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  1. Inaktiver User

    Vertrauen lernen möglich?

    Ich habe leider ein grundsätzliches Problem mit dem Vertrauen in Beziehungen.

    Leider bin ich in einer langjährigen Beziehung übel belogen, getäuscht und betrogen worden. Nachdem meine Welt zusammen gebrochen war, habe ich die Verletzungen (hoffe ich) halbwegs "verarbeitet".

    Nur mein Päckchen, welches ich nun mit mir rumtrage ist immens.

    Ich nahm mein verlorenes Vertrauen mit in die neue Beziehung.
    Was nicht gut war. Ich habe hart an mir gearbeitet, aber die mißtrauischen Gedanken und die mißtrauische, zweifelnde Grundeinstellung ist geblieben.

    Ich kann mir eine gute Beziehung nur schwer vorstellen, so lange ich keinen Weg finde, wie ich wieder "umlernen" kann.
    Ich zweifele nicht daran, dass ich dieses Mißtrauen jemals ganz verlieren werde.

    Es muss jedoch doch einen Weg geben, die Zweifel aus meinem Kopf zu verbannen. Entspannt in eine neue Liebe hinein gehen zu können. Dem Partner einen "Vertrauensvorschuß" geben zu können.

    Ich möchte nicht mein weiteres Leben und Liebesglück von diesen Zweifeln, meinem Unvermögen und meinen schlechten Erfahrungen abhängig machen.

    Was kann ich tun?

    Wer hat ein paar hilfreiche Gedanken?
    Wer von euch kann mir Wege aufzeigen, wie es zu schaffen ist?
    Könnt ihr mir von euren Erfahrungen berichten?

    Über eure Meinungen würde ich mich sehr freuen.

    Litschi

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    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Ich denke da muß man mit ner riesigen Portion Selbstvertrauen rangehen. Je mehr Selbstvertrauen man hat um so besser kann man auch dem Partner vertrauen. Geht mir jedenfalls oft so ...
    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  3. User Info Menu

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Litschi,
    es geht - zumindest ging es bei mir.
    Ich habe nach dieser "Sache" eine Beziehung bzw. Bekanntschaft regelrecht verballert - nach 2 Monaten sagte er mir, er könnte mein Misstrauen nicht mehr ertragen und ich müsste erstmal wieder lernen, dass nicht alle Menschen gleich und dass er kei Arsch ist.
    Ich habe das dann langsam wieder gelernt.
    Es ist kein "Umlernen", sondern ein langsames Herantasten an das, was möglich ist. Das Gegenüber nicht automatisch bedrohlich zu finden, Liebe nicht mit Traurigkeit und Verlassensein gleichzusetzen.
    Das einzige, was bei mir geblieben ist, ist die Erfahrung die ich leider gemacht habe. Die kann mir keiner nehmen und die kommt immer mal wieder hoch, trotz Vertrauensvorschuß. Aber ich rede heute darüber und die meisten Dämonen lösen sich ganz schnell auf, wenn man sie ausspricht.
    Jeder Mensch ist anders und ein gesundes Misstrauen ist auch vernünftig. Das wird dir auch bleiben, vielleicht als postives Souvenir aus der schrecklichen Geschichte. Du wirst in Zukunft besser auf dich aufpassen als davor. Aber es gibt viele Wege, auch wieder Vertrauen zu fassen, zu den richtigen Leuten.
    Die Sehnsucht, die du danach verspürst, ist eine gute Ausgangsbasis.

    Kottan
    : "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
    Elvira: "Gar koan Fehler?"
    Kottan: "Doch, i liag manchmal"
    ______________________________________

    Profilbild © Analuisa

  4. Inaktiver User

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Litschi,

    da mein Vertrauen noch nie wirklich enttäuscht wurde, kann ich nichts wirklich beitragen.

    Aber ich bin verwirrt. Dann war es gar nicht (nur/vor allem) der divergierende Kinderwunsch, der zur Trennung geführt hat?
    Oder sind das zwei Beziehungen hintereinander gewesen?

    Entschuldige, wenn die Frage zu indiskret ist.

    Gruß, Leonie

  5. User Info Menu

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Zitat Zitat von Kappuziner
    Ich habe das dann langsam wieder gelernt.
    Es ist kein "Umlernen", sondern ein langsames Herantasten an das, was möglich ist. Das Gegenüber nicht automatisch bedrohlich zu finden, Liebe nicht mit Traurigkeit und Verlassensein gleichzusetzen.

    Hallo Litschi,

    ich glaube, das was Kappuziner geschrieben hat, ist ein sehr guter und vor allem realistischer Ansatz, denn die gemachten Erfahrungen einfach zu "vergessen", ist wohl kaum jemandem vergönnt.

    Ich habe auch oft Probleme meinem Freund zu vertrauen und wohl noch ein Problempäckchen aus meiner vorherigen Beziehung mitgebracht. Mittlerweile rede ich mit meinem Partner ganz offen über mein Misstrauen und woher es kommt - zwar macht man sich damit emotional sehr "nackt" vor dem anderen und somit auch wieder verletztlich. Für mich ist das aber der einzige Weg, die alten Wunden weiter heilen zu lassen. Zusätzlich gibt man seinem Gegenüber durch diese Erklärungen das Gefühl, dass man ihn nicht "einfach so" für vertrauensunwürdig hält, sondern, dass diese negativen Gefühle eine Wurzel in der eigenen Vergangenheit haben. Meinem Freund hat das sehr geholfen, mein Misstrauen besser einordnen zu können. Und nur so kann er im Endeffekt darauf eingehen, bzw. verstehen lernen.

    Vielleicht wäre das ein Ansatz? Der Gedanke, sich mit einem zukünftigen Partner (nach einer geraumen Zeit des Kennenlernens) ganz ehrlich über die eigenen Schwachstellen auszutauschen?

    Dir noch einen schönen Abend!
    Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. (Kierkegaard)

  6. Inaktiver User

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Hallo ihr Lieben!!

    Danke für eure Antworten , auf die ich im einzelnen noch eingehen werde!

    Litschi

  7. Inaktiver User

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Litschi,

    da mein Vertrauen noch nie wirklich enttäuscht wurde, kann ich nichts wirklich beitragen.

    Aber ich bin verwirrt. Dann war es gar nicht (nur/vor allem) der divergierende Kinderwunsch, der zur Trennung geführt hat?
    Oder sind das zwei Beziehungen hintereinander gewesen?

    Entschuldige, wenn die Frage zu indiskret ist.

    Gruß, Leonie

    Hallo Leonie,

    Du darfst ruhig fragen, zum besseren Verständnis!

    Erst einmal: Du Glückliche! Ich habe schon mit vielen darüber gesprochen und wessen Vertrauen noch nie mißbraucht worden ist, kann sich da gar nicht hinein versetzen.

    Der divergierende Kinderwunsch hat vor ca. zwei Monaten dazu geführt, dass ich mich von meinem Freund getrennt habe.
    Mittlerweile ist mir klar, dass dies zwar ein inhaltlicher Grund für mich war, dass ich aber mit der Beziehung und mit einigen Einstellungen/Aussagen seinerseits nicht klar kam und nicht wirklich glücklich war. Es gab immer mal wieder Vorfälle, Situationen in denen ich gemerkt habe: nein, das möchtest du so und so nicht. In diesen oder jenen Punkten passen wir überhaupt nicht gut zusammen.

    Gerade die letzen 2-3 Monate vor der Trennung haben so einiges bei mir durcheinander gewirbelt und er als Mann kam für mich dann letztendlich auch nicht mehr in Frage.


    Und vor meinem Ex war ich jahrelang mit einem anderen Mann zusammen. Ich habe mich sofort getrennt, nachdem ich Ungeheuerliches (er führte ein Doppelleben), Lügen und Betrug zufällig entdeckt habe. Und aus dieser Beziehung stammen meine heutigen Probleme.

    Das Nichtvertrauen-können hat auch in meiner letzten Beziehung dann eine Rolle gespielt.


    Lieben Gruß, Litschi

  8. User Info Menu

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    http://www.brigitte.de/foren/showthread.html?t=51648

    Guck mal hier. Vielleicht hilft's Dir auch.
    Wer verstehen kann, kann alles verzeihen

    Ich bin bereit, überall hin zu gehen, wenn es nur vorwärts ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Hallo Ricarda!

    Lieben Dank! Dein Eingangsposting finde ich sehr schön.

    Du wirst es nicht glauben, nachdem ich es gelesen hatte (am Sa) , habe ich einen Energieschub bekommen, angefangen meine Wohnung aufzuräumen und viel auszumisten.
    Weiter hab ich mir überlegt, wie ich das Vertrauensproblem lösen kann. An dem Abend hab ich ein gutes Telefonat geführt und danach war mir klar: ich muss es akzeptieren lernen. Ich weiß, dass ich eben einfach nie wieder der Mensch sein kann/werde, der ich vor meinen schlimmen Erfahrungen war.
    Aber ich kann versuchen, in Zukunft eine Weise zu finden, wie ich damit umgehen kann.

    Das "praktische" an meinen Erfahrungen:
    Ich weiß, dass nie wieder meine Welt derart zusammenbrechen kann! Ich weiß, dass Betrug möglich ist, passieren kann. Sicher wäre es eine Enttäuschung für mich, wenn ich solch eine Situation noch einmal erleben würde. Aber mich niederschmettern, mich kaputtmachen, DAS kann nie wieder passieren.
    Vielleicht das "Gute" daran. Ich weiß es nicht. Aber das Beste, was ich aus meiner Erfahrung herausziehen kann.

  10. User Info Menu

    AW: Vertrauen lernen möglich?

    Hallo Litschi,
    ich denke, es kann auch nicht schaden, wenn du erst einmal alleine bleibst.
    Ich war nach einer furchtbaren Beziehung auch erst mal einige Jahre alleine. Da kommt man wenigstens zu sich.
    Dann habe ich meinen jetzigen Partner kennengelernt und bin schon wieder seit einigen Jahren überglücklich mit ihm.
    Lass´ Dir Zeit..
    LG Sabbi
    - Lerne nur das Glück ergreifen
    denn das Glück ist immer da -

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