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  1. Registriert seit
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Burrena Beitrag anzeigen
    Aber kann die innere Beziehung denn gut sein, wenn man in der Lage ist, die Partnerin so lange zu hintergehen und zu belügen? Tritt man den anderen damit nicht mit Füßen? Sollte eine Partnerschaft nicht auf Achtung und Respekt vor den Gefühlen anderer aufbauen?

    Ich persönlich hätte die Befürchtung, dass er es immer wieder tun würde. Er war ja schon "Wiederholungstäter". Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich nach so einer Sache wieder vertrauen könnte.

    Das sind ja auch nur meine Gedanken dazu.
    Das ist auch zu einseitig gedacht. In ganz jungen Jahren haben mein Mann und ich uns auch betrogen. Jeder von uns hatte dafür seine Gründe. Und trotzdem haben wir wieder zusammengefunden, sehr viele Gespräche geführt, die schmerzten. Aber was interessant ist, ich habe ihm trotzdem vertraut. Es war für uns ganz sicher ein Lern-und Reifeprozess. Auch er vertraut mir. Das war irgendwie danach nie ein Thema. Ich weiss aber auch, dass oft Singlefrauen eine ganz andere Sicht auf Beziehungen haben. Sie träumen von einer Idealbeziehung, die oft weit von der Realität entfernt ist. Das hat oftzur Folge, dass sie auch Singles bleiben, denn die Realität ist nun mal anders.
    Deine Kollegin macht es doch richtig. Statt gleich die Beziehung aufzugeben, haben sie eine Paartherapie begonnen. Das ist doch auch super von dem Mann, dass er das auch möchte.
    Ja, man kann auch in eine Affäre reinrutschen und sich schwer lösen, das gibt es. Z.B., wenn der Mann/Frau emotional erpresst wird, bedürftig ist, man vielleicht auch Angst haben könnte, derjenige tut sich was an etc.,das gibt es durchaus

  2. Avatar von LizzyBorden
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Blila1 Beitrag anzeigen
    Vermutlich würde ich auch so reagieren, aus der Distanz und theoretisch schreibt es sich leicht. Tatsächlich aber sind Verhalten und Verantwortung nicht immer deckungsgleich, wir (alle in irgend einem Bereich) tun nicht immer was wir selbst richtig finden und fänden. Die treibende Kraft dahinter ist für uns selbst meist nicht ersichtlich, gute Therapeuten (die es keinswegs immer braucht) können sie herausarbeiten und dann kann man daran arbeiten.
    Es soll ja auch noch Menschen geben, die einige ihrer Herausforderungen im Leben ganz ohne Therapeuten meistern und andere, bei denen weder Freunde, noch Seelsorger oder Therapeuten durchdringen.

    Ich erlebe dieses Forum als bunten Spiegel für viele Situationen - einige Schreiberinnen texten mitunter weniger distanziert und theoretisch als gedacht.


  3. Registriert seit
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen

    Ich frage mich, bzw ich postuliere dass der Typ auch bei anderen Themen zu bestimmten Verhaltensweisen tendiert und keine Verantwortung für sein Handeln übernimmt.
    Das funktioniert aber meist nur, wenn sich wie hier die Ehefrau, eben jemand die Schuld zuschieben lässt, der gar keine Verantwortung für den Betrug trägt. Aber gut, wenn das bei den beiden so funktioniert.

    Wie denkt man dann eigentlich über eine Kollegin, von der man weiß, dass sie so gestrickt ist? Hilfreich wäre wohl ihr einfach den Rücken zu stärken damit sie mehr auf ihr Bauchgefühl hört und für sich und ihre Werte einsteht.

  4. Inaktiver User

    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Schweinebacke Beitrag anzeigen
    Ich weiss aber auch, dass oft Singlefrauen eine ganz andere Sicht auf Beziehungen haben. Sie träumen von einer Idealbeziehung, die oft weit von der Realität entfernt ist. Das hat oftzur Folge, dass sie auch Singles bleiben, denn die Realität ist nun mal anders.
    Nun ja, vielleicht sagt man zu so einer Realität, die einem nicht entspricht, auch einfach "nein, danke". Gottlob hat man ja inzwischen die Wahl.


  5. Registriert seit
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Also erfahrungsgemäß kann ich sagen (da ich auch schon mehrmals in der Rolle der Anderen war, unfreiwillig)....Männer, die fremdgehen (und das auch in dem großen Stil) tun das wieder!

    Wenn es rauskam, dauerte es nicht so lange bis er wieder "ankam".
    Ich fand es mal raus, weil seine Ehefrau mich angerufen hat! Ich hab den Kerl sofort zusammen gestaucht.
    Jahre später kam er IMMER noch an und hat versucht Kontakt aufzunehmen (was von mir immer knallhart ignoriert wurde).
    Inzwischen habe ich mitbekommen, dass er und seine Frau sich scheiden lassen.

    Wenn ich höre, dass ein Partner Fremdgehen verzeiht, denke ich automatisch "Oha der hat nur Angst davor alleine zu bleiben und schluckt den Scheiß, anstatt ganz klar die Konsequenzen zu ziehen."

    Darüber dass der Mann sicherlich KEIN armes tutt-tutt-Opfer ist brauchen wir gar nicht zu reden.
    Ich hab es selbst echt oft genug erlebt, dass verheiratete oder vergebene Männer wie die Blöden an Frauen rumbaggern und wenn die Ehefrau Witterung aufnimmt war die böse böse Single-Frau Schuld.

  6. Avatar von schafwolle
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Eine Affaire an sich könnte ich verzeihen, warum nicht?
    Ich bewundere Dich ob Deiner Contenance und Gewissheit ;).


  7. Registriert seit
    03.01.2020
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen
    Ich hab es selbst echt oft genug erlebt, dass verheiratete oder vergebene Männer wie die Blöden an Frauen rumbaggern und wenn die Ehefrau Witterung aufnimmt war die böse böse Single-Frau Schuld.
    Das werde ich auch nie verstehen, weshalb solch blöde Ausreden geglaubt werden. Sorry aber muss man da nicht Schmunzeln, wenn man so etwas hört? Mich erheitert das eher natürlich gepaart mit einem Kopfschütteln. Irgendwie wirkt das wie die Ausreden eines kleinen Jungen der seine Mama beschummeln kann.

    Aber gerade darum würde ich einfach der Kollegin, wenn das Verhältnis so freundschaftlich ist zuhören und sie nach ihren Werten fragen und ihr den Rücken stärken.

    Richtig reinhängen oder etwas Negatives über ihren Mann würde ich besser nicht äußern, da das Blatt sich da schon nochmals wenden kann.
    Geändert von wilde20er (10.02.2020 um 13:16 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von wilde20er Beitrag anzeigen
    Das werde ich auch nie verstehen, weshalb solch blöde Ausreden geglaubt werden. Sorry aber muss man da nicht Schmunzeln, wenn man so etwas hört? Mich erheitert das eher natürlich gepaart mit einem Kopfschütteln. Irgendwie wirkt das wie die Ausreden eines kleinen Jungen der seine Mama beschummeln kann.
    Hahaha ja genau :D
    Es ist einfach unfassbar, was ich da schon alles mitbekommen habe. Auch ne Freundin von mir (sehr attraktiv und klug) wurde nach langer Zeit von einem Ex-Freund angeschrieben (der mittlerweile ne Neue hatte) und der hat auch versucht wie nichts Gutes noch mal bei ihr zu landen. Sie antwortete schon sehr direkt a la "Ja mach das mal lieber mit deiner Freundin."
    Penetrant hoch 10!

    Und ich hatte mal jdn kennengelernt, wo auch schon ein bisschen was lief und plötzlich sagte er unser nächstes geplantes Treffen ab mit der Begründung seine Freundin sei jetzt schwanger und habe ab sofort arbeitsverbot!
    Da könne er nicht mehr weg...ich hab sofort alles gelöscht.
    Und man denkt das gar nicht, aber das waren ganz normale, nette, gut gebildete Männer. Typen, denen man das nie zutrauen würde.

  9. Inaktiver User

    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen
    Wenn ich höre, dass ein Partner Fremdgehen verzeiht, denke ich automatisch "Oha der hat nur Angst davor alleine zu bleiben und schluckt den Scheiß, anstatt ganz klar die Konsequenzen zu ziehen."
    Das find ich zu pauschal gedacht.

    Je älter ich werde desto mehr kann ich mir vorstellen, dass die Basis einer Beziehung auch mehr oder was anderes sein kann als sexuelle Treue. Wobei ich längeres Fremdgehen im Sinne von Betrügen nicht meine, eher dass man sich Freiheiten lässt weil die Verbindung auf anderen Dingen basiert.


  10. Registriert seit
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    AW: Jahrelanger Betrug

    Zitat Zitat von Mondkatze80 Beitrag anzeigen
    Und man denkt das gar nicht, aber das waren ganz normale, nette, gut gebildete Männer. Typen, denen man das nie zutrauen würde.
    Nicht jeder, der sich eine gewisse Bildung erarbeitet hat, muss automatisch über soziale Fähigkeiten oder gar ein moralisch einwandfreies Sozialverhalten verfügen. Manche wollen einfach ihren Kopf durchsetzen, um zu bekommen was sie wollen. Für mich auch nicht wirklich interessant als Partner und trotzdem werden sich eben einige an solchen Partnern aufreiben. Man kann nur hoffen, dass sie sich dabei auch etwas Positives für ihre Persönlichkeit erarbeiten.

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