+ Antworten
Seite 3 von 126 ErsteErste 123451353103 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 1256

  1. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.208

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Ich hatte keine Affäre und würde auch keine eingehen.
    Dann würde ich mich eher trennen, bevor aus einer "Knisterei" eine Affäre entsteht.

    Bislang war es noch immer so, dass diverse Angebote für mich keinen Reiz darstellten - ausser, dass sie meinem Ego schmeichelten. Ich konnte daher leichten Herzens ablehnen.

    Ich finde, jeder muss sein Leben selbst leben und sich "im Spiegel in die Augen sehen können", daher be-und verurteile ich andere Menschen nicht.

    Verständnis hatte ich nur in einem Fall, wobei das keine klassische Affäre war:

    Eine gute Bekannte von uns erkrankte vor Jahren schwer und unheilbar, ihr Zustand verschlechterte sich derart, dass sie zum Schluß etliche Jahre in einem Pflegeheim verbrachte, als Wachkomapatientin.
    Ihr Mann kümmerte sich bis zum Schluß um sie, soweit es ging, besuchte sie mehrfach in der Woche.
    Insgesamt zog sich die Erkrankung über 10 Jahre hin.
    Zwei Jahre vor ihrem Tod lernte er seine jetzige Lebensgefährtin kennen, mit der er nach einem Jahr zusammen zog.

    Da hatte ich Verständnis. Und ich bin mir sicher, dass seine Frau das auch gehabt hätte - sie hätte nicht gewollt, dass er um "des Prinzips Willen" bis zu ihrem Tod auf eine Beziehung verzichtet, obwohl er eine passende Partnerin gefunden hatte.


  2. Registriert seit
    07.12.2018
    Beiträge
    744

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Bevor ich in einer Beziehung die mich nicht mehr glücklich macht das " scheinbare Glück " in einer Affäre suchen würde würde ich mich lieber trennen . Da es für mich hauptsächlich ein Betrug an mir selbst und meinen Werten wäre .

    Ich versuche aber zu verstehen warum Menschen aus welchen Gründen auch immer bereit sind Affären einzugehen .

    Zum Glück bin ich selbst niemals in der Lage einer Betrogenen gewesen doch ich habe es in der eigenen Familie miterlebt was Affären beim Betrogenen anrichten können .

    Ganz schlimm finde ich es wenn ein Betrug aus Rache geschieht.


  3. Registriert seit
    07.12.2018
    Beiträge
    744

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    @ Sasapi ja aus dem Grund heraus kann ich es auch verstehen


  4. Registriert seit
    25.04.2018
    Beiträge
    358

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Allein da scheiden sich die Geister.

    Mir sind mehrere Menschen bekannt, welche seit Jahren ihre Affären leben, ohne je Gefahr zu laufen, ertappt zu werden.

    Letztlich stabilisieren diese Affären die Hauptbeziehung, denn diese hätte sonst längst keinen Bestand mehr und der andere Partner verliert nichts, weil er dies seit Jahren nicht bemerkt und trotzdem alles hat, was er braucht.

    Win-win-win für alle drei Seiten.
    Solche Beziehungen kenne ich eben auch - langjährige Beziehungen, gemeinsame Kinder, gemeinsam Haus gebaut.

    Ehemänner auf Montage oder politisch engagiert, und schon gibts Freiräume.

    Ich frage mich immer, ob in 20 Jahren dem anderen wirklich nichts auffällt?

    Die Paare lieben sich, wollen ohne einander nicht sein. Mir sind zwar ihre Probleme bekannt, die gleichen sie aber scheinbar durch die Affären aus.

    Ich kenne auch immer nur einen der Partner besser, da ich mit ihnen eben befreundet bin.
    Somit ist mir nicht klar, ob die anderen nicht auch Affären haben?

    Das sind durchaus lebensfrohe Menschen, die mit ihren Partnern gemeinsame Hobbies und Verbindungen haben, die sich auch durchaus liebevoll zugewandt sind.

    Und dennoch gibt es scheinbar diesen Ausbruch aus dem Alltag ..., dieses Prickeln des Verbotenen, dieses Ausleben von Persönlichkeitsanteilen, die mit dem eigenen Partner nicht gelebt werden können.

  5. Avatar von Brombeerkatze1
    Registriert seit
    28.07.2005
    Beiträge
    4.580

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Genau auf den Punkt gebracht, Wolfgang.


  6. Registriert seit
    02.04.2017
    Beiträge
    3.215

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Allein da scheiden sich die Geister.

    Mir sind mehrere Menschen bekannt, welche seit Jahren ihre Affären leben, ohne je Gefahr zu laufen, ertappt zu werden.

    Letztlich stabilisieren diese Affären die Hauptbeziehung, denn diese hätte sonst längst keinen Bestand mehr und der andere Partner verliert nichts, weil er dies seit Jahren nicht bemerkt und trotzdem alles hat, was er braucht.

    Win-win-win für alle drei Seiten.
    Die Gefahr, dass es rauskommt, ist immer gegeben. Zugegeben, manche Menschen sind eben hervorragende Lügner und Schauspieler.

    Zu glauben, eine Affäre würde die Hauptbeziehung stabilisieren und dem Hauptpartner würde nichts weggenommen, ist Selbstbetrug.

    Wer eine Affäre lebt, steckt in diese Energie, Zeit und Geld rein.

    Der Betrogene gewinnt hier niemals. Nur weil er nichts weiß, heißt das noch lange nicht, dass ihm nichts fehlt.
    Geändert von Wolfgang11 (24.04.2019 um 23:04 Uhr) Grund: Korrektur

  7. Avatar von aurora18
    Registriert seit
    19.05.2018
    Beiträge
    312

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Die Gefahr, dass es rauskommt, ist immer gegeben. Zugegeben, manche Menschen sind eben hervorragende Lügner und Schauspieler.

    Zu glauben, eine Affäre würde die Hauptbeziehung stabilisieren und dem Hauptpartner würde nichts weggenommen, ist Selbstbetrug.

    Wer eine Affäre lebt, steckt in diese Energie, Zeit und Geld rein.

    Der Betrogene gewinnt hier niemals. Nur weil er nichts weiß, heißt das noch lange nicht, dass ihm nichts fehlt.
    Ich stimme 100% der Aussage zu !!! Betrüger sind außerdem, charakterschwache feige Lügner

    So ein Partner braucht KEIN Mensch an seiner Seite ...
    Carpe Diem


  8. Registriert seit
    07.12.2018
    Beiträge
    744

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Also ich sehe das wie Wolfgang 11 möchte aber noch etwas anfügen .
    Ich kenne eine Frau die ihren Mann vor vielen Jahren betrogen hat die heute meint dieses Affäre damals hat ihrer Beziehung neue Impulse gegeben und vielleicht wäre sie ohne Affäre nicht mehr mit ihrem Mann zusammen geblieben .

    Sie hat sich während der Affäre aus dem schlechten Gewissen heraus sehr um ihren Mann und ihre Ehe bemüht.
    Auch sexuell hat sich dadurch einiges bei ihr verändert sie war offener und aufgeschlossener für neues
    Hat wohl alles zwei Seiten


  9. Registriert seit
    15.11.2014
    Beiträge
    5.346

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Verständnis hatte ich nur in einem Fall, wobei das keine klassische Affäre war:

    Eine gute Bekannte von uns erkrankte vor Jahren schwer und unheilbar, ihr Zustand verschlechterte sich derart, dass sie zum Schluß etliche Jahre in einem Pflegeheim verbrachte, als Wachkomapatientin.
    Ihr Mann kümmerte sich bis zum Schluß um sie, soweit es ging, besuchte sie mehrfach in der Woche.
    Insgesamt zog sich die Erkrankung über 10 Jahre hin.
    Zwei Jahre vor ihrem Tod lernte er seine jetzige Lebensgefährtin kennen, mit der er nach einem Jahr zusammen zog.

    Da hatte ich Verständnis. Und ich bin mir sicher, dass seine Frau das auch gehabt hätte - sie hätte nicht gewollt, dass er um "des Prinzips Willen" bis zu ihrem Tod auf eine Beziehung verzichtet, obwohl er eine passende Partnerin gefunden hatte.
    Ich bin doch immer wieder erstaunt, wie schnell das Thema "Krankheit" aufgeführt wird, wenn es um Affären geht.

    Von mir mal hervorgehoben erwarte ich förmlich, dass dies bei Eheleuten auch der Fall ist. Dann sind eben die sog. schlechten Zeiten dran und ja, wer will die schon so wirklich? Eigentlich niemand. Aber es kann passieren und auch dieser Fall sollte bedacht werden, wer sich dann wie verhält.

    Aber wie ich immer wieder lesen muss, vergibt ein (Groß-?) Teil der Gesellschaft offenkundig bei Krankheit die Absolution dem Gesunden, weil der Kranke ja nun nicht mehr so "funktioniert", wie es die Gesellschaft gern sieht. Ob es dem Kranken recht ist, wird einfach mal eben vorausgesetzt. Er mutiert zudem noch als großherziger Gönner. Und - so nicht offen darüber gesprochen - bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig. Er kann sich ja nicht mehr dagegen wehren.

    Ich ziehe vor allen Gesunden, die ihre kranken Partner pflegen, für sie da sind und keine Neubeziehung daneben anstreben/führen, den Hut. Und ich glaube, diese Menschen haben den tiefen Aspekt der Partnerschaft auch verstanden, so es ihn denn gibt. Oder sie haben ihn zumindest für sich gefunden. Meinen Respekt!
    Man lebt nur einmal. Stellt man's richtig an, reicht das auch.


  10. Registriert seit
    28.11.2018
    Beiträge
    422

    AW: Können Sie Menschen verstehen, die sich auf eine Affäre einlassen?

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen

    Zu glauben, eine Affäre würde die Hauptbeziehung stabilisieren und dem Hauptpartner würde nichts weggenommen, ist Selbstbetrug.

    Der Betrogene gewinnt hier niemals. Nur weil er nichts weiß, heißt das noch lange nicht, dass ihm nichts fehlt.
    Mit dem Beginn der Affäre meines Mannes, bekam ich keine Stabilisierung unserer Beziehung zu Hause. Ich hatte Terror. Terror bestehend aus Unverständnis, Ablehnung, Respektlosigkeiten und Aggression.

    Mir wurde durch die Affäre meines Mannes sehr viel genommen.
    Mir wurde nicht nur meine Illusion von unserem(!) Lebenstraum, unsere(!) Unbeschwertheit, mein Vertrauen in mich selbst und Andere genommen und für mich einer der wichtigsten und bis dato vertrauten Menschen an meiner Seite, sondern auch das Gefühl jemals überhaupt noch einmal so lieben zu können und so geliebt zu werden, wie es zuvor der Fall war (noch, wer weiß). Ich denke unabhängig ob mit meinem Mann oder jemand Anderen. Die Erkenntnis, dass es überhaupt keine Bedeutung hat, verheiratet zu sein und Kinder zu haben, gemeinsames Eigentum und Verpflichtungen, tut schon sehr weh. Jeder ist sich selbst der Nächste. Egoismus pur. Ich besitze meinen Partner nicht deswegen, schon klar, aber sich dann nicht drauf verlassen zu können, dass der Partner, nach so vielen Ereignissen, Höhen und Tiefen, zumindest ehrlich ist, finde ich persönlich traurig.

    Auch mir fehlte es damals auch an Nähe, Aufmerksamkeit und Zuwendung.
    Doch was mir am meisten fehlte, war ein sich kümmernder Familienvater und Partner, der mir ermöglicht hätte ihm und auch mir genau das zu geben.

    Eine Beziehung soll also besser werden nach einer Affäre?
    Nein. Ich persönlich empfinde mich jetzt eher als unsichere Partnerin, weniger hingebungsvoll, deutlich zurückhaltender und misstrauischer. Ich muss sagen, dass auch das Bild von meinem Mann, welches ich von ihm hatte, sich zum Negativen geändert hat. Wir sind jetzt zwar mehr Familie, mein Mann unterstützt mich mehr und hat eine engere Beziehung zu seinen Kindern, aber nach meinem Empfinden hat unsere Paarbeziehung so sehr gelitten, so dass ich nicht weiß, ob wir es schaffen.

    Ich habe nicht damit gerechnet mit Anfang 30 alleinerziehend mit Kleinkind und Säugling da zustehen und meinen Mann zu bitten zu der Liebe seines Lebens zu gehen, als die Sache aufflog. Es war unser Traum und was davon blieb war unser Traum, nur ohne mich, denn es gab da jemand Anderes an der Seite meines Mannes, der mich ersetzen sollte. Jemand Besseren, laut ihm damals.

    Das hinterlässt böse Narben und schmerzhafte Erinnerungen. Heutzutage ist vieles therapierbar, aber nicht alles.

    Er hatte damals nicht den Mut gehabt es mir zu sagen. Ich habe bis jetzt nicht die Kraft und Stärke aufgebracht ihm zu verzeihen.

    Ich verstehe wirklich nicht, was man sich von einer Affäre als vergebener Part erhofft. Den Frust aus dem Alltag zu entfliehen oder/ und den Frust in der bestehenden Beziehung während der Affäre loszuwerden?
    In meinen Augen derselbe Selbstbetrug, wie es Alkoholiker praktizieren. Frust bleibt Frust, auch wenn man ihn vielleicht einige Zeit nicht vor Augen hat.
    Wie kann man so viel Skrupellosigkeit aufbringen, dem Ehepartner und Kindern einen Abschiedskuss zu geben und dann zu jemand anderen fahren?
    Genauso wenig verstehe ich die Menschen, die sich als Single oder vlt. selbst vergeben auf eine Äffäre mit Eheleuten, Vätern oder Müttern einlassen.
    Worauf möchte man denn eine Beziehung aufbauen? Als Basis Lügen, Betrug und Manipulation?
    Warum wird nicht gewartet bis klare Verhältnisse herrschen?
    Die Argumentation mit der Blase, der Projektion usw. finde ich wirklich seltsam. Wo bitte ist die Blase, wenn beide Seiten wissen, dass einer oder beide vergeben sind und vlt. sogar Kinder im Spiel sind?!
    Ich verstehe die Geliebten nicht, die Empathie und Verständnis für ihre "ungünstige" Situation erwarten... Da er ja alleine derjenige ist der Verantwortung trägt und sich unmoralisch verhält und alles nur da die Ehepartner nicht in der Lage ist, sich um ihren Mann/ ihre Frau zu kümmern. Er hat definitiv die Verantwortung ggü Frau und Kindern und ich bin erschrocken wie egal ihm das doch war. Wo bleibt denn die Solidarität, eure Empathie, euer Mitgefühl als Geliebte? Die Ehepartner vernachlässigen ihre Partner nicht mit Absicht, manchmal gibt es Lebenssituationen, die lassen es nicht anders zu oder man weiß nicht was ihnen fehlt.

    Als Antwort habe ich ein, naja, man verdrängt halt alles, über sowas macht man sich keine Gedanken, erhalten. Ich empfinde diese Antwort als ernüchternd, respektlos und egoistisch, aber vielleicht auch nur weil ich die Dynamik einer Affäre nicht kenne und es auch ehrlich gesagt auch nicht bedauere.

    Jedem Mann und jeder Frau, die betrügen oder sich zum Teil eines Betruges machen, würde ich wünschen, sich einmal selbst zu begegnen. Einfach um auch mal diese Gefühle zu erleben, vlt. würde es ihnen eine andere Sichtweise ermöglichen.

    Ich habe gelitten, sehr gelitten und tue es auch heute noch. Aber nicht nur ich, sondern auch unsere Kinder, die Familie und Freundschaften.

    Ist es das wert? Ist es das wirklich wert?
    Mein Mann sagt dazu heute nein, definitiv nicht.

    Schön, dass die Affärenpartner eine glückliche Zeit hatten oder haben, wirklich! Dann hat es sich zumindest für sie beide gelohnt oder tut es vlt. noch.
    Die Vorstellung, dass mein Mann sich köstlich amüsiert hat, während ich tottraurig war und die Kids versorgte, lässt mich immernoch wütend werden.
    Es ist Glück, auf Leid Anderer... leider oft unwissend.

    Ich habe hart gearbeitet, viel investiert, auch viel aufgegeben für unsere Beziehung und bin traurig trotzdem solch eine Erfahrung gemacht zu haben.

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •