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    AW: Angst alles zu verlieren!

    Ach ja, und dass Du schreibst, Du hättest 20 Jahre mit diesem Mann vertan, ist doch total übertrieben. Er war Deine Jugendliebe, Ihr habt euch über 10 Jahre nicht gesehen. Du hattest Dein eigenes Leben und einen anderen Mann. Und dann habt ihr euch wieder getroffen - wie das so ist - etwas aus der Kiste rausgekramt und verzweifelt versucht zu reanimieren. Letztlich ohne Erfolg.

  2. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Mit großem Interesse habe ich eben diesen Strang entdeckt.

    Ich glaube nicht, dass der Mann dich belogen hat. Wenn du das ernsthafte Gefühl hattest, dass er dich liebt, dann wird er es auch getan haben. Fühl dich nicht schlecht, weil du ihm das geglaubt hast!

    Die Verantwortung, die man seiner Familie gegenüber hat, ist riesengroß. Manche setzen sich drüber hinweg und sagen sich "Andere schaffen es doch auch". Bei manchen reicht der Mut nicht und sie schalten die Gefühle ab. Und andere wiederum führen ein jahrelanges Doppelleben. Auch das sind nicht alles gewissenlose Schweine.

    Die richtige Wahl muss jeder für sich treffen. Was ist wichtiger? Das Familien-"Glück", das Seelenheil der Kinder (ich halte es für ein riesengroßes Gerücht, dass Kinder eine nicht 100 %ig harmonische Ehe als Belastung ansehen), Haus/Urlaub/finanzielle Sicherheit? Oder das Ausleben der großen Liebe, die sexuelle Erfüllung und den Versuch, beides miteinander zu verbinden?

    Dein Exfreund hat sich für die Sicherheit und die Verantwortung entschieden. Das ist sehr bitter für dich. Aber ich kann ihn verstehen und es macht ihn nicht zum Lügner.

    Die Antwort auf meine obigen Fragen hab ich aber für mich auch nicht gefunden.

    LG von freudentaumel.
    Geändert von Inaktiver User (10.03.2007 um 11:26 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Was ist wichtiger? Das Familien-"Glück", das Seelenheil der Kinder (ich halte es für ein riesengroßes Gerücht, dass Kinder eine nicht 100 %ig harmonische Ehe als Belastung ansehen), Haus/Urlaub/finanzielle Sicherheit?
    Das ist leider kein Gerücht. Ich habe selbst in der Zwickmühle gesteckt, wegen meiner Kinder in einer unglücklichen Ehe zu bleiben oder zu gehen, und ich bin gegangen. Und ich habe festgestellt, wie gut das den Kindern getan hat und wie sehr sie vorher gelitten hatten. Dann erst merkt man nämlich, wo überall schon die Schrecken gelauert hatten.

  4. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Nachtrag:

    Solche Typen machen einem das ganze Urvertrauen kaputt, das man braucht, um lieben zu können.

    Ich glaube, wer ECHTES Urvertrauen hat, lässt sich auf so eine Geschichte gar nicht erst ein!

    diesen Satz möchte ich 'mal herausstellen.

    obwohl ich nicht weiß, was eigentlich daraus folgt.

    aber er erklärt zumindest etwas.


    Gruß, Leonie

  5. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ist leider kein Gerücht. Ich habe selbst in der Zwickmühle gesteckt, wegen meiner Kinder in einer unglücklichen Ehe zu bleiben oder zu gehen, und ich bin gegangen. Und ich habe festgestellt, wie gut das den Kindern getan hat und wie sehr sie vorher gelitten hatten. Dann erst merkt man nämlich, wo überall schon die Schrecken gelauert hatten.
    Joanna,

    nicht jede "nicht 100% harmonische Ehe" hat viele lauernde Schrecken, oder?

    Gruß, Leonie

  6. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Ich glaube dir das .

    Aber viele Ehen sind gar nicht so unglücklich - und man verliebt sich dennoch. Ich bin mit dem festen Willen in die Ehe gegangen "In guten wie in schlechten Tagen", auch wenn ich nicht gläubig bin. Für mich war dieser Bund, sollte es nicht zu Schlägen, Alkoholexzessen oder ständigen Fremdgehereien kommen, wirklich unauflöslich.

    Dass ich nicht 50 Jahre verliebt ein und denselben Mann anstrahle und Lust auf ihn bekomme, sobald er sich die Socken auszieht, war mir schon immer klar. Dass es Probleme geben wird wegen der Klassiker Kinder/Geld/Alltag ist doch auch jedem logisch denkenden Menschen bewußt.

    Es gibt Ehephasen, und die gab es schon vor 100 Jahren, da läuft es jahrelang nicht rund. Soll man den Kindern vorleben: Hey, der isses doch nicht, Trennung ist besser?

    Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht. Ist es nicht wichtiger Verantwortungsgefühl und Heimat in der Familie vorzuleben statt Aufgabe nach einigen Jahren Versuchs? Vieles bekommen die Kinder doch gar nicht mit.

    Vieles allerdings schon. Neulich war ich ehrlich überrascht, als meine Tochter mich sehr traurig fragte, warum Papa mir nie "so richtig was" zum Geburtstag schenken würde. Sie selbst ist jetzt in der Pubertät, bekommt mit, was "Verliebte" so tun und wundert sich vielleicht, warum wir das nicht so tun, wie sie es aus der Bravo Foto-Love-Story kennt .

    Hm. Schwierig.

  7. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Joanna,

    nicht jede "nicht 100% harmonische Ehe" hat viele lauernde Schrecken, oder?

    Gruß, Leonie
    Leonie, so betrachtet gibt es keine 100% harmonische Ehe, insofern gebe ich dir Recht.
    Aber auch die Schmerzgrenze ist fließend; so hatte z.B. meine Tochter wesentlich mehr gelitten als mein Sohn.

  8. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Joanna

    mal eine Frage OT:

    ich weiß, dass Ehen scheitern können.

    Aber mich verwirrt in diesem Zusammenhang immer Deine Signatur.

    Wenn man sich seinen Ehemann nicht "vertraut gemacht hat", wen dann?

    Gruß, Leonie

  9. Inaktiver User

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Leonie, so betrachtet gibt es keine 100% harmonische Ehe, insofern gebe ich dir Recht.
    Aber auch die Schmerzgrenze ist fließend; so hatte z.B. meine Tochter wesentlich mehr gelitten als mein Sohn.

    Ja, das glaube ich auch. Die Empfindungen sind da sehr unterschiedlich. Ich freue mich für dich, dass es so gut gelaufen ist .

  10. User Info Menu

    AW: Angst alles zu verlieren!

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Vor allem bei Begriffen wie z.B Seelenverwandtschaft o.ä. werd ich ziemlich aggressiv.
    Für mich riecht das nach Projektionsfläche. Im anderen sich selbst und seine Sehnsüchte erkennen. Oder erkennen zu meinen.

    Ein super Begriff ist auch Traumfrau. Für mich ist ein Traummann einer, von dem ich träume. Aber leben tue ich seit fast 20 Jahren mit einem, der nicht immer "ein Traum" ist. Gut so, ich bin auch nicht immer "ein Traum".

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