Das wollte ich auch ausdrücken - nur nicht den letzten Satz. Was daran liegt, dass ich zum einen mit der Situation (die immer anders gelagert ist versteht sich) einen anderen Ausgang hatte, aber auch abgesehen davon : Meine Sicht ist so, dass ich ganz klar wusste, ich liebe diesen Mann. Es war mir völlig einerlei, ob mich diese Tatsache für andere, sicher vielleicht auch passendere potenzielle Partner, blockiert hat. So what. Ich war völlig blind für andere, das war mir total egal. TE, vielleicht kennst Du das Romeo und Julia-Syndrom, dh verkürzt, dass sich die Gefühle noch dadurch verstärken, dass es dieses Drama gibt, dass man nicht zusammenkommen kann. Das sollte man sich vor Augen halten, und versuchen genau in sich hineinzuhorchen: Wenn ich ihn für mich hätte, wenn all das Theater aufhörte - begehrte ich ihn dann noch so stark wie jetzt? Und daneben, wozu brauche ich momentan das Drama in meinem Leben? Bei mir war es so, dass dahinter mehr war, es also nicht darauf reduziert werden konnte.
Ich hatte mich nicht mit Ruhm bekleckert, ich hatte ja bereits die Affäre (was es für mich nie war) mit ihm. Trotzdem oder auch gerade, weil das völlig gegen meine Überzeugungen ging (einer „Schwester“ den Mann nehmen, bzw dazu beizutragen, dass einer anderen Frau Schmerzen zugefügt werden, die mir ja nichts getan hatte) - es war nun so. Und hier stimme ich Glasmurmel zu: Es bringt nichts, sich zu belügen. Ich plädiere sozusagen für schonungslose Bestandsaufnahme. Ich investiere sehr viel, es kostet sehr viel Energie, kann ich damit leben, wenn er sich schließlich nicht für mich entscheidet? Und genauso, wenn er sich trennt und sein Leben mit mir teilen will und wird, kann ich damit leben, dass eine Ehe oder Beziehung auch dadurch (nie nur deswegen) beendet wurde? Das ist so, und besonders wenn es Kinder aus der Ehe gibt (habe ich jetzt nicht nachgelesen), wirst Du immer damit konfrontiert sein. Kannst Du das? Das ist wichtig, sich das jetzt gut zu überlegen. Nicht erst später.
Könnte noch viel dazu schreiben, soviel erstmal.
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01.02.2019, 20:50
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
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01.02.2019, 21:22
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
Das möchte ich in Einzelheiten hier nicht schreiben weg Anonymität, per PN wenn Du das gern möchtest. Ich kann Dir sagen, dass ich seit ein paar Jahren mit ihm verheiratet bin. Aber unsere Situation war völlig anders als bei Euch, deshalb... puh... nimmt mich auch mit hier, ich fühle mit Dir und ich weiß, in welcher Lage Du bist.
Du musst für Dich wissen, ob es Dir elementar wichtig genug ist... und ich hatte das nicht, wie Du, diesen inneren Glauben, dass er sich nie trennen wird. Es hing an einem seidenen Faden, sehr lange. Aber hätte ich das Gefühl gehabt, da ist nicht genug von seiner Seite, hätte ich kein Interesse daran gehabt, es weiterzuführen. Ich wusste, es ist für ihn genauso schmerzhaft wie für seine damalige Frau und für mich. (Für jeden Beteiligten anders, nicht dass es nun heißt, ich würde die Lage der Frau verharmlosen.) Es war furchtbar.
Aber heute ist es eben nicht mehr so furchtbar. Was auch sehr, sehr an der Exfrau liegt. Wir waren uns einig darüber, dass wir beide in einer üblen Lage waren. Wir haben ernsthaft versucht, uns nicht gegenseitig zu zerfleischen. Wollten erreichen, dass das, was auch jemand hier schrieb, dass nämlich er in der besten Position war (was er nicht so sah), und wir nicht wussten wie es weitergeht - dass das aufhört. Dass nicht er der allein Entscheidende war.
Aber ich gebe zu, dass das wohl selten ist.
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01.02.2019, 21:56
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
Ich hoffe für dich (!), dass es dazu nicht kommen wird. Irgendwann wirst du froh sein, dass dieser Kelch/Typ an dir vorbeigegangen ist. Ich selbst wollte nicht damit leben, eine Ehe zerstört zu haben, und ich würde so einem Betrüger niemals vollständig vertrauen können. Könntest du das, wenn du ganz ehrlich bist?
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01.02.2019, 23:47
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02.02.2019, 00:15Inaktiver User
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
Das wäre fatal, eine Chance besteht doch nur, wenn er sich für sich trennt, weil ein Verbleiben in seiner Ehe unmöglich ist.
Es kann durchaus noch lange dauern, bis er diesen Schritt geht, aber erst wenn er ihn gegangen ist, wird er fähig sein, eine neue Beziehung einzugehen.
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02.02.2019, 13:03Inaktiver User
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02.02.2019, 14:09Inaktiver User
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
@ Tender is the night
Das ist ja schön dass es bei Dir geklappt hat und was mir noch an Deinem Beitrag gefallen hat ist diese Art und Weise wie Ihr drei mit der Situation umgegangen seid.
Da habe ich Respekt und Achtung Deinerseits herausgelesen für die Ehefrau was ich persönlich enorm wichtig finde denn dies ermöglicht es einem auch später noch in den Spiegel schauen zu können .
Ich habe nämlich von vielen Affären - Frauen gelesen dass sie nicht gerade respektvoll von den Ehefrauen ihrer Affären geschrieben haben .Wenn sie überhaupt mal erwähnt wurden
Die wenigsten haben versucht sich mal in diese betrogenen Frauen hineinzuversetzen .
Zumindest dies sollte mir aber mein Gewissen doch gebieten.
Aber na ja es ist wohl einfacher die Ehefrau als Biest und die Böse die selbst schuld ist dass ihr Mann fremd gegangen ist anzusehen dann steht man selbst auch besser da .
Zurück zur TE : ich glaube noch immer dass sie insgeheim hofft er würde sich trennen und zu ihr bekennen auch wenn sie dies nun anders darstellt .
Sie liebt ihn und wer liebt der hofft auch noch
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03.02.2019, 10:56
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
@ Glasmurmel Ich glaube, wir hatten beide einen gesunden Selbsterhaltungstrieb, sie und ich. Irgendwann haben wir uns dann kontaktiert - der Mann wurde da nicht gefragt, aber später mit einbezogen. Ich weiß man soll nicht crossposten, aber hier gibt es einen neuen Strang, aus Sicht eines Mannes, aufschlussreich.
Wir Frauen wollten uns diesem sehr lange dauernden sich-nicht-entscheiden-können des Mannes nicht mehr aussetzen. Es war uns beiden völlig unverständlich. So geschah dann, was Jaws schrieb - Mann hat dann beide Verbindungen gelöst. Später kamen wir wieder zusammen.
Ich respektiere die Exfrau sehr - egal ob ich hier Unverständnis ernte, Hauptsache, dass sie es weiß. Sie hat mir nie die Schuld gegeben, das hat Größe. Es wäre mir nie eingefallen, Defizite bei ihr zu suchen, iB auf deren Ehe. Dazu war und bin ich wirklich nicht berechtigt.
Ich "lasse" ihr ihren Raum als langjährige Schwiegertochter in seiner Familie, und wir haben einen indirekten Kontakt auf Distanz. So klappt es gut.
Zur TE, ist das nicht immer so, man hofft bis zum "Schluß"? Als der Mann ihr sagte, gib mir eine Woche, hätte ich sofort gefragt, für was? Möchtest Du eine Entscheidung treffen? Vielleicht meldet sie sich ja nochmal...
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09.02.2019, 16:28
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
Guten Nachmittag
Im Moment geht es mir nicht so gut. Ich wache eigentlich jede Nacht auf und bin dann 2 oder 3 Stunden wach und finde keine Ruhe.
Er hat mich diese Woche gefragt, ob ich in diesem Monat vielleicht bereit wäre für ein gemeinsames Mittagessen. Ich denke eigentlich schon. Ich grüble allerdings viel darüber, ob das richtig oder falsch ist. Es spricht nichts dagegen zu reden oder zwangslos gemeinsam zu essen. Ich kann nur immer nicht abschätzen was das mit mir macht.
Nun, das ist der Stand.
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09.02.2019, 17:05
AW: Affäre und das letzte Treffen und Ratlosigkeit
Hallo Hebel,
Erst einmal tut es mir leid, das du so leidest.
Das wird aber besser!!
Bleib standhaft. Den wie du siehst, hat er noch keine Anstalten gemacht sich zu trennen.
Ein gemeinsames Mittagessen wird deiner Gemütslage nicht gut tun, den ungezwungen wird es nicht sein, solange du Gefühle für ihn hegst.
Dem einzigem dem das gut tut, wird er sein.



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