Janina,
der Kollege steht halt nicht auf dich, warum auch immer, der Grund kann dir egal sein. Es gibt genügend andere Männer, bei denen du "landen" könntest, galube mir.
Nun aber zu deinem "Bedürfnis". Da solltest du genauer hinschauen, Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ich habe seinerzeit einen Mann gesucht zum "Gedankenaustausch" (ja, so habe ich mir das ganz ehrlich vogestellt), gesucht habe ich (vor ca. 15 Jahren war das) über eine Zeitungsanzeige und habe tatsächlich einige Fische an Land gezogen ! Ich kann das nicht bestätigen, dass "ältere" verheiratete Frauen und/oder Mütter keine Chancen mehr hätten...
Jedenfalls: einer hat mir besonders gefallen (und ich ihm auch), wir haben geschwärmt, uns "süße" Mails geschickt und uns ab und an getroffen. Zu einer Affäre kam es letztendlich nicht, weil er rechtzeitig die Bremse reingehauen hat. Ich war ihm damals letztendlich dankbar.
Wie auch immer: Monate später habe ich auf eine "einschlägige" Zeitungsanzeige geantwortet und habe eine Affäre begonnen. Ich wollte mir ab und an neben meiner Ehe ein paar schöne Stunden machen. Ich war auch der Meinung, meinem Mann nichts wegzunehmen....... Die Affäre ist aufgeflogen, ich habe mich dann schnell von meinem Mann getrennt.
Was ich sagen will: bei mir war die Ehe "faul", das wollte ich lange nicht wahrhaben. Wir haben sogar noch eine Paartherapie angefangen, aber es war nichts mehr zu retten.
Wie es bei dir ist weiss ich natürlich nicht, aber ich würde dir dringend raten, dich wieder etwas intensiver mit deinem Mann und deiner Ehe zu beschäftigen. Wenn das keine Besserung in deinem Befinden bringt, dann kannst du immer noch weitersehen. Dein Wunsch nur(!) nach ein bisschen "Schwärmerei" ? Meiner Meinung nach lügst du dich da kräftig in die Tasche.....
Gruß Elli
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Thema: Schwärmen usw.
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26.07.2018, 12:49Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
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26.07.2018, 13:24Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
"Keine Chancen" hab ich auch nicht gesagt und weise ich stolz von mir
, aber es ist doch deutlich weniger als in jüngeren Singlejahren, und die Kandidaten sind charakterlich auch meist zweifelhaft, was in der Natur der Sache liegt.
Jenseits dessen glaube ich, daß das Schwärmen und Anschmachten eher in die Jugend gehört. In späteren Jahren hat man vielleicht einfach zu viele praktische Erfahrungen gemacht und weiß zu genau, daß auch der tollste Schwarm aufs Klo geht, nachts schnarcht, Käsefüße hat, heimlich Popel verspeist oder dergleichen.
Fiktive Gestalten aus Literatur, Kino etc. eignen sich zum Anschmachten und Träumen grundsätzlich besser, finde ich.
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26.07.2018, 14:57
AW: Schwärmen usw.
Es gibt einen Weg sich tatsächlich nochmal zu verknallen und weiterhin mit seinem Lebenspartner zusammen zu sein. Ich lebe mit meiner langjährigen Ehefrau (20 Jahre) und unseren Kindern zusammen, habe aber auch eine Freundin. Meine Frau hat auch einen Freund. Wir sehen unsere Geliebten 1 bis 2 mal die Woche. Beide sind ebenfalls verheiratet und der jeweilige Ehepartner weiß auch davon und billigt dieses verhalten.
Altersmäßig bewegen wir uns im Ende 40 Bereich. Im Prinzip haben wir also ein polyamores Geflecht, hirarchisch mit eine Haupt- und einem Nebenpartner. Einmal Lebenspartnerschaft, einmal verliebtheit.
Derzeit funktioniert das ganze sehr gut. Wir haben uns sogar schonmal zu Viert getroffen, war ein denkwürdig lustiger Abend.
Die Voraussetzung sind allerdings absolute Ehrlichkeit und Offenheit und ein achtsamer Umgang mit allen "Teilnehmern" des Geflechts.
Demnächst steht sogar eine Urlaubsreise mit dem Nebenpartnern an. Bin gepannt ...
Findet euch damit ab, der Mensch ist und war nie monogam.
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26.07.2018, 21:13
AW: Schwärmen usw.
Hallo Janina,
ich kann dein Ansinnen gut nachvollziehen. Mit meinem Mann bin ich zusammen, seit ich ein junges Mädchen war. Ich liebe ihn sehr. Er gehört einfach zu mir, kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen. TROTZDEM ist es ein paar Mal dazu gekommen, dass ich mich in einen anderen Mann verliebt hatte. Das war aufgregend und schön! Ich glaube auch nicht, dass in eurer Beziehung zwangsläufig der Wurm drinn sein muss, wenn du dich nach so einem Gefühl sehnst UND deinen Mann nicht verlieren willst. Tatsächlich könnte eine Dating Plattform da vielleicht Abhilfe schaffen. Für mich wäre das gar nichts - da bin ich oldschool. So eine Schwärmerei muss sich im Alltag ergeben, für mich jedenfalls. Ich finde mich auf den ersten Blick auch nicht ausgesprochen attraktiv. Bin klein und pummelig - trotzdem funkt es manchmal - so alle paar Jahre
wenn es sein soll, dann kommt auch der richtige.
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27.07.2018, 05:20Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
Sehe ich auch so...schlicht Defizitreflexion.
Und der Gedanke " nur mal jemanden zum Flirten" (zu mehr nicht), ist klar eine Sackgasse.
Wenn der Partner schon zugibt, es geht ihm genauso und das Flirten kann man ja machen....dann frage ich mich, was Er darunter versteht (mehr als Flirten...) ...und warum Beide nicht aufeinander zugehen.
Klingt für eine bestehende Partnerschaft gar nicht gut...
Die Vorstufe zur Offenen Beziehung steht...und der Grund ist schlicht: es funktioniert innerhalb nicht mehr.
Entweder man redet Tacheless und ändert zusammen etwas oder man geht getrennte Wege...ansonsten bleibt eine Nutzgemeinschaft übrig als Status.
Zum Thema Reiz...nein...ich habe eine sehr lange Phase hinter mir, wo das kein Thema war und das ist auch in meiner jetzigen Partnerschaft nicht absehbar.
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27.07.2018, 05:32Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
Ich finde es menschlich unter aller Kanone, sich einen anderen Menschen als Spielzeug zu suchen, nur weil man in einer Beziehung gelangweilt ist.
Ich flirte ein bisschen ... hach... ich hätte gern jemanden, der mich bisschen bewundert und emotional aufwertet.
Ach, der will vielleicht mehr? Huch, der hat sich verliebt? Was, der ist anderweitig vergeben?
SEIN Problem... ich will nur spielen.
Bäh.
Flirty unterwegs sein ist das eine, gezielt EINEN anderen Menschen dafür zu missbrauchen, das eigene Ego zu pushen, das andere.
Dann sei auch ehrlich und lebe eine wirkliche offene Beziehung. Oder genieße das flirten allgemein und gut.
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27.07.2018, 08:17Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
Darf man ja so handhaben, wenn alle Beteiligten so gestrickt sind.
Aber warum dann heiraten, und jemandem die Treue versprechen?
Und mal ehrlich, sind die Unterschiede mit Freund oder Freundin wirklich so frappierend, oder gleicht sich da nicht vieles im Laufe der Zeit an?
Ich kann ja den Reiz daran durchaus verstehen, ich sehe allerdings auch die große Verletzungsgefahr für alle Beteiligten, ja auch für die "Geliebten", und glaube nicht daran, dass man viele Jahre solche Konstellationen leben kann.
lg jaws
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27.07.2018, 09:03Inaktiver User
AW: Schwärmen usw.
Bei der Ehe -und zwar beim deutlich folgenschwereren Teil auf dem Standesamt- geht es nüchtern und bei Lichte betrachtet um eine rechtliche Vereinbarung zwischen zwei Personen. Die Rechte und Pflichten jeder Person sind vom Gesetzgeber genau festgelegt. Und es gibt sogar schon Regeln, wie bei einem Scheitern zu verfahren ist
.
Treue kann man vertraglich nicht erzwingen oder vereinbaren, du sagst es selbst: es ist ein Versprechen. Und da kann man sich auch ver-sprechen, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Moment, in dem ich das Versprechen abgebe bin ich guten Willens, es auch einzuhalten, ich unterstelle diese Haltung mal jedem anderen auch.
Ich bin froh und dankbar, dass eine Scheidung grundsätzlich möglich ist, früher waren die Menschen ihr Leben lang aneinender gekettet, es gab kein zurück mehr. Noch lange waren geschiedene Personen gesellschaftlich geächtet, nicht wenige haben auch heute noch Probleme damit, dass das "Schuldprinzip" bei Scheidungen weggefallen ist.
Jede Lebensform ist ok, solange offen für alle Beteiligten damit umgegangen wird. Verletzungen gibt es im menschlichen Miteinander immer irgendwie finde ich (da es unterschiedliche Vorstellungen gibt, was tolerabel ist und was nicht), es bleibt einem selber nur die Möglichkeit, dies im eigenen Umfeld gering zu halten.
Gruß Elli
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27.07.2018, 12:57
AW: Schwärmen usw.
Hallo an alle,
herzlichen Dank schon mal vorab für die Mühe, die Ihr euch gemacht habt, indem Ihr mir geantwortet habt.
Dass ich auf Gegenwind stoße, war mir klar.
Vielleicht sollte ich noch ein paar Dinge ergänzen bzw. wiederholen, damit nicht immer in dieselbe Richtung argumentiert wird.
1. Mein Mann und ich haben damals bewusst nicht kirchlich geheiratet. Einerseits sind wir nicht besonders gläubig.
Andererseits symbolisiert eine kirchlich geschlossene Ehe viel mehr als eine standesamtliche.
Den Aspekt „bis dass der Tod Euch scheidet“ gibt es nämlich bei einer staatlichen Trauung nicht und muss auch nicht intendiert sein.
Bei einer kirchlichen Trauung ist es was anderes. Und deswegen hatten wir uns damals dagegen entschieden.
Wir wussten zwar, dass wir zusammengehören und uns lieben, wussten aber auch, dass das kein Dauerzustand ist. Wir waren da schon immer offen.
2. Mein Mann und ich haben schon oft über die inzwischen fehlenden Schmetterlinge gesprochen. Wir sind da sehr offen miteinander. Auch eine Öffnung der Ehe wäre sicher möglich. Man müsste halt im Vorfeld darüber sprechen. Insofern verstehe ich nicht, warum ich diesbezüglich so angegriffen werden. Ich mache nichts hinter dem Rücken meines Mannes. Wir tauschen uns viel miteinander aus.
Warum ist das also unmoralisch? Wenn ich das alles heimlich machte, könnte ich das nachvollziehen. Aber so?!
3. Der Kollege: warum mische ich mich bitte dreist in eine Ehe ein? Ich habe mich vor einiger Zeit sehr nett und lange mit ihm unterhalten und ihm dann eine relativ neutrale Mail geschrieben. Darin ging es um Berufliches. Er hätte die Gelegenheit ergreifen können, persönlicher zu werden-hat er aber nicht. Find ich sehr schade und es hat mich getroffen- ich kann es aber nicht ändern.
Unverschämt wäre ich, wenn ich ihn offensiv abgegraben hätte oder jetzt offensiv würde.
Ich habe mich in keine Ehe eingemischt.
Und es hätte doch auch sein können, dass er eine ähnliche Vereinbarung mit seiner Frau hat. Dann wär es eh unproblematisch gewesen.
Nur weil ich vielleicht ein offeneres Beziehungsmodell lebe als mancher von euch, muss das ja nicht gleich verwerflich sein.
Ich kann verstehen, dass viele von euch das nicht nachvollziehen können. Ok.
Aber gleich persönlich werden?! Das find ich unangebracht.
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27.07.2018, 13:51
AW: Schwärmen usw.
Warum bist du der Meinung, dass dein Kollege hätte "persönlich" werden sollen, wenn du rein beruflich schreibst? Warum bist du nicht persönlich geworden? Und was genau verstehst du darunter?
Ich finde "offene Beziehung" nicht verwerflich. Ich finde es nur verwerflich, den Partner zu hintergehen und sich selbst in die Tasche zu lügen.
Dann vereinbare mit deinem Mann eine offene Beziehung und schau, was passiert. Vielleicht wird es für euch besser. Ich meine das ernst, ohne irgendwelche Häme. Wenn ihr schon darüber diskutiert habt, könnte es eine Option sein.



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