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  1. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Hey, ich wollte mich seit längerem noch bei dir bedanken, Glasmurmel, für deinen letzten Beitrag!

    Einfacher geworden ist die Sache inzwischen nicht für mich. Wobei ich nicht mehr für sie da sein muss, denn sie ist momentan völlig zufrieden/ausgefüllt mit der Wolke 7 ;)

    Sie ist letztlich nach drei Tagen Übernachtens bei Freunden/Familie direkt bei ihrem Neuen eingezogen und inzwischen passiert genau das, wovor ich (für sie) Angst hatte: Sie macht nicht "ihr Ding", sondern wieder "seins", nur dass es eben ein anderer Mann ist, der neue/aufregende Dinge tut.

    ABER ihr habt natürlich Recht - Es ist ihr Leben, ihre Entscheidungen, ihre "Fehler"... Mir ist auch völlig klar, dass sie das mit sich selbst ausmachen muss. Für mich sehe ich es als eine Gelegenheit an, zu üben. Ich rede mit meinem Coach drüber, gestehe mir aber auch Zeit ein. Zeit - und Verständnis - für mein (leider) überaus menschliches, besorgtes und etwas entsetztes Ego, sich in Ruhe an die Situation zu gewöhnen, um dann hoffentlich auch mal gehen lassen zu können.

  2. Avatar von Vienna__
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Zitat Zitat von meteor Beitrag anzeigen
    ABER ihr habt natürlich Recht - Es ist ihr Leben, ihre Entscheidungen, ihre "Fehler"...
    "Ihre Fehler"? Woher nimmst Du Dir das Recht heraus, zu urteilen, dass Deine Schwester einen Fehler macht? Selbst wenn es sich als "Fehler" herausstellen sollte, sprich sie irgendwann selbst sagt, "ich habe einen Fehler gemacht", ist es ihr "Fehler". Es geht Dich nichts an.


  3. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Zitat Zitat von meteor Beitrag anzeigen

    Wenn ich zu viel sage, bricht sie den Kontakt ab.

    Danke für einige Ideen von aussen.
    Dann sage einfach nur etwas vorsichtig, wenn Du von ihr gefragt wirst und sonst hast Du ja auch noch Dein eigenes Leben. Sie ist selbst verantwortlich für das ihre. Soll sie einfach ihre eigenen Erfahrungen machen und sie kann selbst um Rat bitte und nachfragen, wenn sie dazu etwas hören will.

    Kontaktabbrecher würde ich mit besonderer Vorsicht behandeln aber mir auch nicht die Verantwortung dafür ganz aufhalsen.


  4. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Danke, @fromanotherplanet!

    Wir sind jetzt sozusagen "vorläufig im Guten auseinander". Einerseits, damit ich alles etwas verarbeiten kann (s. letzter Post), andererseits hoffe ich ganz egoistisch darauf, dass die Hormone mit der Zeit etwas abklingen.

    Sie sucht den Kontakt momentan gar nicht, aber sie verweigert ihn in dem Sinne auch nicht. Immerhin :)

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Zitat Zitat von meteor Beitrag anzeigen
    Für mich sehe ich es als eine Gelegenheit an, zu üben.

    … gestehe mir aber auch Zeit ein. Zeit - und Verständnis - für mein (leider) überaus menschliches, besorgtes und etwas entsetztes Ego, sich in Ruhe an die Situation zu gewöhnen, um dann hoffentlich auch mal gehen lassen zu können.
    Auf mich klingst Du weniger besorgt als vereinnahmend.

    Die Entscheidung Deiner Schwester passt nicht in Dein Weltbild,
    das ist alles.

    Daher auch die Aussage, dass Du "es" verarbeiten musst.

    Und Du setzt die - bislang gute, nehme ich an - Beziehung zu
    Deiner Schwester aufs Spiel, weil DU mit ihrem momentanen
    Lebensentwurf nicht zurecht kommst.


  6. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Natürlich gefährde ich bis zu einem gewissen Grad die Beziehung. Wie gut sie war, da bin ich mir nicht ganz sicher. Trotzdem, ich schäme mich auch dafür, dass ich das Ganze nicht besser annehmen kann. Innerlich schreit es quasi "ungesund!!" in mir - und ich weiss momentan NICHT, wie ich das abstellen kann. So zu tun, als wäre alles wunderbar, ist keine Option. Und den Akzeptanz-Knopf suche ich momentan noch. :(

    Es tut mir besonders leid, weil ich es kenne, wie es ist, wenn die Familie die eigenen Entscheidungen nicht unterstützt. (Lange, ganz eigene Geschichte.)

    Vielleicht liegt es auch daran, dass ich schon in der alten Beziehung öfter angesprochen hatte, warum sie gewisse Dinge verdrängt / "nicht tut, weil der Mann nicht will", etc. Es ging um banale Dinge, wie z.B., dass sie immer wieder Besuche verschoben/abgesagt hatte uä. - Und sie blockte meine Ansätze, darüber zu reden, immer rigoros ab. Das war interessanterweise in den paar Tagen "zwischen den Männern" ganz anders. Wir hatten so offen geredet, wie Jahre vorher nicht.

    ... Und jetzt sind wir halt wieder im "alten Zustand", dass sie sich mMn die unbequemen Fragen nicht stellen mag. Und ja, das tut mir weh, weil ich die Auswirkungen kommen sehe. Nicht, weil ich hellseherische Fähigkeiten habe, sondern weil die ganze Geschichte sich wiederholt.

    Inwiefern ich (was?) vereinnahme, verstehe ich nicht, schafwolle?


  7. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Liebe TE,

    die Beziehungs-/Verhaltensmuster Deiner Schwester können durchaus so sein, wie Du sie beschreibst und das mag ja auch nicht wirklich gesund für Deine Schwester sein.

    Meiner Meinung nach bringt es aber nichts, Dich an den ungesunden Mustern Deiner Schwester abzuarbeiten, sondern ich denke, es wäre wichtig für Dich, mal zu schauen, wie Du reagierst bzw. welche Gefühle warum bei Dir entstehen.

    Was genau erwartest Du von Deiner Schwester?
    Wieso hast Du Angst davor, dass Deine Schwester den Kontakt abbricht, wenn Du etwas "Falsches" ansprichst?

    Benötigt Deine Schwester wirklich Deine "fürsorgliche Kritik", damit sie nicht ins Unglück rennt, oder benötigst Du Deine Schwester? Und wenn ja, warum?

    Mir kommt es so vor, dass Du verärgert bist, bzw. Dich verlassen fühlst, weil Deine Schwester für Dich gerade nicht mehr "erreichbar" ist, oder doch in geringerem Ausmass als zu Zeiten "ohne" Partner.
    Du würdest Dir vielleicht wünschen, dass Du für Deine Schwester auch eine "Bedeutung" hast, dass sie mal an Deinem Leben Anteil nimmt, und merkst aber, es geht immer nur um sie, sie, sie und um den jeweiligen Partner und die entstehenden Probleme.

    Ich kenne sehr gut das Phänomen, mit der Schwester nur in wenigen ausgewählten Momenten in der Tiefe reden zu können. In sämtlichen anderen Momenten des Lebens war ich ein nicht existenter Grottenolm, mit dem zu reden komplett unter ihrer Würde war.
    Ich habe mich dann nach viel zu langer Zeit, in der in mich um ihre Aufmerksamkeit, ihren Respekt und Wahrgenommen-werden erfolglos bemüht habe, entschlossen, dass man mich so einfach nicht behandelt, und den Kontakt abgebrochen (lange Geschichte)

    Welche Ansprüche hast Du an Sozialkontakte, wie willst Du selbst behandelt werden, welchen Respekt hast Du vor einer Verabredung, welches Commitment erwartest Du von einer Freundin/Kollegin, wenn ihr verabredet seid?
    Wie reagierst Du allgemein, wenn Verabredungen wiederholt abgesagt/verschoben werden? Grenzt Du Dich ab? Wenn ja, wieso nicht bei Deiner Schwester?
    Nimmst Du gerne die Retter-Position ein?

    Vor den kindischen Spielchen Deiner Schwester, die angeblich (!!!) nur dann sich mit Dir treffen kann, wenn der jeweilige Partner es "erlaubt", würde ich mich abgrenzen. Hast Du schonmal darüber nachgedacht, dass diese angebliche Unterwürfigkeit dem Partner gegenüber vorgeschoben sein könnte, und damit Manipulation?
    Ergo, dass sie selbst eigentlich entscheidet, wann sie sich mit Dir trifft und wann sie absagt?
    Dass sie Dich somit herrlich am Gängelband hat und weiss, wie sie verhindern kann, dass über bestimmte heisse Eisen nicht gesprochen wird...ich denke, es kann gut sein, dass Du auf Allerfeinste manipuliert wirst und im strahlenden Retter-gewand in Wirklichkeit...ein Opfer bist, ohne es zu merken.
    Gewonnen hat bei dem Spiel sowieso keiner, es ist ist die klasssische loose-loose-Situation.
    (Erkenntnisse aus dem Drama-Dreieck der Transaktionsanalyse, das kann man bei Interesse googeln)

    Ich denke: bleib Dir treu und grenze Dich ab. Wirf einen Blick hinter die Kulissen und lass Dich nicht manipulieren. Such Dir andere Freunde und distanziere Dich innerlich wenigstens etwas von Deiner Schwester.

    Alles Beste für Dich!


  8. Registriert seit
    06.12.2017
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Liebe Meteor,

    mMn kommst du ehrlich besorgt/fürsorglich und nicht übergriffig rüber. Ich finde es toll, dass du dir Gedanken machst, wie du deiner Schwester beistehen kannst. Die letzten Wochen/Monate dürfte sich euer Verhältnis ja wieder entspannt haben.

    Kurz zu meinem Hintergrund: Ich hab auch wie deine Schwester relativ plötzlich nach 10 Jahren meinen Ex so halb-lauwarm für einen Anderen verlassen. Mir ist mein eigener Anteil am Scheitern der letzten Beziehung bewusst. Man nimmt sich ja blöderweise selbst mit in die nächste Beziehung. Ist dieser Sachverhalt deiner Schwester bewusst oder blockt sie das ab?

    Da mein Hintergrund ähnlich ist wie der deiner Schwester: Ich hätte auch empfindlich reagiert, wenn Freunde/Familie ihren Unmut (wg. dem "verlorenen Ex") an meinem Neuen ausgelassen hätten. Der kann nämlich wenig dafür, wie die vorige Beziehung gelaufen und auseinander gegangen ist. Glücklicherweise wurde er mit offenen Armen empfangen

    Was ich mir an Stelle deiner Schwester wünschen würde: Akzeptanz für den eigenen Lebensweg. Akzeptanz für die neue Beziehung und den neuen Partner. Akzeptanz meiner Entscheidungen - mit den Konsequenzen muss ich eh selber klar kommen. Und neben der Akzeptanz auch eine gesunde Reflexion - was waren die eigenen Anteile? Was nimmt man aus der letzten Beziehung mit? Wie beeinflusst das die neue Beziehung? Welche "Lehren" hat man aus dem ganzen gezogen?

    Bist du ev. beleidigt, dass dich deine Schwester nicht früher ins Vertrauen gezogen hat?

    Auf der anderen Seite habe ich auch eine ganz liebe Freundin, die bei ihrer Partnerwahl nicht die klügsten Entscheidungen trifft, vorsichtig gesagt. Da redet man sich den Mund fusselig, jegliche konstruktive Kritik wird abgeblockt. Auch damit muss man leben, dass geliebte Menschen ihre eigenen (ev. falschen) Entscheidungen treffen.


  9. Registriert seit
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    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Liebe Meteor
    ich empfinde Dich nicht als übergriffig gegenüber Deiner Schwester nur besorgt dass Deine Schwester sich mit diesem Mann nicht so entfalten kann wie Du Dir das für sie wünscht .
    Dass Du Dir als Schwester Sorgen darüber machst dass sie in eventuelle Verhaltensmuster fallen könnte verstehe ich und ich finde Du hast durchaus das Recht dazu auch wenn eine Userin es ziemlich kritisch verneinte .
    Du darfst Dir zwar Sorgen um sie machen aber nicht eingreifen in ihr Leben das kommt nicht gut an glaube mir .

    Ich finde auch dass Du Deine Schwester sicher gut einschätzen kannst schliesslich kennst Du sie im Gegensatz zu uns ja gut daher denke ich es kann schon sein dass Du sicher bist " Muster " bei Deiner Schwester zu erkennen

    Doch was Du nicht machen solltest ist sie vor ihren Erfahrungen schützen zu wollen - dies ist aus Deiner Sicht zwar verständlich würde Deiner Schwester aber mit Recht " sauer aufstossen " da sie es als Bevormundung empfinden könnte .
    Sie muss ihre eigenen Erfahrungen machen denn die sind wichtig um zu wachsen und zu lernen .
    Aber dies hast Du für Dich selbst ja schon erkannt .

    Ich habe eine Stiefschwester welche durch ihre schlimmen Erlebnisse in der Kindheit schon viele Jahre an starken Depressionen leidet - ein Sohn hat sich deshalb von ihr distanziert weil er damit nicht so gut klar kommt mit dem Anderen hat sie ein einigermaßen gutes Verhältnis .

    Ich habe ähnlich schlimmes erlebt wie sie hatte auch schon Depressionen und war so vermessen zu glauben ihr helfen zu können - ein grosser Fehler meinerseits .

    Sie tut mir so leid dass sie ein Leben führen muss was Ihr laut eigener Aussage nichts mehr gibt aber ich kann ihr da nicht raushelfen .
    Ich habe versucht ihr durch Ratschläge ( sich nochmals in Therapie zu begeben sich besser abzugrenzen und sich jeden Tag etwas vorzunehmen weil mir das geholfen hat ) zu helfen letztendlich hat sie es aber leider nur als Einmischung in ihr Leben empfunden und den Kontakt zu mir abgebrochen .

    Und sie hat recht - nur weil wir das Beste für einen geliebten Menschen im Sinn haben heisst es leider aber nicht dass wir mit unserer Hilfe auch helfen .
    Ich habe meine Schwester losgelassen und es hat mir sehr weh getan aber seit einigen Wochen geht es mir damit gut .
    Ich habe erkannt dass ich sie ihr Leben so leben lassen muss wie sie das will dies ist für mich meine Form der Liebe zu ihr und es geht mir gut damit .

    Traue Deiner Schwester zu dass sie ihr Leben gut gestaltet und sei da wenn sie Dich braucht aber lasse Dich nicht als Kummerkasten der nach Wunsch verfügbar ist missbrauchen

  10. Inaktiver User

    AW: Schwester mit "Affäre" - wie kann ich für sie da sein?

    Du bist doch nicht ihre Mutter....

    Deine Schwester weiß doch was sie tut. Das Affaire nicht gut gehen ist doch bekannt - auch deiner Schwester. Und wenn es den großen Knall gibt kannst du sie ja trösten.

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