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  1. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    Das ist schwierig. Es gab keine so unglaubliche Verliebtheit, die uns zusammengebracht hat sondern es war für beide eine Lebenssituation, in der wir uns gegenseitig aus unterschiedlichen Gründen gut getan haben. Dieses ursprüngliche Verhältnis von Geben und Nehmen hat sich aber in den letzten Jahren komplett geändert. Insofern gibt es das "sich gegenseitig tragen" um mal bei diesem Bild zu bleiben, nicht mehr. Da trägt nur noch eine Person. Und das ist unbefriedigend und das macht die andere Person auch nicht attraktiv. Auch wenn das Motiv dafür ist, dass dann die tragende Person ja immer die Wahlmöglichkeit hätte bzw. entscheiden kann, was passiert. Ich weiß nicht, ob das verständlich oder am Thema vorbei ist....
    Alles gut. Passt schon. Wobei sich schon die Frage stellt, wer trägt was?

    Ich hatte dich weiter oben mal gefragt, wie denn deiner Meinung nach, eine neu designte Beziehung aussehen sollte.

    Eine Frage zum Verständnis: Wie genau ist es zu verstehen, wenn du sagst, er hätte noch keine Zeit gehabt, sich Gedanken zu machen?

    Eines wollte ich noch anmerken. Du schreibst, du hast lange und viel geweint. Für mich ist das ein Zeichen, dass du noch viel für deinen Mann empfindest. Sonst wäre er dir doch gleichgültig.

    Was wäre, wenn er dir morgen sagt, dass er nicht mehr will. Dass er sich eine Frau sucht oder bereits eine kennengelernt hat, die ihn so begehrt, wie er ist? Was würde dieser Gedanke in dir auslösen?
    Geändert von Wolfgang11 (24.09.2019 um 09:31 Uhr) Grund: Korrektur


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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Alles gut. Passt schon. Wobei sich schon die Frage stellt, wer trägt was?

    einfache Antwort. Ich treffe quasi alle Entscheidungen, die die Familie / uns betreffen. Und nicht, weil ich machtsüchtig bin sondern weil es sonst nicht passiert.

    Ich hatte dich weiter oben mal gefragt, wie denn deiner Meinung nach, eine neu designte Beziehung aussehen sollte.

    Ausgewogener. Eigentlich habe ich immer Themen, Krisen, Probleme geliefert. (also nicht nur für mich sondern auch Kinderdinge). Aber eigentlich alles Dinge, die uns alle betroffen hätten. Aus seiner Sicht klang das oft so, als wären das alles meine privaten Hobbies, obwohl das durchaus auch Themen wie Schulwahl o.ä. war. Aber er konnte das ja immer alles nicht wissen oder sich damit befassen, weil die Arbeitsbelastung so hoch war. Inhaltlich habe ich das auch alles geschafft, ich habe viel Energie - aber gefühlsmäßig bin ich (zumindest für mich) die Dumme, die immer mit irgendwas angekommen ist. Und ich glaube, das hat mich ziemlich gekränkt mit weitreichenden Folgen. Ja, ich hätte gerne, dass wir beide etwas wollen, beide etwas ansprechen, beide Wünsche äußern etc.


    Eine Frage zum Verständnis: Wie genau ist es zu verstehen, wenn du sagst, er hätte noch keine Zeit gehabt, sich Gedanken zu machen?

    Hat er mir so gesagt, nachdem ich mal mein Herz ausgeschüttet habe und wissen wollte, wie es in ihm so aussieht

    Eines wollte ich noch anmerken. Du schreibst, du hast lange und viel geweint. Für mich ist das ein Zeichen, dass du noch viel für deinen Mann empfindest. Sonst wäre er dir doch gleichgültig.
    Das Weinen war eher eine Verabschiedung. Des anderen Manns. Das tut weh, auch wenn es nicht OK war


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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Nun, wenn mir meine Partnerin in so einer Situation, in der sie ja eigentlich auch ein Interesse an einer Lösung haben sollte, sagen würde, sie habe noch keine Zeit gehabt, sich darüber Gedanken zu machen. Ich glaube, ich würde ausflippen.

    Dabei bin ich eigentlich auch ein ziemlich rational denkender Ruhepol.

    Irgendwie habe ich es aber immer noch nicht so ganz begriffen. Du triffst alle Entscheidungen. War das schon immer so? Wo kommt er in der Beziehung vor? Wo ist seine Meinung, wo sind seine Interessen bezüglich der Beziehung? Sehe ich das nur nicht oder ist da wirklich nicht viel da? Ist das Thema Arbeitsbelastung tatsächlich so extrem?
    Geändert von Wolfgang11 (24.09.2019 um 10:23 Uhr) Grund: Korrektur


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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Ja, weitestgehend treffe schon ich die Entscheidungen. Es macht mir Spass und es hat ja auch Vorteile, also ich verweigere es nicht aber es trägt zu einem Ungleichgewicht bei. Er übernimmt dann alle Dinge, die ich ihm sage. Er tut gerne alles, er möchte es nur nicht denken oder entscheiden (meine Vermutung) Und bevor jemand aufschreit, das möchte er so.

    Naja und mit der Arbeitsbelastung - die ist sicher hoch. Das ist aber ganz klar eine Prioritätensache, wir arbeiten in nicht ganz unähnlichen Branchen. Mittlerweile sieht er auch theoretisch, dass er sich jahrelang da zeitlich zu viel hineingehängt (und dahinter versteckt) hat. Und zwar in den Jahren, in denen es mit den Kids und meiner Arbeitsanforderung hart war für mich.

    Und die Beziehung - er will irgendwie, dass er wieder mein Hauptansprechpartner wird, dass ich ihn verliebt anschaue, dass ich "auf ihn zukomme", dass es wieder Intimität gibt usw. Und das ist ein Punkt über den wir auch streiten, ich spüre das so alles nicht bei ihm. Wenn er sagt, "es sollte dann jetzt bald wieder Sex geben" dann ist das für mich so, wie wenn jemand sagt, "du solltest jetzt bald fliegen können" oder so. also etwas, was derzeit für mich völlig unvorstellbar ist.

    Hm, vielleicht will er, das ich rate, was er will? Aber selbst wenn ich es errate kann ich es wahrscheinlich nicht geben. Wie eine Katze die ihren Schwanz fangen will. Mir fehlt die Vertrautheit, um bei ihm Nähe zu suchen und ihm fehlt, sagt er, das Vertrauen und die Lockerheit wegen des anderen. Glaube ich auch, sehe aber keine Lösungsmöglichkeit. Des halb schreibe ich hier auch, weil cih hoffe, dsas vielleicht Aussenstehenden da noch etwas einfällt.


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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Beim Lesen deiner Worte kommt es mir fast so vor, als macht er eben das mit, was du vorgibst.

    Er will es dir recht machen.

    Ich könnte mir vorstellen, du würdest ihn mit ganz anderen Augen sehen, wenn er mal aufstünde und für das was ihm wichtig ist, einträte.

    Diese phlegmatische Art ist aber so gar nicht anziehend.

    Liege ich da so in etwa richtig?


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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Beim Lesen deiner Worte kommt es mir fast so vor, als macht er eben das mit, was du vorgibst.

    Er will es dir recht machen.

    Ich könnte mir vorstellen, du würdest ihn mit ganz anderen Augen sehen, wenn er mal aufstünde und für das was ihm wichtig ist, einträte.

    Diese phlegmatische Art ist aber so gar nicht anziehend.

    Liege ich da so in etwa richtig?
    100% Ja, darüber spreche ich seit längerem, auch die Ehetherapeutin nimmt das Thema ernst. Da brauchen wir einen sehr langen Geduldsfaden wahrscheinlich. Da fehlt in seiner Vorstellung ein Mittelding aus "Macho" (ist er nicht, ist auch gut so) und "Softie" (findet er besser als Macho). Das es etwas dazwischen gibt glaube ich schon, aber ich kann das nicht vermitteln. Da müsste er vielleicht mehr mit anderen Männern reden, oder?

  7. Inaktiver User

    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    Aber ernsthaft:

    zB in eine Kommunikation finden, die für beide befriedigende Ergebnisse hat -
    Was wären denn befriedigende Ergebnisse für Dich?


  8. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    100% Ja, darüber spreche ich seit längerem, auch die Ehetherapeutin nimmt das Thema ernst. Da brauchen wir einen sehr langen Geduldsfaden wahrscheinlich. Da fehlt in seiner Vorstellung ein Mittelding aus "Macho" (ist er nicht, ist auch gut so) und "Softie" (findet er besser als Macho). Das es etwas dazwischen gibt glaube ich schon, aber ich kann das nicht vermitteln. Da müsste er vielleicht mehr mit anderen Männern reden, oder?
    Meine Erfahrung geht ja dahin, dass auch ein Kompromiss daraus nicht unbedingt zielführend ist. Grundsätzlich halte ich es für einschläfernd in einer Langzeitbeziehung, wenn jemand immer auf der gleichen Wellenlänge surft.

    Interessant finde ich es, wenn jemand von allem etwas hat und da zwischen den Polen eine große Bandbreite hat.

    Das müsste ihm unter 4 Augen mal in der Therapie nahegebracht werden.

    Ich glaube nicht, dass das seine wahre Art ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er sich selbst seine Ecken und Kanten abtrainiert hat.

    Kann es sein, dass sein Selbstbewusstsein nicht das allergrößte ist?


  9. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    Ja, weitestgehend treffe schon ich die Entscheidungen. Es macht mir Spass und es hat ja auch Vorteile, also ich verweigere es nicht aber es trägt zu einem Ungleichgewicht bei. Er übernimmt dann alle Dinge, die ich ihm sage.


    dass es wieder Intimität gibt usw.

    Wenn er sagt, "es sollte dann jetzt bald wieder Sex geben" dann ist das für mich so, wie wenn jemand sagt, "du solltest jetzt bald fliegen können" oder so. also etwas, was derzeit für mich völlig unvorstellbar ist.
    Mich wundert das alles nicht, Du behandelst ihn wie dein drittes Kind oder er ist es im Laufe der Zeit geworden.

    Und wer hat schon Lust mit seinem Kind die Betten zu durchwühlen?

    Ich befürchte, dass ihr gescheitert seid, selbst wenn eurer Verhalten untereinander sich ändern würde und er nicht mehr als zusätzliches Kind angesehen wird, sehe ich keine Möglichkeit, wie sich deine Sicht auf ihn noch einmal verändern ließe.

    Für dich ist er als Sexualpartner nicht mehr vorstellbar, da hilft auch keine Veränderung mehr.

    Wenn ihr euch wegen der Kinder nicht trennen wollt (könnt), dann wäre ein Auslagern des Sex auf beiden Seiten wohl die einzige Alternative. Müsst ihr halt mal miteinander bereden.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  10. Avatar von TheKat
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Liebe TE, auch wenn ich den ganzen Thread nicht gelesen habe, ist mir ein Bedürfnis zu sagen: Es gibt keinen Zwang, in einer Beziehung/Ehe zu leben oder diese auf Teufel komm raus aufrechtzuerhalten. Auch Kinder sind da nur bedingt ein Grund, sich an einen Menschen zu binden, mit dem einen einfach nichts (mehr) ver-bindet. Veränderungen und Trennungen sind immer schwer, aber die andere Option ist das Aufrechterhalten eines Zustandes, den niemand wirklich gut findet (oder der mühsame Versuch, etwas zu verbessern).

    Ich kann nur jedem - aus eigener Erfahrung - raten, den Schlussstrich zu ziehen und ein freundschaftliches Ende anzustreben, BEVOR alle Teller zerschlagen sind. In Freundschaft/Elternschaft weiterzumachen, wenn man als Liebespaar nicht mehr funktioniert, ist doch allemal eine vernünftigere Option, als sich etwas vorzumachen und damit auch dem persönlichen Lebensglück im Weg zu stehen. Welchem übergeordnetem Wohl willst du dich und deinen Mann denn opfern?

    Was ich an diesen Geschichten einfach nicht verstehe, ist nicht etwa, dass Trennen schwerfällt, sondern diese scheinbare Grundannahme, dass diese Dualität Ehe/Beziehung eine unauflösliche, stets anzustrebende und allein glückverheißende Annahme ist. Letzteres ist dabei eigentlich der größte Witz, denn glücklich scheint ja da niemand mehr zu sein. Da fügt man sich in sein Schicksal, weil es eben so ist und Veränderung zu viel Arbeit bedeutet... (und das betrifft in diesem Falle beide, den TE und den Ehemann).
    A quiet mind is able to hear intuition over fear

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