Nein, definitiv nicht. Er hat von Anfang an gesagt, dass ihn die Freundschaft zu seiner Frau daran hindert, diesen Schritt zu gehen. Mittlerweile sind wir aber auch mehr und mehr zusammengewachsen und ich habe mehr als einmal deutlich gemacht, dass ich diesen Status auf Dauer nicht leben werde.
Dass es nun schon zwei Jahre so geht, liegt eher daran, dass die Möglichkeit, dass es überhaupt zu einer Trennung kommen könnte, erst allmählich in ihm gewachsen ist.
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 457
-
22.08.2019, 10:40
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
-
22.08.2019, 10:43
-
22.08.2019, 10:43Inaktiver User
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Naja... und jetzt möchte er halt aus Freundschaft zu ihr nicht, dass sie es von woanders erfährt.
Dein Argument hinkt.
-
22.08.2019, 10:50
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Ich muss da auch gar nicht argumentieren. Ich weiß, dass es so nicht ist. Auch ist noch nichts entschieden. Es ist eine Möglichkeit und ich möchte für mich meine Gedanken sortieren, deswegen die Frage (ich zitiere mich selbst):
Gibt es denn hier Menschen, die in einer solchen Situation waren? Die als Geliebte/r mit ihrem jetzigen Partner zusammenkamen? Wie habt ihr diese Phase erlebt? Belastet das die Beziehung bis heute? Konntet ihr glücklich miteinander werden? Wie stehen die Kinder aus der Ehebeziehung zu euch? Hat sich der/die Exehepartner/in mit euch versöhnen können?
-
22.08.2019, 10:51Inaktiver User
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Puuh,Klassiker.
Trotzdem könnte ich das einfach nicht. Ich könnte dieser Frau nicht ihren Mann ausspannen und das nach einem langen gemeinsamen Leben und mit Kindern. Da dürfte eine Riss und Unruhe durch die ganze Familie gehen, die Du am Ende allein abbekommst. Such Dir lieber einen freien Mann.
Insofern verstehe ich absolut Deinen Gedankengang, dass das nur Ärger gibt und eben nicht nach einem Himmel voller Geigen ausschaut und das kann lange dauern, vielleicht sogar lebenslang.
Es gibt dazu auch einige Stränge im Trennungsforum.
-
22.08.2019, 11:15Inaktiver User
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Ich teile nicht Deine Erfahrung, sondern die seiner Ehefrau. Allerdings denke ich, ich kann trotzdem Erfahrungen beisteuern.
Ich hatte nach dem Auffliegen einen klaren Vorteil: ich hatte danach Gewissheit. Vorher ging es mir schlecht, hinterher ging mir quasi das Herz auf, weil jegliches "Quatsch, da ist nix, Du hast sie nicht mehr alle, Du hörst Flöhe husten" sich zu meinen Gunsten aufklärte.
Sie dagegen wusste ja schon monatelang, dass er fähig ist, seine Ehefrau derart zu belügen, dass er nicht aufflog. Und mit genau dieser Belastung ist deren Beziehung gestartet. Er "musste" sich vollständig ihr widmen und viel Beschwichtigungsarbeit leisten. Ein großes Thema war und ist immer noch das Vergleichen. Von der Finanzlage über Urlaubsreisen über Figur, in allem werde ich beobachtet und muss offenbar irgendwie "übertrumpft" werden. Es ist schon auch für mich seltsam, zehn Jahre nach der Trennung immer noch so im Fokus zu stehen. Ein lockerer, freundlicher Umgang ist immer noch unmöglich.
Wenn Du Dir sicher bist, dass Dein Freund Dich nicht betrügen würde und nicht wieder bei Langeweile oder Gewohnheit die bewährten Pfade des Fremdgehens beschreitet, mag das funktionieren. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Dein Freund aus der Situation unbeschadet rauskommt. Das wird nicht nur seine Ehe beenden, sondern möglicherweise auch den Kontakt zu seinen Kindern. Und das wird abfärben auf Eure Beziehung.
-
22.08.2019, 11:18
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Das verstehe ich sehr gut.
Nur denke ich, dass es nicht wirklich einen Weg gibt, den Schmerz zu umgehen.
Und ganz pragmatisch betrachtet, haben Affären die Tendenz, aufzufliegen. Oft
wegen eines kleinen Zufalls, mit dem man nie gerechnet hätte. Das ist dann für
den Betroffenen - in diesem Fall die Ehefrau - noch viel verletzender, als wenn er
selbst für klare Verhältnisse sorgt.
-
22.08.2019, 11:19
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Ja ich kenne ein Ehepaar.
Er war noch verheiratet, als beide sich kennenlernten (zu dem Zeitpunkt war seine Ehe aber im Grunde schon fritte....sie hatte ihn bereits betrogen). Sie wusste zunächst nichts von der Ehe.
Sie verliebten sich und er ließ sich scheiden. Das ging aber relativ flott (also hat keine 2 Jahre gedauert).
Beide bekamen 2 Kinder (die sich heute noch super mit der Tochter aus seiner ersten Ehe verstehen).
Und sie waren auch glücklich verheiratet bis er leider an Krebs starb. Also es kann auch so gehen :)
-
22.08.2019, 11:36
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Ja, das sind auch meine Gedanken. Dass ich der Frau den Mann "ausspanne", das empfinde ich gar nicht so sehr. Ich denke, dass es in der Verantwortung der Beziehung der beiden zueinander liegt, wie die Dinge sich da entwickeln.
Es würde hohe Wellen schlagen, das ja. Vermutlich fragen wir uns beide: ist es das wert? Geht unsere Liebe irgendwann vielleicht am schlechten Gewissen kaputt? All so Fragen, die mich bewegen.
Dass mein Fall hier auch zu den sogenannten "Klassikern" gehört - das ist klar. Beweist aber einmal mehr, dass es eine Problematik ist, die bei sehr vielen Paaren vorhanden ist. Kein Sex mehr, kein Bemühen mehr um die gemeinsame Beziehung (ich meine jetzt, dass dies eine Verfehlung von beiden Seiten ist). Irgendwann geht einfach nichts mehr, selbst eine Paartherapie ändert nichts mehr daran (wie bei meiner Affäre und seiner Frau, hatten sie vor Jahren mal versucht).
Trotzdem: seine Frau sieht keinen Bedarf an Veränderung (O-Ton seine Frau: "Ich bin zufrieden mit dieser Situation, ich lebe gerne meinen Alltag mit dir, aber weiter will ich nichts mehr"). Hab ich selber auch so erlebt, nur dass ich diejenige war, die die Reißleine gezogen hat mit Scheidung und pipapo.
Aber ich mache mir eben Gedanken. Versuche abzuwägen. Es würde mich interessieren, mal aus der Erfahrung von Leuten zu hören, die das alles schon einmal mitgemacht haben.
-
22.08.2019, 11:43Inaktiver User
AW: Trennung wg. Affäre und dann?
Es geht bei den hohen Wellen nicht unbedingt nur um Euer schlechtes Gewissen, sondern um die Meinung vom Umfeld, seiner Familie, seinen Kindern und wie diese sie Euch gegenüber kommunizieren würden oder auch den Kontakt abbrechen würden um Rücksicht auf die Mutter zu nehmen.
Was Du da schreibst, gehört auch zu den Klassikern an Ausreden. Du kennst nur seine Sicht und nicht die seiner Frau. Irgendwo dazwischen wäre vielleicht eine objektive Sicht zu finden.
Den Konkurrenzgedanken, den hier jemand erwähnte, würde ich zudem nicht außer Acht lassen. Du musst dann quasi immer besser, netter und liebevoller zu ihm sein, dass es gerechtfertig ist. Das sehe ich auch als Belastung an. Das hat doch wenig freies und kann nervig werden, zudem Du einfach gar nicht weißt, wie es mit ihm so allein ist und wie seine Frau reagiert und ob er nicht doch ein total schlechtes Gewissen ihr gegenüber hat und auch die Familie beschwichtigen will und das dann alles zu Deinen Ungunsten. Ich würde das nicht machen. Ein Mann, der sich trennen will, der würde das anders angehen und nicht über eine Ausstiegsgehilfin.
Und klar wird er seine Frau Dir gegenüber so darstellen, dass es Deine Gefühle zu ihm nicht zerstört und Dir irgendwo ein wenig Hoffnung macht.



Zitieren


