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  1. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Wie in anderen Bereichen auch, sollte schon einer selbst dafür Verantwortung tragen, seine Lust auf Sex zu steuern. Und in's Bordell ist er freiwillig. Was anderes hat er nicht behauptet.



    Manchmal findet man auch keine Begründung, warum die Lust verloren gegangen ist. Natürlich lässt das nicht nur den Partner ratlos zurück. Aber selbst der gute Wille ändert nix. Und dann?



    Keine Lust zu haben oder Sex abzulehnen ist schon ein heikles Thema für so manchen. Und dem Vorwurf, dem anderen nicht zu genügen, kann nicht jeder Paroli oder Lösungen anbieten.
    Grundsätzlich stellt sich ja schon die Frage, warum er für die Beendigung ihrer Lustlosigkeit zuständig sein soll. Das könnte ja nur hinhauen, wenn ihre Lustlosigkeit in seinem Verhalten oder seiner Person begründet wäre.

    Wenn sie keine Lust hat, ist es doch zuallererst einmal ihr Part, zu benennen, warum das so ist. Will sie das schon gar nicht, ist die Beziehung praktisch mangels Interesse gelaufen.


  2. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Lust oder auch Lustlosigkeit ist für mich ein Gefühl und ein Gefühl kann ich nicht willentlich beeinflussen. Wie ich mich dazu verhalte, das kann ich willentlich beeinflussen und da liegt dann auch die Verantwortung.

    Beziehungen/Ehen haben heute nicht mehr so stark den Sinn in der Versorgung (Ausnahmen bestät....) sondern haben eher den Anspruch auf emotionaler Liebe. Ich will gesehen werden, ich will gehört und verstanden werden, auf beiden Seiten. Was am Anfang noch einfacher ist, beide sind neugierig, einander zugwandt. Irgendwann schleicht der Alltag rein, man glaubt den anderen zu kennen.

    Ich sehe auch nicht einen allein in der Verantwortung, einer allein kann keine Paarbeziehung führen. Es ist ein Zusammenspiel, ein agieren und reagieren in Situationen. Ja reden würde helfen, den Mund aufmachen und zuhören. Das ist allerding das schwierigste gerade in Konfliktsituationen, da sind Verletzungen auf beiden Seiten. Die wiederum Mund und Ohren verschließen.

    Ich würde Lustlosigkeit in einer Beziehung nicht losgelöst von der Gesamtbeziehung sehen. Vielleicht gab es schon Gespräche von ihrer Seite was sie stört, nur seine Ohren waren da verschloßen. Denn da ist die Sache mit dem Verstehen, was sie empfindet, empfindet er nicht genauso. Denn was sie stört und mal so angesprochen hat, hat er vielleicht nicht so gesehen und dann vielleicht abgetan (in ihren Augen, für ihr Gefühl).

    Es hat sie verletzt, sie fühlte sich nicht verstanden und macht dann dicht? Und umso mehr er sich ihr körperlich nähert, umso mehr zieht sie sich zurück. Und auch bei ihm sind Verletzungen.

    Einer sprach hier von Machtspielchen, ja ist nicht ganz auszuschließen das es so ist. Nur ich sehe diese auf beiden Seiten. Aus Hilflosigkeit vielleicht und unbewußt. Sie schweigt, versteckt sich hinter "weiß ich nicht" und er "droht" an, in's Bordell zu gehen.

    Oder es ist alles ganz anders und die Beziehung ist am Ende.


  3. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    @Hummelbein

    Ich kann das, was du schreibst, nur bestätigen. Nur ist mir das ein wenig zu einseitig. Genauso könnte es sein, dass er seine Wünsche und Bedürfnisse geäußert hat und sie sich dem verschließt.

    Natürlich ist Lustlosigkeit ein Gefühl, das man nicht einfach abstellen kann. Aber es ist ihr Gefühl und sie ist die Einzige, die diesem Gefühl auf den Grund gehen kann. Solange sie das nicht macht, fischt er im Trüben. Deswegen muss es sein Bestreben im Gespräch sein, ihr genau das zu vermitteln.

    Um gesehen zu werden, muss man sich zeigen und darf sich nicht verstecken.


  4. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich stellt sich ja schon die Frage, warum er für die Beendigung ihrer Lustlosigkeit zuständig sein soll. Das könnte ja nur hinhauen, wenn ihre Lustlosigkeit in seinem Verhalten oder seiner Person begründet wäre.

    Wenn sie keine Lust hat, ist es doch zuallererst einmal ihr Part, zu benennen, warum das so ist. Will sie das schon gar nicht, ist die Beziehung praktisch mangels Interesse gelaufen.
    Das denke ich aber auch.

    In erster Linie ist man selbst verpflichtet seiner Lustlosigkeit auf den Grund zu gehen und nicht zu erwarten, dass der Partner sich seine Sexualität irgendwie ausschwitzt und sich auch einfach mit dieser für ihn unbefriedigenden Situation anfreundet.

    Furchtbar.


  5. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Das denke ich aber auch.

    In erster Linie ist man selbst verpflichtet seiner Lustlosigkeit auf den Grund zu gehen und nicht zu erwarten, dass der Partner sich seine Sexualität irgendwie ausschwitzt und sich auch einfach mit dieser für ihn unbefriedigenden Situation anfreundet.

    Furchtbar.
    Der TE ist nach eigenen Angaben Ende 30. Seine Partnerin dürfte also in ähnlichem Alter sein. Da kommt mir ihre Lustlosigkeit einfach zu wortlos daher. Der TE schreibt leider nicht, was sie dazu zu sagen hat.

    Vielleicht wäre es ja wirklich an der Zeit der TE diese Frage zu stellen, sofern noch nicht geschehen.

    Ich tue mich mit der Vorstellung schwer, dass sie da überhaupt nichts vermisst und Sex wirklich als überflüssige Pflichtübung ansieht.


  6. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von 0711Breakingdad Beitrag anzeigen

    Auch nochmal zum verfeinern, meiner Frau gehts es gut, mir geht es gut.
    Alles wunderbar, nunja fast alles eben.
    Deiner Frau geht es gut?
    Weshalb sollte sie dann keine Lust mehr empfinden?

    Sie ist dein bester Freund. Bedeutet? Du kannst ihr alles erzählen und sie hört zu?
    Entsteht dann eine gute Kommunikation?

    Bist du auch ihr bester Freund? Hörst du ihr zu? Entsteht dann eine gute Konmunikation?
    Oder spricht sie nicht über ihr Innenleben?

    Euer (oder dein? Wie sieht sie das?) Problem begann vor Jahren, nach der Geburt des zweiten Kindes, wenn ich dich richtig verstanden habe?

    Also würde ich eben mal versuchen herauszufinden, was da passiert ist in dieser Zeit. Fühlte sie sich überfordert, alleingelassen? Unverstanden?
    Fühlte sie sich, als solle sie einfach funktionieren?
    Entstand daraus eine Distanz zu dir?
    Und ihr Begehren starb?

    Gibt es ein hormonelles Problem?

    Hat sie sich im Alltag verändert?
    Hat sie eine Depression entwickelt, weiß es selbst vielleicht gar nicht?

    Ich sehe schon auch die Möglichkeit, auf die Hummelbein recht plakativ hinwies.

    Eine Variante dazu:

    Frau platt vom neuen Alltag mit 2 Kindern usw.,
    weißt ihn öfter ab.
    Er, rolliger Kater, hat nicht wirklich Verständnis, sondern will zum Zug kommen.
    Ihre zurückhaltende Kommunikation hört er nicht, echte Gespräche und Lösungssuche Fehlanzeige. An dem Punkt haben beide etwas verpasst. Sie verstand vielleicht selbst nicht, wieso sie keine Lust hatte, es war nur eben so. Sie fühlte sich nur schlecht durch ihr "Versagen".

    Sie wollte ihm entgegenkommen (Motto: vielleicht kommt der Appetit beim Essen). Er: Yeah!!! Ran an die Mutti, endlich Sex! Dann bringen wir sie mal richtig in Stimmung (3 Hände, 3 Zungen, abarbeiten ihrer erogenen Zonen).
    Und sie...fühlte eigentlich nichts.
    Brach sie ab? Zog sie es durch? Egal.
    Wieder haben beide etwas verpasst.

    Sie nahm es bewusst evtl gar nicht wahr, unter welchem (Leistungs)Druck sie die ganze Zeit stand.

    Und das Drama nahm seinen Lauf.

    Er tigert um sie herum.
    Sie steht unter dem Druck zu liefern.

    Aber beiden geht es gut. Na dann...

    Echt jetzt? Sie müsste nur beim Sex liefern, dann wäre alles paletti. Hm, wenn du meinst.

    Noch was:
    Ich glaube nicht an zuviel Harmonie.
    Eher an zuviel Langeweile im Alltag.
    An sich nicht wirklich sehen.
    An nebeneinanderher.

    Was fehlt deiner Frau?

    Ich glaube, eure Kommunikation ist stark ausbaufähig.


  7. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich stellt sich ja schon die Frage, warum er für die Beendigung ihrer Lustlosigkeit zuständig sein soll. Das könnte ja nur hinhauen, wenn ihre Lustlosigkeit in seinem Verhalten oder seiner Person begründet wäre.

    Wenn sie keine Lust hat, ist es doch zuallererst einmal ihr Part, zu benennen, warum das so ist. Will sie das schon gar nicht, ist die Beziehung praktisch mangels Interesse gelaufen.

    Ein Boot, in dem beide sitzen.
    Mit der Hacke zwei Hälften daraus machen wird eher keine Risse kitten.

    Wieso sollte sie nicht sagen WOLLEN, warum sie keine Lust mehr auf ihn fühlt?
    Warum ihr das unterstellen?
    Vielleicht KANN sie es nicht sagen?

    Er hat doch auch keine Antworten.

    Beide haben Verantwortung, nicht einer alleine.

    Sie könnten zusammen versuchen herauszufinden, was da passiert ist.


  8. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Hummelbein Beitrag anzeigen
    Lust oder auch Lustlosigkeit ist für mich ein Gefühl und ein Gefühl kann ich nicht willentlich beeinflussen. Wie ich mich dazu verhalte, das kann ich willentlich beeinflussen und da liegt dann auch die Verantwortung.

    Beziehungen/Ehen haben heute nicht mehr so stark den Sinn in der Versorgung (Ausnahmen bestät....) sondern haben eher den Anspruch auf emotionaler Liebe. Ich will gesehen werden, ich will gehört und verstanden werden, auf beiden Seiten. Was am Anfang noch einfacher ist, beide sind neugierig, einander zugwandt. Irgendwann schleicht der Alltag rein, man glaubt den anderen zu kennen.

    Ich sehe auch nicht einen allein in der Verantwortung, einer allein kann keine Paarbeziehung führen. Es ist ein Zusammenspiel, ein agieren und reagieren in Situationen. Ja reden würde helfen, den Mund aufmachen und zuhören. Das ist allerding das schwierigste gerade in Konfliktsituationen, da sind Verletzungen auf beiden Seiten. Die wiederum Mund und Ohren verschließen.

    Ich würde Lustlosigkeit in einer Beziehung nicht losgelöst von der Gesamtbeziehung sehen. Vielleicht gab es schon Gespräche von ihrer Seite was sie stört, nur seine Ohren waren da verschloßen. Denn da ist die Sache mit dem Verstehen, was sie empfindet, empfindet er nicht genauso. Denn was sie stört und mal so angesprochen hat, hat er vielleicht nicht so gesehen und dann vielleicht abgetan (in ihren Augen, für ihr Gefühl).

    Es hat sie verletzt, sie fühlte sich nicht verstanden und macht dann dicht? Und umso mehr er sich ihr körperlich nähert, umso mehr zieht sie sich zurück. Und auch bei ihm sind Verletzungen.

    Einer sprach hier von Machtspielchen, ja ist nicht ganz auszuschließen das es so ist. Nur ich sehe diese auf beiden Seiten. Aus Hilflosigkeit vielleicht und unbewußt. Sie schweigt, versteckt sich hinter "weiß ich nicht" und er "droht" an, in's Bordell zu gehen.

    Oder es ist alles ganz anders und die Beziehung ist am Ende.




    Genau so.


  9. Registriert seit
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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    @Hummelbein

    Ich kann das, was du schreibst, nur bestätigen. Nur ist mir das ein wenig zu einseitig. Genauso könnte es sein, dass er seine Wünsche und Bedürfnisse geäußert hat und sie sich dem verschließt.

    Natürlich ist Lustlosigkeit ein Gefühl, das man nicht einfach abstellen kann. Aber es ist ihr Gefühl und sie ist die Einzige, die diesem Gefühl auf den Grund gehen kann. Solange sie das nicht macht, fischt er im Trüben. Deswegen muss es sein Bestreben im Gespräch sein, ihr genau das zu vermitteln.

    Um gesehen zu werden, muss man sich zeigen und darf sich nicht verstecken.
    Um sich zeigen zu können, muss da jemand sein, der sehen will.

    Auch eine Möglichkeit.


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    AW: Verändertes Sexleben nach x Jahren Ehe und 2 Kindern

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Um sich zeigen zu können, muss da jemand sein, der sehen will.

    Auch eine Möglichkeit.
    Das Argument geht ganz gewaltig nach hinten los, denn das ist es, was ich meine, wenn ich sage, dass sie evtl nicht will.

    Wenn du anfängst, nichts mehr zu sagen, mit der Begründung, der Andere hört ja eh nicht zu, dann ist der Drops gelutscht.

    Egal wie, egal wo. Wer gehört werden will, muss reden. Die Verantwortung für das eigene Schweigen, dem Anderen aufdrücken zu wollen, kann nur schiefgehen.

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