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  1. Inaktiver User

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von Anemona Beitrag anzeigen
    Mit meinem Mann verbunden hat mich die ersten Jahre sehr stark unser beiderseitiger Wunsch nach Beständigkeit und Stabilität. Unsere Elternpaare sind jeweils geschieden bzw. mehrfach getrennt. Das wollten wir nicht. Wir haben von Anfang an sehr fest aneinander gehalten, sind früh zusammen gezogen. Wir haben beide nie allein gewohnt, sind direkt von zu Hause aus zusammen in eine Wohnung gezogen.
    Hast du das Gefühl des Aneinandergekettetseins?

  2. Inaktiver User

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von Anemona Beitrag anzeigen
    Obwohl ich auch deutlich gespürt habe, welche heftigen Gefühle hochkamen als sich mein Mann mit einer anderen Frau getroffen hat.
    Was meinst du damit? Könntest du sie zulassen?

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    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von vloubout Beitrag anzeigen
    Liebe Anemona,

    hast du dir mal überlegt, ob der Erzieher, also dein Freund, wirklich als Ersatz für deinen Mann geeignet wäre? Weil bisher hast du ihn ja eher als Ergänzung gesehen.
    Liebe Anemona,

    das ist ein sehr interessanter und wichtiger Gedanke... in einem ganz ähnlichen Alter und vor einem sehr ähnlichen Erfahrungshintergrund wie bei dir, habe ich mich auch in einen anderen Mann verliebt, der sehr intensive Gefühle in mir geweckt hat. Er war in vielem ganz anders als mein damaliger Mann (du ahnst wahrscheinlich schon, wie ich mich entschieden habe). Ich wollte keinen leiden lassen und habe mich recht schnell von meinem Mann getrennt und bin mit dem anderen Mann eine neue Beziehung eingegangen. Vieles hat sich dann aber ganz anders gestaltet, als ich es erwartet habe. Durch den Alltag haben sich auch manche Gefühle relativiert. Plötzlich hatte ich mit Alltagsproblemen zu kämpfen, die ich nicht erwartet hatte - der andere war nicht so "familienerprobt", hatte sich ja nicht selber für die Kinder entschieden wie es deren Vater getan hatte, hatte in vielen alltäglichen Dingen nicht die Übung und war von vielem überfordert.
    Mir ist erst im Nachhinein bewusst geworden, dass er für mich eine "Ergänzung" zu meinem Mann war... aber mit der Ergänzung alleine, ohne den Rest sah manches plötzlich wesentlich nüchterner aus.

    Damit möchte ich keinesfalls den Eindruck hinterlassen, dass man um jeden Preis mit einem Partner zusammenbleiben muss. Ich habe mich damals getrennt und habe mich mit dem neuen Mann durch einige Schwierigkeiten durchgekämpft. Wir sind noch zusammen, inzwischen auch richtig glücklich miteinander und werden demnächst auch heiraten. Aber wenn ich rückblickend darauf schaue, wie hart es teilweise war und welche Schwierigkeiten wir meistern mussten (und gemeistert haben), frage ich mich, ob ich mit meinem damaligen Mann heutzutage nicht genauso glücklich wäre, wenn ich ähnlich viel Energie für unsere Beziehung aufgewendet hätte, wie für die neue? Manches wäre vielleicht sogar einfacher gewesen...

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    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von Anemona Beitrag anzeigen
    Wir haben von Anfang an sehr fest aneinander gehalten, sind früh zusammen gezogen. Wir haben beide nie allein gewohnt, sind direkt von zu Hause aus zusammen in eine Wohnung gezogen.
    Das holt euch jetzt ein.
    Ihr habt euch beide weiterentwickelt und er ist jetzt mehr sowas wie ein verlässlicher toller Freund ... aber du willst mehr, du willst in die Welt hinaus .... und dann ist da auch noch ein sexy Katalysator ...

    Es ist schwer! Es wird schwer! Ich hab nicht wirklich einen Rat an dich ... ausser: versuche, grundehrlich zu sein. Zu dir und zu den Jungs. Eventuell wirst du auch alleine weitergehen, ausziehen ... du musst ja nicht sofort eine feste Kiste mit dem Neuen zimmern, zusammenwohnen und all das Ehetypische, was du bisher kennst.

    Die Welt ist groß und bunt, ich wünsche dir eine gute Entscheidung!
    see you on be friends online!

  5. Inaktiver User

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von Anemona Beitrag anzeigen

    Die Sachlage ist nun bei mir natürlich in so fern eine andere, dass ich mich verliebt habe. Bei meinem Mann war die Erfahrung rein sexueller Natur.
    Zitat Zitat von Anemona Beitrag anzeigen
    Ich habe jetzt für drei Wochen keinen Kontakt zu meinem Freund. Danach ist die Entscheidung fällig.

    Hast du dich wirklich in den anderen Mann verliebt, oder ist es nur das tolle Gefühl der neuen Erfahrungen, die du genossen hast, und die nun deine wahren Empfindungen überlagern?

    Bisher hast Du mit deinem Liebhaber noch kein Stück Alltag gelebt, sondern eher wie unter einer Käseglocke nur die schönen Zeiten mit ihm genossen, ohne auf Alltagsgeschehnisse Rücksicht nehmen zu müssen. Aber dieser Alltag wird kommen, und erst dann wird sich zeigen, ob man tatsächlich kompatibel ist und miteinander klar kommt.

    Zudem wirst Du ihn zu seiner Haltung hinsichtlich deiner Kinder befragen müssen (falls sie bei Dir bleiben), und ihm muss klar sein, auf was er sich da einlässt, was in nächster Zeit durch Trennung und Scheidung auf euch als neues Liebespaar zukommen wird. Das wird keine leichte und einfache Geschichte und Du hast wesentlich mehr zu verlieren als dein "neuer Mann".

    Eine Trennung solltest Du nur dann in Erwägung ziehen, wenn Du dir absolut sicher bist, dass Du keine Gefühle mehr für deinen Mann empfindest, und auf jeden Fall von ihm weg willst, selbst wenn kein anderer Mann im Hintergrund auf dich warten würde.

    Vielleicht ist der neue Mann aber auch nur ein Hinweis für dich, etwas Grundsätzliches im Leben verändern zu müssen, und letztendlich wirst Du weder mit deinen Mann noch mit deinem Liebhaber weiterhin zusammen sein, sondern musst einfach neue Erfahrungen sammeln und neue Wege gehen.

    Könntest Du dir überhaupt vorstellen, in Zukunft wieder monogam zu leben, oder möchtest Du die fehlenden Erfahrungen deiner Jugendzeit noch länger nachholen, bzw. für immer ausleben?

    LASS DIR BITTE ZEIT FÜR DEINE ENTSCHEIDUNG!

    Es ist sehr schnell etwas zerstört, was man nicht mehr gutmachen kann, und später womöglich bereut.

    lg jaws

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    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    Liebe Anemona,

    das ist ein sehr interessanter und wichtiger Gedanke... in einem ganz ähnlichen Alter und vor einem sehr ähnlichen Erfahrungshintergrund wie bei dir, habe ich mich auch in einen anderen Mann verliebt, der sehr intensive Gefühle in mir geweckt hat. Er war in vielem ganz anders als mein damaliger Mann (du ahnst wahrscheinlich schon, wie ich mich entschieden habe). Ich wollte keinen leiden lassen und habe mich recht schnell von meinem Mann getrennt und bin mit dem anderen Mann eine neue Beziehung eingegangen. Vieles hat sich dann aber ganz anders gestaltet, als ich es erwartet habe. Durch den Alltag haben sich auch manche Gefühle relativiert. Plötzlich hatte ich mit Alltagsproblemen zu kämpfen, die ich nicht erwartet hatte - der andere war nicht so "familienerprobt", hatte sich ja nicht selber für die Kinder entschieden wie es deren Vater getan hatte, hatte in vielen alltäglichen Dingen nicht die Übung und war von vielem überfordert.
    Mir ist erst im Nachhinein bewusst geworden, dass er für mich eine "Ergänzung" zu meinem Mann war... aber mit der Ergänzung alleine, ohne den Rest sah manches plötzlich wesentlich nüchterner aus.

    Damit möchte ich keinesfalls den Eindruck hinterlassen, dass man um jeden Preis mit einem Partner zusammenbleiben muss. Ich habe mich damals getrennt und habe mich mit dem neuen Mann durch einige Schwierigkeiten durchgekämpft. Wir sind noch zusammen, inzwischen auch richtig glücklich miteinander und werden demnächst auch heiraten. Aber wenn ich rückblickend darauf schaue, wie hart es teilweise war und welche Schwierigkeiten wir meistern mussten (und gemeistert haben), frage ich mich, ob ich mit meinem damaligen Mann heutzutage nicht genauso glücklich wäre, wenn ich ähnlich viel Energie für unsere Beziehung aufgewendet hätte, wie für die neue? Manches wäre vielleicht sogar einfacher gewesen...
    Und, kannst du uns hier mal erklären wie die Scheidung abgelaufen ist? Ich nehme an die Kinder sind bei dir, dein Ex darf bleche, eventuell auch für dich und er sieht die Kinder alle zwei, drei Wochen kurz für eine Stunde?

  7. Inaktiver User

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen
    ...frage ich mich, ob ich mit meinem damaligen Mann heutzutage nicht genauso glücklich wäre, wenn ich ähnlich viel Energie für unsere Beziehung aufgewendet hätte, wie für die neue? Manches wäre vielleicht sogar einfacher gewesen...
    Diese Frage wirst du nicht beantworten können. Sie ist nur eine Quelle für neue Vergleiche, Abwägungen, Zweifel. Wenn man geht, sollte man vollständig gehen.

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    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Vielleicht ist mein Freund eine Ergänzung, das will ich nicht ausschließen. Er verkörpert auf intensive Art die Eigenschaften, die mir in meiner Ehe fehlen. Die so auch nicht da waren. Viele Jahre unbemerkt, da ich mir meiner Wünsche anscheinend nicht voll bewusst war bzw. nur bei mir auf Ursachensuche gegangen bin (z. B. Ich immer wieder gedacht habe, dass körperliche Nähe einen geringen Stellenwert hat oder ich irgendwie in der Midlife-Crisis stecke, hmmm aber schon mit 36???).

  9. User Info Menu

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Ich denke was den Alltag betrifft mache ich mir keine Illusionen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Schwierigkeiten gibt im Alltag mit meinem Freund. Er ist bisher nur sein Single-Leben gewohnt. Ich würde auf keinen Fall direkt mit ihm zusammenziehen sondern in eine eigene Wohnung.

    Mein gedankliches Zwischenfazit: Ich habe einen Mann zum Lieben und einen zum Leben.

    Hört sich toll an ... fühlt sich aber nicht gut an

  10. Inaktiver User

    AW: Ehe, Affäre, Polyamorie

    Was würde in dir passieren, wenn dein Mann geht und auch eine Liebesbeziehung ha. Er sich von dir trennt.

    Wie ginge es dir damit? Wie fühlt sich das an?

    Eine Wohnung ohne ihn. Maximales Sehen bei der Kinderübergabe. Eure Kinder, die von ihr sprechen. Wäre das in Ordnung für dich? Oder würde es dich schmerzen, die dein Mann fehlen?

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