeigst.

    Wenn Du einfach nur funktionierst, dann ist es doch auch Deine Sache. Wenn Du auf den Tisch haust, dann wird er das schon sehen.
    Ich habe den Eindruck Dein OdB ist Deine Art Deinem Mann "Nein" zu sagen.

    Sorry, only my Cent.

  8. Inaktiver User

    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Mir ist das mit dem "aus Protest nicht kochen" aufgestoßen.

    Das hat was von "Sollen sie mal sehen!".


    Das ist doch keine klare Kommunikation.


    Hast Du das auch schon klarer kommuniziert?

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Wow, da ist mächtig was weitergegangen in der Diskussion. Danke für die weiteren Anregungen – auch die provokanten Beiträge bringen mich zum Nachdenken und halte sie deshalb für sehr positiv und dankenswert.

    Okay, ich habe zwar nicht damit gerechnet, dass ich soweit über meine Ehe reden sollte, aber sortieren wir mal das Ganze ein bisschen.

    Ich habe bisher natürlich eher vom Mangel in der Ehe berichtet (wurde ja auch danach gefragt)...
    Aber ja, ich denke, meine Ehe ist gut, auch wenn es eine sehr große und auch schon ältere Baustelle im Bereich Wertschätzung gibt. Wir sind seit 20 Jahren zusammen, paar Jahre weniger lang verheiratet. Wir sind durch dick und dünn gegangen, Haus gebaut, vier Kinder bekommen, ein Kind begraben, auch andere Verluste gemeinsam verarbeitet. Wir können aber immer noch miteinander Pferde stehlen gehen.
    Ich sehe so viele Ruinen rund um uns die man auch als Ehe bezeichnet. Wenn ich mich umschaue, haben wir im Vergleich so viele schöne Sachen, an denen wir uns festhalten können. Wir haben einen sehr ähnlichen Humor, es vergeht kein Tag, wo wir miteinander nicht lachen. Leute kommen zu uns gerne zu besuch, weil die Stimmung bei uns immer gut ist. Da ich eher eine heitere Person bin, ist dies für mich schon sehr wichtig. Mein Mann ist ein wunderbarer Vater, vernarrt in seine Kinder, er nimmt sich auch wirklich viel Zeit für sie und ich sage es ihm auch sehr oft, wie toll ich es finde und wie ich ihn dafür schätze. Er ist intelligent, charmant und attraktiv. Er begehrt mich, er ist treu und hat ähnliche Ziele wie ich, was die Zukunft der Kinder und unsere Altersvorsorge angeht. Wir haben ähnliche gesellschaftliche und politische Ansichten. Wir haben gemeinsame Hobbies, unternehmen viel gemeinsam und sind beide nicht kleinlich, oder nachtragend. Wir reden beide gerne und viel *lach*. Und meistens sogar miteinander. Es ist sogar immer noch selten, dass wir uns streiten, oder laut werden (OK, jetzt muss ich mich selbst kritisch hinterfragen, vielleicht liegt das aber auch an meiner friedlichen Natur?)
    Ja, ich denke sehr wohl, dass wir eine gut funktionierende Gemeinschaft haben und eine Ehe ist doch auch eine Gemeinschaft.

    Aber da ist diese Baustelle mit der Wertschätzung. Ich bin Akademikerin und stehe meistens in Lohn und Brot, er ist aber wegen den Kindern, die mich doch fordern, der Haupternährer. Er führt seine Firma großartig und hat tolle Erfolge. Ja, auch ich habe Teil daran, nicht nur weil ich seine Unterhosen wasche und ihn bekoche, sondern auch weil er mich immer auch um beruflichen Rat bitten kann, was doch auch seiner Firma zugute kommt (wir haben beide das Gleiche studiert). Der Spruch „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“ trifft hier also doch auch zu, ich will ihm aber seine beruflichen Erfolge nicht abstreiten und ich bewundere ihn dafür, was er aus eigener Kraft (seine Firma) aufbaut. (Wolfgang, ich sage es ihm auch oft!)

    Da unser jüngstes Kind noch klein ist, bin ich im Moment zu Hause und nein, ich habe überhaupt kein Problem damit, meine Familie zu bekochen, oder für sie zu waschen, usw. (Den Wäschestreik aus Protest habe ich gemacht, weil über einen längeren Zeitraum niemand in der Lage war seine Wäsche in die Schmutzwäsche zu schmeißen. Ich habe tatsächlich gewartet, bis sie nichts mehr zum Anziehen hatten. Das „Nicht-Kochen“ war kein Protest, ich habe stattdessen etwas anderes gemacht, weil ich wusste, dass sie in der Stadt essen werden. Ich fand es aber nicht nett, dass ich nicht einmal einen Anruf bekam, ob ich auch etwas haben möchte. Zumal ich mit Putzen beschäftigt war (habe ausgenutzt, dass alle außer Haus waren) und nicht stundenlang Nägel lackiert, oder mit Freundinnen Kaffeekränzchen gemacht habe.)

    Es ist auch nicht so, dass ich mich opfere und leidenschaftlich die Magd spiele. Ich haue sehr wohl auf den Tisch, maule sie auch an, wenn es nicht läuft. (Daher auch mein Nickname, wobei zugegeben: Ich fühle mich nicht sehr wohl als Hausdrachen, ich bin viel lieber friedlich...aber es geht letzter Zeit eben nicht immer so leicht friedlich zu bleiben. Das soll mein Nickname ein wenig ausdrücken.)

    Das Problem ist, was ich allerdings inzwischen als echte Bedrohung für meine Ehe wahrnehme, ist das „nicht-gesehen-werden“. Bis die größeren Kinder in die Pubertät kamen, lief es noch halbwegs gut, sie machten fleißig mit, aber auch da hatte ich schon immer wieder diese Gefühle, nicht beachtet zu werden.
    Hausarbeit ist für mich einerseits unheimlich befriedigend, weil man das Ergebnis sofort sieht (während man in der Arbeit an Business-Projekten monatelang schraubt um zu erfahren, ob es beim Kunden überhaupt ankommt, oder alles in die Tonne getreten werden kann.) Die Hausarbeit stinkt mir nicht, ich hasse es nicht mal.
    Ich denke aber anderseits, dass jeder, und zwar jeder einzelne im Haus dafür verantwortlich sein MUSS, dass er diese Arbeit erleichtert und das Resultat pflegt. Ich denke hier an Sachen, wie ich tue meine Schmutzwäsche in den Wäschekorb, oder mache selber die Arbeitsplatte in der Küche sauber, wenn ich mir ein Brot geschmiert habe und hinterher alles vollgebröselt ist. Ich könnte hier das ganze Forum zumüllen mit Beispielen und bestimmt haben viele Familien zahlreiche ähnliche Geschichten.

    Das große Problem ist, dass ich mich tatsächlich nicht durchsetzen kann. Es helfen keine Besprechungen, keine Listen, keine Tabellen. Sie meinen das nicht böse, sie sehen nur vieles nicht was gemacht (oder nicht gemacht) werden soll. Neulich gab es etliche Vorfälle, wo ich festgestellt habe, mein Mann sieht es tatsächlich nicht, was gemacht gehört.

    Mich reibt das aber inzwischen seit Jahren ziemlich auf, egal, ob böse gemeint, oder nicht. Wenn er stundenlang eine Mail texten würde und ich dann kommen würde und das Ganze aus Versehen noch vor dem Absenden löschen würde, wäre er dann auch nicht entzückt, oder? Und das über Jahre, jeden einzelnen Tag?

    Es gibt zahlreiche solche Dinge und egal wie oft ich es sage, egal ob nett, ob mit Familienrat beim Tisch, maulend, oder lauthals, es ändert sich nicht. Wenn, dann nur für Paar Tage. Dann heisst es aber, siehe da, ich brauche gar nicht zicken, es läuft doch. Bis es bald wieder nicht mehr läuft.

    Und das Ganze besteht nicht nur im Bereich Haushalt. Ich hatte keinen Muttertag (nur der Größte hat mich mit einer Umarmung dazu begrüßt). Hochzeitstage feiern wir schon seit ca. acht Jahren nicht (er erinnert sich nicht und ich habe aufgehört ihn liebevoll zu überraschen). Wenn ich über berufliche Pläne, oder Träume spreche, wird das als „unnötig“ und „nicht gerade sinnvoll“ kommentiert. Wenn ich mich ehrenamtlich engagiere, damit ich mal auch andere Fähigkeiten einsetzen kann als die Putzerei und auch unter Leute komme, dann bin ich doch zu wenig für meine Familie da (die gleiche Energie könnte ich nämlich auch in sie investieren, ist ja klar). Und überhaupt, warum chatte ich schon wieder mit irgendwelchen Freundinnen (meistens ist das meine Mutter, die 600 km entfernt wohnt), das bringt doch alles nichts, raubt mir aber die Zeit und hier ist Chaos. Er möchte übrigens auch nicht, dass ich wieder arbeiten gehe. Er weiss, wie sehr ich mich danach sehe, dennoch hält er das nicht für sinnvoll.
    Wenn ich als Angestellte (Teilzeit) arbeite, bringt uns das mit der Kinderbetreuung in Schwierigkeiten (stimmt, vor allem in den Ferien), während nicht bedeutend mehr Einnahmen ins Haus kommen. Eine Selbständigkeit aufzubauen ist ja schwierig, weil in unserer familiären Situation es schwer ist, gleichzeitig zwei Firmen aufzubauen; eine davon (plus die Kinder) wird (werden) darunter leiden müssen (stimmt auch).
    Ja aber was dann? Socken vom Boden sammeln bis zum Sankt Nimmerleinstag?

    Ja, ich sehe sehr viele positive Sachen in unserer Ehe, die ich zu Beginn in dieser Antwort oben aufgelistet habe und die mir durchaus Kraft geben. Ich versuche aus diesen Dingen zu schöpfen und es gelingt mir bisher noch halbwegs gut. Aber ich kann nicht mehr weiter nachgeben, ich kann nicht mehr versuchen zu erklären was sich ändern sollte, ich kann nicht mehr weiter maulen, ich kann keine Magd spielen und auch nicht das Chaos aushalten. Änderungen kann ich ohne ihn scheinbar auch nicht mehr so leicht herbeiführen.

    Also funktioniere ich im Moment nur, habe Schlafstörungen und finde keine Lösungen mehr.

    So, einiges vom Rest kennt Ihr. Ihr könnt mich für die oben beschriebenen Banalitäten (so könnten diese Dinge für Außenstehende vielleicht wirken) gerne zerreißen. Ich halte das schon aus und bin es allein auch schon beruflich gewöhnt, aus jeder Kritik etwas konstruktives rauszuhören.

    Ich finde aber, dass wir uns vom Ursprungsthema etwas entfernt haben.

    Mir kommt in der Tat immer verlockender vor, mal für eine Weile auszuziehen, auch wenn ich damit riskiere, dass es niemals wieder gut mit uns wird. Ich würde dann übrigens nicht zu dem OdB rennen, sondern erstmal alleine (mit den Kindern) bleiben wollen um mich zu sortieren.

    Danke fürs Mitlesen, das war jetzt echt nicht wenig.
    Geändert von MaulendeMyrte (03.06.2020 um 03:31 Uhr)

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    AW: Verliebt in einen anderen – trotz guter Ehe

    Das war wirklich nicht wenig. Aber die Offenheit steht dir gut. Respekt! Jetzt wissen wir alle die Dinge besser einzusortieren.

    Ich denke, da ist mittlerweile eine Routine eingekehrt, die sich nicht so einfach durchbrechen lässt.

    Vielleicht wäre es wirklich einmal notwendig, ein ausführliches Krisengespräch mit deinem Mann zu führen.

    Dieser andere Mann ist nur ein Symptom für das was du vermisst. Deswegen würde ich ihn nicht erwähnen.

    Aber du darfst ruhig die Dinge beim Namen nennen und auch sagen, dass du so nicht glücklich bist und so nicht weitermachen willst. Du darfst auch sagen, dass dich die Sorge um eure Ehe umtreibt, wenn das so weitergeht.

    Ich kann dir nur raten, das mal in Ruhe und in geballter Ladung genau so auf den Tisch zu bringen, wie du es oben beschrieben hast.

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