Nein, es wird immer jede Information gefiltert, geht ja gar nicht anders, schon die Entstehung der (eigenen!) Wahrheit gründet sich auf die "Wahr"-nehmung, die variieren kann. Es wäre auch eine Form der Selbstaufgabe, völlig transparent, berechenbar und damit letztlich auch uninteresant zu sein.
In einer aus meiner Sicht funktionierenden Beziehung gibt es eine "Bandbreite", in der man sich als Partner bewegen kann, die Grenzen dieser "Toleranz" stellen sich in einer Beziehung, wenn es gut läuft, selbst ein.
Darüber hinaus gibt es- auch in einer Partnerschaft letztlich eine Hoheit über die eigenen Gedanken, eine eigene Intimsphäre- deren Grenzen zu ziehen es niemand anderem obliegt.
Nicht pauschal in allen Beziehungen, aber sicher in vielen- die Frage ist, woran liegt das?
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Thema: Mal was ganz Grundsätzliches
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12.12.2018, 13:50
AW: Mal was ganz Grundsätzliches
Geändert von ernesto_01 (12.12.2018 um 13:59 Uhr)
"Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
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12.12.2018, 14:07
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12.12.2018, 14:07Inaktiver User
AW: Mal was ganz Grundsätzliches
Naja. Weil es verletzend ist, wenn ein Partner auf einmal Zeit, Sex, Gefühle und sonstige Ressourcen auf eine dritte Person wirft. Gilt sogar für Männer, deren Frauen auf einmal hundert Prozent Aufmerksamkeit auf ein Baby lenken.
Und galt übrigens schon immer. Kennt einer von euch das Buch KingPing Meh? Geschrieben im 16. Jahrhundert. Da wird beschrieben, welche Dramen sich in einem chinesischen "Harem" abspielen, wenn der Ehemann die Favoritin wechselt. Obwohl das Konstrukt der Mehrehe an sich nie in Frage gestellt wird.
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12.12.2018, 14:12
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12.12.2018, 14:17Inaktiver User
AW: Mal was ganz Grundsätzliches
Eine Frage, auf die es sicher so viele Antworten gibt, wie es Menschen in diesen vielen Beziehungen gibt: romantische Verklärtheit, Besitzdenken, Verlustängste …
Aber ich möchte mich auch vehement gegen die Pauschalisierung wehren, weil es eben auch Beziehungen, gar Ehen gibt, die mindestens unter der theoretischen Prämisse existieren, dass man einander sagen kann, wenn man jemanden anderen attraktiv findet, begehrt oder gar „fremdverliebt“ ist. Wobei dieser Ausdruck zunehmend zuwider ist, denn ich empfinde meine persönliche Verliebtheit in den, der nicht mein Ehemann ist, nicht als fremd. Ganz im Gegenteil gehört diese Verliebtheit, inzwischen vielleicht gar Liebe, ganz immanent zu mir - und zumindest indirekt also auch zu meiner Ehe.
Und zum Thema Ehe fällt mir auch in diesem Thread wieder auf, wie gebetsmühlenartig auf das „bis dass der Tod euch scheidet“ und „Treueversprechen“ hingewiesen wird. Ich habe meine Ehe lediglich in gutem Amtsdeutsch „auf unbestimmte Zeit“ geschlossen und ein Treueversprechen musste ich dafür auch nicht abgeben. So weit ich weiß, ist das für die rechtliche Institution der Ehe auch nicht nötig bzw. nicht üblich.
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12.12.2018, 14:19Inaktiver User
AW: Mal was ganz Grundsätzliches
Nicht immer.
Es geht doch auch um Intensität, die man halt nicht erreicht wenn man nicht in die Tiefe geht - und das ist schon mit einem einzigen Partner eine Herausforderung, wie man das mit mehreren Partnern schaffen will, oder mit immer neuen auf kurze Strecke - keine Ahnung.
Wenn etwas nicht an der Oberfläche bleiben soll braucht es für mich zwingend eine gewisse Konzentration.
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12.12.2018, 14:20Inaktiver User
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12.12.2018, 14:38Inaktiver User
AW: Mal was ganz Grundsätzliches
In Gesetzen steht auch viel, wenn der Tag lang ist und am RL vollkommen vorbeigeht
. Für mich nur ein weiteres Zeichen mehr, die Menschheit in den Rahmen zu pressen, wo er gefälligst hin soll. Andere entscheiden, was gut für Dich ist und was Du brauchst
.
Würden die Leut's fair und anständig auseinandergehen, bräuchte es diese Gesetze nicht und so sind und mussten selbige geschaffen werden, damit wiederum andere (dann die von mir genannte "schwarze Fraktion") den Scherbenhaufen wieder zusammenfegen darf, den gescheiterte Paare hinterlassen und das alles möglichst auf Prozesskostenhilfe, dann ist der Steuerzahler auch gleich mit im Boot.
Und bevor der Gang zum Amt/zur Kirche angetreten wird, sollten Paare vielleicht zuvor einen Kurs in Sachen …. was steht mir zu, wenn …. belegen. Kluge Paare machen z.B. einen Ehevertrag. Aber das ist ja auch weit verbreitet verpönt. Versteh ich nicht.
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12.12.2018, 14:40Inaktiver User
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12.12.2018, 14:41Inaktiver User



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