Mein Mann war in deiner Situation (und ich in der deines Mannes). Auch wir hatten davor keine andere echte Beziehung, sondern waren seit dem Alter von 17/20 Jahren zusammen.
Klar...man überlegt sich, was wäre wenn.
Die Affarenfrau war mir in vielem ähnlich... aber, sie hatten einjge Seiten, die konträr zu mir waren. Von daher denke ich schon, dass er sich überlegte, wie sein Leben hätte anders verlaufen können.
Wenn du nach vorne siehst, wie würdest du Beziehung leben wollen. Was möchtest du in einer Beziehung leben?
Der Vorteil eines Partners, der nicht Vater der gemeinsame Kinder ist, ist, dass die Paarebene eben nichts mit den Kindern zu tun hat. Dass man neu und unbeleckt alles machen kann. Es glänzt so.
Ihm hat tatsächlich dies gefehlt... die Paarebene... das Erwachsensein. Und auch er hatte sich verliebt, um dieses zu erleben.
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Thema: Ehe, Affäre, Polyamorie
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06.06.2018, 16:39Inaktiver User
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
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06.06.2018, 16:42
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06.06.2018, 16:44
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06.06.2018, 16:47
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Ich spüre auf jeden Fall, dass ich auf der Paarebene einiges vermisse. Ich finde ihn attraktiv, aber habe ihn nie so begehrt wie meinen Freund. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so starke Gefühle entwickeln könnte. Das fühlt sich meinem Mann gegenüber schrecklich unfair und unloyal an. Es belastet mich stark. Ich will ihm nicht weh tun. Er hat so viele tolle Eigenschaften
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06.06.2018, 16:52
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Kann das besondere Begehren daher kommen, dass ihr "etwas Verbotenes" getan habt, bzw. dann keinen Alltag hattet?
Alltag mit Patchwork sieht anders aus als Sonntagsaffaire.
Wie alt bist du denn? Ü40? Den Lustschub, den viele Frauen in dem Alter haben, kann man durchaus auch auf den eigenen Mann übertragen - und neuen Schwung in die Ehe bringen.
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06.06.2018, 16:53Inaktiver User
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Ja... wir sind weiterhin zusammen.
Wir haben lange Zeit gebraucht, um uns wieder neu zu finden. Nach so einer Aktion wird diese Partnerschaft neu und anders. Es waren Jahre... trennen ist einfacher. Man muss nicht aus etwas altem etwas neues machen, sich überlegen, was man mitnimmt, was man ändert. Gewohnheiten zu ändern kostet Kraft und Vertrauen wieder zu bekommen erst recht.
Wir haben eine Paartherapie gemacht. Ziel: Entweder wieder zusammenfinden oder so heil wie möglich sich zu trennen. Auf hier waren zwei Kinder mit im Spiel.
Mein Mann hat es erst richtig begriffen, als ich so weit war zu gehen. Und glaube mir, wenn der Betrogene gehen will, dann dauert der Weg noch länger.
Wir haben in der Therapie geguckt, was uns verbindet, was uns fehlt, was wir gemeinsam finden können. Das hat ein Jahr gedauert.
Bis ich das Vertrauen wieder hatte, dass er bleiben mòchte, dass ich diejenige welche bin, noch mehr.
Er wurde von zwei Frauen geliebt, ich musste mich um ihn bemühen. So empfand ich dies. Und das ist eine schexxx Rolle und man macht keine gute Figur.
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06.06.2018, 16:54
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Du tust ihm mehr weh wenn du ewig herumeierst. Desweiteren tust du dir vermutlich ja selbst am meisten Leid ;)
Wenn du noch Respekt und Achtung vor deinem "Noch" Partner hast, dann nimm seinen Wunsch ernst.
Er will dieses Konstrukt so nicht mehr leben. Das gilt es zu akzeptieren. Ebenso wird er es akzeptieren wenn du dich gegen Ihn entscheidest.
Stand jetzt wäre auch eine Entscheidung für ihn im Prinzip eine gegen Ihn. Das Herumhirnen "was wäre wenn" wird dann nämlich nicht aufhören.
Eure Paar Beziehung wird nie mehr so sein wie sie einmal war. Dafür ist zuviel vorgefallen.
Das würde ich mir immer vor Augen halten.
Allerdings muss dir auch klar sein, dass die Rosa Sexwolke auf der du mit deiner Affäre schwebst auch nicht ewig anhält. Du wirst auch mit Ihm an einen Punkt kommen der dir vermutlich nicht gefällt!
Am Besten wäre eigentlich, einer der Burschen kommt dir zuvor und nimmt die Entscheidung ab.
Salopp und aus dem Bauch heraus würde ich sagen: Du wirst mit keinem der beiden mehr 100% glücklich werden.
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06.06.2018, 16:56
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Liebe Anemona,
hast du dir mal überlegt, ob der Erzieher, also dein Freund, wirklich als Ersatz für deinen Mann geeignet wäre? Weil bisher hast du ihn ja eher als Ergänzung gesehen.
Was ich gut finde, ist die Tatsache, dass sich dein Mann tatsächlich auf das Experiment offene Ehe eingelassen hat. Und ihr habt beide gemerkt, dass euch das nicht gut tut. Das heißt, das durchaus Möglichkeiten da sind, an der Ehe zu arbeiten.
Ich befürchte, wenn du dich für deinen Freund entscheidest, wirst du deinen Mann sehr stark vermissen. Spätestens dann, wenn nicht mehr alles ganz rosig läuft und ihr euch auch mal richtig böse streitet.
Hast du für dich völlig ausgeschlossen, dass du mit deinem Mann nochmal reden kannst und ihr eure Beziehung neu gestaltet? Und eure Paarzeit neu gestaltet? Neue gemeinsame Aktivitäten?
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06.06.2018, 16:57Inaktiver User
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Ich glaube, dass man gerade, wenn man so lange zusammen ist, dann das Gefühl hat, dass man noch nie so stark geliebt hat. Es ist einfach eine andere Zeit. Mann ist nicht mehr 17, sondern 20 Jahre älter. Man redet anders miteinander.
Verletzten tust du auf jeden Fall einen... egal, wen du wählst. Wie sähe der Alltag mit dem Freund aus. Kannst du dir das vorstellen? Miteinander leben ist nicht nur Sex, sondern auch Kloputzen und Steuer.
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06.06.2018, 17:20Inaktiver User
AW: Ehe, Affäre, Polyamorie
Noch ein Aspekt, der nicht ganz unwichtig ist: Ist die Neigung zur Polyamorie bei dir eine vorübergehende oder eine, die lange verborgen war und jetzt zu Tage tritt?
Diese Frage solltest du dir mMn neben der Entscheidungsfrage auch noch stellen. Monoamor veranlagte Menschen werden auf Dauer in polyamoren Beziehungen kaum glücklich (s. deine beiden Partner), polyamor veranlagte Menschen können nur schwer bis gar nicht monoamor leben.
Aufgrund deiner Geschichte würde ich eher vermuten, dass deine polyamore Neigung eine vorübergehende ist - aber das gehört ins Reich der Spekulation.
Dem auf den Grund zu gehen, würde ich an deiner Stelle aber jedenfalls versuchen.


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