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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was er hätte machen können? Sich trennen zum Beispiel! Statt nur ein Second Life zu leben! Wir haben nur ein Leben.
    Der Denkfehler ist m.M.n. hier, die Ehefrau automatisch als Secondlife zu werten.

    Es ist gut möglich, zwei Lieben zu haben und jede für sich ist besonders, keine ist höher oder besser einzustufen als die andere. Leben kann man u.U. aber nur eine. Das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Gäbe es da gefühlsmässig eine Abstufung, ja dann bin ich auch klar bei dir - man hat nur ein Leben.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Und genau daher auch meine Frage, was ist, wenn man einen Menschen "aufgeben musste" (aus welchen Gründen auch immer) - wird man diesem nicht ständig nachhängen? Vielleicht weil es eben diese unerfüllte Liebe war?
    Warum sollte man und warum hast Du das Gefühl, dass da etwas bei Deinem Vater "offen" geblieben ist?


    Ist es dann nicht immer so, nach jeder freiwilligen oder unfreiwilligen Trennung von zwei Menschen mit einem Berg an Gefühlen füreinander?

    Ich denke beispielsweise heute noch an einen ex-Freund (er trennte sich), der schon vor 12 Jahren viel zu früh verstarb.
    Gut, es war keine Affaire oder Seitensprung - aber was macht das für einen konkreten Unterschied?

    Seriell oder parallele gelebte Emotionen, Trennung bleibt Trennung und hinterlässt unter Umständen lebenslange Wunden.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von na_ich Beitrag anzeigen
    Der Denkfehler ist m.M.n. hier, die Ehefrau automatisch als Secondlife zu werten.

    Es ist gut möglich, zwei Lieben zu haben und jede für sich ist besonders, keine ist höher oder besser einzustufen als die andere. Leben kann man u.U. aber nur eine. Das ist die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Gäbe es da gefühlsmässig eine Abstufung, ja dann bin ich auch klar bei dir - man hat nur ein Leben.
    Genau so sehe ich das auch.

  4. Inaktiver User

    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Man sagt ja, der mensch stirbt, wie er gelebt hat. Und er lebt, wie er ist. dein Vater hat wohl beide Frauen geliebt und konnte mit der situation leben, sie war erträglicher, als eine Trennung zu vollziehen. menschen sind unterschiedlich und nicht jeder würde diese situation leben können, sondern nur ertragen , aushalten oder sich halt entscheiden.

    je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, dass es solche Situationen gibt und bin auch nicht mehr ganz so rigoros in meiner Bewertung.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man sagt ja, der mensch stirbt, wie er gelebt hat. Und er lebt, wie er ist. dein Vater hat wohl beide Frauen geliebt und konnte mit der situation leben, sie war erträglicher, als eine Trennung zu vollziehen. menschen sind unterschiedlich und nicht jeder würde diese situation leben können, sondern nur ertragen , aushalten oder sich halt entscheiden.

    je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, dass es solche Situationen gibt und bin auch nicht mehr ganz so rigoros in meiner Bewertung.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Lebt Deine Mutter noch und kannst Du mit ihr sprechen?
    Ja, meine Mutter lebt noch.
    Grundsätzlich kann ich schon mit ihr reden, ja.

    Allerdings ist unser Verhältnis nicht so innig, offen, emotional. Nie gewesen.
    Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Themen aus der Vergangeheit an die Oberfläche holen soll. Kostet sicher viel Energie, Zeit und guten Willen.
    Im Grunde würde ich das nach dem Erlebnis am Sterbebett meines Vaters aber schon machen.
    Ich denke über solche Themen gerade nach, muss für mich selbst die Antwort finden.

    Daher meine Auseinandersetzung damit und dieser Thread.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von LizzyBorden Beitrag anzeigen
    Warum sollte man und warum hast Du das Gefühl, dass da etwas bei Deinem Vater "offen" geblieben ist?


    Ist es dann nicht immer so, nach jeder freiwilligen oder unfreiwilligen Trennung von zwei Menschen mit einem Berg an Gefühlen füreinander?

    Ich denke beispielsweise heute noch an einen ex-Freund (er trennte sich), der schon vor 12 Jahren viel zu früh verstarb.
    Gut, es war keine Affaire oder Seitensprung - aber was macht das für einen konkreten Unterschied?

    Seriell oder parallele gelebte Emotionen, Trennung bleibt Trennung und hinterlässt unter Umständen lebenslange Wunden.
    Was meinst du damit, dass bei meinem Vater etwas "offen" geblieben ist?

    Mein Vater war in vielen Dingen nciht wirklich "zufrieden". Angefangen mit seinem Beruf, er hätte gerne lieber etwas anderes gemacht, aber das ging damals nicht. Ist zwar nur ein Thema, aber so zeugte eine gewisse Unzufriedenheit seinen Weg, auch unabhängig von seiner Ehe.
    Insofern denke ich, dass er mit seiner Ehe/Familie einigermaßen zufrieden war und dass er diese Entschiedung nicht bereut hat.
    Und dass er dennoch ab und an an seine Nebenbeziehung (oder wie auch immer man es nennen mag) gedacht hat.
    So in der Art wie auch ich schonmal über ehemalige Freunde/Bekannte/Partner nachdenke und überlege, was aus ihnen wohl geworden ist. Allerdings ohne diese als die grösste Liebe meines Lebens zu titulieren.
    Aber gewiss denke ich zurück an vergangene, schöne Zeiten (und sei es aus der Kindheit) und bin da vielleicht mal kurz wehmütig.
    Soetwas in der Art , denke ich, war es bei meinem Vater.
    Genau weiß ich das natürlich nicht und werde es auch nicht erfahren.

    Ich fand eben nur seine Aussage "bezeichnend" (ohne Wertung).


    Richtig, Trennung bleibt Trennung.
    Manche hinterlassen lebenslange Wunden, manche nicht.

    Vielleicht steckt für mich die Frage dahinter: bereut man etwas?
    (hat mein Vater etwas bereut? Ich denke, nicht).


    Wenn man , wie in anderen Beispielen, aus reinen Pflichtgefühl oder aus Angst vor dem , "was die Leute sagen" mit dem Partner zusammenbleibt, dann könnte ich mir in der Tat vorstellen, dass man am Ende seines Lebens (oder auch schon vorher) bereut....

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    je älter ich werde, desto mehr verstehe ich, dass es solche Situationen gibt und bin auch nicht mehr ganz so rigoros in meiner Bewertung.
    Mir geht es da ähnlich.
    Auch mir ist in den letzten Jahren bewusst geworden (und durch sehr viele Gespräche an mich heran getragen worden), dass es solche Situationen geben kann. Und ich da auch sehr viel weniger urteilend unterwegs.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Lichtblick, Du fragst, wie es Menschen Jahre nach einer Affäre geht. Wie es im Inneren aussieht.

    Ich denke, dass für die meisten die Gedanken an diese Affären im Laufe der Jahre verblassen. Ob es nun Glücksgefühle waren oder ein schlechtes Gewissen. Eine Affäre zu haben ist nun ja kein besonderes Ruhmesblatt in der eigenen Geschichte. Hat ja meist viel mit Heimlichkeit und Betrug zu tun. Und an solche Dinge denkt der Mensch oft nicht so recht gern zurück.

    Der „betrogene“ Part hat da oft viel länger was davon. Ob die Hauptbeziehung fortgesetzt wird oder beendet ist. Die Gedanken kreisen sehr lange um diese Ereignisse. Der /die „Betrogene“ kann sich oft noch Jahre danach an so viele Einzelheiten erinnern und durchlebt in Gedanken oft diese Szenarien.

    Die allermeisten „Betrüger“ haben irgendwann ein sehr ruhiges Gewissen und reden über diese ehemalige Affäre ist dann das Letzte was sie wollen. Die Affäre ist dann vergessen, verdrängt, abgehakt, erledigt. Das dürfte durchaus menschlich, rational und vernünftig sein. Wie sollte man einigermaßen ruhig leben können, wenn andauernd sich so ein Gewissen regt?
    Wenn du laufen willst dann lauf eine Meile. Willst du aber ein neues Leben, dann lauf Marathon.“
    Emil Zátopek

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Marathonmann,
    was du sagst mit Betrogenen der noch viele Jahre kreist, habe ich auch so im Bekanntenkreis erlebt.
    Bei einer Frau über 30 Jahre sogar danach noch. Sie wirft ihrem Exmann (2Jahre Ehe) und seiner 2. Frau ( mittlerweile sind die beiden fast 28 Jahre verheiratet) immer noch vor ihr, ihr Leben "gestohlen" zu haben.
    Ihr Exmann sieht dass nicht so. Es gab Aussprachen, aber nichts hat sie überzeugen können.
    Ich denke sie wird diese Einstellung his zum Lebensende beibehalten.
    Auf dem Boden der Tatsachen liegt eindeutig zuwenig Glitzer

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