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  1. Registriert seit
    26.01.2009
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    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaub auch, dass das Forum hier überfragt ist, wenn ich als Betroffene keine Antwort weiß, und die offensichtliche, objektiv Lösung keine Option ist.

    Der Post war ein verzweifelter Hilferuf. Aber eine Lösung ist für mich momentan wohl einfach nicht vereinbar...
    Arroganz pur eines Borderliners, ich gebe Dir mal einen Denkansatz:

    Dein Mann bleibt bei Dir weil er Angst hat dass Du bei einem weiteren Selbstmordversuch dann von niemanden gefunden wirst und er sich dann schuldig fühlen würde

    Sorry aber Borderliners sind die Helden der Manipulation, Theatralik, Erpressung, nicht bösartig veranlagt aber nicht in der Lage Dinge auszuhalten, denn das ist ja die Krankheit, verfälschte Wahrnehmung und Emotionsprobleme (Ritzen um was zu merken, sich zu bestrafen was auch immer gerade)

    Zack Du bekommst hier nicht zu lesen was Du lesen möchtest und zack sind die doof und haben keine Ahnung.... Ganz normales Verhalten bei Deiner Erkrankung!
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  2. Inaktiver User

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    Arroganz pur eines Borderliners, ich gebe Dir mal einen Denkansatz:

    Dein Mann bleibt bei Dir weil er Angst hat dass Du bei einem weiteren Selbstmordversuch dann von niemanden gefunden wirst und er sich dann schuldig fühlen würde

    Sorry aber Borderliners sind die Helden der Manipulation, Theatralik, Erpressung, nicht bösartig veranlagt aber nicht in der Lage Dinge auszuhalten, denn das ist ja die Krankheit, verfälschte Wahrnehmung und Emotionsprobleme (Ritzen um was zu merken, sich zu bestrafen was auch immer gerade)
    Bösartig veranlagt würde ich nicht sagen, aber eben anders sozialisiert und dadurch einfach sehr schwierig und zudem noch intelligent anstatt normal zu fühlen bzw. mit anderen mitzufühlen und deren Grenzen zu achten. Da muss man schon psychisch sehr stabil sein, um das zu erkennen und sich da nicht so reinziehen zu lassen, wie gewünscht. Und natürlich ist da auch viel Schmerz im System, welches dieses steuert oder wo gegen diesen gesteuert wird mit all seinen Auswüchsen.

    Es wäre besser für ihren Mann gewesen so lange an seiner Therapie dranzubleiben bis er sich nicht mehr schuldig gefühlt hätte ihr gegenüber, aber dann hätte er auch alles einfach besser einordnen und sich abgrenzen können. Das sind Schuldübertragungen und ich glaube ja nun eher mal nicht, dass er außer zu empathisch sein und sich jeden fremden Schuh anziehen, irgendwas für ihre Suizidversuche kann.
    Geändert von Inaktiver User (27.05.2019 um 16:43 Uhr)


  3. Registriert seit
    26.01.2009
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    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bösartig veranlagt würde ich nicht sagen.
    es steht ein NICHT davor in meinem Absatz
    Das Leben macht was es will und ich auch!


  4. Registriert seit
    17.08.2016
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    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Ich sehe dich auf dem Weg der Besserung.

    Wie wäre es einmal den Fokus von der schweren Vergangenheit weg, auf etwas Positives zu lenken.

    Gibt es ein gemeinsames Hobby, oder etwas, was ihr immer schon gern gemeinsam angehen wolltet? Es ist Zeit für neue Projekte. Wenn etwas shice war, muss es ja nicht für alle Zeiten so sein.

    Ihr solltet euch positive Erinnerungen schaffen. Was habt ihr auch gemeinsam für grausige Dinge erlebt? Ist doch klar, dass man dann keine Meter weiterkommt.

  5. Inaktiver User

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Veranoazul Beitrag anzeigen
    es steht ein NICHT davor in meinem Absatz
    Stümmt. Bösartig ist das sicher auch nicht, auch wenn die ganzen Auswirkungen davon jetzt eher nicht im positiven Bereich anzusiedeln sind.

  6. Inaktiver User

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vor einem Jahr hatte ich eine sehr schwere Phase bezüglich Borderline. Ich ritzte mich intensiv aber heimlich, und kam immer stärker von mir ab. Mein Vater, der schon immer Ursprung meiner Probleme war, und dessen Anerkennung ich mir immer vergeblich gewünscht hatte, starb, was die Lage verschlechterte. Es war ein seltsamer Zustand. Ich dachte von mir selbst, dass ich gesund sei, während ein anderer Teil immer kränker und selbstzerstörerischer wurde. Das ganze nahm schizophrene Züge an.
    Auf dem Höhepunkt meines Borderline begann ich eine Affäre mit einem Mann, an dem ich in gesunden Zustand im Traum nicht denken würde. Es war ein Akt der Selbstzerstörung. Ich wollte endgültig alles vernichten, was in mir noch übrig war. Dass die Affäre vom Borderline herrührte, bestätigte mir später auch meine Therapeutin und meinte, dass das ein “übliches Symptom“ von Borderline sei.
    Wenn ich dich richtig verstehe, ist dein Vater verstorben, als du bereits in der Krise warst. Was aber hat die Krise ausgelöst?Was hat dich aus einer vorherigen Stabilität in eine Überforderung und Destabilität gebracht? Und was konntest du aus den bisherigen Therapien anwenden?

    Dein Vater ist nicht Ursache deiner Probleme. Er hat dir in deiner Kindheit nicht gut getan und hat möglicherweise eine Prägung verursacht, die dir nicht gut getan hat. Aber jetzt bist du erwachsen. Wenn er dir nicht gut getan hat, wenn er dir Schaden zufügen wollte, dann wäre es an dir gewesen, die Distanz zu ihm so weit zu vergrößern, dass ihm das nicht möglich ist. Jetzt ist er tot. Jetzt kann er dir in dem Sinne keine Probleme mehr machen.

    Ja, es ist unfair, dass du dieses "Paket" aus deiner Kindheit aufgeladen bekommen hast. Leider ist es so. Und es ist nicht zu ändern. Ändern kannst du nur den Umgang damit.

    Zu deiner Paar-Problematik:
    Es ist nur reines Gedankengespinne, aber mir fällt folgendes dazu ein: Du nimmst deine Borderline-Erkrankung als Ursache der Probleme wahr. Es sind in der Regel aber überfordernde Situationen, Problemsituationen, in denen dein bisheriges "Handwerkszeug" zur Bewältigung nicht ausreicht, sodass du auf altbewährte Muster zurück greifst, die jedoch destruktiv sind und die Problematik nicht lösen. Statt also die Borderline-Erkrankung als alleinige Ursache für deine/eure Probleme zu sehen, geht es eher darum, Verantwortung dafür zu übernehmen, Probleme anders zu lösen als bisher. Das gilt auch für eure Problematik als Paar. Eure Dynamik bisher ist: Großes Drama ("alles, was ich wollte, warst du. Jetzt hab ich dich zwar, aber diese Beziehung will ich nicht."), Tränen, stundenweise Trennung - dann Rückkehr zum Alten. Dem Alten, das euch nicht weiterbringt.
    Einstein wird der Satz zugeschrieben: "Die größte Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen, aber ein anderes Ergebnis zu erwarten." Ähnlich wie du erlernen musstest, Problemsituationen mit etwas anderem anzugehen als den altbekannten (Borderline-)Strukturen, gilt dasselbe auch für euch als Paar. Solange ihr das aber nicht angehen wollt, immer wieder denselben Reigen tanzt, werdet ihr in der Dauerschleife bleiben.
    Ein wenig habe ich sogar den Eindruck, dass ihr mit eurem Paar-Drama euch von euren eigenen Problemen, die ihr jeweils mit euch selbst habt (ja, auch dein Partner), ablenken wollt.

    Nur Gedanken, die mir spontan durch den Kopf schießen beim Lesen deiner Postings.


  7. Registriert seit
    25.02.2008
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    1.503

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Ich habe wenig Erfahrung mit Borderline. Eine - wie ich meinte - enge Freundin hat sich irgendwann geoutet. Leider hat sich die Freundschaft merklich abgekühlt, denn sie hat ab ihrem Geständnis von mir erwartet, dass ich mich jederzeit auf ihre Launen und Gefühle einzustellen hätte.

    Dazu war ich weder bereit noch fähig, zumal sie davon ausging, dass ich zu spüren hätte, wie sie sich gerade fühlt. Ich war und bin damit überfordert.

    Von einem noch sehr jungen Bekannten weiss ich, dass er eine Freundin mit Borderline hatte, die ihn dermaßen überforderte, dass er irgendwann selbst anfing, sich zu ritzen.

    Ich finde deine Krankheit ganz schlimm, meine aber, dass sie in kompetente Behandlung gehört. Und ja - manchmal bringt erst der 7. oder 8. Ansatz Besserung.

    Bei deinem Mann weiss ich nicht, ob ich ihn bewundern oder bedauern soll. Ich finde es auf der einen Seite grandios, dass er so zu dir steht. Auf der anderen Seite sollte niemand seiner Partnerin mehrfach vor dem Suizid bewahren müssen. Allein die Vorstellung finde ich unfassbar grausam. Und wenn dann als Folge dieser Hingabe noch eine Affaire zu ertragen ist, finde ich das ganz einfach to much für ihn. Und dazu kommt noch, dass aus diesen ganzen Situationen jetzt noch eine PTBS entstanden ist. Unfassbar, was dieser junge Mensch ertragen hat - und das Ganze freiwillig.

    Ich bin hier raus. Ich wünsche euch von Herzen, dass es euch beiden wieder besser geht, egal ob miteinander oder jedem für sich.
    Die Größe eines Menschen ist daran zu erkennen, wie er Geschöpfe behandelt, von denen er keinen Vorteil zu erwarten hat
    (Teddy, Polizeihund in Berlin)


  8. Registriert seit
    23.01.2017
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    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Ganz ehrlich- egal Wie viel Therapie man gemacht hat, man kann immer noch was lernen oder mitnehmen. Ich habe 10 Jahre tiefenpsychologische Therapie gehabt, dazwischen ein Mal teilstationär und zwei Rehas und davor 4 Jahre verhaltenstherapie.
    Klar weiß man irgendwann einiges, Aber man lernt nie aus. Weil man sich selbst ja auch entwickelt und auch die Therapieansätze sich weiter entwickeln.
    Also das ist eine grundsätzlich Einstellung zum Leben.
    Mit Mitte 20 zu sagen- ich weiß alles.... schwierig.
    Ich bin Mitte 40 und würde es selbst mit Mitte 70 noch nicht von mir behaupten.
    Und dann 7 Therapien in der kurzen Zeit? Das kommt hinten und vorne nicht hin.
    Dann sind zumindest nicht alle regulär beendet worden seitens der Therapeuten vor allem.

  9. Inaktiver User

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Tiggi75 Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich- egal Wie viel Therapie man gemacht hat, man kann immer noch was lernen oder mitnehmen. Ich habe 10 Jahre tiefenpsychologische Therapie gehabt, dazwischen ein Mal teilstationär und zwei Rehas und davor 4 Jahre verhaltenstherapie.
    Klar weiß man irgendwann einiges, Aber man lernt nie aus. Weil man sich selbst ja auch entwickelt und auch die Therapieansätze sich weiter entwickeln.
    Also das ist eine grundsätzlich Einstellung zum Leben.
    Mit Mitte 20 zu sagen- ich weiß alles.... schwierig.
    Ich bin Mitte 40 und würde es selbst mit Mitte 70 noch nicht von mir behaupten.
    Und dann 7 Therapien in der kurzen Zeit? Das kommt hinten und vorne nicht hin.
    Dann sind zumindest nicht alle regulär beendet worden seitens der Therapeuten vor allem.
    Sorry, ich glaub, dass ich mich da falsch ausgedrückt hab...sieben Therapien insgesamt, innerhalb von 12 Jahren.
    Vielleicht kam mein letzter Post ein bisschen zu arrogant rüber...Ich hatte in den zwölf Jahren immer nur Verhaltentherapie. Davon kenne ich mittlerweile alles. Einen freien Platz in einer tiefenpsychologischen Therapie suche ich seit Jahren erfolglos. Ich komme nur immer wieder an Verhaltenstherapeuten, von denen die Hälfte nicht weiß, wie sie mit borderline umgehen sollen.

  10. Inaktiver User

    AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sorry, ich glaub, dass ich mich da falsch ausgedrückt hab...sieben Therapien insgesamt, innerhalb von 12 Jahren.
    Vielleicht kam mein letzter Post ein bisschen zu arrogant rüber...Ich hatte in den zwölf Jahren immer nur Verhaltentherapie. Davon kenne ich mittlerweile alles. Einen freien Platz in einer tiefenpsychologischen Therapie suche ich seit Jahren erfolglos. Ich komme nur immer wieder an Verhaltenstherapeuten, von denen die Hälfte nicht weiß, wie sie mit borderline umgehen sollen.
    Ja und was nützt dann solch eine Therapie, wenn es nie daran geht, den Dampf aus den auslösenden Gefühlen rauszunehmen oder im Gefühlsabsturz das Weggedrängte erspüren zu können und die dahinterliegenden Stratgien des inneren Kindes anzuschauen? So geht es doch nur verkopft weiter und bisschen kontrollierter. Klar ist es gut bei Gefühlen zusätzlich den Kopf einzuschalten, aber auch da braucht man mit der Störung ein gutes Handling um sich rausziehen zu können und weder alles zu glauben, was man gerade denkt noch allem zu glauben was man gerade fühlt. Dies genauso wenig bei überflutenden Gefühlen wie beim Gefühlsabsturz.

    Und nochmals zu Deinem Mann. Ich finde es absolut nicht in Ordnung Freiheit der Entscheidung für oder gegen eine Beziehung aus selbiger verbannen zu wollen. Und wenn es noch so überzeugend rüberkommt, das läuft so eigentlich nicht. Dein Mann ist Dir nicht verpflichtet. Auch er darf sich tagtäglich für oder gegen Eure Beziehung entscheiden. An dem Spruch "Wahre Liebe lässt frei." ist was dran. Du kannst für Dich selbst sorgen und zur Not eben auch durch einen Klinikaufenthalt. Er muss jetzt auch schauen, wie er klarkommt und wahrscheinlich wäre seine Entscheidung ohne zusätzlichen Druck bzgl. einer Untrennbarkeit Eurer Ehe für ihn freier zu treffen. Ich würde gar keinen Menschen so beeinflussen wollen, dass er bei mir bleiben muss. Wärst Du denn bereit ihn auch mal ein Stück weit oder auch ganz gehen zu lassen? Ihm wirklich Freiheit zu schenken? Ganz ohne Terror, einfach erwachsen, weil er für sich entscheiden darf und nicht auf Fürsorge für Dich alles ertragen muss und um zu beweisen wie sehr er Dich liebt. Ich glaube, dass da einfach viel zu viel vorgefallen ist. Ich würde mich da ein wenig wie eingesperrt fühlen, wie so in ein Korsett gepresst.

    Klar klingt es bisschen so als wenn Ihr beide unbedingt an dieser Ehe festhalten wollt. Nur stimmt das auch? Wenn ja, dann heißt es weiter an sich arbeiten und trotzdem beachten, dass Liebe eine freie Entscheidung ist und bleibt. Man kann zwar stur das Gegenteil in einer Beziehung behaupten und durchsetzen, aber trotzdem bleibt es so. Wenn man zu viel beeinflusst kann das sogar einen nicht so freundschaftlichen Bruch geben. Einen Tipp hatte ich Dir zudem gesandt. Desweiteren ist Dami Charf ganz interessant, gerade wenn es um die Gefühle geht. Es mag sein, dass Dir eine gewisse Strenge nicht passt, aber auch diese ist wichtig, Nicht jeder wird bei allem von Dir kommentarlos und ohne Grenzen mitgehen und auch das hat seine Berechtigung.
    Geändert von Inaktiver User (29.05.2019 um 06:39 Uhr)

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