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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Nein, er hat es auf keinen fall so gesagt!
    Mit keinem einzigen Wort. und ich habe es auch keineswegs so aufgefasst!!

    Warum meine Mutter die zweitbeziehung so akzeptiert hat?
    Das weiss ich nicht , darüber wurde nie offen geredet. Nicht mit uns Kindern. Und wie die Gespärche zwischen ihr und meinem Vater waren, das weiss ich nicht. Aber ich denke, nicht von emotionaler Nähe und Offenheit geprägt.
    Ich denke, es war von beiden Seiten irgendwie Pflichtgefühl, Verantwortung. Gewohnheit. Und was sagen wohl die nachbarn dazu?? Ausserdem finanzielle Abhängigkeit (meiner Mutter).
    Das klingt nun sehr hart, ich weiss.
    Eben irgendwie noch die klassische Art der Ehe von vor über 100 Jahren. Eine Vernunftsgemeinschaft, keine romantische Liebe.

    Warum wir als Kinder diese zweitbeziehung akzeptiert haben?
    Wer bin ich , als Kind meinen Eltern ihren Weg vorzuschreiben?

    Meines Wissens ist diese Zweitbeziehung nachher nicht weitergegangen.
    Nicht real.
    Ob mein Vater dieser in Gedanken nachgehangen hat, das weiss ich nicht.

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Bamboo82 Beitrag anzeigen

    Hier finde ich das Beispiel noch zu schwammig, irgendwie haben alle Beteiligten davon gewusst, es gab Trennungen, aber irgendwie wurde es doch erst auf dem Sterbebett verkündet,... keine Ahnung.
    Nein, es wurde nicht erst auf dem Sterbebett verkündet.
    Die Geschichte liegt schon 25 Jahre oder so zurück, war damals auch bekannt.
    Wobei ich als Kind nie wusste, was diese Geschichte meinem Vater bedeutet hat.
    Das kam dann auf dem Sterbett (naja, auch schon ein Jahr vorher) an die Oberfläche.

    Aber nie mit den Worten, dass es ein Opfer war.

    Aber eben dies ist auch ein Punkt, der mich interessiert - eben nicht erst auf dem Sterbett.

    Ich habe in Foren von Affären gelesen, die beendet wurden. Zum Wohle der Familie. Nicht aus reinem Verantwortungs-/Pflichtgefühl. Aber oftmals auch, irgendwie. Oder weil man/frau zwischen zwei Stühlen stand.
    Mal hat sich die Hauptbeziehung stabilisiert, mal nicht. Und nicht selten hat die Person, die zurückgekejrt ist in die Hauptbeziehung noch manches mal wehmütig an seine Affäre gedacht. Oftmals, obwohl er/sie wieder 'glücklich' wwar in der Hauptbeziehung.

  3. gesperrt

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Wie "nicht real"?

    Eigentlich gibst du dir deine Antworten schon selber.

  4. Moderation

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Irgendwo las ich mal den Spruch: "Die größte Liebe ist immer die, die unerfüllt bleibt." Insofern kann ich mir sogar vorstellen, dass man auf dem Totenbett dankbar ist, diese Liebe gehabt zu haben. Eine Liebe, die nie vom Alltag berührt wurde. Bei der man das Objekt in der Verklärung erhalten kann. Man musste nie über die Mülleimer diskutieren oder Kompromisse über unterschiedliche Urlaubspläne suchen, und man musste dem Objekt (denn das ist es ja) nie bei einer Magen-Darm-Erkrankung das Klopapier bringen und so weiter. Das Objekt ist auch nicht älter geworden, sondern sieht noch immer so aus wie zu der Zeit, in der man es liebte.

    Wie im Film, eine "Titanic"-Liebe. Nur dass das Objekt eben nicht tot ist, sondern man es irgendwann losgelassen hat.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Es am Sterbebett zu sagen, finde ich erstmal unfair!

    Die Hinterbliebenen könnten sich unwohl mit dieser Beichte fühlen

    Dazu wäre es gut, näheres zu erfahren...hat er also gesagt, dass es für ihn tatsächlich auch die Jahre über stimmig war, zu bleiben

    Und wollte lediglich mitteilen, es gab noch eine Liebe im Leben ?

    Wie geht es /ging es Deiner Mutter?
    Hatten sie eine gute Ehe?

    Wie war er als Vater?
    War er für Dich da?

    *****************+

    Ich kenne es insofern, als das mein Exmann aufgrund seines Verhaltens von mir getrennt wurde und sehr viele Jahre danach mit dieser Entscheidung gehadert hat
    Was dazu führte, dass alle Nexten ein Problem mit mir hatten

    **********************+

    Eine Freundin ist mit einem Mann verheiratet, der bei ihr blieb, weil schwanger zu dem Moment als seine damalige große Liebe zu ihm zurückwollte

    Für meine Freundin ist es immer noch ein Thema-"denkt ER oft drüber nach, was gewesen wäre"?

    Vor Allem dann, wenn er seine zurückgezogenen Momente hat

    Und "eigentlich " führen die Beiden eine liebevolle Ehe
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    @ Bamboo
    "Nicht real" heisst: meines Wissens wurde diese Beziehung nicht weitergeführt. Weder mit Treffen, telefonanten, Briefen . (Wissen tue ich das natürlich nicht, aber das spielt hier keine Rolle).
    Aber ob er ihr gefühlsmässig nachgehangen hat, das weiss ich noch weniger.

    Klar gebe ich mir in gewisserweise meine Antworten selber.
    So viel oder so wenig wie ihr mir Antworten gebt.
    Denn wirklich (wenn überhaupt) beantworten könnte sie nur mein Vater (oder hätte beantworten können).
    Dies hier ist doch nur ein Meinungs- und Erfahrungsaustausch. (Selbst-)Reflexion, neue andere Sichtweisen, etc.
    Und eben dafür ist so ein Forum doch, in meinen Augen, gut.

    @Cariad
    Ja, ich glaube daran, dass eine nicht-gelebte oder unerfüllte Liebe immer eine der grössten ist.
    Das finde ich zum einen schade, aber eben auch in gewisserweise schön.
    Dein Ansatz, dass man auf dem Totenbett dankbar ist, eine solche Liebe 'gehabt' zu haben, hat was ....

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Lebt Deine Mutter noch und kannst Du mit ihr sprechen?
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    @twix

    Hm, ich glaube, es ist schwer nachzuvollziehen, warum und aus welchem grund jemand auf dem Sterbebett etwas sagt.
    Oftmals kommen doch in diesen Momenten die 'wahren' Gefühle und Gedanken durch, die man sein Leben lang (aus scheinbar guten Gründen) verdrängt oder unterdrückt hat.

    Hier ging es sicherlich nicht darum, sich von seiner Schuld zu befreien oder uns anderen wehzutun.

    Ich bin froh, dass er es mir gesagt hat, nicht meiner Mutter!
    Und ja, ich war auch irgendwo dankbar, dass er so offen und ehrlich zu mir war.
    Mit meiner Mutter habe ich über das Thema nie gesprochen.
    Zum einen ist unser Verhältnis zwar gut, aber eben nicht so emotional und offen (zieht sich offensichtlich durch meine ganze Ursprungsfamilie, dieses Verhalten). ZUm anderen wollte ich keine Wunden aufreissen.

    Eine gute Ehe?
    Nein, ich denke nicht.
    Eher eine Bedarfsgemeinschaft.
    Mehr nicht.
    Wie es am Anfang war, in den ersten Jahren, das weiss ich nicht.

    Ob mein Vater für mich da war?
    Wir waren gut versorgt. Finanziell.
    Und wenn ich mal einen "Fahrer" brauchte, konnte ich auch meist auf ihn zählen.
    Emotional? Nein, so war er in meinen Augen nicht für mich da, meine Mutter auch nicht.

    Finde ich sehr schade, aber ich kreide es beiden nicht an.
    ZUm einen war dies noch eine andere Generation (soll keine Ausrede sein).
    Und zum anderen war es ihnen, warum auch immer, scheinbar nicht möglich.
    Wie gesagt, schade. Aber ich erkenne an, dass sie in ihren Augen das 'beste' gegeben haben was sie in der Lage waren zu geben.
    Kommt doch auf immer auf ihren jeweiligen Hintergrund an.
    Dass ich nun darunter 'zu kämpfen' habe und einen ganz anderen, in meinen Augen 'besseren' und schöneren Weg einschlagen möchte, dass ich nochmal ein komplett anderes Thema...

    Was deiner Freundin durch den Kopf geht, das kann ich absolut nachvollziehen!!
    Und genau daher auch meine Frage, was ist, wenn man einen Menschen "aufgeben musste" (aus welchen Gründen auch immer) - wird man diesem nicht ständig nachhängen? Vielleicht weil es eben diese unerfüllte Liebe war?
    Und wie fühlt sich der Partner, bei dem der andere 'geblieben' ist.
    Ein gutes Beispiel (wenn auch nicht repräsentativ - wobei: weiß man es?), danke dafür!

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Irgendwo las ich mal den Spruch: "Die größte Liebe ist immer die, die unerfüllt bleibt."
    Zitat Zitat von Lichtblick2017 Beitrag anzeigen
    Ja, ich glaube daran, dass eine nicht-gelebte oder unerfüllte Liebe immer eine der grössten ist.
    Diesen Satz würde ich so nicht unterschreiben. Eine nicht gelebte bzw. unerfüllte Liebe erzeugt starke Gefühle. Das ja. Aber für mich ist die größte Liebe tatsächlich diejenige, welche in allen Lebenslagen hält. Die den Partner nimmt, so wie er ist und die über die Jahre inniger wird.

    Eine unerfüllte Liebe ist eine Fantasie. Ein Traumgebilde, welches der Realität nicht immer standhalten kann.
    Die Problemzone ist bei den meisten Menschen nicht der Bauch, die Beine oder der Po...
    sondern viel mehr der Kopf

  10. Moderation

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    AW: Jahre nach der Affäre, dem Seitensprung

    Zitat Zitat von Sintonia Beitrag anzeigen
    Diesen Satz würde ich so nicht unterschreiben. Eine nicht gelebte bzw. unerfüllte Liebe erzeugt starke Gefühle. Das ja. Aber für mich ist die größte Liebe tatsächlich diejenige, welche in allen Lebenslagen hält. Die den Partner nimmt, so wie er ist und die über die Jahre inniger wird.

    Eine unerfüllte Liebe ist eine Fantasie. Ein Traumgebilde, welches der Realität nicht immer standhalten kann.
    So sehe ich das letztlich auch. Trotzdem ist so eine "unbefleckte" Liebe ein Schatz in der Erinnerung. Auch im Spiegel der eigenen Persönlichkeit: in einer langjährigen Beziehung ist man selbst auch nicht immer ideal, man hat dämliche Sachen gemacht oder gesagt, man ist in beruflichen Projekten gescheitert und so weiter. Wundervoll, wenn man weiß, dass es da draußen einen Menschen gibt, der einen in der Glorie des un-gescheiterten Lebens sieht.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

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