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  1. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Würdest du ihn denn als eher konfliktscheu bezeichnen?

    Einfach, daß er alles mitmacht, um ja nicht verlassen zu werden?

    Vielleicht ist Cara123 auf dem richtigen Weg.
    Ja, natürlich Konfliktscheu. Wegen der drohenden Konsequenzen. Aber was tun ich damit?


  2. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Würdest du ihn denn als eher konfliktscheu bezeichnen?

    Einfach, daß er alles mitmacht, um ja nicht verlassen zu werden?

    Vielleicht ist Cara123 auf dem richtigen Weg.
    Ja, natürlich Konfliktscheu. Wegen der drohenden Konsequenzen. Aber was tun ich damit?


  3. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich Konfliktscheu. Wegen der drohenden Konsequenzen. Aber was tun ich damit?
    Vielleicht wäre es gut, das Thema bei der Paartherapie anzusprechen.

    Vielleicht nicht unbedingt mit dem Wort "konfliktscheu", sondern dass dich gewaltig stört, wenn er keine eigene Meinung hat und dir immer alles recht machen will, anstatt auch mal für das einzustehen, was ihm wichtig ist.


  4. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von Inaktiver User

    Ich kann ja wohl kaum meinem Mann dabei helfen, ein Mann zu werden,
    Ein Mann ist also nur dann ein Mann, wenn er sich als machomäßiges Arschloch darstellt?

    Oder wie sonst sieht deine Definition eines "Mannes" aus?

    Wenn er sich mal so richtig aufregen würde, wäre es dann für dein "schlechtes Gewissen" einfacher, könntest Du dir dann selbst leichter verzeihen und vergeben?

    Und noch einmal die Frage, was dich bei einem Mann hält, den du niemals geliebt und begehrt hast.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.


  5. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von jaws Beitrag anzeigen
    Ein Mann ist also nur dann ein Mann, wenn er sich als machomäßiges Arschloch darstellt?

    Und noch einmal die Frage, was dich bei einem Mann hält, den du niemals geliebt und begehrt hast.
    Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es zwischen einem "machomäßigem Arschloch" und dessen Gegenpol noch ein gewisses Spektrum an Persönlichkeiten gibt?

    Und weshalb ich noch bei dem Mann bin - das ist für mich auch nicht so unklar. Auch wenn es niemals diese rasende Liebe gab, verbindet uns doch über die Jahre sehr viel an Erlebtem - auch wenn sich das zum großen Teil auf die Familie und nicht die 2erBeziehung bezieht - aber das ist nicht nichts und auch etwas, was uns beiden sehr wichtig ist und viel bedeutet. Und, vielleicht wäre das, wenn ich den anderen nie kennengelernt hätte, mir auch nie bewusst geworden, dass ich gerne mehr hätte vom Leben. As simple as fuck, auch wenn viele Menschen darüber nur den Kopf schütteln können.


  6. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Zitat Zitat von ja-aber Beitrag anzeigen
    Ich kann das schon nachvollziehen. Ich könnte jemanden, der gleichbleibend ruhig, ewig verständnisvoll und freundlich lächelnd bleibt, EGAL was los ist, auch nicht lange attraktiv finden. Es MUSS doch auch mal eine Gefühlsregung da sein. Wut, Trauer, Verständnislosigkeit und dergleichen gehören doch auch dazu? Ich möchte mit meinem Partner auch kontrovers diskutieren können oder auch mal streiten, ich möchte mich „auskotzten“ können und dann vielleicht auch mal hören, dass ich mich in was verrannt habe. Diese Harmonie liest sich pseudo. Egal was ist, lächeln und winken. Da würde ich mich auch nicht gesehen fühlen.
    Ja, das ist absolut verständlich.
    Nur wird sich der Mann hier nicht groß umpolen lassen.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Womöglich ist er unter der Oberfläche gar nicht der, als der er sich präsentiert.
    Das ist sehr wahrscheinlich. Deswegen fragte ich, was Schafberg über sein Gefühlsleben weiß. Wirklich weiß. Wie hat er die letzten Jahre die Paarbeziehung erlebt? Wie den Sex? Was ist mit seinen sexuellen Bedürfnissen? Wo sind die all die Jahre geblieben? Wie ist er mit unerfüllter Sexualität umgegangen? Vermisst er Körperlichkeit, Zärtlichkeit, Küsse?

    Schafberg und ihr Mann stellen das gemeinsam erlebte, das familiäre über die Paarbeziehung.
    Beide verschließen sich komplett ihrer Gefühlswelt. Das scheint mir die einzig gemeinsame Komponente zu sein.

    Zitat Zitat von schafberg Beitrag anzeigen
    Ja, natürlich Konfliktscheu. Wegen der drohenden Konsequenzen. Aber was tun ich damit?
    Auf den Tisch hauen!
    Die Konsequenzen auch dann ziehen, wenn der Konflikt nicht offen ausgetragen wird! Handeln!

    Es wird dir niemand abnehmen.
    Und vielleicht wacht dein Mann auf, wenn er merkt, dass er dich tatsächlich verliert- so oder so.


  7. Registriert seit
    22.05.2019
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Ich wollte gerne einmal wieder schreiben, wie es in den letzten drei Monaten gegangen ist. Ich habe wahrscheinlich soviel geweint und gelitten, wie in den letzten Jahren nicht, aber da hatte ich ja auch nie Zeit, mir eine Krise zu erlauben. Ich denke, dass ich ganz gut habe herausfinden können, für was der andere Mann steht oder stand, und auch, was mir in meiner Ehe massiv fehlt. Mein Mann ist, wie schon mal beschreiben, einfach grundvernünftig, ausgeglichen, zuverlässig und solide, dass hat mich in unserer Kennenlernsituation aus gewissen Gründen sehr angezogen, hat aber über die Jahre eigentlich an Attraktivität verloren.
    Und vielleicht finde ich das auch einfach nicht mehr attraktiv, als ausschließliche Assets. Dazu kommt, dass haben wir auch herausgefunden, dass er zwar über Jahre gehört hat, dass es mir mit gewissen Dingen nicht gut geht, er hat das aber immer über eine Sachebene lösen wollen und nicht über eine emotionale. Die habe ich ja dann nach ca. 10 Jahren versuchen wo anders gefunden. Und das ist jetzt eigentlich auch mein Drama, dass wir es, auch nicht im Rahmen der Ehetherapie schaffen, uns emotional zu verstehen. Also zumindest in eine Richtung, ich habe wirklich sehr viel gesagt und mich gefühlt nackt ausgezogen und habe wirklich von mir geredet und er hat auch zugehört und auch etwas gesagt - aber ich habe nicht das Gefühl, das wir uns in diesen Gesprächen nahe kommen, deswegen fallen sie mir auch so unendlich schwer.
    Für ihn scheint es noch schwerer zu sein, er kann nämlich gar nichts über sich erzählen. Weil er noch keine Zeit zum nachdenken hatte.

    Ein paar Wochen hat mich diese Erkenntnis wirklich sehr traurig gemacht, weil ich ja nun das Vergnügen hatte, mit einer Person diese emotionale Nähe zu erleben, ich habe aber akzeptiert, dass mir das mit meinem Mann nicht gelingen wird. Er ist nicht so - er hat es mir auch nie versprochen, also ihn trifft keine Schuld - aber da wird er wohl nicht über seinen Schatten springen können. Nur ist mir auch bewusst geworden, dass die emotionale Distanz wohl auch was mit der körperlichen zu tun haben dürfte (OK, sollte eigentlich klar sein - mir war es das erst, als ich den anderen kennengelernt habe) und an diesem Punkt wird es jetzt nochmal schwierig, Denn natürlich erhofft sich mein Mann, dass mein Bekenntnis dazu, unserer Ehe eine Chance zu geben bzw. daran zu arbeiten jetzt recht zügig zur Verbesserung der sexuellen Situation führt. Ich will das aber (noch?) nicht. Ich könnte versuchen, mich zu überwinden und quasi ohne jegliches Begehren einen Versuch zu starten aber richtig gut klingt das nicht in meinem inneren Ohr. Oder gibt es wen, der mit so etwas schon einmal einen Erfolg hatte? Also quasi ohne Verlangen eine sexuelle Begegnung inszenieren? Ich bin wirklich ratlos. Ich nehme mir tagsüber immer vor, wie ich offen und entspannt über mich hinauswachsen werde und im direkten Kontakt geb ich nach wie vor glaube ich wenig Grund zur Freude....
    Hat irgendwer einen Tip, eine Erfolgsgeschichte, eine Prognose? Ich fühle mich schon wieder so im luftleeren Raum und das tut mir gar nicht gut. Mein Mann, das glaube ich ihm schon, wenn er das sagt, liebt mich und möchte gerne mit mir zusammenbleiben (und eigentlich nichts über den anderen wissen) und ich fühle mich natürlich nicht gut, dass ich da nicht entsprechend reagieren kann. Bin irgendwie zu doof. Oder zu verklemmt


  8. Registriert seit
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    Ich weiß nicht, ob ich dich jetzt beglückwünschen oder schütteln soll...

    Du hast immerhin erkannt, dass ihr emotional so weit voneinander entfernt seid wie der Nord- zum Südpol. Du merkst, wie sehr dir emotionale Nähe fehlt und du diese bei deinem Mann nicht finden wirst.

    Dazu Glückwunsch!

    Und jetzt grübelst du, wie du dich zu sexuellen Aktivitäten mit ihm aufraffen kannst, die DU nach wie vor nicht willst?!

    Bist du noch ganz bei Trost?!

    Dein Mann bleibt nebulös bei seinen Gefühlen, weil er noch keine Zeit hatte darüber nachzudenken? Dann soll er sich diese Zeit JETZT nehmen.

    Du weißt doch gar nicht, wer der Mensch da ist, der neben dir durchs Leben stapft.

    Er hat vermutlich nichts falsch gemacht, aber deswegen musst du doch nicht weiter in dieser gefühlsleeren Blase verharren! Himmel!

    Du LEIDEST darunter so sehr.

    Sich in dieser Situation zu trennen und endlich ein Leben leben, in dem man sich wohl fühlt, ist keine Strafe. Für keinen von euch.

    Mach dir das klar. Mach ihm das klar.

    Da ist nichts, was du für ihn fühlst.


  9. Registriert seit
    26.10.2016
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    @na_ich

    Jedes Wort unterschreib.


    @schafberg

    Du erkennst selber, dass aufgrund dieser emotionalen Entfernung, für dich kein sexuelles Verlangen entsteht, weil beides zusammenhängt.

    Wie kommst du darauf, dich ohne jegliches Begehren, ohne Lust, zum Sex zu "überwinden"?

    Die emotionale Verbindung ist seinerseits blockiert. Dich blockiert das in deiner Emotionalität und lässt ihn für dich sexuell zum Neutrum werden. Uninteressant, konturlos, keinerlei Verbindung.
    Warum willst du dich da aufraffen, obwohl du ihn sexuell uninteressant und so erotisch anziehend wie ein Möbelstück, findest?
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  10. Registriert seit
    02.04.2017
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    AW: auf der Suche nach klaren Gedanken....

    In #216 wurden von na_ich ein paar sehr wichtige Dinge angesprochen.

    Davon scheint aber immer noch nichts passiert zu sein. Weder bei dir, noch bei deinem Mann.

    Hast du mal auf den Tisch gehauen? Nach drei Monaten noch keine Zeit gehabt, darüber nachzudenken?

    Dein Mann kommt mir tief verletzt vor, was er aber auf keinen Fall zugeben will.

    In der Kennenlernphase hat dich genau das angezogen, was dich heute von ihm trennt.

    Normal wäre gewesen, dass er in der Beratung mal so richtig rauslässt, was ihm auf der Seele brennt. Hat er nicht gemacht. Noch keine Zeit gehabt, ist eine Ausrede. Ich denke, das ist dir klar. Weisst du, jahrelang abgewiesen zu werden, macht was mit einem Menschen.

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