seid ihr beide zur zeit in therapie?
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27.05.2019, 11:26Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
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27.05.2019, 12:38Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Gut, er hat sich aber entschieden bei Dir zu bleiben und Du willst ebenfalls bei ihm bleiben. Dann muss man eben auch mal die negativen Gefühle des anderen aushalten, wenn man ihm zu viel zugemutet hat. Alles wird nie 100% gut und mit den Voraussetzungen wäre vielleicht ein Ziel in ein paar Jahren nach intensiver Therapie, dass viel weniger Drama da ist und jeder von Euch emotional stabiler und nicht so dermaßen am anderen klammert, sondern den anderen auch gehen lassen würde, wenn es besser wäre.
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27.05.2019, 12:51Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Hallo, danke für die vielen Antworten. Ich versuche jetzt mal, Missverständnisse auszuräumen, ich glaub, ich hab mich bei vielem nicht klar ausgedrückt.
Erstmal an alle: weder mein Mann noch ich befinden uns momentan in Behandlung. Für mich ist das Thema Therapie abgeschlossen. Ich war mittlerweile sieben Mal in Therapie, die Hälfte davon stationär. Ich weiß alles, was ich über mich wissen kann. Ich kenne alle Schemata, Methoden, Atemübungen, schädlichen Gedanken und alles in und auswendig. Für jemanden, der nicht mehr als einmal in Therapie war, ist das schwer nachzuvollziehen, aber die meisten Therapien wiederholen sich. Ich hab das nun definitiv oft genug gehört. Zudem hab ich ein Psychologie-Studium angefangen, um noch tiefer in die Materie einzusteigen.
Ich nehme durchgehend Antidepressiva, aber eine Therapie ist wirklich ausgeschöpft. Zudem geht es mir seit einem Jahr wesentlich besser. Die Depressionen sind auf einem erträglichen Maß, und borderline ist das erste mal weg.
Mein Mann ist nicht in Therapie Momentan. Er war zwei mal bisher, und auch bei ihm gab es nichts mehr neues zu erfahren.
Ich weiß nicht, wie Therapieerfahren ihr seid, aber eine Therapie ist kein Wundermittel. Wenn es beim zweiten mal nicht's nützt, dann auch beim achten mal nicht. Irgendwann kennt man alle Therapie Methoden.
Das PTBS kam bei ihm von der Affäre. Er fand mich schon öfter bei einem Selbstmordversuch, was keine Folgeschäden hinterlassen hat.
Selbst Abstand nützt nichts. Wir würden sowieso kontinuierlich Kontakt halten. Und bei einer Trennung wären wir spätestens nach drei Tagen wieder zusammen. Wir sind nicht so weit, und es würde nicht's nützen.
Ich glaub auch, dass das Forum hier überfragt ist, wenn ich als Betroffene keine Antwort weiß, und die offensichtliche, objektiv Lösung keine Option ist.
Der Post war ein verzweifelter Hilferuf. Aber eine Lösung ist für mich momentan wohl einfach nicht vereinbar...
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27.05.2019, 12:59Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
wenn ihr beide, so therapieerfahren wie ihr seid, schon alles wisst und könnt- verstehe ich deine frage ans forum nicht?
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27.05.2019, 13:07Inaktiver User
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27.05.2019, 13:35
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Was möchtest du denn hier wissen, wenn ihr schon alles ausprobiert habt?
Wie wäre es, wenn ihr beide akzeptiert, daß ihr einfach nicht zusammen paßt. Was nicht paßt kann nicht passend gemacht werden, jedenfalls ist das bei Menschen so. Aber von Trennung wollt ihr nichts wissen. Und jetzt? Was sollen wir damit?Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)
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27.05.2019, 14:00Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Vielleicht könnte man sich wenigstens Gedanken machen, ob es wirklich so gut wäre zusammen Kinder zu bekommen? Wenn ja wenigstens ein Elternteil stabil wäre. Und auch sonst, ich sage es ganz ehrlich, für mich klingt die Beziehung eher, wie wenn 2 ertrinkende Kinder sich aneinander klammern als dass 2 Erwachsene eine gesunde Beziehung führen wollen. Wäre es denn wenigstens möglich mit all der Therapieerfahrung den Kopf einzuschalten, wenns gerade mal wieder dramatisch abgeht in der Beziehung? Muss man jedem schlechten Gefühl nach umfassender Therapie noch so viel Raum geben?
Genauso wie mit dem unbedingten Beziehungerhalt. Ist es da denn nicht möglich nicht alles z.B. gegen Verlassenheit zu tun und gegen diese Angst allein zu sein? Grundsätzlich und ganz erwachsen gedacht, sollte es schon irgendwie ok sein, wenn ein Partner sich trennen möchte und so viel Destruktivität in einer Beziehung herrscht. Was wäre denn der Weltuntergang, wenn das passieren würde? Jeder von Euch kann sich auch allein versorgen und ist eigentlich nicht auf den anderen angewiesen. Also im Prinzip könnte doch dieses Muss in Bezug auf Zusammenbleiben auch mal aus dem Kopf.
Und ja, natürlich macht es etwas mit dem Partner, wenn er einem immer wieder das Leben retten muss, sich verantwortlich anstatt frei fühlt. Über diese Kurzschlußreaktionen muss doch auch in der Therapie gesprochen worden sein und wie man damit umgehen kann. Wir haben zwar Gefühle aber HIlfe, normalerweise müssen wir weder ständig nach diesen handeln noch nach unseren Gedanken, aber wir müssen sie bewusst wahrnehmen können und dann kann es schon mal sein, dass man drüber lachen muss, was es so in einem denkt an Dauergelaber oder auch sonstigem Gestrigen und was das anrichtet, wenn man dem unüberprüft zwangsweise folgt, weil man den Quatsch auch noch für richtig hält. Da kann doch sozusagen ein Blick aus der Metaebene schon da sein.
Bezüglich von Schwankungen muss ggf. selbst geschaut werden, wo einfach mal etwas mehr Gelassenheit möglich wäre und sich selbst erst mal beruhigen bevor ein Problem mit unbändigen Gefühlen angegangen wird.Geändert von Inaktiver User (27.05.2019 um 14:17 Uhr)
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27.05.2019, 14:13Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Dir ist hoffentlich klar, das dies eine Schutzbehauptung ist.
Jeder Selbstmordversuch eines nahe stehenden Menschen hinterlässt Spuren. Wenn er das so viele Jahre mitgemacht hat, mit einem Menschen mit Depression/Borderline.....
Du siehst doch selbst was es mit dir das eine Jahr gemacht hat. Diese Hilflosigkeit ihm nicht helfen zu können usw.
Und auch wenn ihr euch sehr liebt. Manchmal tut man sich einfach nicht gut.
Therapie ist ausgelutscht? ja, kann gut sein. Deswegen mein dringender Rat sich stationär für eine Weile einzuweisen..... Nicht wegen dem Therapie Angebot, sondern dem Abstand voneinander.....
Du hast ihn so sehr verletzt... jahrelang und die Affäre war der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen gebracht hat.
Ich meine das völlig wertfrei, da du selbst krank bist/warst.
Achja, Borderline ist nicht heilbar - man lernt nur damit umzugehen.....
Ihr habt euch beide sehr jung kennengelernt und müsst nun beide lernen für sich selbst verantwortlich zu sein.
Wo bist du und deine Verantwortung deinem Ehemann gegenüber?
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27.05.2019, 14:14
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27.05.2019, 14:22Inaktiver User
AW: Wie sollen wir nur weiter machen? Ratlos :(
Das ist schon mal sehr gut. Nur lass ich hier eben auch anderes in Bezug auf ihre eigene Einschätzung ihrer Erkrankung und da sehe ich mehr Skepsis als angebracht. Kinder stabilisieren in der Regel nämlich nicht, sondern können erst recht belasten gerade in der ersten Zeit. Ich denke, dass der Ehemann auch Zeit brauchen wird um für sich zu klären, was das mit ihm gemacht hat und warum er das so lange mitgetragen hat. Weshalb er trotz schlechter Phase nicht mehr in Behandlung ist, verstehe ich nicht. Auch muss jetzt, denke ich erst mal wieder bei beiden das Vertrauen in sich selbst und den anderen wachsen können. Das braucht Zeit und Kontinuität und eigentlich auch Dranbleiben an der Gesundung und nicht nur wieder irgendwie Drama gegen eine mögliche Trennung. Eigentlich sollte man eher zum Freude teilen zusammen sein.
Liebe TE, nicht böse sein, auch wenn Du Psychologie studierst, ich hoffe, dass Dein Mann sich trotzdem eine neutrale Person aussucht damit er Hilfe bekommt. Alles andere könnte auch schnell ausgelegt werden, wie Kontrolle in dieser Situation behalten wollen und ich glaube, dass das sogar etwas mit reinspielt mit diesem Sich-niemals-nicht-trennen-können, was für mich in jeder Beziehung immer eigentlich Quatsch ist. Man muss sich mit den ganzen Problematiken doch sowieso mehr als genug schmerzlichem stellen können oder nicht? Auf der anderen Seite kann man sicher auch daran wachsen und einiges mehr gut einordnen und an Problemen bewältigen, wenn man damit bewusst und abgeklärt umgehen kann.Geändert von Inaktiver User (27.05.2019 um 14:42 Uhr)


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