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  1. Avatar von Tatra
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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Ich meine dazu, dass man ab einem gewissen Punkt dem Partner die Chance nimmt eigene Entscheidungen zu treffen. Weder bekommt er rechtzeitig einen Hinweis das etwas sehr im Argen liegt, zu einem Zeitpunkt wo man noch deutlich einfacher Änderungen in Angriff nehmen könnte, noch bekommt er eine echte Chance bei der Paartherapie. Wir reden hier ja nicht von ein paar Wochen.
    Wenn ich hier so lese und meine eigene Geschichte so anschaue würde sich viel Leid auf allen Seiten vermeiden lassen wenn man einfach frühzeitig sagt „ du,bei uns läuft es nicht mehr rund, lass uns wirklich was ändern.“ Das die Gegenseite nicht immer mitzieht ist ein anderes Problem aber auch da wäre dann eine klare Konsequenz letztendlich schonender.
    Das alle nur Menschen sind und das Leben nicht perfekt läuft steht auf einem anderen Blatt.


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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Zitat Zitat von Nilanjana Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, ich will mich hier nicht dafür stark machen, dass man seinen Partner im Dunkeln tappen lässt. Aber Drängen ist auch nicht richtig, wenn die betreffende Person noch nicht so weit ist.
    Eigentlich stimmig, wenn die Person auch den Partner mit im Blick hat und nicht nur sich selbst. Eine schwierige Gradwanderung zwischen Verantwortung und Opportunismus, die nicht selten zum letzteren neigt.


  3. Registriert seit
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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Zitat Zitat von Nilanjana Beitrag anzeigen
    Das mit der Ehrlichkeit ist so eine Sache.

    Was meint ihr dazu?
    Ich denke, es gibt ein Hoheitsrecht, über das, was ein Mensch jemanden anderem gegenüber preis gibt. Natürlich sehe auch ich, dass der Anstand es gebietet, über relevante Angelegenheiten einen Partner zu informieren. Doch ob man es will oder nicht, ob man es gut findet, oder nicht, ob es moralisch ok ist oder nicht- : Jeder Mensch wird immer einen Filter haben. Bin ich in einer Partnerschaft, muss ich Vertrauen haben, dass der Filter aus meiner Sicht richtig eingestellt ist. Ein Teil der Verantwortung jedoch kann doch nicht beiseite geschoben werden: Wenn jemand signalisiert, dass er/sie es z. B. nicht aushalten könnte, wäre furchtbar verletzt etc. -wenn..., tja- was wird das wohl im Ernstfall bewirken? Auch hier gehören eben immer zwei dazu, auch wenn es auf den ersten Blick nicht immer gleich so aussieht.

    Wir alle sind Menschen- es können doch die merkwürdigsten Dinge passieren, wir können die blödesten "Fehler" machen, das Leben kann die unerwartesten Wendungen nehmen, die Foren sind ja voll davon. Warum dann sollte ausgerechnet der eigene Partner da per Definition außen vor stehen? Etwas mehr Pragmatismus würde vielleicht doch die Kommunikation erleichtern können?
    "Seien wir realistisch- versuchen wir das Unmögliche"
    Wie weiß ich, dass ich nicht brauche, was ich will? Ich habe es nicht. (Byron Katie)
    Geändert von ernesto_01 (14.11.2018 um 10:33 Uhr)


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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Zitat Zitat von Tatra Beitrag anzeigen
    Ich meine dazu, dass man ab einem gewissen Punkt dem Partner die Chance nimmt eigene Entscheidungen zu treffen.

    Ich hege ja den Verdacht, dass die Meisten, die den Partner uninformiert lassen genau dies damit bezwecken wollen.

    Nicht dass der noch auf die Idee kommt, eigene Gedanken zu entwickeln, und ich plötzlich mit Konsequenzen rechnen muss, die ich gar nicht möchte.
    Es gibt keinen Weg zum Glück -

    glücklich sein ist der Weg.

  5. Avatar von InspectorColumbo
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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Adeeeeele!
    Kommt von Dir nochwas?

  6. Avatar von Nilanjana
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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Ja, es ist eine Gratwanderung, immer wieder. Und die Realität ist, dass es eher selten Trennungen gibt, die absolut sauber und ehrlich und offen ablaufen. Man will dem anderen nicht weh tun, obwohl gerade das unvermeidlich ist. Ich glaube nicht, dass der Hauptgrund dafür der ist, dass man dem Partner die Chance verweigert, eigene Entscheidungen zu treffen. Es gibt natürlich auch diese Fälle, es gibt ja nichts, was es nicht gibt.

    Dennoch: bei einem Großteil der Trennungen gibt es nunmal eine Übergangsphase, in der noch verschwiegen wird. Wo noch nicht ganz klar ist, wohin die Reise geht. Es scheint eine menschlich typische Verhaltensweise zu sein. Und ich bin absolut der Meinung, dass es in diesen Zusammenhängen zu nichts führt, immer wieder die Schuldfrage auf den Tisch zu bringen. Für die Beziehung verantwortlich sind beide. Und beide haben auch das Recht zu gehen. Man besitzt einen anderen Menschen nicht. Man hat keinen Anspruch.

    Wie eine Trennung vonstatten geht, sagt immer auch viel darüber aus, wie man seine Beziehung geführt hat.

  7. Avatar von Nilanjana
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    AW: Emotionale Affäre ohne Ende

    Zitat Zitat von Tatra Beitrag anzeigen
    Ich meine dazu, dass man ab einem gewissen Punkt dem Partner die Chance nimmt eigene Entscheidungen zu treffen. Weder bekommt er rechtzeitig einen Hinweis das etwas sehr im Argen liegt, zu einem Zeitpunkt wo man noch deutlich einfacher Änderungen in Angriff nehmen könnte, noch bekommt er eine echte Chance bei der Paartherapie. Wir reden hier ja nicht von ein paar Wochen.
    "Ab einem gewissen Punkt" - klar. Das denke ich auch. Ich rede hier ja nicht von einem Freibrief für Verheimlichen und Betrügen. Dass etwas im Argen liegen könnte, das spüren in der Regel ja beide schon lange vorher, nicht wahr. Und wie oft verschließt man die Augen, will es nicht wissen, wischt es weg, "renkt sich schon wieder ein", etc. etc.

    Deshalb wehre ich mich so gegen dieses Beschuldigen und Anklagen, dieses Moralisieren mit erhobenem Zeigefinger. Gerade in so einem Bereich, wo sich jeder an die eigene Nase fassen sollte. Es kann mir keiner erzählen, dass er nicht selbst in dem ein oder anderen Zusammenhang sich nicht so koscher verhalten hat in einer Beziehung.

    Das Wichtige ist doch der Austausch. Und die Gesprächskultur zu pflegen. Wenn so etwas in einer Beziehung nicht geübt und kultiviert wird, wie soll das dann bei einer Trennung plötzlich funktionieren.

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